Die Koffer sind gepackt, der Mietwagen gebucht und bald geht’s los mit deinem USA-Roadtrip. Doch wie sieht das eigentlich mit dem Parken aus? Wir haben für dich die wichtigsten Infos zum Parken in den USA sowie zu den Sonderregelungen in beliebten Regionen zusammengestellt. Denn manche Parkregeln unterscheiden sich je nach Bundesstaat, und bei Missachtung drohen hohe Geldbußen oder sogar das Abschleppen deines Mietwagens. Die farbigen Bordsteinmarkierungen, typische Parkverbote und regionale Besonderheiten wie in San Francisco oder New York solltest du deshalb schon vor der Reise kennen.
Parken in den USA: Das musst du wissen

Alles auf einen Blick
Mit diesen Regeln parkst du deinen Mietwagen in den USA ohne Geldbußen und ohne abgeschleppt zu werden:
Bordsteinfarben: Rot heißt absolutes Halteverbot, Blau ist Menschen mit Behinderung vorbehalten, Gelb/Schwarz, Weiß und Grün erlauben nur kurzes Halten oder Parken.
Parkverbote: Tabu sind unter anderem Hydranten, Bushaltestellen, Ausfahrten, Fußgängerwege und die Tow Away Zone, wo nicht autorisierte Parker auf eigene Kosten abgeschleppt werden.
Bezahlen: In größeren Städten akzeptieren viele Parkautomaten Kreditkarte oder App, in kleineren Städten brauchst du manchmal Kleingeld (Quarters).
San Francisco: An steilen Straßen schlägst du die Räder bergab zum Bürgersteig und bergauf zur Straße hin ein, damit der Bordstein das Auto bremst.
Regionale Regeln: In Los Angeles hilft die App Best Parking, in New York musst du zu Kehrzeiten räumen, in Florida gilt Park Head In Only.
Inhaltsverzeichnis: Parken USA
1. Allgemeine Infos zum Parken in den USA
Ähnlich wie in Deutschland gibt es ein paar Regeln, die du beim Parken in den USA unbedingt beachten solltest. Bei Missachtung musst du sonst mit hohen Geldbußen rechnen. Manche Regelungen unterscheiden sich je nach Bundesstaat. Auch wichtig ist, auf Schilder am Straßenrand zu achten. Allgemein gelten die farbigen Bordsteinmarkierungen, die dir zeigen, ob und wie lang du dort parken darfst:
Farbe | Bedeutung |
Rot | Absolutes Halteverbot |
Blau | Parken nur für Menschen mit Behinderung. |
Gelb/ Schwarz | Ladezone. Hier darfst du max. 20 Minuten zum Be- oder Entladen halten und musst in der Nähe des Autos bleiben. (Nicht landesweit einheitlich geregelt) |
Weiß | Hier darfst du max. 5 Minuten während der Geschäftszeiten parken. |
Grün | Hier darfst du max. 10 Minuten während der Geschäftszeiten parken. (Nicht landesweit einheitlich geregelt) |
Hier darfst du in den USA nicht parken
vor Hydranten
vor Bushaltestellen
an abgesenkte Bordsteinkanten
an Ausfahrten
an Fußgängerwegen
zwischen einer Sicherheitszone und der angrenzenden Bordsteinkante
in der Tow Away Zone; nicht autorisierte Parker werden hier auf eigene Kosten abgeschleppt
außerhalb von Ortschaften; eine Ausnahme gilt nur, wenn du eine Panne hast
in die entgegengesetzte Verkehrsrichtung
Wir empfehlen, auf den sogenannten Public Parking-Parkplätzen zu parken. In den größeren Städten gibt es zahlreiche Parkuhren und -automaten am Fahrbahnrand, die Kreditkarten akzeptieren. Alternativ bezahlst du die Parkgebühren oft auch über eine App (Hinweise auf den Parkuhren beachten). In kleineren Städten sind manchmal jedoch nur altmodische Münzautomaten vorhanden. Denk also daran, immer genügend Kleingeld (Quarters) dabei zu haben.
2. Sonderregelungen und Tipps
Wie immer gibt es auch Städte und Staaten mit Sonderregelungen beim Parken in den USA. Nicht nur Urlauber, sondern auch Amerikaner aus anderen Regionen stehen in solchen Fällen oft ratlos vor dem Parkautomaten.
San Francisco: In Orten mit starkem Straßengefälle müssen die Räder beim Parken bergab in Richtung Bürgersteig und bergauf zur Straße hin eingeschlagen sein. Falls die Bremse versagt, wird das Auto vom Bordstein gebremst.
Los Angeles: Sowohl in L.A. als auch in anderen Großstädten findest du über die App Best Parking eine Übersicht aller öffentlicher Parkplätze sowie einen Preisvergleich. Beachte bei Restaurants und Einkaufsläden auch das Hinweisschild We validate your ticket!. Oft erhältst du dann bei Vorlage des Tickets an der Kasse einen vergünstigten Parkpreis.
New York: In New York gibt es in seltenen Fällen Hinweisschilder, wann die Straßen-Kehrmaschine vorbeifährt. Zu diesen Uhrzeiten musst du deinen Parkplatz zwingend räumen, da du sonst abgeschleppt wirst.
Florida: Der Hinweis Park Head In Only auf einem Parkautomaten bedeutet, dass du nur vorwärts einparken darfst. Und wenn du beim Ticketkauf deine license eingeben sollst, musst du nicht dein Kennzeichen oder deine Führerscheinnummer, sondern die Nummer deines Parkplatzes angeben. Diesen findest du häufig an deiner Reihe des Parkplatzes.
3. Tipps für stressfreies Parken mit dem Mietwagen in den USA
Dein USA-Roadtrip steht vor der Tür? Super! So parkst du stressfrei:
Bordstein-Farben verstehen: Rot = Halteverbot, Blau = Behindertenparkplatz. Gelb/Schwarz = Ladezone (kurz!), Weiß/Grün = Kurzzeitparken. Schilder beachten!
"Public Parking" nutzen & bezahlen: Parke auf "Public Parking". Kreditkarte oder App oft möglich. In kleinen Orten: Kleingeld (Quarters) bereithalten!
Regionale Regeln checken: San Francisco: Räder einschlagen. Los Angeles: "Best Parking"-App. New York: Kehrmaschine beachten. Florida: "Park Head In Only" beachten.
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Häufige Fragen zum Parken in den USA
Wer zahlt einen Parkverstoß, den du mit dem Mietwagen in den USA bekommst?
Der Strafzettel geht zuerst an den Fahrzeughalter, also an die Mietwagenfirma. In Kalifornien darf sie innerhalb von 30 Kalendertagen nach der Mahnung eine eidesstattliche Erklärung mit deinem Namen, deiner Anschrift und deiner Führerscheinnummer einreichen, woraufhin die Behörde die Forderung direkt an dich schickt. Zahlst du dann nicht fristgerecht, läuft das Verfahren gegen dich weiter. Andere Bundesstaaten haben eigene Fristen und Abläufe.
Was passiert, wenn dein Mietwagen in den USA abgeschleppt wird?
Dein Wagen landet auf einem bewachten Impound Lot und wird nur persönlich und gegen Zahlung aller Gebühren freigegeben. In San Francisco sind das Stand 2026 rund 317 US-Dollar fürs Abschleppen (etwa 290 Euro), dazu beim ersten Mal 335 US-Dollar Verwaltungsgebühr (etwa 305 Euro) sowie nach vier Freistunden 69 US-Dollar für den ersten Tag und 82 US-Dollar je weiteren Tag. Je nach Stadt fallen die Sätze deutlich niedriger aus.
Was ist Valet Parking und worauf musst du mit einem Mietwagen achten?
Beim Valet Parking übergibst du dein Auto einem Angestellten, der es abstellt und später wieder vorfährt. In Chicago brauchen die Betreiber dafür eine Lizenz und eine Versicherung über mindestens 500.000 US-Dollar Haftpflicht (rund 460.000 Euro) sowie je 100.000 US-Dollar (rund 92.000 Euro) für Sachschäden und Garage Keepers Liability. Du erhältst eine nummerierte Quittung mit Kennzeichen, Uhrzeit und Preis; heb sie auf, denn sie ist dein Nachweis bei einem Schaden am Mietwagen.
Wie bezahlst du eine amerikanische Parkuhr ohne US-Handynummer?
Für Park-Apps wie ParkMobile reicht ein Konto mit E-Mail-Adresse und hinterlegter Zahlungskarte, eine US-Handynummer brauchst du nicht. Du tippst die Zonennummer vom Schild oder Aufkleber am Stellplatz ein, wählst die Parkdauer und bestätigst dein Kennzeichen, damit die Kontrolle die Zahlung zuordnen kann. Rechne zusätzlich zur Parkgebühr mit einer Servicegebühr je Vorgang, deren Höhe je nach Stadt und Betreiber schwankt.
Wie viel Abstand musst du zu einem Hydranten halten?
In Kalifornien sind mindestens 15 Fuß vorgeschrieben, also rund 4,5 Meter. Eine Ausnahme gilt nur, wenn eine Person mit gültigem Führerschein auf dem Fahrersitz sitzt und den Wagen sofort wegfahren kann. Gemeinden dürfen den Abstand per Satzung verkürzen; liegt er unter 10 Fuß, muss ein Schild oder eine Bordsteinmarkierung darauf hinweisen. Andere Bundesstaaten setzen eigene Werte an, deshalb lohnt der Blick aufs Schild.





