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Die ultimative Rundreise durch die USA von Ost nach West

von Julia
Valley of Fire im Westen der USA

Letztes Update: 07.07.2021

Sie können sich nicht entscheiden, ob Sie eine Rundreise im Westen der USA oder eine Tour entlang der US-Ostküste unternehmen wollen? Müssen Sie auch nicht: Wir haben für Sie die ultimative Route von Küste zu Küste zusammengestellt – einmal quer durch die USA von Ost nach West. In unserem Artikel geben wir Reisetipps zur Strecke und zeigen, wo sich ein längerer Zwischenstopp lohnt.

Durch die USA von Ost nach West: Infos zur Route

Start: Washington
Ziel: Los Angeles
Strecke: 6.300 km
Fahrzeit: ca. 60 Stunden
Reisedauer: mindestens 4 Wochen
Beste Reisezeit: Mai – Oktober

Achtung, Einwegmiete
Da Sie auf dieser Reise quer durch die USA von Ost nach West fahren, handelt es sich um eine Einwegmiete, das heißt Sie geben den Mietwagen an einem anderen Ort zurück. Dafür wird in der Regel eine One-Way-Gebühr fällig, die je nach Vermieter und Veranstalter stark variieren kann.

1. Start in Washington D.C.

Lincoln Memorial und Pool in Washington

Weltbekannt: das Lincoln Memorial und der Pool in Washington © sborisov - stock.adobe.com

Ihre Reise durch die USA von Ost nach West beginnt im politischen Zentrum des Landes. Am Internationalen Flughafen angekommen, können Sie Ihren Mietwagen in Washington einsammeln. Von hier aus sind es rund 30 Minuten Fahrt bis in die Innenstadt.

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Must-Sees in der Hauptstadt der Vereinigten Staaten sind natürlich das Weiße Haus, das Capitol und das Lincoln Memorial. Aber in Washington sollte nicht nur Sightseeing auf dem Plan stehen. Denn am schönsten ist es im Viertel Georgetown, das mit seinen historischen bunten Häusern den Charme einer Kleinstadt versprüht und eine fantastische Gastronomie-Szene zu bieten hat.

2. Great Smoky Mountains: der beliebteste Nationalpark der USA

Blue Ridge Parkway im Smoky Mountain NLP in den USA

Die Fahrt über das Linn Cove Viaduct ist ein besonderes Highlight © Dave Allen - stock.adobe.com

Auf Ihrer Route quer durch die USA verlassen Sie nun den District of Columbia, fahren durch den Staat Virginia und erreichen schließlich Tennessee, wo Sie in den südlichen Appalachen die Great Smoky Mountains erwarten. Laut US-Tourismusbüro handelt es sich hierbei nicht nur um eines der größten Gebirge der Welt, sondern auch um den meistbesuchten Nationalpark der USA – noch vor dem Grand Canyon!

Schnell wird klar warum: Auf rund 2.070 km² erstreckt sich hier eine imposante Landschaft aus dichten Wäldern. Im Spätsommer leuchten die Blätter der Bäume in allen möglichen Farben. Besonders schön ist die Fahrt über das Linn Cove Viaduct mit Blick auf die unendlich scheinenden Bergketten.

3. Nashville: die Heimat der Country-Musik

Musikbars in Nashville, USA

Das Nachleben in Nashville steht ganz im Zeichen der Musik © erwin widmer - stock.adobe.com

Wer die USA von Ost nach West durchquert, sollte unbedingt in Nashville einen Zwischenstopp einlegen. Die Hauptstadt der Country-Musik, in der Johnny Cash zum Weltstar wurde, ist ein kultureller Melting Pot. In Downtown können Sie rund um die Uhr Konzerte erleben. Die Musik spielt in Nashville natürlich die Hauptrolle, wobei sich die Szene keineswegs nur auf Country und Blues beschränkt. Von Jazz über Soul bis Rock gibt es hier für jeden Geschmack was auf die Ohren.

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Die berühmteste Veranstaltung für Livemusik ist dabei die Grand Ole Opry – die längste Radioshow der USA, die schon seit 1925 Country-Konzerte überträgt. Mittlerweile findet sie in einem riesigen Komplex namens Opryland statt, zu dem neben der Konzerthalle auch ein Hotel und ein Einkaufszentrum gehören. Weitere Must-sees sind das Johnny Cash Museum, die Country Music Hall of Fame und das Ryman Auditorium.

4. Memphis: auf den Spuren von Elvis Presley

Beale Street in Memphis, USA

In der Beale Street in Downtown reihen sich zahlreiche Bars aneinander © SeanPavonePhoto - stock.adobe.com

Sind hier Elvis-Fans anwesend? Dann kommt auf der USA-Tour von Ost nach West jetzt ein absolutes Highlight für alle Fans des King of Rock’n’Roll. Denn nur 13 Meilen vom Stadtkern entfernt befindet sich Graceland, das prachtvolle Anwesen von Elvis Presley, in dem er bis zu seinem Tod gelebt hat. Heute ist der einstige Wohnsitz ein Museum: Bei einer Audio-Führung können Sie durch die verschiedenen Räume der Villa spazieren und Elvis‘ Grabmal besichtigen.

Aber Memphis ist nicht nur eine riesige Elvis-Gedänkstätte, sondern hat auch eine lebendige Musik-, Gastro- und Kulturszene zu bieten. Das spürt man am meisten in der Beale Street, die abends für den Autoverkehr gesperrt ist und sich in eine große Ausgehmeile verwandelt – natürlich mit Live-Musik an jeder Ecke, wie es sich für eine Musikmetropole gehört.

5. New Orleans: Geschichte trifft auf Moderne

Gebäude in New Orleans, USA

das French Quarter in New Orleans verbindet Tradition und Moderne © Callee Allen - stock.adobe.com

Wir machen das musikalische Trio der US-Städte komplett: Von Memphis geht es quer durch die USA weiter bis nach New Orleans. Die Stadt, die als Geburtsort des Jazz bekannt ist, unterscheidet sich aber deutlich von den anderen Städten auf der Rundreise. Zwischen jahrhundertealten Kolonialhäuser reihen sich moderne Straßencafés und Galerien aneinander und auf dem French Market werden Spezialitäten aus der Cajun-Küche aufgetischt.

Bei Livemusik in einer der vielen Bars rund um die Bourbon Street mitten im historischen French Quarter kommt man nicht umhin, sich im Flair dieser Stadt zu verlieren. Besonders empfehlenswert für Konzerte sind die Preservation Hall und der Spotted Cat Music Club.

6. Texas Hill Country: Wildblumen

Straße mit Wildblumen in Texas

In den Frühlingsmonaten blühen in Texas Hills Country zahlreiche Wildblumen © Roger - stock.adobe.com

Auf der weiteren Rundreise durch die USA von Ost nach West macht man es sich am besten so richtig im Mietwagen gemütlich. Die Strecken zwischen den nächsten Stationen werden nämlich länger und führen teilweise oft mehrere Stunden lang durch verlassene Gegenden. Landschaftlich besonders schön ist Texas Hill Country, wo die Landschaft in den Frühlingsmonaten in einer wahren Wildblumen-Pracht erstrahlt. Mit dem Auto geht es vorbei an kleinen Örtchen und Weingütern.

Mit dem Auto sind es bis nach Houston knapp fünf bis sechs Stunden Fahrt. Alternativ lohnen sich auch die Städte Austin und San Antonio für eine Verschnaufpause. Was alle drei Metropolen gemeinsam haben: zahlreiche Barbecue-Restaurants und ein Mix aus Menschen mit den unterschiedlichsten Lebenswegen.

7. Big Bend Nationalpark:

Wanderer im Bid Bend National Park in Texas

Blick durch „The Window“ im Big Bend National Park © zak zeinert - stock.adobe.com

Der Nationalpark des Big Bend liegt an der Grenze zu Mexiko und bietet auf einer Fläche von rund 500.000 Hektar unberührte Natur, eine faszinierende Wüstenlandschaft und eine wilde Pflanzenwelt. Besonders beeindruckend ist eine Kanufahrt über den Rio Grande durch den Santa Elena Canyon, dessen steile Felswände rund 450 Meter in die Höhe emporragen (kümmern Sie sich rechtzeitig um eine Erlaubnis!).

📌 Lesetipp: Top 10: die schönsten Nationalparks in den USA

Wer den Nationalpark zu Fuß erkunden möchte, parkt den Mietwagen am Chisos Basin Visitor Center. Von hier aus führt der wunderschöne The Window Trail auf acht Kilometern vorbei an Canyons, Bächen und einem Wasserfall. Der Schwierigkeitsgrad ist moderat, in den Sommermonaten empfehlen wir die Wanderung in den frühen Morgenstunden zu machen und die Mittagshitze zu vermeiden. Wasser nicht vergessen!

Annual Pass
Wenn Sie mindestens drei Nationalparks auf Ihrer Reise besuchen möchten, lohnt sich der Jahrespass für 80 Dollar. Damit haben Sie ein Jahr lang Zutritt zu allen US-amerikanischen Nationalparks.

8. White Sands: Dünen aus schneeweißem Sand

Weiße Sanddünen in den USA

Die White Sand Dunes in New Mexico sehen aus wie gemalt © M. Parts Photo - stock.adobe.com

Die White Sands in New Mexico sind eine echte Natursensation auf Ihrer USA-Rundreise von Ost nach West, denn hier erstrecken sich die Sanddünen in puderzuckerweißer Farbe über etwa 700 km². Man könnte meinen, man wäre auf einem anderen Planeten, so unwirklich wirkt die Landschaft aus dem hellen Sand, der genaugenommen aus Kalziumsulfat besteht und durch die Südwestwinde immer weiter wandert. Sonnenbrille nicht vergessen – der Sand ist blendend weiß wie Schnee!

Falls Sie die Möglichkeit haben, genießen Sie den Anblick der Dünen unbedingt bei Mondlicht, denn dann wirkt es so, als würden die Dünen leuchten. Es werden zum Beispiel Sonnenuntergangsspaziergänge und Radtouren im Mondlicht angeboten. Diese muss man aber weit im Voraus auf der offiziellen Website reservieren!

9. Albuquerque: Heimat von Walter White

Heißluftballons über Albuquerque, USA

Einmal im Jahr steigen über Albuquerque zahlreiche Ballons auf © Kit Leong - stock.adobe.com

Das Städtchen Albuquerque liegt mitten in der Wüste an der Route 66 und hat einen eher verborgenen Charme. Der ist vor allem den überaus sympathischen Einwohnern und der Serie Breaking Bad zu verdanken. Obwohl der Welterfolg über den drogenköchelnden Chemielehrer Walter White schon etwas weiter zurückliegt, kommen immer wieder Fans der Serie in die Stadt, um die Drehorte zu besuchen.

📌 Lesetipp: Roadtrip USA: Coole Routen und hilfreiche Tipps

Aber die Stadt nur auf Breaking Bad zu reduzieren, wäre ungerecht. Denn wenn man genau hinsieht, entdeckt man eine interessante Geschichte, spannende Museen wie das New Mexico Museum of Natural History & Science und das Albuquerque Museum of Art & History, zahlreiche luxuriöse Spas und tolle Restaurants. Jedes Jahr im Oktober findet hier außerdem die International Balloon Fiesta statt, bei der über 700 kunterbunte Heißluftballons in die Luft steigen.

10. Grand Canyon Nationalpark: die Schlucht aller Schluchten

Grand Canyon National Park in den USA

Absolutes Roadtrip-Highlight: der Grand Canyon © SeanPavonePhoto - stock.adobe.com

Der Grand Canyon gehört ohne Frage zu den faszinierendsten Naturwundern der Welt und ist natürlich ein absolutes Muss auf einer USA-Reise von Ost nach West. Wer hier steht, fühlt sich so als blicke er auf ein Gemälde, wenn die Felsen und die bis zu 1.800 Meter tiefen Schluchten in ein blutrotes Licht getaucht werden.

Die beste Aussicht haben Sie vom South Rim aus. Hier starten außerdem zahlreiche Wanderungen durch den Nationalpark. Und wer der Schlucht so richtig nahe kommen möchte, der spaziert über den verglasten Skywalk im Grand Canyon West Erlebnispark, der allerdings nicht für Menschen mit Höhenangst geeignet ist.

11. Las Vegas: Hochburg des Glücksspiels

Las Vegas in den USA

Ein ungewohntes Bild: Las Vegas bei Tag © Paul - stock.adobe.com

Die glitzernde Wüstenmetropole kommt nach der puren Natur provozierend und künstlich daher. Hier steht vor allem eins an der Tagesordnung: Glücksspiel, Party, Entertainment. Wer mit dem Auto quer durch die USA fährt, kommt an der hedonistischen Stadt aber nur schwer vorbei. Unser Tipp: Checken Sie in eines der Hotels ein und lassen Sie sich einfach treiben.

Legendär ist der Las Vegas Strip, auf dem die berühmtesten Hotels der Stadt mit ihren Casinos liegen, wie zum Beispiel das Bellagio, Caesars Palace und das Hotel Paris mit seinem 165 Meter hohen Eiffelturm-Duplikat. Wer nicht so gerne zockt, hält sich lieber an die guten Restaurants und an eine der zahlreichen Shows – teilweise kriegt man auch noch recht spontan Tickets.

12. Los Angeles: Ziel der Route von Ost nach West

Straße durch Beverly Hills in Los Angeles

L.A. pur: Palmen und gutes Wetter in Beverly Hills

Es gibt wohl kaum eine bessere Stadt als Los Angeles, um einen Roadtrip durch die USA zu beenden. Hier endet (oder beginnt) die legendäre Route 66 und in weiter Ferne taucht das Meer auf. Nach mehr als 6.000 Kilometern Fahrt von Ost nach West gibt es nichts Schöneres, als die Füße in den Sand zu stecken – zum Beispiel am Santa Monica oder Venice Beach.

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Tatsächlich kann man die schillernde Küstenstadt wunderbar mit dem Auto erkunden. Dafür sorgen breite Freeways, die allerdings zur Rush Hour auch mal etwas trubeliger sein können. Besuchen Sie Hollywoods Walk of Fame, fahren Sie in Beverly Hills durch die Nachbarschaft der Reichen und Schönen und genießen Sie am Ende des Tages die Aussicht vom Griffith Observatory.

Achtung, Einwegmiete
Statt mit dem Mietwagen können Sie diese Route quer durch die USA auch mit dem Wohnmobil fahren. Dann sind Sie von Ost bis West zwar etwas langsamer unterwegs, haben aber mehr Platz und sparen Kosten bei den Übernachtungen. Camper und Wohnmobile finden Sie auf CamperDays.

Titelbildquelle: #188386857 | Urheber: © Vyacheslav – stock.adobe.com

Julia

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