In den Vereinigten Staaten ist vieles ganz anders. Manch einer hat beim ersten USA-Urlaub schon einen wahren Kulturschock erlitten. Vor allem bei den Versicherungen und der Kaution gelten in den USA andere Maßstäbe als in Europa. Auch bei Grenzfahrten, Einwegmieten und im amerikanischen Straßenverkehr gibt es Regeln, die du vorher kennen solltest. Damit du zumindest mit deinem Mietwagen keine Überraschungen erlebst, haben wir dir die wichtigsten Tipps und Hinweise von Buchung über Einreise bis zum Verkehr zusammengestellt.
Mietwagen in den USA: Tipps für die Buchung & vor Ort

Alles auf einen Blick
Das musst du bei Buchung und Fahrt mit dem Mietwagen in den USA beachten:
Versicherung: Achte auf eine Haftpflicht mit einer Deckungssumme von mindestens 1 Million Euro, viele US-Angebote decken nur wenige tausend Dollar ab.
Kaution: Plane mindestens 1000 Euro ein und prüfe, ob deine Kreditkarte gedeckt ist, denn die Kaution richtet sich nach der Selbstbeteiligung.
Grenzfahrten: Fahrten nach Kanada sind bei fast allen Vermietern nach Anmeldung erlaubt, Fahrten nach Mexiko dagegen nur bei sehr wenigen Anbietern.
Anmietung & Extras: Stadtstationen öffnen nicht rund um die Uhr, Hotelzustellungen gibt es nicht und eine Winterreifenpflicht besteht ebenfalls nicht.
Verkehrsregeln: Innerorts gelten 25 bis 30 mph, auf Interstates meist maximal 75 mph, angeschnallt wird in jedem Bundesstaat außer New Hampshire.
Mietwagen-Tipps für die USA
1. Der Mietwagen für die USA: Tipps für die Buchung
Damit vor Ort alles reibungslos abläuft, solltest du bei der Mietwagen-Buchung für die USA einige Dinge beachten. Welche Fahrzeugklasse und Austattung du benötigst hängt natürlich ganz von deinen Reiseplänen ab, manche Punkte sind aber für jede Buchung wichtig. Versicherungen: Der wichtigste Mietwagen-Tipp für die USA: Achte auf ausreichende Versicherungen! In Europa umfasst die Deckungssumme der Haftpflichtversicherung fast immer mindestens 1 Million Euro. Bei vielen USA-Angeboten sind es hingegen nur ein paar tausend Dollar. Das ist im Schadensfall zu wenig. Wähle unbedingt ein Angebot mit einer Deckungssumme von mindestens 1 Million Euro. Kaution: Wir empfehlen dir für die Kaution in den USA mindestens 1000 Euro einplanen. Wirf zudem unbedingt noch einen Blick in die Mietbedingungen zu deinem Angebot. In der Regel orientiert sich die Kaution an der dort angegebenen Selbstbeteiligung. Achte darauf, dass deine Kreditkarte ausreichend gedeckt ist. Bei einigen wenigen Angeboten ist es möglich, die Kaution bar zu bezahlen (zum Beispiel wenn du Angebote der Veranstalter SunnyCars oder FTI in Kombination mit dem Vermieter Alamo buchst). Grenzfahrten: Grenzfahrten nach Kanada sind bei fast allen Vermietern möglich. Du musst die Grenzfahrten jedoch unbedingt im Vorfeld anmelden und gegebenenfalls eine Gebühr entrichten. Im Gegensatz dazu erlauben kaum Vermieter eine Grenzfahrt nach Mexiko. Möglich ist so eine Fahrt in den südlichen Nachbar zum Beispiel mit einem Auto von Dollar/Thrifty. Anmietung/Rückgabe: In den USA ist es generell nicht möglich, den Mietwagen an Stadtstationen außerhalb der Öffnungszeiten abzuholen oder zurückzugeben. Einwegmieten: Nationale Einwegmieten sind bei vielen großen Vermietern meist gegen eine Gebühr möglich, internationale Einwegmieten (zum Beispiel mit Rückgabe in Kanada) sind jedoch nicht erlaubt. Extras: Hotelzustellungen sind in den USA nicht möglich. Beachte außerdem, dass es keine Winterreifenpflicht gibt. Solltest du im Winter in Schneegebieten reisen, informiere dich zu deiner eigenen Sicherheit, ob dein Fahrzeug mit passenden Allwetterreifen ausgestattet ist.
Auch wenn es keine Pflicht ist, empfehlen wir dir, zusätzlich zum regulären Führerschein auch einen internationalen Führerschein mitzunehmen. Vermutlich wirst du ihn nicht brauchen, es gab jedoch auch schon Fälle, bei denen das Dokument in der Landessprache die Kommunikation mit Vermietern oder Polizisten deutlich erleichtert hat.
2. Sicher unterwegs: die wichtigsten Verkehrsregeln
Endlich gelandet und den Mietwagen eingesammelt: jetzt kann der Roadtrip durch die USA losgehen! Damit die Fahrt stressfrei und ohne Zwischenfälle verläuft, haben wir dir die wichtigsten Tipps für den amerikanischen Verkehr zusammengestellt.
Innerorts gilt ein Tempolimit von 25 bis 30 mph (etwa 40 bis 48 km/h), außerorts darfst du 55 bis 70 mph (etwa 88 bis 112 km/h) fahren.
Auf den Autobahnen (Interstate Highways) darfst du, bis auf ganz wenige Ausnahmen, maximal 75 mph (etwa 121 km/h) fahren.
Die Promillegrenze liegt je nach Bundesstaat und Alter des Fahrers zwischen 0,0 und 0,8 Promille.
In allen Bundesstaaten gibt es eine Anschnallpflicht, nur nicht in New Hampshire.
Fast alle PKW fahren mit Benzin welches in der Landessprache als gas bezeichnet wird.
In fast allen Bundesstaaten darf an roten Ampeln nach rechts abgebogen werden, solange es nicht nur ein Verkehrsschild (No right turn/Right turn only at green arrow) verboten wird.
Viele Reglungen variieren von Bundesstaat zu Bundesstaat (Kindersitzpflicht, Anschnallpflicht etc.).
In 21 Staaten gibt es gebührenpflichtige Streckenabschnitte, die jedoch keinem einheitlichen Maut-System unterliegen. Die Kosten für die Maut sind in der Regel deutlich niedriger als in Europa.
Noch mehr Mietwagen-Tipps für die USA gefällig? Wirf einen Blick in unseren ausführlichen Artikel zu den Verkehrsregeln in den USA.
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