Die französische Atlantikküste ist unglaublich vielseitig. Rund um die beiden wunderschönen Städte Bordeaux und La Rochelle findest du Traumstrände, großartiges Essen und leckersten Wein. Unsere Rundreise ist perfekt für Strand- und Naturliebhaber, die Frankreich mit allen Sinnen erleben und genießen wollen. Wir zeigen dir die sieben Stationen der Route, verraten dir, wie du dein Budget planst, und sagen dir, worauf du bei Mietwagen und Verkehrsregeln in Frankreich achten musst. Komm mit auf einen unvergesslichen Roadtrip durch Frankreich!
Roadtrip durch Frankreich: Highlights der Atlantikküste

Alles auf einen Blick
Die wichtigsten Infos zum Roadtrip an Frankreichs Atlantikküste auf einen Blick:
Route: Bordeaux, Arcachon mit der Dune du Pilat, Royan, Île d’Oléron, La Rochelle und Cognac, zusammen rund 650 km in etwa 9 Stunden Fahrzeit.
Reisedauer: Für die Rundreise solltest du 7 bis 10 Tage einplanen, am schönsten ist die Atlantikküste zwischen Juni und September.
Highlights: Die Dune du Pilat ist mit rund 102 Metern die größte Wanderdüne Europas, dazu kommen Austern auf der Île d’Oléron und Cognac-Führungen.
Budget: Die Lebenshaltungskosten entsprechen etwa dem deutschen Niveau, in der Nebensaison sparst du bei Anreise, Mietwagen und Unterkunft.
Verkehrsregeln: Innerorts gilt Tempo 50, auf der Autobahn 130 km/h, die Promillegrenze liegt bei 0,5 und auf vielen Autobahnen fällt Maut an.
Roadtrip durch Frankreich am Atlantik
1. Reiseroute & Highlights
Stationen: Bordeaux, Arcachon und die Dune du Pilat, Royan, Île d’Oleron, La Rochelle, Cognac, Guadix, Bordeaux Strecke: ca. 650 km Fahrzeit: ca. 9 Stunden Reisedauer: 7 bis 10 Tage Beste Reisezeit: Juni bis September
1. Station: Bordeaux
Wie Paris, nur nicht ganz so voll, das war die häufigste Aussage, die wir über Bordeaux gehört haben, bevor wir selbst dort waren. Und ja, wie Paris kann Bordeaux mit unglaublich prachtvolle Gebäude und einem einzigartigen Lebensgefühl aufwarten. Dennoch ist diese Stadt keinesfalls nur die kleine Schwester von Paris, sondern hat ihren ganz eigenen Flair und ihre ganz eigenen Highlights. Als Universitätsstadt, Weinstadt und kulturelles Zentrum des Südwestens vereint Bordeaux so viele Gesichter, dass du auf jeden Fall mehrere Tage für diese vielfältige Stadt einplanen solltest. Besuche die beeindruckende Cité du Vin, ein unglaubliche cooles Weinmuseum, das schon von außen eine wahre Sehenswürdigkeit ist. Besichtige das Grand Théâtre, die Kathedrale von Bordeaux und schlendere durch die hübschen Gässchen. Der beste Fotospot ist definitiv der Miroir d'Eau direkt am Fluss Garonne. Eine riesige Wasserfläche sorgt hier für faszinierende Spiegel- und Nebeleffekte. Das flache Wasser ist zudem ein toller Spielplatz für Kinder.
Frankreich ist nicht nur für hervorragenden Wein, sondern auch für großartigen Käse bekannt. In der Fromagerie Deruelle haben wir vielleicht den leckersten Ziegenkäse überhaupt schnabuliert. Die hübsche kleine Laden ist der perfekte Zwischenstop für Käsefans. Wer's lieber süß als stinkig mag bekommt dort auch wunderbaren Käsekuchen (Adresse: 66 Rue du Pas-Saint-Georges).
2. Station: Arcachon und die Dune du Pilat
Bevor entlang der Küste gen Norden aufbrechen machen wir noch einen Abstecher in den Süden. Das Bassin d'Arcachon düfst du nämlich auf keinen Fall verpassen! Diese große Bucht liegt etwa eine Stunde südwestlich von Bordeaux und ist nicht nur die Heimat traumhafter Strände, sondern auch der beeindruckenden Dune du Pilat. Die größte Wanderdüne Europas ist rund 102 Meter hoch und etwa 2,9 Kilometer lang. Umgeben von Kiefernwäldern und dem Atlantik bietet die Mini-Wüste einen atemberaubenden Anblick.
Komm gerade in der Hochsaison sehr früh oder erst spät. Ein Geheimtipp ist dieser wundervolle Ort nämlich nicht mehr. Am Fuße der Düne haben sich zahlreiche Shops und Kioske angesammelt, durch die hindurch die Besucher zum Sandberg strömen. Oben auf der Düne entkommst du den Massen jedoch recht schnell, wenn du ein Stück durch den Sand läufst. Immerhin ist die Dune du Pilat ja groß genug. Wir waren zum Sonnenuntergang da und die Atmosphäre war großartig. Es war zwar einiges los, aber statt Sightseeing war Picknicken und Abhängen angesagt.
3. Station: Royan
Vom Bassin d'Arcachon geht es nun vorbei an Bordeaux Richtung Norden. Nach gut zwei Stunden erreichen wir unsere dritte Station: den Badeort Royan. Anders als beispielsweise Bordeaux wurde Royan im 2. Weltkrieg völlig zerstört und in den 1950er Jahren wieder aufgebaut. Statt historischen Gebäuden erlebst du hier moderne Architektur, ein spannender Kontrast. Verbringe einen Tag an der lebhaften Strandpromenade mit ihren vielen gemütlichen Cafés und strecke die Füße in den feinen Sand dieses ehemaligen Seebades. Royan ist eine hervorragende Destination für Aktivurlauber. Von Segeln bis Kitesurfen, von Fahrradfahren bis Wandern, hier wird dir garantiert nicht langweilig.
4. Station: Île d’Oleron
Ab auf die Insel! Nur etwa eine Stunde brauchst du von Royan auf die Île d’Oléron, die du mit deinem Mietwagen problem- und sogar kostenlos über eine Brücke erreichen kannst. Diese kleine Atlantikinsel ist vor allem für ihre Austernzucht bekannt. Das Gebiete Marennes-Oléron ist eines der größten Austernzuchtgebiete Europas. Probiere die leckeren Muscheln unbedingt! Nirgendwo sonst bekommst du sie so frisch und günstig.
Das Leben auf der Île d’Oléron ist ruhig und entspannt. Auch wenn hier gerade im Sommer viele Franzosen ihren Urlaub verbringen, wirkt es selten überfüllt. Die kleinen Ortschaften und hübschen Strände sind perfekt für eine ruhige Auszeit. Besichtige die Citadelle du Château d’Oléron, in der sich heute viele Künstler angesiedelt haben und genieße den Ausblick vom Phare De Chassiron. Im Port de Salines kannst du Salzgewinnung live erleben und im Fort Boyard bewegte Geschichte spüren.
5. Station: La Rochelle
Nach so viel Insel-Entspannung geht's mal wieder Richtung Stadt. La Rochelle hat rund 80.000 Einwohner und trotzdem noch ordentlich Kleinstadt-Charme, wenn da nicht die Touristen wären. Im Sommer kann es in der hübschen Hafenstadt sehr voll werden. Wenn du die richtige Reisezeit wählst oder früh aufstehst, wird dich die Schönheit von La Rochelle aber garantiert begeistern. Zwischen hübschen Gebäuden und verwinkelten Gassen findest du schnuckelige Cafés und hervorragende Eisdielen. Der schöne Hafen mit seinen beiden prächtigen Türmen ist unbedingt einen Besuch wert. Erklimme den Tour Saint-Nicolas am Hafen für eine großartige Aussicht. Für Regentage ist das Aquarium in La Rochelle eine tolle Option, besonders wenn du mit Kindern unterwegs bist. Wer auf ausgefallene Eissorten in bester Qualität steht, sollte Ernest Glacier einen Besuch abstatten. Selbst wenn sich bereits eine kleine Schlange gebildet hat, das Warten lohnt sich!
6. Station: Cognac
Damit wir auf dem Rückweg nicht wieder dieselbe Route einschlagen, gibt's noch einen kleinen Abstecher ins Inland. Die Stadt Cognac liegt etwa 100 Kilometer südöstlich von La Rochelle und ist bekannt für: richtig, Cognac! Zahlreiche renommierte Cognac-Häuser wie Hennessy, Martell und Rémy Martin stellen ihre leckeren Branntweine rund um Cognac her. Viele Brennereien kannst du auf Führungen besichtigen und den ein oder anderen edlen Tropfen kosten. Deinen Mietwagen lässt du dann aber besser stehen. Da die meisten Cognac-Häuser sehr zentral in der Stadt liegen ist das aber in der Regel kein Problem. Wir haben eine tolle Führung bei Rémy Martin gemacht, sehr empfehlenswert! Abgesehen von den leckeren Getränken hat Cognac aber noch mehr zu bieten. Besichtige das schicke Schloss und spaziere am Fluss Charente entlang, bevor du dich in einem der großartigen Restaurants stärkst. Jetzt gilt es, Frankreich nochmal richtig auszukosten. Danach geht es nämlich schon wieder zurück nach Bordeaux.
7. Station: Bordeaux
In Bordeaux wird es Zeit, dich von deinem treuen Begleiter der letzten Tage zu verabschieden. Bring deinen Mietwagen ganz entspannt zurück und nutze die letzten Stunden für ein bisschen Shopping. Das beste Souvenir? Eine gute Flasche Rotwein natürlich! Im hervorragenden L'Intendant findest du bestimmt die perfekte Flasche, um zu Hause noch einmal auf deinen Roadtrip durch Frankreich am Atlantik anzustoßen.
2. Budget: Wie viel kostet die Rundreise?
Die Lebenshaltungskosten in Frankreich sind mit den deutschen vergleichbar. Für einen Restaurant-Besuch oder einen Einkauf im Supermarkt kannst du mit ähnlichen Preisen rechnen. Die Kosten für die Anreise, den Mietwagen und die Unterkunft hängt natürlich von deinen Ansprüchen und der Reisezeit ab. Wenig überraschend: im Sommer ist alles etwas teurer, in der Nebensaison kannst du von der Anreise bis zur Unterkunft sparen. Bordeaux hat einen eigenen Flughafen, der zum Beispiel von Lufthansa ab Frankfurt direkt angeflogen wird. Mit etwas Planung gibt's die Flugtickets schon für ca. 130 Euro. Einen kleinen Mietwagen eines guten Vermieters inklusive allen wichtigen Versicherungen gibt's pro Woche ab ca. 160 Euro. Unser Tipp: Plane frühzeitig und schau immer mal wieder nach aktuellen Mietwagen-Angeboten. Die Preise ändern sich ständig, so entgeht dir kein Schnäppchen! Bei der Unterkunft spielen Lage, Reisezeitraum und Art der Unterkunft eine große Rolle. Für einen Roadtrip durch Frankreich sind Zimmer über Airbnb oder in Hostels die günstigste Variante. Auch in Mobile Homes auf Campingplätzen oder in Ferienwohnungen kannst du preiswert nächtigen, dort musst du aber gerade in der Hochsaison oft direkt eine ganze Woche buchen.
3. Die wichtigsten Tipps rund um Mietwagen und Verkehrsregeln
Für deutsche Autofahrer ist der französische Verkehr keine große Herausforderung. Die Straßen sind weitestgehend gut ausgebaut und die Verkehrsschilder verständlich. Daran, dass es auf den Autobahnen Geschwindigkeitsbegrenzungen gibt, kennst du ja sicher schon aus anderen Urlaubsländern. Eine unschöne Überraschung sind dafür die Mautgebühren in Frankreich. Die sind nämlich auf vielen Autobahnstrecken ganz schön happig. Damit du bestens vorbereitet auf deinen Roadtrip startest, haben wir dir die wichtigsten Autotipps für Frankreich zusammengestellt. Hier schon mal das Wichtigste in Kürze:
in geschlossenen Ortschaften darfst du maximal 50 km/h fahren, auf der Autobahn höchstens 130 km/h
die Promillegrenze liegt be 0,5, einen Alkoholtester musst du aber nicht mehr mitführen
bei Ampeln gibt es keine Gelbphasen, es wird nur zwischen Rot und grün geschaltet
blaue Linien zeigen meist kostenlose Parkplätze an
auf vielen Autobahnstrecken fällt Maut an, dafür sind die Rastplätze hervorragend
📌 Lesetipp: Verkehrsregeln in Frankreich
4. Die beste Reisezeit für Frankreichs Atlantikküste
Direkt vorneweg: der Atlantik ist nicht das Mittelmeer. Das Klima an der französischen Atlantikküste ist generell unberechenbarer und frischer als beispielsweise an der Côte d'Azur. Für einen reinen Badeurlaub eignet sich unser Roadtrip durch Frankreich nicht. Selbst im Juli kann es hier zwischendurch kühl, windig und regnerisch sein. Generell ist das Wetter in den Sommermonaten jedoch mild und sonnig. Die Temperaturen steigen auf um die 25°C und die Sonne lässt sich bis zu 8 Stunden am Tag blicken. Dafür ist im Juli und August natürlich auch am meisten los. Für etwas mehr Ruhe bei immer noch angenehmen Wetter empfehlen wir daher die Nebensaison im Juni oder im September und Oktober. Auch dann bewegen sich die Temperaturen in der Regel noch im 20°C-Bereich. Gerade im September ist das Wasser auch noch warm genug für ein Bad.
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