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Kalifornien-Rundreise: die beste Route und Roadtrip-Tipps

Kalifornien hat mein Herz während meinem ersten Roadtrip entlang der US-Westküste im Sturm erobert. Im Golden State gibt es einfach so viel zu entdecken: von beeindruckenden Nationalparks über schillernde Metropolen bis hin zu weitläufigen Stränden. Und auch die kalifornische Leichtigkeit der Einwohner ist ungeheuer ansteckend. Von den Stränden rund um San Diego über Death Valley und Yosemite bis nach San Francisco und Los Angeles zeigt dir der Golden State auf einer Rundreise seine ganze Bandbreite. Welche Route für eine Kalifornien-Rundreise am besten ist und praktische Tipps zur besten Reisezeit, Budget und Co. verrate ich dir in diesem Artikel.

Update: 02.10.2026

Alles auf einen Blick

Eine Kalifornien-Rundreise führt dich in rund drei Wochen von San Diego bis nach Los Angeles.

  • Route: 19 Stationen von San Diego über Death Valley, Yosemite und San Francisco bis Los Angeles, rund 2.680 km.

  • Mietwagen: Buchen kannst du meist ab 21 Jahren, zwischen 21 und 24 Jahren kommt eine Jungfahrergebühr von ca. 20 bis 30 € pro Tag dazu.

  • Verkehrsregeln: Innerorts gelten 25 bis 30 mph, auf Interstates 65 bis 70 mph, die Promillegrenze liegt bei 0,8.

  • Budget: Ein Kompaktwagen kostet im Schnitt 35 Euro pro Tag, der Nationalpark-Jahrespass für Nicht-US-Bürger 250 $.

  • Beste Reisezeit: Das Wetter ist ganzjährig mild, am angenehmsten sind April bis Juni und September bis November.

Kalifornien-Rundreise

  1. San Diego

Alle Fakten zu deiner Kalifornien-Rundreise

Kilometer: 2.680 km Reisedauer: 3 Wochen (reine Fahrtzeit ca. 30 h) Empfohlene Reisezeit: ganzjährig

1. Start der Kalifornien-Rundreise in San Diego: Sonne, Strand und Surfer-Lifestyle

Bevor wir uns den Mietwagen in San Diego schnappen, verbringen wir noch ein bisschen Zeit in der hübschen Großstadt an der mexikanischen Grenze. San Diego wird von vielen Besuchern während einem Kalifornien-Roadtrip aus Zeitgründen ausgespart, ich zähle die Stadt aber zu meinen Highlights und kann einen Zwischenstopp nur empfehlen. Warum? San Diego ist eine sehr junge und offene Stadt, dank vielen Studenten und Surfern herrscht an jeder Ecke ein entspanntes Flair. Besonders locker geht es in den zahlreichen Bars und Restaurants rund um den Ocean und Pacific Beach (umgangssprachlich OB bzw. PB genannt) zu. In San Diego solltest du dir unbedingt das schicke Küstenviertel La Jolla (spanisch für 'Juwel") anschauen, denn hier siehst du Seelöwen in freier Wildbahn. Für ein Abendessen empfehle ich dir eines der vielen mexikanischen Restaurants in San Diegos Old Town, zum Beispiel im El Agave mit seiner riesigen Auswahl an Tacos. In diesem Viertel findest du neben vielen kulinarischen Highlights übrigens auch verschiedene Museen und zahlreiche alte Gebäude aus dem 19 Jahrhundert. Und wo lässt man den ersten Abend der Kalifornien-Rundreise am besten ausklingen? Unbedingt im historische Stadtviertel Gaslamp Quarter mit seinen vielen kleinen Läden, Galerien, Restaurants und Bars!

Nicht unmittelbar in San Diego, aber nur einen Katzensprung von der Innenstadt entfernt liegt der Ferienort Coronado idyllisch auf einer Halbinsel. Hier solltest du dir das Hotel Del Coronado (bekannt aus dem Klassiker „Manche mögen’s heiß“ mit Marilyn Monroe) anschauen und ein wenig am Strand entlang schlendern. Mit dem Mietwagen erreichst du die Halbinsel über die Coronado Bridge in innerhalb von 15 Minuten.

2. Palm Springs: heißer Wüstenort mit Erholungsfaktor

Die Route unserer Kalifornien-Rundreise führt uns schnurstracks in das Inland. Bei einem Zwischenstopp in Palm Springs wirst du garantiert nicht frieren. Dieser Wüstenort hat eine Durchschnittstemperatur von 24 °C und ist nicht nur wegen seiner Wellness-Angebote beliebt, sondern auch ein guter Ausgangspunkt für einen Ausflug in die Palmenlandschaft der Indian Canyons. Zieh am besten festes Schuhwerk an, die Wege sind teilweise sehr uneben.

Die größte Auswahl an Restaurants findest du auf dem Palm Canyon Drive. Lust auf ein Abendessen im besonderen Ambiente? Im Supper Club Palm Springs werden Ribbs und Seafood serviert, während sich auf der Bühne eine Jazzband verausgabt. Von Montag bis Donnerstag kannst du auch ohne Ticket oder Reservierung vorbeischauen.

3. Joshua Tree Park: eine einzigartige Wüstenlandschaft voller Kakteen

Auch wenn wir Roadtrips lieben, möchten wir während unserer Kalifornien-Rundreise natürlich nicht zu viel im Auto sitzen. Deswegen wählen wir ab Palm Springs die direkte Route in den gerade einmal 45 Minuten entfernten Joshua Tree Park. Aber das tun wir nicht nur aus Zeitgründen: Die schroffe Stille der kargen Natur dieses Nationalparks sorgt für eine ganz besondere Atmosphäre. Bizarre Felsformationen, riesige Kakteen und knorrige Bäume erschaffen eine einzigartige Wüstenlandschaft, über der sich nachts ein unglaublicher Sternenhimmel ausbreitet. Kein Wunder, dass die Band U2 diesem Naturspektakel bereits ein ganzes Album gewidmet hat.

4. Death Valley: das Tal des Todes

Die nächste Station auf deiner Kalifornien-Rundreise ist der unwirklich schöne Death Valley Nationalpark. Bereits der Weg dorthin über die panoramaverdächtige Route 395 sorgt für das richtige Maß an Roadtrip-Feeling. Ein absolutes Muss im Nationalpark: Badwater Basin liegt unglaubliche 86 Meter unter dem Meeresspiegel und ist somit der tiefste Punkt der USA. Nicht weniger beeindruckend ist die 15 Kilometer langen Panoramastrecke Artists Drive. Die Farben der Gesteinsformationen entlang dieser Strecke changieren von türkis über grün bis hin zu roten Tönen. Zabriskie Point ist ebenfalls ein optisches Highlight, hier erwartet dich eine bizarre, aber wunderschöne Erosionslandschaft. Es gibt auch sehr schöne Wanderwege im Death Valley mit tollen Aussichten über den Park, zum Beispiel eine schweißtreibende Wanderung zum Telescope Peak, ein Aussichtspunkt in 3.368 Metern Höhe. Leicht zu meistern sind die Wanderwege allerdings nicht, was nicht zuletzt daran liegt, dass es sich bei Death Valley um einen der heißesten Orte auf der Welt handelt. Denk daran, ausreichend Wasser mitzunehmen!

5. Sequoia und Kings-Canyon Nationalpark: zwischen Baumriesen

Die Route unserer Kalifornien-Rundreise führt uns durch eine staubtrockene und hügelige Landschaft, die strahlende Sonne und der wolkenlose blaue Himmel weichen nicht von unserer Seite. Einen absoluten Kontrast dazu bietet unser nächster Zwischenstopp: Im Sequoia und Kings-Canyon Nationalpark stehen majestätische Küstenmammutbäume, die bis zu 3.200 Jahre (!) alt sind. Das absolute Highlight der gemeinsam verwalteten Parks: Der General Sherman Tree ist der größte und mächtigste Baum der Welt. Und auch sonst beeindruckt das Naturparadies an der Sierra Nevada mit tiefen Schluchten und seiner uramerikanischen Wildnis.

6. Yosemite Nationalpark: zu jeder Jahreszeit wunderschön

Die nächste Station auf unserer Kalifornien-Rundreise ist der Yosemite-Nationalpark. Donnernde Wasserfälle, riesige Wälder und steile Felswände aus Granit rahmen das Yosemite Valley ein und kreieren eine faszinierende Landschaft. Der Nationalpark ist nicht nur ein Muss für Foto-, Wander- und Naturfans, sondern auch ein Mekka für Kletterer. Wer den tausend Meter hohen El Capitan bezwingt, gehört zu den ganz Großen. Die Route 41 ist der beste Weg für Mietwagen-Fahrer in den Park hinein, da sie am Glacier Point vorbeiführt, von wo aus du einen tollen Ausblick über das Tal mit dem Half Dome hast, dem Wahrzeichen des Parks.

Der Yosemite-Nationalpark ist das ganze Jahr über einen Besuch wert. Im Winter sind jedoch manche Strecken aufgrund des häufigen Schneefalls gesperrt. Auf der offiziellen Website des Nationalparks kannst du dich darüber informieren, welche Straßen derzeit geöffnet bzw. gesperrt sind.

7. Lake Tahoe: ein Juwel der Natur

Dieser Süßwassersee mitten in der Sierra Nevada ist wirklich beeindruckend, er wirkt riesig, ist unglaublich klar und das Bergpanorama ist einfach wunderschön. Im Sommer kannst du an den Stränden relaxen, z. B. am Kings Beach, einem der längsten Strände am Lake Tahoe. Auf etwa halber Strecke unserer Kalifornien-Rundreise ein willkommener Zwischenstopp zum Durchatmen! Für eine Wanderung eignet sich der Emerald Bay State Park besonders. Hier bist du umgeben von schönen Bäumen und bekommst atemberaubende Ausblicke auf den See geboten. Du kannst dir dort auch die alte skandinavische Architektur des Vikingsholm anschauen oder von dort zu der einzigen Insel im Lake Tahoe, Fannette Island, aufbrechen. Ein wirklich unvergessliches Erlebnis für Wintersport-Fans ist das Skifahren in der Region. Oft hast du von der Piste aus einen weiten Ausblick über den See.

8. Sacramento: die Hauptstadt Kaliforniens

Auf einer Rundreise durch Kalifornien darf natürlich unter keinen Umständen die Hauptstadt des Staates fehlen. Die beste Route vom Lake Tahoe aus führt uns weiter durch die Sierra Nevada. Ein knapp zweistündiger Roadtrip führt uns direkt in die Arme von Kaliforniens Hauptstadt. Sehenswert ist auf jeden Fall das Old Town Sacramento, der historische Teil der Stadt. Hier fühlt man sich wie in einem alten Western-Film. Du kannst das Eisenbahnmuseum besuchen oder es dir in einem der vielen Restaurants gut gehenlassen. Schau dir unbedingt auch die Tower Bridge an, eine alte Hubbrücke im Old Town.

Im Bacon and Butter ist der Name Programm: Hier werden zum Frühstück und Mittagessen kalorienreiche Leckereien wie "Grilled Cheese Benedict" serviert. Immer eine Sünde wert sind auch die frischgebackenen Zimtrollen oder Double Chocolate Cookies. Der ein oder andere munkelt außerdem, dass hier die besten Burger der Stadt serviert werden.

9. Napa Valley: das Tal für Weinliebhaber

Ein Kalifornien-Tipp für alle Weinliebhaber: Im Weinanbaugebiet Napa Valley gibt es mehr als 400 Weingüter. Daher liegt es auf der Hand, was das Highlight dieses Zwischenstopps ist: eine ausgiebige Weinprobe, zum Beispiel in intimer Atmosphäre in der beliebten O'Brien Estate Winery ($55.00/Person). Wer ohne Übernachtung seine Kalifornien-Rundreise fortführen möchte, lässt natürlich die Finger vom Alkohol. Aber keine Sorge: Natürlich sind die Weinberge an sich schon einen Besuch wert und eignen sich wunderbar für Spaziergänge. Wenn du gerne wanderst, dann mach einen Ausflug zum Lake Berryessa, hier findest du viele schöne Wege entlang des Sees. Um Energie für dein nächstes Ziel zu tanken, kannst du dich auch in einem der zahlreichen Spas verwöhnen lassen.

Auf deinem Weg ins Napa Valley bietet sich eine Roadtrip-Pause in Vacaville an. Hier finden Shopaholics direkt an der Interstate 80 eine große Outlet-Mall, wo es Marken wie adidas, Ralph Lauren oder Michael Cors zum besten Preis gibt. Öffnungszeiten: Montag bis Samstag: 10 bis 21 Uhr und Sonntag: 10 bis 19 Uhr.

10. San Francisco: City by the Bay

Meine absolute Lieblingsstadt in Kalifornien (und vielleicht sogar den USA) ist ungeschlagen San Francisco. Die quirlige Stadt ist bereits eine Sehenswürdigkeit für sich mit ihren steilen Straße, den bunten Stadtvierteln und den zahlreichen Buchten und Stränden. Sehr touristisch, aber trotzdem ein Must-see, ist Fisherman’s Wharf. Probier unbedingt das traditionelle Gericht Clam Chowder, eine dicke Suppe serviert in einem Schälchen aus Brot. Besuch auch die Seehunde, die sich am Pier 39 die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Vom Pier 33 aus gelangst du zum nächsten Highlight: Alcatraz. Die Gefängnisinsel, auf der Al Capone einsaß, wirkt immer ein wenig mysteriös. Die Tour mit dem Headset lohnt sich: Hier werden dir alle wichtigen Fakten und Geschichten erzählt. Ein guter Tipp: Die Fähren zur Insel sind bereits Monate vorher ausgebucht. Kümmere dich also bereits vor deiner Kalifornien-Rundreise um Tickets, um vor Ort keine Enttäuschung zu erleben. Tickets kannst du über alcatrazcruises.com online kaufen. Nimm dir in San Francisco auch die Zeit, um einzelne Stadtviertel zu besichtigen, wie das Hippie-Viertel Haight-Ashbury, das Künstlerviertel SoMa (South of Market) oder das bunte Castro. Fahr auch den berühmten Abschnitt der Lombard Street im Stadtteil Russian Hill hinunter. Die äußerst kurvige und steile Straße sieht übrigens in der Abendbeleuchtung besonders schön aus. Ein weiteres Highlight ist eine Fahrt mit dem traditionellen Cable Car. Natürlich darf auch ein Ausflug zur Golden Gate Bridge nicht fehlen, mit einem anschließenden Spaziergang durch den hübsch angelegten Golden Gate Park. Für einen tollen Ausblick über San Francisco fährst du am besten zum Coit Tower auf dem Telegraph Hill, besonders schön ist es hier oben in der Abendsonne.

11. California State Route 1: von San Francisco bis Los Angeles

Die California State Route 1 ist fast so berühmt wie die Route 66. In einigen Teilen wird sie auch Pacific Coast Highway (kurz PCH) genannt. Sie ist nicht nur eine Verbindungsstraße zwischen San Francisco und Los Angeles, sondern ein absolutes Highlight deiner Rundreise durch Kalifornien. Die gesamte Strecke über den PCH bis LA ist einfach wunderschön: raue Klippen, Naturstrände und Felsvorsprünge mit sonnenbadenden Seehunden säumen den Weg. Unser Tipp (nicht für für die Kalifornien-Rundreise, sondern für jeden Roadtrip): Mach einfach immer wieder eine Pause, wo es dir am besten gefällt. Plane ein bis zwei Übernachtungen für diese Strecke ein, je nachdem, an wie vielen Foto-Spots du anhalten möchtest. Besuch zunächst das schicke und gemütliche Örtchen Monterey, wo es unter anderem eines der größten öffentlichen Schauaquarien weltweit zu sehen gibt. Am Stadtrand von Monterey beginnt der 17-mile-drive, eine schöne Route entlang der Klippen mit einigen beeindruckenden Aussichtspunkten. (Für das Befahren der Panoramastraße werden $12 fällig.) Am Ende der Strecke erwartet dich Carmel-by-the-Sea. Dieser kleine Ort mit weniger als 5.000 Einwohnern ist wirklich einzigartig. Hier gibt es weder Straßennamen noch Fast-Food-Ketten. Clint Eastwood war einst Bürgermeister und viele Promis besitzen hier ein Häuschen. Lauf ein bisschen umher und schau dir das nette Örtchen an. Aber Achtung: Spazier besser nicht in High Heels umher, denn das ist in Carmel gesetzlich verboten.

12. Los Angeles: Hollywood-Flair an jeder Ecke

Wer an eine Kalifornien-Rundreise denkt, hat automatisch Los Angeles vor Augen, der Inbegriff des kalifornischen Lifestyles. Hier gibt es so viel zu sehen und erleben, dass man in L.A. locker einen kompletten Urlaub verbringen könnte. Hollywood ist natürlich ein Must-see. Lauf den Walk of Fame entlang und schau vor dem ehemaligen Mann’s Chinese Theatre, in welche Star-Handabdrücke deine eigenen passen. Wenn du einen tollen Blick auf L.A. und das Hollywood Sign haben möchtest, dann fahr über den Mulholland Drive entlang bis zum Hollywood Bowl Overlook. Ebenfalls ein guter Tipp für den perfekten Blick auf das Großstadtgewusel: das Griffith Observatorium auf der Südseite des Mount Hollywood. Neben zahlreichen Malls in L.A. bietet sich zum Shoppen vor allem die 3rd Street in Santa Monica an. Richtig tief in die Tasche greifen Shopping-Süchtige auf dem Rodeo Drive, den du aber für die ordentliche Portion Glamour besuchen solltest. Den gibt es übrigens auch während einer Fahrt über den Sunset Boulevard zu sehen: von Hollywood über Beverly Hills und Bel Air bis kurz vor Malibu. Gediegener geht es in Westwood Village zu, das Studentendorf der Uni UCLA (mit einem wirklich schönen Campus!). Hier gibt es nette Restaurants und Bars und man kann dort einen netten Abend verbringen. Mein persönliches Highlight sind aber die Strände in und um Los Angeles: von kleinen hübschen Buchten wie Corona del Mar über Strände mit belebten Promenaden wie dem Venice Beach bis hin zum Surfer-Paradies Newport Beach. Ein Highlight ist der riesengroße Santa Monica Beach, wo sich die Skater verausgaben. Von hier aus kannst du auch direkt einen Abstecher auf den bunten Santa Monica Pier machen (wo die legendäre Route 66 beginnt) und sich einen Snack oder eine Fahrt mit dem Riesenrad gönnen. Von L.A. ist es nach amerikanischen Verhältnissen nur ein Katzensprung von ungefähr zwei Autostunden zurück nach San Diego, wo du deine traumhafte Rundreise durch Kalifornien beendest. Genieß noch einen letzten Blick auf den Pazifik, bevor dein Flieger wieder in Richtung Zuhause startet.

13. Kalifornien-Rundreise: So reist du an

Der Flughafen von San Diego, den wir für unsere Rundreise als Startpunkt ausgewählt haben, wird nonstop von Frankfurt aus angeflogen (circa 12 Stunden Flugzeit). Natürlich kannst du deine Kalifornien-Rundreise auch ab San Francisco oder Los Angeles starten. Beide Metropolen verfügen über große Flughäfen, die von vielen deutschen Städten aus angeflogen werden. Egal von welcher Stadt aus dein Roadtrip durch Kalifornien losgeht: An allen drei Flughäfen sind gleich mehrere Anbieter mit Mietwagen-Stationen vertreten. 

14. Tipps zur Mietwagen-Buchung für die Kalifornien-Rundreise

Bei den meisten Anbietern darfst du in der Regel erst ab 21 Jahren ein Auto für die Kalifornien-Rundreise anmieten. Darüber hinaus müssen Fahrer zwischen 21 und 24 Jahren fast immer eine Jungfahrergebühr (ca. 20 bis 30 € pro Tag) zahlen.  Und welcher Mietwagen eignet sich am besten für eine Rundreise durch Kalifornien? Wir sind mit einem Hyundai aus der Kompaktklasse sowohl auf den kalifornischen Highways als auch in den Metropolen gut vorangekommen. Denn: Selbst in Los Angeles sind die Straßen breit und hervorragend ausgebaut. Generell bist du mit einem größeren Auto auf den US-Straßen gut beraten. Im Roadtrip-Land Nummer 1 sind die Entfernungen dann doch immer länger als gedacht und die Fahrzeuge der Einheimischen immer noch eine Nummer größer. Ebenfalls wichtig: Bei der Buchung der Mietwagenklasse immer auch darauf achten, dass der Kofferraum groß genug ist! Noch mehr Mietwagen-Tipps für deine Kalifornien-Rundreise: 

  • In Europa umfasst die Deckungssumme der Haftpflicht fast immer mindestens 1 Millionen Euro, in den USA sind es oft nur ein paar tausend Dollar. Das ist im Schadensfall zu wenig, also: Immer ein Angebot mit einer Deckung von mindestens 1 Millionen Euro wählen!

  • Generell sind Rundreisen immer günstiger als One-Way-Strecken. Nationale Einwegmieten sind bei einigen Vermietern gegen eine Gebühr möglich, innerhalb Kalifornien auf beliebten Strecken manchmal sogar gratis (z.B. San Francisco nach Los Angeles). 

  • Eben mal von San Diego aus über die mexikanische Grenze fahren könnte schwierig werden. Die meisten Anbieter erlauben eine Grenzfahrt in das südliche Nachbarland nicht. Generell gilt: Grenzübertritte vorher immer anmelden!

  • Mehrstündige Autofahrten sind in Kalifornien keine Seltenheit. Damit es nicht zu anstrengend wird, solltest du deine Reisebegleitung bereits während der Mietwagen-Buchung als Zusatzfahrer anmelden. Wenn du einen Zusatzfahrer vor Ort anmeldest, fallen in der Regel zusätzliche Gebühren an. 

15. Kalifornien-Rundreise mit Kindern

Eine Kalifornien-Rundreise mit Kindern kann richtig Spaß machen, wenn man ein paar Regeln und Roadtrip-Tipps beherzigt. Kinder unter 2 Jahren oder Kinder, die leichter als 18 Kilogramm oder kleiner als 1 Meter sind, müssen mit einem geprüften Kindersitz, der nach hinten gerichtet ist, auf der Rückbank sitzen. Für Kinder unter 8 Jahren (oder Kinder, die kleiner als 1,45 Meter sind) musst du einen erhöhten Sicherheitssitz (safety seat bzw. booster seat) besorgen. Für Kinder über 8 Jahren bzw. über 1,45 Metern reicht der Sicherheitsgurt.  Bei vielen Mietwagen-Anbietern kannst du einen Kindersitz bei der Buchung als Extra auswählen, was unter Umständen aber teuer werden kann. Eine Garantie auf einen Kindersitz hast du außerdem nie. Unser Tipp: Nimm ein Taxi zum nächsten Wallmart und kauf dort einen Kindersitz für kleines Geld. Da kannst du dir sichergehen, dass der Kindersitz alle Sicherheitsvorgaben erfüllt und sparst eventuell sogar noch Geld.

16. Verkehrsregeln und Maut in Kalifornien

In Kalifornien gilt innerorts eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 25 bis 30 mph (Meilen pro Stunde). Auf Interstates sind in der Regel 65 bis 70 mph erlaubt. Halte dich unbedingt an die Vorgaben. In Kalifornien wird streng kontrolliert und die Geldstrafen können, selbst wenn es sich nur um 10mph mehr handelt, rund $100 kosten. Die Promillegrenze in Kalifornien beträgt 0,8.

📌Lesetipp: Verkehrsregeln in den USA Übrigens: Auf vier kalifornischen Straßen in Orange County und auf einem Highway in der Nähe von San Diego fällt eine Maut an. Dasselbe gilt für mehrere Brücken in San Francisco, darunter auch die weltberühmte Golden Gate Bridge, die bei keiner Kalifornien-Rundreise fehlen darf. Die Maut in Kalifornien wird fast nur noch elektronisch erhoben. Viele Mietwagen sind mit einem sogenannten Transponder ausgestattet, die Mautgebühren werden nach deiner Kalifornien-Rundreise von deiner Kreditkarte abgebucht. Frag am besten bei der Mietwagen-Abholung nach, wie die Bezahlung der Mautgebühren gehandhabt wird. 📌Lesetipp: Maut in Kalifornien  Rund um die Großstädte in Kalifornien gibt es die sogenannten Carpool Lanes, die für Fahrgemeinschaften mit mehr als zwei Personen gedacht sind. Sie sollen, vor allem zur Rush Hour, den Verkehr entlasten. Im Großraum San Francisco wird die Grenze oft sogar bei drei Personen gezogen. 

Generell reicht ein deutscher Führerschein für die USA (und somit auch Kalifornien) aus, aber wir empfehlen dir in Deutschland immer auch einen Internationalen Führerschein zu beantragen und mitzunehmen. Denn: Nicht nur der Mietwagen-Anbieter, sondern auch kalifornische Polizeibeamte, können auf den Internationalen Führerschein bestehen. 

17. Tanken in den USA

Das muss man erst einmal wissen: In den USA muss immer vor dem Tanken bezahlt bzw. die Kreditkarte hinterlegt werden. Der Tankstellen-Mitarbeiter schaltet dir anschließend die Zapfsäule frei und lässt dich für den gewünschten Betrag tanken. Im Zweifel kannst du auch einfach 50 Dollar an der Kasse hinterlegen, einmal volltanken und sich das Restgeld nach dem Tanken zurückgeben lassen.  Übrigens: An einigen Tankstellen wirst du durchaus einen Schlitz für die Kreditkarte finden, der allerdings nicht für Touristen, sondern nur für US-Amerikaner gedacht ist. Das wirst du spätestens dann merken, wenn du nach deiner amerikanischen Postleitzahl gefragt wirst, die vor dem Tanken mit Kreditkarte immer angegeben werden muss. 

18. Budget: Wie viel kostet die Kalifornien-Rundreise?

Mit der richtigen Planung kann die Rundreise durch Kalifornien kostengünstiger werden. Flüge (hin und zurück) gibt es mit etwas Glück schon ab 700 Euro, vorausgesetzt du kümmerst dich rechtzeitig darum. Heißt: Mindestens ein halbes Jahr vor der Kalifornien-Rundreise, ein Besuch im Reisebüro kann hier helfen. Die Kosten für Lebensmittel oder ein Essen in einem Restaurant sind vergleichbar mit denen in Deutschland, wobei du immer berücksichtigen musst, dass in den USA ein Trinkgeld von 20 Prozent angemessen ist. Der durchschnittliche Tagespreis für den Kompaktwagen, den wir dir in unseren Tipps bereits empfohlen haben, liegt bei durchschnittlichen 35 Euro pro Tag. Die Tankpreise im Golden State würde manch einer nach dem Roadtrip wahrscheinlich am liebsten mit nach Hause nehmen: In der Regel ist eine Tankfüllung mit knapp 50 Euro wesentlich niedriger als in Deutschland.  Die Preise für die Unterkunft hängen immer auch von den persönlichen Bedürfnissen ab. Ein Doppelzimmer in einem Motel kostet durchschnittlich 45 bis 65 Euro, für ein Mittelklassehotel in der Innenstadt von San Diego, San Francisco oder L.A. werden unter Umständen mehr als 100 Euro fällig. Richtig angezogen werden die Motel- und Hotelpreise an US-amerikanischen Feiertagen wie dem Labour Day. Da kann kann selbst ein einfaches Motelzimmer mal über 100 Euro kosten. 

Sparfüchse sollten sich zum einen den Nationalpark-Pass für $250 besorgen, der sich für Nicht-US-Bürger schon ab dem Besuch von zwei großen Nationalparks rentiert. In Los Angeles. San Diego und San Francisco lohnt sich, wenn du mehrere Sehenswürdigkeiten besuchen möchtest, eventuell der sogenannte City-Pass, den es für jede US-Metropole gibt. Und der beste Spar-Tipp für Kalifornien zum Schluss: Auf einigen Wallmart-Parkplätzen darfst du über Nacht kostenlos stehen.

19. Die beste Reisezeit für Kalifornien

Eine gute Nachricht für alle, die eine Kalifornien-Rundreise planen und nicht so ganz flexibel sind: Das Wetter ist ganzjährig mild, weswegen ein Roadtrip mit dem Mietwagen grundsätzlich zu keiner Jahreszeit ausgeschlossen ist. In den Wintermonaten können aber durchaus Straßen in Norden von Kalifornien (zum Beispiel in Yosemite) wegen Schneefall geschlossen sein. Im Hochsommer (Juli und August) herrscht Hochsaison, was du vor allem an den Motel- und Flugpreisen merken wirst. Außerdem kann es im Inland nahezu unerträglich heiß werden. Das Extrem: Wer Death Valley besuchen möchte, muss im Juli und August mit Durchschnittstemperaturen bis zu 47 Grad rechen! Wesentlich angenehmer ist es in den Frühlings- oder Herbstmonaten, wo durchaus schon (oder noch) ein Sprung ins Meer möglich ist.  Unser Fazit: Die späten Frühlingsmonate (April bis Juni)und die frühen Herbstmonate (September bis November) eignen sich am besten für einen Kalifornien-Rundreise mit dem Mietwagen. Zu der Zeit ist es weder zu kalt noch zu heiß und man muss sich die Highways und Nationalparks mit weniger Touristen als in der Hochsaison teilen. 

Häufige Fragen zur Rundreise durch Kalifornien

Musst du im Yosemite auch mit einem Mietwagen Schneeketten dabeihaben?

Mietwagen sind in Kalifornien von der Kettenpflicht nicht ausgenommen, auch nicht mit Allwetterreifen. Sobald die Stufen R1, R2 oder R3 ausgerufen sind, musst du Ketten im Fahrzeug mitführen, bei R3 ohne jede Ausnahme montieren. Die Nationalparkverwaltung rät, von November bis März immer Ketten dabeizuhaben. Legst du sie trotz Anordnung nicht an, drohen bis zu 5.000 US Dollar.

Wie erfährst du amtlich, ob der Highway 1 bei Big Sur gerade befahrbar ist?

Zuständig für die State Route 1 ist Caltrans, die Straßenbehörde Kaliforniens. Dort laufen Sperrungen und Freigaben zusammen, geführt von der Division of Traffic Operations. Die amtliche Auskunft holst du dir telefonisch unter 1 800 427 7623 oder im Netz auf roads.dot.ca.gov, wo du einfach die Highwaynummer 1 eingibst und den Zustand des gesamten Streckenverlaufs abfragst.

Woran erkennst du in Kalifornien am Randstein, ob du halten oder parken darfst?

An der Farbe. Rot bedeutet absolutes Halteverbot, auch wenn jemand im Auto sitzen bleibt. Gelb erlaubt nur kurzes Halten, um Personen oder Fracht einzuladen oder auszuladen. Weiß gilt fürs Aussteigenlassen oder Einsteigenlassen sowie fürs Einwerfen von Post. Grün steht für zeitlich begrenztes Parken nach örtlicher Satzung, Blau allein für Fahrzeuge von Menschen mit Behinderung. Grundlage ist der California Vehicle Code 21458.

Darfst du eine angebrochene Weinflasche aus dem Napa Valley im Mietwagen mitnehmen?

Ja, aber nicht im Fahrgastraum. Eine geöffnete Flasche gehört in Kalifornien in den Kofferraum oder an eine Stelle, an der keine Insassen sitzen. Im Handschuhfach ist sie ausdrücklich verboten. Ungeöffnete Flaschen darfst du überall im Auto transportieren, solange sie versiegelt bleiben. Ausgenommen von der Regel sind nur Fahrgäste in Bus, Taxi, Camper oder Wohnmobil.

Was wird kontrolliert, wenn du mit dem Mietwagen nach Kalifornien hineinfährst?

An den kalifornischen Grenzkontrollstationen prüfen Inspektoren, ob du Pflanzen, Obst oder Gemüse dabeihast. Melde solche Mitbringsel von dir aus an, ebenso Tiere und Feuerholz, das wegen Schädlingen zurückgewiesen werden kann. Rechtsgrundlage ist der kalifornische Food and Agricultural Code. Die Kontrolle ist formal freiwillig, dein Fahrzeug darf aber erst weiterfahren, wenn ein Inspektor es freigegeben hat.

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