Startseite USA Online-ReiseführerBeliebte Ausflüge in den USA Die schönsten US-Nationalparks in Kalifornien, Utah, Nevada und Arizona

Die schönsten US-Nationalparks in Kalifornien, Utah, Nevada und Arizona

von Max

Die Nationalparks der westlichen USA sind für alle Outdoor-Fans ein absolutes Muss. Die Landschaft ist vielfältig und wahnsinnig beeindruckend. Von sensationellen Ausblicken über atemberaubende Farben bis hin zu einer einzigartigen Flora und Fauna finden Sie hier alles, was Ihr Naturliebhaber-Herz begehrt. Ich habe für Sie eine Liste der schönsten Nationalparks im Westen der USA zusammengestellt.

Death Valley National Park Yosemite National Park
Grand Canyon National Park Antelope Canyon National Park
Monument Valley Zion National Park
Sierra Nevada Yellowstone National Park

Ein paar generelle Tipps und Infos möchte ich Ihnen vorab mit auf den Weg geben:

  • Übernachten Sie möglichst außerhalb der Parks, denn die Unterkünfte im Inneren bieten oft kein gutes Preis-Leis­tungs-Ver­hält­nis. Suchen Sie sich lieber ein Motel in der Nähe.
  • Alternativ haben Sie häufig die Möglichkeit, in den Parks zu campen.
  • An den Eingängen der Parks erhalten Sie oft eine Zeitung, die alle wichtigen Informationen zu den Tieren, Events, Wanderrouten etc. beinhaltet.
  • Informieren Sie sich vor Ihrer Ankunft im Park, ob es nötig ist, Touren vorab zu reservieren.
  • Denken Sie an festes Schuhwerk, Sonnencreme und eine Kopfbedeckung und haben Sie immer ausreichend Wasser dabei.
  • Vom Anfassen und Füttern der Tiere sollten Sie absehen – man kann nie wissen, wie ein wildes Tier auf den Menschen reagiert.
  • In den USA erhalten Sie im Nationalpark meist einen 7-Tage-Pass.

Death Valley National Park

© garytog – Fotolia.com

Mein persönlicher Lieblings-Nationalpark ist der Death Valley National Park. Ich mag es, dass man in kürzester Zeit eine besonders vielfältige Landschaft zu sehen bekommt. Die salzverkrusteten, weitläufigen Flächen und auch die Wüste sind beeindruckend. Hier sollten Sie sich unbedingt die Zeit nehmen, durch die Sanddünen zu wandern.

Badwater ist der tiefste Punkt der USA. Hier erwarten Sie interessante Salzablagerungen und Verkrustungen auf dem Boden, über die Sie laufen können. Der Ausflug ist jedoch nichts für empfindliche Näschen, denn der Geruch dort ist gewöhnungsbedürftig. Auch sehr einzigartig sind die wandernden Steine, genannt Racetracks. Um Sie zu sehen, sollten Sie bereits früh morgens aufbrechen. Denn die Strecke ist lang und auf dem Weg liegt keine andere Sehenswürdigkeit. Inzwischen wurde das Mysterium, warum die kleinen Felsen sich fortbewegen, zwar von Forschern aufgeklärt, aber ich finde es dort trotzdem geheimnisvoll und ein wenig spooky.

Mein Highlight in diesem Nationalpark ist jedoch der Artist’s Drive. Auf dieser Panoramastraße begegnet Ihnen die sogenannte Artist’s Palette (Künstlerpalette): bunte Felsformationen, die mich mit ihrem Farbenspiel verzaubert haben. Auch die Tierwelt ist spannend und mit etwas Glück begegnen Sie vielleicht dem einen oder anderen Kojoten.

Durch den Park führt ein Hauptweg und alles Wichtige ist gut ausgeschildert. Sollten Sie planen, zu den Racetracks zu fahren, empfehle ich Ihnen, einmal im Death Valley zu übernachten. Ansonsten schaffen Sie die Besichtigung auch an einem Tag. Mit dem Auto ist der Nationalpark von Las Vegas aus in 2,5 Stunden zu erreichen.

Wichtige Tipps: Nehmen Sie unbedingt viel Wasser mit, tanken Sie Ihren Mietwagen vorher voll und fahren Sie möglichst nicht im Sommer ins Death Valley, da es dort über 50 Grad Celsius werden kann. Dann besteht die Gefahr, dass Ihr Auto liegen bleibt. Die beste Reisezeit ist von Mitte September bis Anfang November, da die Temperaturen dann am angenehmsten sind.


Yosemite National Park

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Der Yosemite-Nationalpark ist einfach wunderschön. Hier gibt es riesige Wälder, Wasserfälle und Berge. Sie können tolle Wanderungen unternehmen und viele Tiere wie Elche oder Rehe sehen – fast wie in Kanada. Das ganze Jahr über können Sie mit dem Auto durch das Yosemite Valley fahren und die charakteristische Landschaft genießen.

Nicht verpassen dürfen Sie den Glacier Point mit Ausblick auf das Yosemite Valley sowie den Half Dome. Der Half-Dome-Berg hat eine Höhe von 2.693 Metern und gilt als Wahrzeichen des Parks. Etwas unbekannter, aber ebenso spektakulär ist Hetch Hetchy. An diesem Ausgangspunkt können Sie zu den weniger frequentierten Wanderwegen durch die Wildnis aufbrechen.

Vor Antritt Ihrer Reise sollten Sie sich über die aktuellen Wetterbedingungen informieren: Manche Ausflüge sind je nach Witterung nicht machbar, da die Strecken teils sehr hoch im Gebirge liegen. Jede Jahreszeit eignet sich jedoch für einen Besuch des Nationalparks. Die beste Reisezeit ist für jeden individuell zu definieren – je nachdem, was Sie gern unternehmen möchten. Im Winter sind manche Straßen bei Schneefall gesperrt, dafür können Sie in einigen Regionen Ski fahren. Im Frühling sind die Wasserfälle aufgrund der Schneeschmelze besonders beeindruckend. Der Sommer bietet das größte Ausflugspotenzial, da in der Regel alle Bereiche des Parks geöffnet sind. Der Herbst kann durchaus noch warm sein – Yosemite ist aber nicht der Nationalpark, in dem Sie besonders spektakuläre Verfärbungen zu sehen bekommen. Die meisten Bäume bleiben das ganze Jahr über grün. Mit dem Wagen erreichen Sie Yosemite in gut 3 Stunden von San Francisco aus, in 4,5 Stunden ab Los Angeles und in 5,5 Stunden von Las Vegas aus.


Grand Canyon National Park

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Dem Colorado River hat der Grand Canyon seine Struktur und Form zu verdanken. Die imposanten Steinformationen liegen im Bundesstaat Arizona – etwa 2,5 Stunden von Las Vegas mit dem Auto entfernt. Ich empfehle Ihnen einen Besuch des etwas weiter entfernten South Rim. Zwar beträgt die Fahrzeit ab Las Vegas 4,5 Stunden, Sie haben dort aber eine wunderschöne Aussicht über den Canyon und sparen sich dabei den teuren Eintritt, der Sie am West Rim erwartet. Am West Rim befindet sich der gläserne Skywalk, bei dem Sie insgesamt rund 100 US$ für die Aussicht inklusive Parkplatz, Eintritt und Besucher-Permit zahlen müssen.

Der Grand Canyon ist das ganze Jahr über einen Besuch wert. Hier können Sie ausgedehnte Wanderungen und Esel-Touren unternehmen oder sich mit einem Hubschrauber über das Gebiet fliegen lassen. Wenn Sie wandern möchten, so eignen sich die Monate März bis Mai sowie September und Oktober am besten. Im Sommer sind besonders viele Touristen unterwegs und das Wandern kann zuweilen aufgrund der Hitze sehr anstrengend werden.


Antelope Canyon National Park

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Der Antelope Canyon ist absolut einzigartig. Das Indianerreservat liegt südlich von Page in Arizona auf dem Weg vom Grand Canyon zum Monument Valley. Im Canyon selbst lässt sich toll erkennen, wie das Wasser sich im Laufe der Zeit seinen Weg gebahnt und den Stein geformt und geschliffen hat.

Der Canyon ist von zwei Seiten aus erreichbar. Der Upper Antelope Canyon ist etwas leichter zugänglich, als der Lower Antelope Canyon. Sie können dort einfach durch wandern, obwohl es teilweise recht eng werden kann. Im Lower Antelope Canyon müssen Sie sich auf Abschnitte einstellen, in denen Sie sich nur durch Klettern fortbewegen können – es ist also nicht für jeden Besucher geeignet.

Um eine Tour im Antelope Canyon mitzumachen, sollten Sie sich im Voraus anmelden, da die Teilnehmerzahl beschränkt ist. Am allerschönsten ist dieser Ort zur Mittagszeit, wenn die Sonnenstrahlen durch die enge Schlucht scheinen und den Boden erreichen. Diese sogenannten Beams tauchen den Canyon in faszinierende Farbtöne: von Braun über Orange bis hin zu tiefem Rot. Dieser Anblick hat mich vollkommen verzaubert. Planen Sie nicht mehr als einen Tag zur Besichtigung ein, denn der Canyon hat eine begrenzte Aufenthaltszeit. Von November bis März ist der Canyon für Besucher geschlossen.


Monument Valley

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Ca. 2 Stunden vom Antelope Canyon entfernt liegt das Monument Valley. Die charakteristische Landschaft ist bekannt aus Film und Fernsehen und ist ein absolutes Highlight. Super schön ist bereits der Blick auf das Monument Valley in den frühen Morgenstunden von der Anfahrtsstraße, der US 163. Sie haben die Möglichkeit, an manchen Stellen anzuhalten und ein Foto aus der Ferne zu schießen. Die rötlichen Steinformationen liegen im Naturschutzgebiet mit dem Namen Navajo Tribal Park. Hier dürfen Sie den 30 Kilometer langen Scenic Drive nicht verpassen, der am Visitors Center startet. Buchen Sie einfach eine Jeep- oder Pick-up-Tour und lassen Sie sich die schönen Tafelberge aus der Nähe erklären. Allerdings sollten Sie auch hier während der Hochsaison vorab buchen, da der Andrang oft groß ist. Ebenfalls beeindruckend ist eine geführte Wanderung oder – für echte Cowboys – ein Ausritt durch die Western-Landschaft.


Zion National Park

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Um eindrucksvolle Wanderungen zu erleben, bietet sich auch ein Besuch des Zion-Nationalparks an. Die bizarren Felsformationen befinden sich nördlich des Grand Canyons – ungefähr auf halber Strecke zwischen Monument Valley und Las Vegas. Der etwas kleinere Nationalpark ist besonders beliebt bei Outdoor-Fans. Auch hier gibt es einen Scenic Drive, auf dem Sie acht tolle Sehenswürdigkeiten des Parks kennenlernen können.

Ein Highlight in diesem Park sind die Zion Narrows. Das sind beeindruckende Schluchten, in denen Sie teilweise durchs Wasser waten müssen, um vorwärts zu kommen. Wenn Sie die aktuellen Wetterbedingungen beachten, so eignet sich der Park das ganze Jahr lang für einen Besuch. Im Frühling und Sommer sehen Sie wunderschöne Blumen, im Herbst eine bezaubernde verfärbte Landschaft und auch im Winter gibt es viel zu entdecken.


Sierra Nevada

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Fahren Sie unbedingt durch die Sierra Nevada, wenn Sie Berge mögen. Das Gebiet ist sehr idyllisch und bietet an vielen Stellen noch eine recht unberührte Natur. Bekannt ist das Hochgebirge insbesondere, weil es den höchsten Berg der kontinentalen Vereinigten Staaten beheimatet: den 4.421 Meter hohen Mount Whitney. Hauptsächlich liegen die Berge der Sierra Nevada auf kalifornischem Boden. Die Berglandschaft ist ca. 650 Kilometer lang und erstreckt sich von Nord nach Süd – parallel zur Pazifikküste. Im Süden ist das Gebirge besonders hoch, im Norden flacht es ab bis zum Fredonyer Pass. Ein Zwischenstopp am Lake Tahoe lohnt sich sehr.


Yellowstone National Park

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Der Yellowstone-Nationalpark liegt sehr weit ab von den meisten Reiserouten, aber ist einfach wunderschön. Sie müssen ihn schon ganz gezielt anfahren, da er weder zwischen zwei Ausflugszielen, noch in der Nähe einer größeren Stadt liegt. Der Park liegt auf vulkanischem Gebiet und der Yellowstone-Vulkan im Park zählt zu den bekanntesten Vulkanen der Welt. Typisch für den Park sind daher auch die Geysire sowie heiße Quellen und Schlammpools. Leider geht auch ein gewisser Schwefelgeruch mit den landschaftlichen Begebenheiten einher. Ich kann trotzdem jedem zu einem Besuch dieses Parks raten. Spätestens beim Anblick eines ausbrechenden Geysirs wird man für den leicht unangenehmen Geruch entschädigt. Fahren Sie dazu beispielsweise zum bekannten Geysir Old Faithful. In der Nähe liegt übrigens auch das Touristencenter mit angeschlossenem Café. Die Geysire mit ihren riesigen Fontänen sind wirklich total beeindruckend.

Auch die Tier- und Pflanzenwelt ist toll im Yellowstone-Nationalpark. Hier gibt es so viele unterschiedliche Arten. Mit viel Glück sieht man vielleicht sogar einen Bären – auf jeden Fall werden Sie ein Bison zu Gesicht bekommen – darauf gebe ich Ihnen eine „Bison-Garantie“. Auch Elche und seltene Vogelarten sind mir bei meinem Besuch begegnet. Beim Wandern durch die schöne Landschaft sollten Sie die Wege nicht verlassen. Sie könnten sich selbst in Gefahr bringen und heißen Dampf bzw. heißes Wasser abbekommen oder sich auf unbefestigten Wegen verletzen.

Am besten planen Sie einen mehrtägigen Besuch in diesem großen Park ein, denn es gibt wirklich sehr viel zu sehen. Die Natur ist wirklich einzigartig. Ich würde September als beste Reisezeit empfehlen. Dann ist es noch schön warm und nicht mehr ganz so überlaufen.
Titelbildquelle: #86881450 | Urheber: © Mariusz Blach – Fotolia.com

Max

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