Startseite Frankreich Online-Reiseführer Von La Rochelle bis Bordeaux: Rundreise entlang der französischen Atlantikküste

Von La Rochelle bis Bordeaux: Rundreise entlang der französischen Atlantikküste

von Alex

Die französische Atlantikküste ist unglaublich vielseitig. Rund um die beiden wunderschönen Städte Bordeaux und La Rochelle finden Sie Traumstrände, großartiges Essen und leckersten Wein. Unsere Rundreise ist perfekt für Strand- und Naturliebhaber, die Frankreich mit allen Sinnen erleben und genießen wollen. Kommen Sie mit auf einen unvergesslichen Roadtrip durch Frankreich!

Roadtrip durch Frankreichs Westen
Reiseroute & Highlights
Budget: Wie viel kostet die Rundreise?
Die wichtigsten Tipps rund um Mietwagen und Verkehrsregeln
Die beste Reisezeit für Frankreichs Atlantikküste


 

Reiseroute & Highlights

1. Station: Bordeaux

Wie Paris, nur nicht ganz so voll – Das war die häufigste Aussage, die wir über Bordeaux gehört haben, bevor wir selbst dort waren. Und ja, wie Paris kann Bordeaux mit unglaublich prachtvolle Gebäude und einem einzigartigen Lebensgefühl aufwarten. Dennoch ist diese Stadt keinesfalls nur die kleine Schwester von Paris, sondern hat ihren ganz eigenen Flair und ihre ganz eigenen Highlights.

Als Universitätsstadt, Weinstadt und kulturelles Zentrum des Südwestens vereint Bordeaux so viele Gesichter, dass Sie auf jeden Fall mehrere Tage für diese vielfältige Stadt einplanen sollten. Besuchen Sie die beeindruckende Cité du Vin, ein unglaubliche cooles Weinmuseum, das schon von außen eine wahre Sehenswürdigkeit ist. Besichtigen Sie das Grand Théâtre, die Kathedrale von Bordeaux und schlendern Sie durch die hübschen Gässchen. Der beste Fotospot ist definitiv der Miroir d’Eau direkt am Fluss Garonne. Eine riesige Wasserfläche sorgt hier für faszinierende Spiegel- und Nebeleffekte. Das flache Wasser ist zudem ein toller Spielplatz für Kinder.

Bordeaux bei Nacht

Symbol Restaurant Käse, Käse, Käse
Frankreich ist nicht nur für hervorragenden Wein, sondern auch für großartigen Käse bekannt. In der Fromagerie Deruelle haben wir vielleicht den leckersten Ziegenkäse überhaupt schnabuliert. Die hübsche kleine Laden ist der perfekte Zwischenstop für Käsefans. Wer’s lieber süß als stinkig mag bekommt dort auch wunderbaren Käsekuchen (Adresse: 66 Rue du Pas-Saint-Georges).

2. Station: Arcachon und die Dune du Pilat

Bevor entlang der Küste gen Norden aufbrechen machen wir noch einen Abstecher in den Süden. Das Bassin d’Arcachon düfen Sie nämlich auf keinen Fall verpassen! Diese große Bucht liegt etwa eine Stunde südwestlich von Bordeaux und ist nicht nur die Heimat traumhafter Strände, sondern auch der beeindruckenden Dune du Pilat. Die größte Wanderdüne Europas ist bis zu 110 Meter hoch und etwa 2,7 Kilometer lang. Umgeben von Kiefernwäldern und dem Atlantik bietet die Mini-Wüste einen atemberaubenden Anblick.

Unser Tipp: Kommen Sie gerade in der Hochsaison sehr früh oder erst spät. Ein Geheimtipp ist dieser wundervolle Ort nämlich nicht mehr. Am Fuße der Düne haben sich zahlreiche Shops und Kioske angesammelt, durch die hindurch die Besucher zum Sandberg strömen. Oben auf der Düne entkommen Sie den Massen jedoch recht schnell, wenn Sie ein Stück durch den Sand laufen. Immerhin ist die Dune du Pilat ja groß genug. Wir waren zum Sonnenuntergang da und die Atmosphäre war großartig. Es war zwar einiges los, aber statt Sightseeing war Picknicken und Abhängen angesagt.

Dune du Pilat

3. Station: Royan

Vom Bassin d’Arcachon geht es nun vorbei an Bordeaux Richtung Norden. Nach gut zwei Stunden erreichen wir unsere dritte Station: den Badeort Royan. Anders als beispielsweise Bordeaux wurde Royan im 2. Weltkrieg völlig zerstört und in den 1950er Jahren wieder aufgebaut. Statt historischen Gebäuden erleben Sie hier moderne Architektur – ein spannender Kontrast.

Verbringen Sie einen Tag an der lebhaften Strandpromenade mit ihren vielen gemütlichen Cafés und strecken Sie die Füße in den feinen Sand dieses ehemaligen Seebades. Royan ist eine hervorragende Destination für Aktivurlauber. Von Segeln bis Kitesurfen, von Fahrradfahren bis Wandern – hier wird Ihnen garantiert nicht langweilig.

4. Station: Île d’Oleron

Ab auf die Insel! Nur etwa eine Stunde brauchen Sie von Royan auf die Île d’Oléron, die Sie mit Ihrem Mietwagen problem- und sogar kostenlos über eine Brücke erreichen können. Diese kleine Atlantikinsel ist vor allem für ihre Austernzucht bekannt. Das Gebiete Marennes-Oléron ist eines der größten Austernzuchtgebiete Europas. Probieren Sie die leckeren Muscheln unbedingt! Nirgendwo sonst bekommen Sie sie so frisch und günstig.

Das Leben auf der Île d’Oléron ist ruhig und entspannt. Auch wenn hier gerade im Sommer viele Franzosen ihren Urlaub verbringen, wirkt es selten überfüllt. Die kleinen Ortschaften und hübschen Strände sind perfekt für eine ruhige Auszeit. Besichtigen Sie die Citadelle du Château d’Oléron, in der sich heute viele Künstler angesiedelt haben und genießen Sie den Ausblick vom Phare De Chassiron. Im Port de Salines können Sie Salzgewinnung live erleben und im Fort Boyard bewegte Geschichte spüren.

Austern auf der Île d'Oléron

Symbol Tipp Île de Ré
Sie haben noch etwas mehr Zeit? Dann ist auch die Nachbarinsel der Île d’Oléron, die Île de Ré, unbedingt einen Besuch wert. Die Île de Ré ist die etwas schickere und damit auch teurere der beiden Inseln. Besichtigen Sie die Festung Saint-Martin-de-Ré, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, und den hiesigen Leuchtturm Phare des Baleines.

5. Station: La Rochelle

Nach so viel Insel-Entspannung geht’s mal wieder Richtung Stadt. La Rochelle hat ca. 75.000 Einwohner und trotzdem noch ordentlich Kleinstadt-Charme – wenn da nicht die Touristen wären. Im Sommer kann es in der hübschen Hafenstadt sehr voll werden. Wenn Sie die richtige Reisezeit wählen oder früh aufstehen, wird Sie die Schönheit von La Rochelle aber garantiert begeistern. Zwischen hübschen Gebäuden und verwinkelten Gassen finden Sie schnuckelige Cafés und hervorragende Eisdielen.

Der schöne Hafen mit seinen beiden prächtigen Türmen ist unbedingt einen Besuch wert. Erklimmen Sie den Tour Saint-Nicolas am Hafen für eine großartige Aussicht. Für Regentage ist das Aquarium in La Rochelle eine tolle Option, besonders wenn Sie mit Kindern unterwegs sind. Wer auf ausgefallene Eissorten in bester Qualität steht, sollte Ernest Glacier einen Besuch abstatten. Selbst wenn sich bereits eine kleine Schlange gebildet hat, das Warten lohnt sich!

La Rochelle. Frankreich

6. Station: Cognac

Damit wir auf dem Rückweg nicht wieder dieselbe Route einschlagen, gibt’s noch einen kleinen Abstecher ins Inland. Die Stadt Cognac liegt etwa 100 Kilometer südöstlich von La Rochelle und ist bekannt für – richtig, Cognac! Zahlreiche renommierte Cognac-Häuser wie Hennessy, Martell und Rémy Martin stellen ihre leckeren Branntweine rund um Cognac her. Viele Brennereien können Sie auf Führungen besichtigen und den ein oder anderen edlen Tropfen kosten. Ihren Mietwagen lassen Sie dann aber besser stehen. Da die meisten Cognac-Häuser sehr zentral in der Stadt liegen ist das aber in der Regel kein Problem. Wir haben eine tolle Führung bei Rémy Martin gemacht – sehr empfehlenswert!

Abgesehen von den leckeren Getränken hat Cognac aber noch mehr zu bieten. Besichtigen Sie das schicke Schloss und spazieren Sie am Fluss Charente entlang, bevor Sie sich in einem der großartigen Restaurants stärken. Jetzt gilt es, Frankreich nochmal richtig auszukosten. Danach geht es nämlich schon wieder zurück nach Bordeaux.

Remy Martin in Cognac© Grey World

7. Station: Bordeaux

In Bordeaux wird es Zeit, sich von Ihrem treuen Begleiter der letzten Tage zu verabschieden. Bringen Sie Ihren Mietwagen ganz entspannt zurück und nutzen Sie die letzten Stunden für ein bisschen Shopping. Das beste Souvenir? Eine gute Flasche Rotwein natürlich! Im hervorragenden L’Intendant finden Sie bestimmt die perfekte Flasche, um zu Hause noch einmal auf Ihren Roadtrip durch Frankreich anzustoßen.

Budget: Wie viel kostet die Rundreise?

Die Lebenshaltungskosten in Frankreich sind mit den deutschen vergleichbar. Für einen Restaurant-Besuch oder einen Einkauf im Supermarkt können Sie mit ähnlichen Preisen rechnen. Die Kosten für die Anreise, den Mietwagen und die Unterkunft hängt natürlich von Ihren Ansprüchen und der Reisezeit ab. Wenig überraschend: im Sommer ist alles etwas teurer, in der Nebensaison können Sie von der Anreise bis zur Unterkunft sparen.

Bordeaux hat einen eigenen Flughafen, der zum Beispiel von Lufthansa ab Frankfurt direkt angeflogen wird. Mit etwas Planung gibt’s die Flugtickets schon für ca. 130 Euro. Einen kleinen Mietwagen eines guten Vermieters inklusive allen wichtigen Versicherungen gibt’s pro Woche ab ca. 160 Euro. Unser Tipp: Planen Sie frühzeitig und schauen Sie immer mal wieder nach aktuellen Mietwagen-Angeboten. Die Preise ändern sich ständig – so entgeht Ihnen kein Schnäppchen!

Bei der Unterkunft spielen Lage, Reisezeitraum und Art der Unterkunft eine große Rolle. Für einen Roadtrip durch Frankreich sind Zimmer über Airbnb oder in Hostels die günstigste Variante. Auch in Mobile Homes auf Campingplätzen oder in Ferienwohnungen können Sie preiswert nächtigen, dort müssen Sie aber gerade in der Hochsaison oft direkt eine ganze Woche buchen.

Sonnenuntergang in Frankreich

Die wichtigsten Tipps rund um Mietwagen und Verkehrsregeln

Für deutsche Autofahrer ist der französische Verkehr keine große Herausforderung. Die Straßen sind weitestgehend gut und die Verkehrsschilder verständlich. Daran, dass es auf den Autobahnen Geschwindigkeitsbegrenzungen gibt, kennen Sie ja sicher schon aus anderen Urlaubsländern. Eine unschöne Überraschung sind dafür die Mautgebühren. Die sind nämlich auf vielen Autobahnstrecken ganz schön happig.

Damit Sie bestens vorbereitet auf Ihren Roadtrip starten, haben wir Ihnen die wichtigsten Autotipps für Frankreich zusammengestellt. Hier schon mal das Wichtigste in Kürze:

  • in geschlossenen Ortschaften dürfen Sie maximal 50 km/h fahren, auf der Autobahn höchstens 130 km/h
  • die Promillegrenze liegt be 0,5 und Sie müssen einen Alkoholtester dabei haben
  • bei Ampeln gibt es keine Gelbphasen, es wird nur zwischen Rot und grün geschaltet
  • blaue Linien zeigen meist kostenlose Parkplätze an
  • auf vielen Autobahnstrecken fällt Maut an, dafür sind die Rastplätze hervorragend

Mautstelle in Frankreich

Die beste Reisezeit für Frankreichs Atlantikküste

Direkt vorneweg: der Atlantik ist nicht das Mittelmeer. Das Klima an der französischen Atlantikküste ist generell unberechenbarer und frischer als beispielsweise an der Côte d’Azur. Für einen reinen Badeurlaub eignet sich unser Roadtrip durch Frankreich nicht. Selbst im Juli kann es hier zwischendurch kühl, windig und regnerisch sein.

Generell ist das Wetter in den Sommermonaten jedoch mild und sonnig. Die Temperaturen steigen auf um die 25°C und die Sonne lässt sich bis zu 8 Stunden am Tag blicken. Dafür ist im Juli und August natürlich auch am meisten los. Für etwas mehr Ruhe bei immer noch angenehmen Wetter empfehlen wir daher die Nebensaison im Juni oder im September und Oktober. Auch dann bewegen sich die Temperaturen in der Regel noch im 20°C-Bereich. Gerade im September ist das Wasser auch noch warm genug für ein Bad.

Alex

Ich liebe es, die Welt zu entdecken - natürlich am besten mit dem Mietwagen! Obwohl ich vom Dauer-Fernweh geplagt bin, bin ich auch immer wieder gerne zu Hause im schönen Köln. Meine wichtigsten Zutaten für eine gelungene Reise: großartige Natur und gutes Essen. Neuseeland und Südafrika haben einen besonderen Platz in meinem Reiseherz. Als nächstes geht's nach Paris und Österreich.
Alex

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