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Top-Sehenswürdigkeiten in Bordeaux

von Pierre

Entdecken Sie mit mir einen der schönsten Orte in Frankreich! Zu Bordeaux‘ Sehenswürdigkeiten, die mich am meisten beeindruckt haben, gehört der Place de la Bourse. Das ganze Ensemble aus Fontänen, Brunnen und dem Miroir d’Eau ist eine architektonische Meisterleistung. Außerdem haben mir der Pey-Berland-Turm in derAltstadt und die Pilat-Düne in der Umgebung sehr gefallen. In diesem Artikel stelle ich Ihnen meine liebsten Sehenswürdigkeiten in Bordeaux vor.

Bordeaux‘ Sehenswürdigkeiten auf der Karte

 

Top-Sehenswürdigkeiten in Bordeaux

Place de la Bourse Grosse Cloche
Cathédrale Saint-André Tour Pey-Berland
Dune du Pilat

 


 

Place de la Bourse oder „Place Royale“

Das Wahrzeichen und womöglich die bekannteste Sehenswürdigkeit in Bordeaux ist der Place de la Bourse – ein fantastischer Platz mit Gebäuden aus dem 18. Jahrhundert. Die Fassaden des Platzes sind mit Maskaronen geschmückt – den für Bordeaux typischen Ornamenten aus Fabelwesen und Figuren aus der Mythologie.

Rund um den Platz dominiert ein Element: Wasser! Der Place de la Bourse liegt schon am Ufer der Garonne, doch die Hauptattraktion ist seit dem Jahr 2006 der Miroir d’Eau. Dank diesem „Spiegel aus Wasser“ ist der Platz auf sage und schreibe auf 3.450 qm mit einer zarten Wasserschicht versehen. Sie ist lediglich 2 cm tief und Schauplatz eines Spektakels aus Wasser- und Nebeleffekten. Durch diese Spiegeleffekte entsteht eine atemberaubende Fotokulisse.

Außerdem bietet der Miroir d’Eau besonders an heißen Tagen eine wohltuende Abkühlung und eine Attraktion für Kinder. Nehmen Sie am besten ein kleines Handtuch mit, denn auch Sie wollen doch sicherlich Ihre Füße einmal hineinhalten.

Neben dem Miroir d’Eau befinden sich auf dem Place de la Bourse hundert weitere Fontänen. Gleich in der Mitte steht der Springbrunnen „der drei Grazien“.
Um diese Optik nicht zu zerstören, fährt übrigens auch die Straßenbahn am Place de la Bourse ohne Oberleitung.

Der Place de la Bourse wird auch Place Royale genannt und wer diesen majestätischen Anblick einmal genossen hat, kann diesen zweiten Rufnamen vollkommen verstehen.
Ich empfehle Ihnen, einen Wein auf einer Terrasse auf dem Platz zu trinken – natürlich einen Bordeaux! Dann haben Sie die Altstadt im Rücken und die Garonne im Blick.

© joseph_hilfiger – Fotolia.com


 

Grosse Cloche, ein Glocken-Schwergewicht

Grosse Cloche heißt übersetzt „große Glocke“. Und wer das Gebäude entdeckt, der versteht sofort. Oben in der Mitte, flankiert von zwei 41 m hohen Türmen, baumelt frei und bestens sichtbar eine gewaltige Glocke – mit rund 8 Tonnen Gewicht ein wahrer Koloss.

Einst war die Grosse Cloche Teil des Stadtschlosses und diente dazu, den Beginn der Weinlese einzuläuten oder die Bordelais vor Feuer zu warnen. Heute fungiert ihr Turm als Stadttor, das Sie durchschreiten können. Geläutet wird selten, den Nachbarn zuliebe, eine Ausnahme bildet der Jahrestag der Befreiung Bordeaux‘ am 25. Juli.

Mein Tipp: Betrachten Sie die Grosse Cloche am Abend. Dann ist sie wunderschön beleuchtet.

Oben auf der Spitze des Gebäudes sitzt übrigens nicht etwa ein Wetterhahn, sondern ein goldener Leopard. Er ist auch Teil des Stadtwappens von Bordeaux und geht auf das Herzogtum Guyenne zurück, das sich im Hundertjährigen Krieg verdient gemacht hat.

© Philippe GRAILLE – Fotolia.com


 

Cathédrale Saint-André, Bordeaux‘ Top-Sehenswürdigkeit für Architektur-Fans

Genau in der Mitte, umringt von den Sehenswürdigkeiten in Bordeaux‘ Altstadt, reckt sich die Cathédrale Saint-André in den Himmel. Der 124 m lange, 18 m breite und bis zu 29 m hohe Bau (auch: Kathedrale von Bordeaux) ist ein gotisches Meisterwerk und Sitz des Erzbischofs von Bordeaux. Die ersten Arbeiten an der Kirche begannen Ende des 12. Jahrhunderts – sie ist also inzwischen fast 1.000 Jahre alt.

Die beiden 81 m hohen Spitztürme beim Portal des Fléches am Haupteingang sind von der ganzen Stadt aus zu sehen. Durch den riesigen Platz rundherum wirkt die Kirche noch imposanter.
Die Cathédrale Saint-André ist Teil des Jakobswegs in Frankreich und gehört als solches zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Nicht vergessen: Siesta-Zeit!

Bei der Besichtigung sollten Sie die tägliche Siesta im Hinterkopf haben: Von 11:30 Uhr bis 14 Uhr ist die Kirche stets geschlossen. 

© Pierre Violet – Fotolia.com


 

Tour Pey-Berland, bester Blick über Bordeaux‘ Sehenswürdigkeiten

Der Turm Pey-Berland ist der vorgelagerte Turm der Kathedrale von Bordeaux. Ähnlich einem italienischen Kampanile ist der Turm kein Teil der eigentlichen Kirche, sondern nur in ihrer unmittelbaren Umgebung platziert. Gewöhnlich sind Kampanile separate Glockentürme – der Tour Pey-Berland jedoch musste auf seine Glocken knapp 400 (!) Jahre warten. Bis ins Jahr 1851 stand er lediglich an der Seite der Kirche, still und leise und gab keinen Ton von sich.

Gleichermaßen lief es mit der heutigen Spitze des Turms. Die Marienstatue Notre-Dame d’Aquitanie bekam der Turm erst im Jahr 1863 aufgesetzt.

Der Turm gehört zu den Sehenswürdigkeiten in Bordeaux, die man nicht verfehlen kann, denn er ist mit 50 m der höchste Aussichtspunkt der Stadt. (Das höchste Gebäude ist allerdings der Turm Saint-Michel mit 114 m). Besteigen können Sie den Turm über 231 Stufen einer Wendeltreppe. Die Treppe ist hier und da recht eng. Außerdem dürfen nicht viele Menschen gleichzeitig dort oben sein.

Doch wenn Sie es geschafft haben, werden Sie mit einem prächtigen Ausblick belohnt. Sie sehen tausende rote Ziegeldächer und die bezaubernden Gassen der Altstadt. Ist das Wetter klar, können Sie sogar bis zu den Weinbergen der Aquitaine schauen.

Benannt ist der Turm übrigens nach dem Erzbischof Pey Berland, der den Bau im Jahre 1440 veranlasste.
 

Eintrittspreise und Öffnungszeiten

  • Eintritt:
    • Erwachsene: 5,50 €
    • unter 25 Jahre: Eintritt frei
  • Öffnungszeiten:
    • Oktober – Mai: täglich (außer montags): 10 Uhr – 17:30 Uhr (Pause: 12:30 Uhr – 14 Uhr)
    • Juni – September: 10 Uhr – 18 Uhr (Pause: 13:15 Uhr – 14 Uhr)

© NoraDoa – Fotolia.com


 

Dune du Pilat, Europas größte Wanderdüne

Der Sockel ist noch mit Kiefern- und Pinienwäldern bedeckt. Doch je näher Sie dem Gipfelkamm kommen, desto eher sollten Sie Ihre Schuhe ausziehen und den feinen Sand spüren, in den sich Ihre Füße graben.

Eine weltberühmte Sehenswürdigkeit in Bordeaux‘ Umgeung ist die Dune du Pilat – die größte Wanderdüne Europas. Sie ist 500 m breit, 2,7 km lang und satte 110 m hoch, doch so richtig erleben Sie diese Ausmaße erst, wenn Sie die Düne hinaufgeklettert sind.

Selbstverständlich haben Sie von dort oben einen phänomenalen Blick auf den Atlantik, das Becken von Arcachon und die Halbinsel Lège-Cap-Ferret. Außerdem sehen Sie bestimmt einige Drachenflieger und Paraglider, denn die dem Meer zugewandte Seite der Düne ist bei Wind-Sportlern sehr beliebt.

Spät am Abend, wenn die Sonne allmählich im Meer versinkt, wird es schwer romantisch, wenn Sie auf der Düne sitzen.

Wem der Aufstieg durch den puren Sand etwas strapaziös vorkommt, der kann auf eine Treppe ausweichen. Diese kann, speziell in der Saison, etwas überlaufen sein, sodass Sie in diesem Fall besser schon früh am Morgen anreisen.

Die Pilat-Düne erreichen Sie von Bordeaux aus mit dem Mietwagen in einer guten Stunde (65 km).

© sablin – Fotolia.com

Titelbildquelle: #61128807 | Urheber: © SergiyN – Fotolia.com

Pierre

Ich bin eigentlich Redakteur bei carigami.fr, dem französischen Pendant zu billiger-mietwagen.de. Als gebürtiger Franzose versorge ich Sie aber auch in der Reisewelt mit Insidertipps und Empfehlungen zum Reisen in Frankreich.
Pierre

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