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Mit dem Auto nach England: Tipps und Infos

Fahrzeuge vor Palace of Westminster in London und Big Ben

Es muss nicht immer eine Fernreise sein! Direkt von zu Hause aus mit dem eigenen Auto oder dem Mietwagen los – perfekt! Vor allem England bietet sich für einen Roadtrip der etwas anderen Art an. Grüne Hügel und schneeweiße Steilklippen wechseln sich hier mit idyllischen Dörfern und Universitätsstädten ab. England ist viel mehr als London! Angst vor dem Linksverkehr müssen Sie auf Ihrer Mietwagenreise nicht haben: Wir zeigen Ihnen, was Sie beachten müssen, wenn Sie mit dem Auto nach England fahren möchten.

Mit dem Auto nach England: Tipps & Infos
1. Anreise: mit dem Auto nach England
2. Linksverkehr in England beachten
3. Straßenverkehrsregeln und Reisedokumente
4. Geschwindigkeitshinweise beachten
5. Besonderheiten in britischen Großstädten bedenken
6. Citymaut und Steuern für Autofahrer
7. Parken in London mit hilfreichen Apps

1. Anreise: mit dem Auto nach England

Wenn Sie mit dem Auto oder Mietwagen von Deutschland nach England einreisen wollen, sollten Sie einige Dinge beachten. Über den Landweg ist England nicht zu erreichen, befindet sich zwischen Deutschland und Großbritannien immerhin die Nordsee. Ratsam ist also eine Übersetzung per Fähre oder eine Anfahrt mit dem Autozug, der durch den Eurotunnel führt. Während eine Überfahrt mittels Fähre mehrere Stunden in Anspruch nehmen kann, dauert die Fahrt durch den Eurotunnel knappe 35 Minuten und schlägt mit ca. 100 Pfund pro Auto zu Buche.

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Bis auf wenige Ausnahmen sind Mietwagen auf der Fährfahrt NICHT versichert. Das hat folgenden Grund: Beim Auffahren oder Verlassen der Fähre wird es manchmal eng und es passieren immer wieder kleine Zusammenstöße, wodurch Kratzer am Mietwagen entstehen können. Für dieses Risiko möchten die Vermieter nicht haften und geben deswegen für die Überfahrt auf der Fähre keinen Versicherungsschutz. Eine gute Alternative ist deshalb der Eurotunnel Calais-Dover: Hier bleibt der Versicherungsschutz während der Durchfahrt bestehen.

Ein weiterer wichtiger Punkt, wenn Sie mit dem Mietwagen von Deutschland nach England fahren möchten: Viele Vermieter erlauben Grenzfahrten von Deutschland nach Großbritannien nur gegen eine Gebühr. Informieren Sie sich hier also vor der Reise bei dem entsprechenden Anbieter über die aktuellen Regelungen.

2. Linksverkehr in England beachten

Das britische Königreich verfügt über ein vielschichtiges Verkehrsnetz. Einziger Knackpunkt, den viele Autofahrer scheuen: Die Briten fahren auf der linken Straßenseite. Obwohl sich das Lenkrad in einem deutschen Auto, im Gegensatz zu den englischen PKWS, auf der linken Seite befindet, dürfen Sie mit einem deutschen Mietwagen auf englischen Straßen fahren. Achten Sie allerdings darauf, dass die Scheinwerfer für den Linksverkehr richtig eingestellt sind! Das Fahren auf der linken Spur wird Ihnen am Anfang etwas ungewohnt vorkommen, aber mit etwas Übung werden Sie sich schnell daran gewöhnen.

Highway in England mit Linksverkehr© TTstudio- stock.adobe.com

3. Reisedokumente und Verkehrsregeln

Obwohl England den Austritt aus der Europäischen Union beantragt hat, gestaltet sich die Einreise nach England derzeit nicht komplizierter als vorher. Bereiten Sie sich allerdings darauf vor, dass Sie bei Grenzkontrollen Ihren Personalausweis vorzeigen müssen. Ob in Zukunft Reisepass oder Visum bei einer Einreise nach England nötig sind, lässt sich derzeit noch nicht sagen, ist aber unwahrscheinlich.

Wenn Sie über einen gültigen deutschen Führerschein verfügen, können Sie in allen Bereichen Großbritanniens bis zu zwölf Monate nach Ihrer Anreise autofahren. Achten Sie zusätzlich auf Ihren Versicherungsschutz. Dieser sollte Auslandsreisen umfassen. Führen Sie daher einen Nachweis über einen gültigen Versicherungsschutz für das Ausland, Zulassungspapiere für Ihr Fahrzeug und den Führerschein nebst Krankenversicherungskarte immer bei sich.

Achten Sie, wie auch in Deutschland, auf die Anschnallpflicht und nehmen Sie fortwährend die allgemein gültigen Verkehrshinweise ernst. Auch in England ist der Genuss von Alkohol und Drogen hinter dem Steuer nicht erlaubt. Ebenso gilt ein Handyverbot, sodass das Telefonieren während der Autofahrt untersagt ist.

📌 Lesetipp: Mehr zu den Verkehrsregeln in Großbritannien gibt’s hier

4. Geschwindigkeitshinweise beachten

Auch in Großbritannien gilt: andere Länder, andere Sitten. Wenn Sie mit dem Auto nach England fahren, sollten Sie sich daher vorher mit den Geschwindigkeitsbegrenzungen auseinandersetzen. Diese sind nämlich etwas anders gehalten als in Deutschland.

  • Die Geschwindigkeit wird in Meilen/Stunde berechnet. Dabei steht eine Meile für 1,6 km/h.
  • Auf Landstraßen sind 60 Meilen/Stunde erlaubt. Das entspricht ca. 96 km/h.
  • Auf Schnellstraßen sowie Autobahnen dürfen Sie 70 Meilen/Stunde (112 km/h) fahren.
  • Innerorts sind lediglich 30 Meilen/Stunde und somit 48 km/h zugelassen.

Achten Sie vor allem im Ausland penibel auf die Geschwindigkeitsbegrenzungen. Sie befinden sich einerseits auf unbekanntem Terrain und kennen sich auf den Straßen Englands nicht aus. Andererseits ist die britische Polizei sehr für ihre Radarkontrollen bekannt. Es wird an nahezu jeder Ecke geblitzt. Wenn Sie sich Ihren Urlaub nicht von Bußgeldern trüben lassen wollen, sollten Sie besser Vorsicht walten lassen.

5. Besonderheiten in britischen Großstädten bedenken

London, Manchester, Liverpool oder Birmingham sind hervorragend über das Autobahnnetz erreichbar. Hier führen unzählige Bundesstraßen an Ihr Ziel, sodass Sie keine Schwierigkeiten haben werden, mit dem Auto in England zu fahren.

Hauptziel vieler England-Reisender ist jedoch immer wieder London. Das Autofahren in der britischen Hauptstadt ist allerdings oftmals ein wenig tricky. Achten Sie daher am besten immer auf die Busspuren. Die Bus Lanes werden stets mittels Straßenschilder sowie feuerroten Straßenmarkierungen signalisiert. Diese Straßenspuren dürfen nur von Fahrrädern, öffentlichen Verkehrsmitteln, Motorrädern sowie Notfallfahrzeugen passiert werden. Befahren Sie also niemals diese Spur, auch nicht nur kurz. Verkehrsdelikte werden in England mit hohen Bußgeldstrafen geahndet.

Busspur in London© Eduardo Nicolino – stock.adobe.com

6. Citymaut und Steuern für Autofahrer

Wenn Sie mit dem Auto nach England fahren möchten, so müssen Sie für Reisen in die Städte mit Maut- und Staugebühren rechnen. Diese Gebühren, die in England als Congestion Charge deklariert werden, sind vor der Einfahrt zu entrichten. Die Maut selbst gilt für Autofahrten, die von montags bis freitags in der Zeit von 7 bis 18 Uhr vollzogen werden – Feiertage sind ausgenommen. Außerhalb der Zeiten, zwischen Weihnachten und Neujahr sowie am Wochenende entfällt die Maut.

Die Gebühren i.H.v. 11,50 britischen Pfund können entweder online oder in speziellen Geschäften sowie Tankstellen entrichtet werden. Eine Zahlung der Citymaut kann sogar bis zu 90 Tage vor Anreise getätigt werden, sodass Sie ganz entspannt mit dem Auto nach England reisen können.

Für ältere Fahrzeuge fällt außerdem in derselben Zone ab April 2019 eine zusätzliche Emissionsgebühr von derzeit 12 GBP an. Mehr über die ULEZ-Zone und die Gebühren finden sie in dem Artikel Maut in Großbritannien.

Hinweis auf Citymaut in London

Hinweis auf Congestion Charge Area in London

© Bikewordtravel – stock.adobe.com

Symbol Tipp Tipp
Versäumen Sie die Zahlung der Maut auf gar keinen Fall. Andernfalls kann ein Bußgeld von bis zu 130 britischen Pfund folgen.

7. Parken in London mit hilfreichen Apps

Viele Urlauber packt die blanke Panik bei der Parkplatzsuche im Ausland. Dieses Vorhaben ist tatsächlich recht zeitaufwendig und nervenaufreibend, wenn keine Vorsorge getragen wird. Dank der heutigen Technik ist jedoch auch dieser Plan einfach in die Tat umzusetzen. Das Geheimnis steckt in speziellen Apps wie beispielsweise AppyParking. Diese App ist nicht nur kostenfrei, sondern bietet einen schnellen und genauen Überblick auf alle Parkmöglichkeiten in London.

Kontrollieren Sie auf Parkopedia am besten die Parkplatzsituation Ihres Wunschziels, um auf Nummer sicher zu gehen.

 

Symbol Hinweis Hinweis
Natürlich können Sie ebenso den Park&Ride-Service nutzen. Verwenden Sie einfach die Parkplätze, die den U-Bahnstationen zugehören. Die Fahrt mit der Underground ist für Sie entspannend und führt Sie an alle Ecken der Innenstadt, die Sie wünschen. Somit wird der Urlaub in England zu einem vollen Erfolg.

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2 Kommentare

boris proegler 13. Januar 2019 - 14:35

Hallo! Bitte informieren Sie Ihre Kunden, dass man mit dem Mietwagen NICHT nach London fahren kann. Es sein denn es ist ein englisches Auto, oder es ist in London schon mal für die low emmission zone (LEZ) registriert worden. Es gibt leider keine Vermietfirma die ein Verzeichnis führt ob der Wagen bei der zuständigen Londoner Behörde (transport of London) gemeldet ist. Man könnte natürlich den gebuchten Wagen auch selbst dort anmelden, keine Vermietfirma kann allerdings sagen, welches Auto man tatsächlich beim Datum der Anmietung bekommt. Die Anmeldung bei der LEZ (low emission zone) dauert 10 Tage!!! Gruß

Antworten
Julia 14. Januar 2019 - 12:00

Lieber Herr Proegler,

in der Tat müssen einige Fahrzeuge in London wegen der LEZ-Zone registriert werden. PKWs gehören jedoch NICHT dazu. Hier können Sie sehen, dass nur Fahrzeuge registriert werden müssen, die schwerer als 1.205 Tonne sind (z.B. Pick-Ups, Wohnmobile oder LKWs).

Beste Grüße
Julia

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