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5 Italien-Geheimtipps abseits der Touristenziele

Blick auf die wunderschöne alte Stadt Matera in Italien

Mit Urlaub in Italien verbinden die meisten die großen Städte wie Florenz, Rom oder Mailand und die Touristenorte an der Adria. Wer aber das authentische Italien jenseits von Touristenmassen sucht, muss sich in andere Regionen des südeuropäischen Landes begeben. Kennen Sie zum Beispiel Chioggia, das kleine Venedig, oder Pisciotta mitten in den Bergen Kampaniens? Wir zeigen Ihnen fünf Geheimtipps für Ihren Italien-Urlaub.

5 Geheimtipps in Italien
1. Chioggia
2. Pisciotta
3. Riviera del Conero
4. Matera
5. Tremiti Inseln


 

1. Chioggia: Italien-Geheimtipp für Venedig-Fans

Wem die traumhafte Lagunenstadt Venedig etwas zu überlaufen ist, sollte die kleine Schwester Chioggia besuchen. Sie liegt nur rund 25 Kilometer Luftlinie entfernt in der Lagune von Venedig und trägt den Namen Klein-Venedig. Das hat seinen Grund, denn Chioggia verbindet wie Venedig auf magische Weise seine bunten Häuser, Glockentürmchen und venezianischen Paläste mit dem Element Wasser. Kleine Brücken und Kanäle prägen das Stadtbild der Fischerstadt. Dazu gibt es obendrauf auch noch breite Sandstrände und deutlich günstigere Preise als in der berühmten Lagunenstadt.

Symbol Restaurant Restaurant-Tipp
Wer eine authentische mediterrane Küche mit frischem Fisch und zu fairen Preisen genießen möchte, geht in Chioggia in die Osteria da Nicola. Hier verzichtet die freundliche Gastgeberin sogar auf eine Speisekarte, denn auf den Tisch kommt, was tagsüber frisch gefangen wurde. Wer weiß das schon am Tag zuvor? Das können hausgemachte Spaghetti mit Venusmuscheln sein oder eine Seezunge mit italienischen Kräutern und Salat. Molto italiano! Adresse: Fondamenta San Domenico 874, 30015, Chioggia.
Boote und Kanal in der charmanten Stadt Chioggia in Italien

© alessandrogiam – stock.adobe.com

2. Pisciotta: kleines Bergdorf in Kampanien

Pisciotta ist eine winzige Gemeinde in der Provinz Salerno in Kampanien und der Geheimtipp für Italien-Fans, die keinen reinen Badeurlaub verbringen möchten. Sie ist nicht viel mehr als ein typischer Marktplatz, eine Hauptstraße, viele Stufen und einfache, aus Stein erbaute Häuschen – und gerade deshalb ein Stück Italien, wie man es kaum noch finden kann. Kampanien ist die viertsüdlichste Region des italienischen Festlandes und damit für viele Italienurlauber schon außerhalb der gewünschten Reichweite. Noch dazu fehlen hier am Thyrrenischen Meer die ausgedehnten Sandstrände. Die Region ist von hohen Gebirgen geprägt und so liegt auch das kleine Pisciotta rund 170 Meter über dem Meeresspiegel.

Zugegeben, der Auf- und Abstieg zum Meer ist wenig komfortabel, dafür werden Sie für Ihre Mühe in vielerlei Hinsicht belohnt. Wer in Pisciotta Urlaub macht, ist ausschließlich von Einheimischen umgeben, speist die ursprüngliche Küche Süditaliens inklusive hausgemachtem Büffelmozzarella, kann die süßesten Feigen direkt vom Baum pflücken und quasi rund um die Uhr einen grandiosen Ausblick genießen. In direkter Umgebung befindet sich mit den Nationalparks Cilento und Vallo di Diano ein UNESCO Weltkulturerbe, das zu ausgiebigen Wander- und Bergtouren einlädt. Ein Tagesausflug in das rund zwei Stunden entfernte Neapel ist mit einem Mietwagen trotz schlechter Straßenverhältnisse gut machbar. Darüber hinaus warten bekannte archäologische Stätten wie Pompeji, Herculaneum, Torre Annunziata und der Palast von Caserta darauf, von Ihnen entdeckt zu werden.

Das kleine authentische Bergdorf Pisciotta in Italien

© Roberto Lo Savio – stock.adobe.com

3. Riviera del Conero: Sonne, Strand und Miesmuscheln in den Marken

Niemand weiß so genau, weshalb die Region Marken unter Italienfans so wenig bekannt ist. Vielleicht, weil sie direkt an die deutlich populärere Emilia-Romagna und Toskana angrenzt? Ihr Schattendasein ist jedenfalls kaum zu begründen. Die Riviera del Conero in den Marken bietet traumhafte Sandstrände, beeindruckende Landschaften, namhafte Sehenswürdigkeiten, idyllische Dörfer und einsame Buchten.

Besonders ans Herz legen möchten wir die malerische Bucht von Portonovo. Sie befindet sich inmitten eines Naturschutzgebietes und ist umgeben von einem feinsandigen Strand und kristallklarem Wasser. Ganz in der Nähe gibt es kleine Restaurants mit hervorragenden Meeresspezialitäten. Ein idealer Ort, um einfach mal die Seele baumeln zu lassen. Frisch und erholt können Sie dann noch zu einer Besichtigung zur Kirche Santa Maria von Portonovo aufbrechen. Dabei handelt es sich noch um ein römisches Relikt aus dem 11. Jahrhundert. Besichtigungen finden freitags und sonntags zwischen 10 und 12.30 Uhr statt.

Blick über Bucht Portonuevo an der Riviera des Conero in Italien

© wildman – stock.adobe.com

4. Matera: Höhlensiedlungen in der Region Basilikata

Für diesen Italien-Geheimtipp müssen Sie eine lange Anreise in Kauf nehmen. Der Weg nach Matera ist weit, aber lohnenswert. Die lukanische Stadt liegt kurz vor Beginn des Stiefelabsatzes in der Region Basilikata. Hier gibt es eine einzigartige Attraktion, wegen der Matera unter anderem 2019 den Titel Europäische Kulturhaupstadt tragen wird. Die Rede ist von den Sassi di Matera, den gut erhaltenen Höhlensiedlungen, die sich an die steilen Felshänge des Flusstales des Gravina schmiegen. Seit 1993 gehören sie zum UNESCO Weltkulturerbe der Menschheit. Bis in die 50er-Jahre haben in den dunklen Höhlen noch Einheimische gelebt. Immerhin ist es hier im Sommer angenehm kühl.

Und noch eine weitere steinerne Sehenswürdigkeit buhlt um die Aufmerksamkeit der wenigen Touristen: das beeindruckende Castello Tramontano hoch oben auf dem Lapillo-Hügel. Es stammt aus dem 16. Jahrhundert und wacht noch heute mit seiner majestätischen Würde über die süditalienische Stadt.

Uralte Höhlensiedlungen von Materna in Italien

© jsk12 – stock.adobe.com

5. Tremiti Inseln: unbekannte Eilande in der Adria

Haben Sie schon mal von den Isole Tremiti gehört? Wahrscheinlich nicht. Die Inselgruppe in der Adria liegt auf Höhe der Region Apulien und hat sage und schreibe knapp 500 Einwohner. Ein Italien-Geheimtipp, der nach vollkommener Abgeschiedenheit schreit. Die Tremiti-Inseln sind Teil des Nationalparks Gargano, zu dem auch ein großes marines Naturschutzgebiet zählt. Die schönste Insel der kleinen Inselgruppe ist die Isola San Domino. Im Schatten der Pinienwälder und Olivenhaine lässt sich hier ein entspannter Badetag verbringen.

Die Tremiti-Inseln gehören zu einem der schönsten Tauchspots weltweit. Riesige bunte Fischschwärme und Korallen bringen das glasklare Meerwasser rund um die kleinen Eilande zum Leuchten. Wer hier auf Tauchgang geht, kann sogar auf eine Padre-Pio-Statue treffen. Die Inselbewohner haben die rund drei Meter große Statue extra in zehn Meter Tiefe aufgestellt, damit sie die Taucher der Isole Tremiti beschützt. Padre Pio gilt im gläubigen Italien als eine Art Universalheiliger. Er soll vor Jahrzehnten durch Apulien gereist sein und dabei viele Kranke geheilt haben.

Symbol Parken Anfahrt
Die Anreise auf die Tremiti-Inseln ist per Schiff von Termoli aus möglich. Sie dauert rund eine Stunde. Hier halten auch internationale Fernzüge. In der Hauptsaison im Sommer fahren außerdem Schiffe von Pescara, Ortona, Vasto, Vieste, Manfredonia, Peschici und Rodi Garganico aus. Wer keine Kosten scheut, kann ganzjährig einen Helikopterflug von Foggia aus buchen. Den Mietwagen müssen Sie in Termoli parken: Eine Überfahrt mit dem Auto ist leider nicht möglich.
Blick auf die tremitische Insel Isola San Domino in Italien

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Titelbildquelle: #79738689 | Urheber: © JFL Photography – stock.adobe.com

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1 Kommentar

Andrea 1. Dezember 2019 - 17:14

Man findet sogar in Südtirol noch ruhige Flecken – z.B. die Gebirgskette Lagorai und das Valsugana (Suganertal) sind ziemlich unbekannt aber sehr schön, fast ohne Tourismus oder in der Molise.

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