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Nordischer Herbst: Auf der Jagd nach dem Polarlicht

von billiger-mietwagen.de-Redaktion

Ob Schweden, Norwegen oder Dänemark: Skandinavien ist nicht nur ein Reiseziel für Sommer-Fans und Wintersportler. Gerade der Herbst hält in Nordeuropa ganz besondere Highlights bereit, allen voran das magische Tanzen der Polarlichter am Firmament. Wo auf der Welt Sie wann Nordlichter sehen können und was es dabei zu beachten gilt, erfahren Sie hier.



 

Was sind Polarlichter? Hochsaison der Polarlichter
Wann und wo?

Was sind Polarlichter?

Polar- oder Nordlichter (wissenschaftlich: Aurora Borealis) faszinieren Menschen aus nördlichen Gefilden seit Jahrtausenden. Früher als Zeichen der Götter und Geister verehrt, sind die magischen Lichter am Nordhimmel heute Anziehungspunkt für Millionen Reisende aus aller Welt. Je nach Standort, zeigen sich Polarlichter in leuchtend grünen, tiefvioletten, blauen, roten oder gelben Tönen.

Dabei gilt: Je näher dem Nordpol, desto eindrucksvoller. Aber so weit muss man gar nicht unbedingt reisen, um den Lichtertanz am Himmel live zu erleben.

Polarlichter entstehen, wenn geladene Partikel der Sonne in das Magnetfeld der Erde geschleudert werden. Wenn beide aufeinander treffen, leuchten die Partikel auf und es enstehen die uns bekannten farbenprächtigen Nordlichter. Unterschiedliche chemikalische Prozesse sorgen für die verschiedenen Farben. Sauerstoffatome, die in 100 km Höhe angeregt werden, produzieren z. B. grünes Licht. Werden Sie in 200 km  Höhe angeregt, entsteht rotes Licht.


September und Oktober: Die Hochsaison der Polarlichter

Neben Alaska, Kanada und Nordsibirien sind auch viele Ziele in Nord-Europa gute Anlaufstellen für alle, die das magische Leuchten von Nahem sehen wollen. Der Norden Skandinaviens und Schottlands, die Svalbard-Inseln (Spitzbergen), Grönland und Island liegen unter dem Polarlichtoval und ziehen damit gerade im Herbst Besucher aus aller Welt an.

Die besten Chancen zur Polarlicht-Beobachtung haben Sie im Februar und März sowie im September und Oktober, wenn zwischen der Zeit der Mitternachtssonne und dem immer dunklen Winter die Polarlicht-Saison Einzug hält. Dann scheinen die Nordlichter am hellsten und sind an manchen Orten sogar täglich am Himmel zu sehen. Manchmal fängt die Saison auch schon früher an und geht länger: In Grönland und Schottland z. B. können auch August- und Aprilnächte mit Polarlichtern gespickt sein.

Expedition ber dem Polarkreis© Jens Ottoson – Fotolia.com

Voraussetzung ist allerdings, dass das Wetter auch mitspielt. Durch wolkenverhangene Stadthimmel etwa in Islands Hauptstadt Reykjavik dringt das Leuchten der Aurora Borealis nicht durch. Wer unbedingt Polarlichter sehen will, sollte seinen Reisezeitraum also nicht zu knapp bemessen und ein wenig Geduld haben.

Empfehlenswert ist eine Mietwagen-Reise durch Norwegen, Finnland und Co. Ende September, die Sie im Süden starten und dann Richtung Norden der Polarlicht-Region entgegen fortsetzen. Zu dieser Zeit sind die Temperaturen noch mild und die meisten Straßen noch nicht gesperrt.

7 Tipps für Nordlicht-Jäger

  1. Wählen Sie ein Reiseziel im Bereich des Polarlicht-Ovals.
  2. Reisen Sie im September oder Oktober. Je nach Destination ist auch der Frühlingsanfang empfehlenswert.
  3. Wenn Sie ganz zu Anfang der Polarlicht-Saison reisen, fahren Sie von Süd nach Nord den Polarlicht-Regionen entgegen.
  4. Verfolgen Sie den Wetterbericht vor Ort und achten Sie auf sternenkläre Nächte und wolkenlosen Himmel.
  5. Suchen Sie sich Beobachtungspunkte außerhalb von Städten in der freien Natur, um das Erlebnis nicht durch Kunstlicht zu verfälschen.
  6. Reisen Sie nach Möglichkeit mindestens eine Woche und haben Sie ein wenig Geduld. Auf einige Tage ganz ohne sichtbare Polarlichter folgt oft eine Periode mehrerer magisch erleuchteter Nächte.
  7. Wer die Sache nicht nur dem Glück überlassen will, kann sich die App Aurora Forecast für Smartphones runterladen, wo aktuelle Nordlicht-Vorhersagen rund um den Globus getroffen werden.

Die besten Chancen auf Nordlichter: Wann und wo?

Mit Sicherheit kann Ihnen natürlich niemand die Sicht auf Polarlichter garantieren. Dennoch kann man eine recht eindeutige Polarlichthäufigkeit in den nordeuropäischen Ländern beobachten: In Island hat man in klaren Nächten die höchste Wahrscheinlichkeit, Polarlichter zu sehen, gefolgt von Nord-Norwegen. Darauf folgt Schwedisch-Lappland, anschließend Finnisch-Lappland und mit 7 Polarlicht-Nächten von 10 klaren Nächten die dänischen Färöer-Inseln.

Land Ort / Region Tipp
Alaska (USA) Denali Nationalpark/ Yukon Territory/ nördlich von Fairbanks und Anchorage Die Webseite der University of Alaska in Fairbanks bietet zuverlässige Voraussagen, wann Aurora Borealis sich über den eisigen Landstrichen zeigt.
Kanada Ontario (Lake Superior)/ Calgary/ Yukon Territory/ Manitoba Im Norden Kanadas in den dichten Wäldern um den Yukon oder am Lake Superior gibt es nichts, was zwischen Ihnen und den Polarlichtern stehen könnte – außer einem schier endlosen dichten Waldgebiet.
Dänemark Färöer-Inseln Ein ganz besonderes Erlebnis ist ein nächtlicher Flug über den Atlantik, während die Lichter am Himmel tanzen.
Grönland Kulusuk/ Ammassalik Polarlichter kann man auf der ganzen Insel sehen, allerdings ist die Eiswüste im Inneren kaum zugänglich. Wer sich im Süden und Osten an der Küste aufhält, wird zur richtigen Zeit aber genug Gelegenheiten zum Polarlicht-Schauen haben.
Finnland Luosoto/ Nellim/ Ivalo/ Utsjoki/ Kakslauttanen Im „Aurora Chalet“ in Luosoto kann man sich vom Aurora-Alarm wecken lassen, sobald die Lichter am Horizont zu sehen sind – ein Service des Northern Lights Research Centers.
Schottland Nordschottland: Aberdeen/ Dunnet Head, Shetland-Inseln In Nordschottland und Nordengland zeigen sich die ersten Polarlichter manchmal schon im August.
Island außerhalb von Akureyri: Myvatn/ außerhalb von Reykjavik: Thingvellir Nationalpark Auf Island gibt es nur zwei Orte, die Sie zur Polarlichtbeobachtung meiden sollten: Akureyri und Reaykjavik. Das sind die beiden einzigen Städte des Landes und dort könnte das natürliche Schauspiel durch künstliches Licht getrübt werden.
Norwegen Tromsø/ Alta/ Finnmark/ Hurtigruten/ Svalbard-Inseln Sehr hohe Polarlichthäufigkeit – oft sind ganze Nächte von dem Tanzen der grünen Lichter begleitet. Besonderes Highlight: eine Kreuzfahrt mit den berühmten Hurtigrutenschiffen unter einem mystisch erleuchteten Nachthimmel.
Schweden Abisko, Schwedisch-Lappland)/ Kiruna Ein Highlight ist das riesige „Blaue Loch von Absiko“ über dem Torneträsk-See: ein Stück blauer Himmel, der in Polarnächten durch das sonst wolkenverhangene Firmament bricht.
Russland Murmansk, Sibirien/Kola Halbinsel In Sibirien erwarten Sie einsame Landstriche nebst urtümlichen Dörfern, die Polarlichter und Sonnenwende tief in ihren Traditionen verankert haben. Das größte Fest zum Ende der Polarnacht findet im Januar in Murmans statt: Rentierrennen, Eissegeln und traditioneller Tanz inklusive.

Titelbild: #96467628 | Urheber: © Nata K – Fotolia.com

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