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Ausflugsziele rund um Marseille: Tipps in der Umgebung

von Pierre

Marseille ist eine der bekanntesten Städte Südfrankreichs. Dennoch gilt vielen Franzosen das kleinere Aix-en-Provence als wahre Hauptstadt der Provence. Welche Highlights in der Umgebung von Marseille Sie außerdem nicht verpassen sollten, erfahren Sie hier – vom mittelalterlichen Arles bis zum unterirdischen Museum Carrière de Lumières.

5 Tipps rund um Marseille

Aix-en-Provence Île de Porquerolles
Arles Les Baux de Provence
Glanum

Karte mit Marseilles Sehenswürdigkeiten

 


Aix-en-Provence

Die Stadt des Wassers und der Künste ist ein wundervoller Ort in der Provence, den Sie mit dem Mietwagen ab Marseille nach 30 Minuten Fahrtzeit erreichen. Mir gefällt Aix-en-Provence fast besser als Marseille. Die engen Altstadtgassen und die goldenen Fassaden versprühen ein unheimlich charmantes Flair.

Als Stadt des Wassers gilt Aix-en-Provence, weil es mit unzähligen Brunnen gespickt ist, die alle ihr eigenes kleines Geheimnis verbergen.

Zu den prächtigsten Boulevards der Stadt zählt die Cours Mirabeau – eine wahre Himmelsmeile, besonders an Markttagen, wenn die Straße für Autos gesperrt ist und Sie viele provenzalische Köstlichkeiten erwerben können. Im östlichen Abschnitt des Boulevards befindet sich das Café Les Deux Garcons, in dem sich einst Künstler wie Jean-Paul Sartre und Edith Piaf tummelten.

Ein Highlight der Stadt ist außerdem das Kalksandsteingebirge Montagne Saint-Victoire, von dem sich Picasso und Cézanne inspirieren ließen. Die höchste Erhebung des Gebirges ist der Pic de Mouches (1.011 m). Heute ist Montagne Saint-Victoire ein beliebtes Ausflugsziel für Bergsteiger, Wanderer und Paraglider, die die Natur genießen und die umliegenden Weingüter schätzen.

 © LAFORET Aurélien – Fotolia.com


Île de Porquerolles

Das größte Eiland der Inselgruppe vor Hyères ist ein kleiner Geheimtipp in Südfrankreich. Speziell bei Ausländern ist die Île de Porquerolles (Porquerolles-Insel) kaum bekannt. Dabei ist die Insel mit ihren Pinienhainen und Olivenbäumen, mit ihren feinen Sandstränden und den weißen Segelbooten ein malerisches Fleckchen. Ruhe und Idylle sind hier garantiert, denn es gibt weder ein Hochhaus noch eine Ampel.

Stattdessen warten ein tolles Hafenpanorama und eine alte Festung, bei der der Aufstieg ganz besonders wegen der herrlichen Aussicht von oben lohnt. Falls Sie Hunger bekommen, sollten Sie frisch gefangenen Fisch in einem der kleinen Restaurants wählen. Eine Dorade vielleicht?

Am besten mit dem Fahrrad!

Die beste Möglichkeit, die Insel zu erkunden bietet das Fahrrad. Doch leihen Sie sich am besten eines vor Ort. Das eigene Rad zusätzlich auf der Fähre zu transportieren, kann teuer werden.

Die Überfahrt von Hyéres, am südlichen Zipfel des Festlands, dauert etwa eine halbe Stunde. Fähren fahren in der Hauptsaison jede halbe Stunde.

  • Preise für die Fähre 
    • Erwachsene: 19,50 €
    • Kinder von 4 bis 12 Jahren: 17,30 €

© lindacaldwell – Fotolia.com

Arles

Arles liegt am Ostufer der Rhône und zählt zu den schönsten Städten der Provence.

Vor allem den Römern ist das kulturelle Erbe zu verdanken. Von Julius Caesar wurde Arles im Jahr 46 v. Chr. zur römischen Militärkolonie erhoben. Auch heute noch können Sie Schätze aus dieser Zeit bestaunen, etwa das antike römische Theater, das 25 v. Chr. unter Kaiser Augusts erbaut wurde. Oder das Amphitheater von Arles, um 90 n. Chr. errichtet.

Obwohl in der Stadt nur etwas mehr als 50.000 Einwohner leben, ist Arles die flächenmäßig größte Gemeinde Frankreichs. Das liegt daran, dass das gesamte Gebiet der Camargue im Süden der Stadt komplett zu Arles gezählt wird.

Regionaler Naturpark Camargue

Dass der Regionale Naturpark Camargue zu Arles passt, beweist die Tatsache, dass das Wort „Arles“ seine Ursprünge im keltischen „Arelate“ hat – es bedeutet „Sumpfort“. Die Camargue ist eben jener Sumpfort: eine karge Steppenlandschaft, durchzogen von Teichen und Tümpeln.

Doch das soll nicht abschrecken – im Gegenteil: Die Natur ist malerisch und idyllisch. Dort stoßen Sie auf weiße Pferde und schwarze Stiere. Wenn Sie etwas Glück haben, sehen Sie Reiher und sogar Flamingos.

Um einen Tag im Naturpark zu verbringen, sollten Sie sich einen gut gepackten Rucksack mitnehmen. Restaurants oder Getränkestände sind rar gesät. Außerdem rate ich dazu, den Naturpark gerade in den Ferien und am Wochenende zu früher Stunde zu besuchen. Sonst könnten Sie in regelrechte Touristenströme geraten.© Uryadnikov Sergey – Fotolia.com


Les Baux-de-Provence

Ein unterirdischer Steinbruch, der vollständig ausgefüllt wird von der Pracht der Farben und dem Klang der Musik – die Carrières de Lumières im Ort Baux-de-Provence sind das absolute Highlight meiner Ausflugstipps rund um Marseille.

Diese Höhle ist so riesig und geräumig, dass Sie sie beschreiten können wie ein Museum. Um Sie herum werfen gigantische Projektoren Gemälde von Renaissance-Künstlern wie Leonardo da Vinci, Michelangelo oder Raphael an die meterhohen Wände – so monströs, dass man sich selbst ziemlich klein vorkommt.

Öffnungszeiten:

  • März: 10 Uhr – 18 Uhr
  • April – September: 9:30 Uhr – 19 Uhr
  • Oktober – Dezember: 10 Uhr – 18 Uhr
  • Eintritt: 12 €, ermäßigt 9,50 €

Das Wahrzeichen von Les Baux-de-Provence ist übrigens die alte Burg hoch über dem Dorf – sie ist eine der größten Burgruinen Frankreichs und auch einen Besuch wert. Von oben haben Sie einen traumhaften Ausblick auf die gesamte Ebene südlich des kleinen Dorfs und können bis hin zum Mittelmeer schauen. Doch passen Sie auf, wenn Sie am Steilhang stehen: Der Mistral weht manchmal sehr stark.

© Daylight Photo – Fotolia.com


Glanum

Am Fuße der Alpillen, umgeben von Weinbergen und Olivenhainen, befindet sich das antike Dorf Glanum. Es wurde erst im Jahr 1921 ausgegraben und ist heute eine der bedeutendsten römischen Stätten in Frankreich.

Es bietet nicht nur einen einzigen Tempel oder eine Skulptur, sondern einen eindrucksvollen Einblick in ein komplettes römisches Dorf. Zu den Blickfängen zählen der Triumphbogen und das 18 m hohe Mausoleum, dessen Inschrift auch 2.000 Jahre später noch klar entziffert werden kann. Dazu gibt es viele interessante Informationstafeln, die Sie eintauchen lassen in das alltägliche Leben im damaligen Rom.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise

  • April – September: 10 Uhr – 18:30h (im September montags geschlossen)
  • Oktober – März: 10 Uhr – 17 Uhr (montags geschlossen)
  • Eintritt: 7,50 €, ermäßigt 6 €

© NANCY – Fotolia.com

Titelbildquelle: #26304256 | Urheber: © LEFORT Maxime – Fotolia.com

Pierre

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