Es geht für Sie das erste Mal in die USA? Dann haben Sie sich für ein Land entschieden, dass unglaublich groß, spannend und facettenreich ist. Wie Sie Ihre USA-Reise individuell planen und wie Sie die Kosten gering halten, haben wir im folgenden Artikel für Sie zusammengefasst.
1. Der erste Schritt: Reisezeitraum festlegen
Am Anfang jeder Reiseplanung steht die Entscheidung für den optimalen Zeitraum. Die beste USA-Reisezeit zu bestimmen ist allerdings nicht so einfach, da das Klima in den einzelnen Staaten sehr unterschiedlich ist. Egal ob Ost- oder Westküste: Die Frühlings- und Herbstmonate eignen sich am besten für einen USA-Reise mit dem Mietwagen. Zu der Zeit ist es weder zu kalt noch zu heiß und man muss sich die Highways mit weniger Touristen als in der Hochsaison (Juli/August) teilen.
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Etwas anders sieht es in Alaska im nördlichsten Zipfel des Landes aus – wer keine Lust auf klirrende Kälte und schneebedeckte Straßen hat, sollte eine Mietwagen-Rundreise in den Sommermonaten anpeilen. In Florida dagegen empfehlen wir Ihnen die Monate von Dezember bis April, um Regen und Hurrikans zu entgehen.
2. Flug und Mietwagen für die USA-Reise buchen
Der Reisezeitraum steht fest und der Urlaub ist eingereicht? Dann ist es keineswegs zu früh, sich jetzt schon um Flug und Mietwagen für die USA-Reise zu kümmern. Generell gilt nämlich: Je früher Sie buchen, desto günstiger sind die Angebote und desto größer ist die Auswahl. Und wie findet man jetzt unter all den Anbietern den besten? Sowohl beim Flug als auch beim Mietwagen macht ein Preisvergleich Sinn, um Geld zu sparen.
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Welche Mietwagenklasse und Ausstattung sich für Ihre USA-Reise eignet, hängt immer auch von den individuellen Bedürfnissen ab. Generell gilt: In den USA ist alles eine Nummer größer – auch die Autos. Unter Umständen kann hier ein Mittelklassewagen einem Auto aus der Oberklasse in Europa entsprechen. Ist aber nicht schlimm: Die Straßen in den USA sind breit und der Verkehr überschaubar. Achten Sie bei der Wahl der Mietwagenklasse auch immer auf genügend Platz im Kofferraum!
📌 Lesetipp: Alle Infos und Tipps für einen Mietwagen-Urlaub in den USA finden Sie hier
3. Dokumente und Anträge für die USA – das muss mit!
Wenn es um die Einreise geht, sind die USA schon lange nicht mehr das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Um einreisen zu können, müssen Sie spätestens 72 Stunden vor dem Reiseantritt einen ESTA-Antrag stellen. Praktischerweise geht das ganz einfach online. Neben Daten zu Ihrer Person müssen Sie auch angeben, wo Sie sich während Ihrer Reise aufhalten werden. Wenn Sie eine Rundreise planen reicht die Adresse der ersten Unterkunft in den USA. Wer sich länger als 90 Tage im Land aufhält, benötigt ein Visum.
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Überprüfen Sie vor Ihrer USA-Reise unbedingt, ob Ihr Reisepass für die Dauer Ihres Aufenthaltes gültig ist. Wer noch keinen Pass besitzt, sollte das Dokument rechtzeitig bei der zuständigen Behörde beantragen. Planen Sie ein, dass die Ausstellung bis zu vier Wochen dauern kann. Mindestens genauso unentbehrlich für die USA-Reise ist die Kreditkarte mit PIN. Die benötigt man nicht nur für die Mietwagen-Buchung, sondern auch zum Tanken, Geld abheben und Bezahlen.
Werfen Sie unbedingt auch einen Blick auf Ihre Auslandskrankenversicherung: Gilt diese nur innerhalb von Europa oder auch für Nordamerika? Fragen Sie im Zweifel bei Ihrer Krankenkasse nach und schließen Sie auf jeden Fall eine für Amerika gültige Krankenversicherung ab, um im Notfall abgesichert zu sein. Viel investieren müssen Sie nicht: Eine Auslandskrankenversicherung kostet in der Regel nicht mehr als 10 Euro pro Jahr.
4. Attraktionen und Hotels im Voraus buchen?
Roadtrips stehen für Flexibilität und Freiheit – allzu viel planen möchte man da nicht. Andererseits möchte man auch nur ungern vor der Freiheitsstatue stehen und den Eintritt verweigert bekommen. Informieren Sie sich deswegen vorher darüber, welche Sehenswürdigkeiten Sie spontan besuchen können und für welche Sie im Voraus ein Ticket buchen müssen. Ein Beispiel: Wer in der Hochsaison die Gefängnisinsel Alcatraz in San Francisco besuchen möchte, sollte sich die Tickets für die Schifffahrt bereits zwei bis drei Monate vor der USA-Reise sichern.
Eine gute Nachricht für Freiheitsliebende und Spontane: Selbst zur Hochsaison findet man in der Regel immer noch ein Motel mit einem freien Zimmer oder einen schönen Campingplatz in einem der Nationalparks. Schwieriger werden kann es an Feiertagen, die das Wochenende verlängern – am Labour Day wird es zum Beispiel mitunter etwas länger dauern bis Sie eine Unterkunft ergattern.
5. USA-Reise günstig planen mit Spar-Pässen
Vor allem an der amerikanischen Westküste reiht sich ein beeindruckender US-Nationalpark an den nächsten. Im Schnitt kostet ein Eintritt in den Park 30 Dollar pro PKW. Wenn Sie mehrere Parks besuchen möchten, lohnt sich der online erhältliche Jahrespass für 80 Dollar, mit dem Sie Eintritt in alle 59 Nationalparks des Landes erhalten.
📌 Lesetipp: Das sind die 10 schönsten Nationalparks in den USA
Wer Lust auf ausgiebiges Sightseeing in den US-Metropolen hat, kann ebenfalls mit guter Planung Geld sparen. Nahezu jede amerikanische Großstadt bietet einen Citypass an, mit dem Sie in New York, Chicago und Co. die Top-Sehenswürdigkeiten zu einem einmaligen Festpreis besuchen können.
6. Route für die USA-Reise: bloß nicht zu viel planen!
Wir haben es bereits erwähnt und sage es immer wieder gerne: Ein Roadtrip lebt von Spontanität! Von dem Freiheitsgefühl geht schnell viel verloren, wenn man die Mietwagen-Route zu strikt durchplant. Darüber hinaus unterschätzt man in den Weiten der USA schnell die Entfernungen, die man zurücklegen muss. Schließlich ist man selbst auf den amerikanischen Highways mit höchstens 120 km/h etwas langsamer unterwegs als auf deutschen Straßen.
📌 Lesetipp: Coole Routen für die USA und hilfreiche Tipps
Unser Tipp: Legen Sie sich eine grobe Reiseroute zurecht, die Sie aber keineswegs strikt abarbeiten. Lassen Sie genug Raum für flexible Entscheidungen, planen Sie großzügig und buchen Sie nicht zu viel im Voraus. Erfahrungsgemäß findet man auf seiner USA-Reise durch Zufall immer ein besonders schönes Örtchen, an dem man spontan eine Nacht länger bleiben möchte. Da ärgert man sich nur, wenn der Reiseplan das nicht erlaubt.
7. Gepäck für die USA-Reise: Checkliste zum Planen
Spätestens eine Woche vor der USA-Reise geht es an den Feinschliff der Reiseplanung: Was muss noch besorgt werden? Unbedingt ins Gepäck gehört ein passender Steckdosenadapter für die USA, damit Smartphone und Co. vor Ort mit Strom versorgt werden können. Mindestens genauso unentbehrlich ist eine Offline-Karte zur Navigation, die Sie sich bereits in Deutschland herunterladen sollten.
Bewährt hat sich (nicht nur für die USA-Reise) das Planen mit einer Packliste zum Abhaken – dann vergessen Sie von wichtigen Dokumenten bis hin zur Reiseapotheke garantiert nichts. Sollte Sie doch etwas übersehen, können Sie in den USA nahezu alles nachkaufen. Kosmetikartikel sind zum Teil allerdings deutlich teurer als in Deutschland.
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8. Kosten für die USA-Reise: was muss ich einplanen?
Jetzt aber mal Klartext: Welche Kosten kommen auf einer dreiwöchigen USA-Reise in etwa auf mich zu? Wir selbst haben zum Beispiel auf unserem Roadtrip an der amerikanischen Südwestküste (Kalifornien, Arizona, New Mexico, Utah und Nevada) im Oktober 2015 ziemlich genau 3.000 Euro pro Person ausgegeben (inkl. Flug für 780 und Mietwagen für 400 Euro).
Um das Ganze nachvollziehen zu können: Übernachtet haben wir (außer in San Francisco, Los Angeles und Las Vegas) ausschließlich in Motels, in denen ein Doppelzimmer im Schnitt 50 bis 70 Dollar pro Nacht gekostet hat. Am Labour Day war es etwas schwieriger auf Anhieb ein Motelzimmer zu finden und die Preise wurden extrem angehoben (knapp 120 Dollar pro Nacht).
Für den Mietwagen ab San Francisco mit Rückgabeort in Las Vegas sind insgesamt (inklusive Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung, Glas- und Reifenschutz und Gebühr für einen Zusatzfahrer) 800 Euro fällig geworden (pro Person also 400 Euro). Das Tanken in den USA ist wesentlich günstiger als in Deutschland, für eine Tankfüllung sind im Schnitt 50 Euro angefallen. In den letzten Jahren wurden die Preise allerdings etwas angehoben, außerdem variieren die Kosten von Staat zu Staat.
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1 Kommentar
Klasse Artikel als Vorbereitung für die Urlaubsplanung