Beeindruckende Bergpanoramen, Sandstrand mit steilen Klippen, uralte Wälder: Der Pacific North West hat einiges zu bieten. Noch sind die Upper Left USA eher ein Geheimtipp. Trotz beeindruckender Natur scheint die Region vor allem Besucher aus Kanada und den umliegenden Staaten anzuziehen, und unsere Kollegin Helen, die diese Gegend mit dem Mietwagen erkundet hat. In der Reisewelt erzählt sie von ihrer unvergesslichen Rundreise durch den Nordwesten der USA. Hier erfährst du, welche Stopps zwischen Seattle, dem Olympic National Park und Portland lohnen und worauf du bei Mietwagen, Fähren und Unterkünften achten solltest.
Mietwagen-Rundreise durch den Nordwesten der USA

Alles auf einen Blick
Diese Rundreise führt dich in rund 16 Tagen von Seattle über den Olympic National Park bis nach Portland.
Route: Von Seattle geht es über die Olympic Peninsula und die Pazifikküste nach Portland und zurück, insgesamt ca. 1600 km.
Beste Reisezeit: Für die Tour durch den Nordwesten der USA empfiehlt sich der Zeitraum Juni bis September, dann zeigt sich die Region von ihrer besten Seite.
Mietwagen: Hol den Wagen am Flughafen von Seattle ab und gib ihn dort zurück, so sparst du dir die Einwegmiete.
Fähren: Die Überfahrt nach Bainbridge kostet für Fußgänger $11.35, nach Victoria zahlst du $25.00; melde Fährfahrten vorher beim Vermieter an.
Highlights: Seattle mit Pike Place Market und Space Needle, der Olympic National Park, Cape Disappointment und das quirlige Portland stehen auf dem Plan.
Kurzinfos zur Rundreise durch den Nordwesten der USA
Reisedauer: 16 Tage Stecke: ca. 1600 km Fahrzeit: ca. 25 h Stopps: Seattle - Dungeness - Whidbey Island - Olympic National Park - Cape Disappointment - Newport - Portland - Seattle Beste Reisezeit: Juni bis September
Los geht's in Seattle!
Unsere Reise startet in Seattle, Heimat von Amazon, Microsoft, Starbucks und Boeing. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Stadt von Siedlern gegründet, bewohnt ist die Region um den Puget Sound allerdings schon seit über 4000 Jahren. Von dem vergleichsweise übersichtlichen Flughafen von Seattle und Tacoma, SeaTac, kommt man mit der Light Rail für $3.00 in 45 Minuten bequem bis Downtown Seattle. Die Stadt ist auf mehreren Hügeln angesiedelt, pack also bequeme Schuhe ein denn es geht selbst Downtown häufig steil bergauf. Downtown findest du neben den üblichen Einzelhandelsketten den Pike Place. Der Name kommt vielen sicher bekannt vor: Starbucks benannte seine weltweit ausgeschenkte Hausröstung nach dem Platz, denn hier befindet sich der allererste Starbucks, der noch heute Kaffee ausschenkt, sich aber nicht weiter von den anderen Filialen der Kette unterscheidet. Direkt gegenüber ist der Haupteingang zu einem mehrstöckigen Gebäudetrakt, dem Pike Place Market, in dem frischer Fisch mit viel Gebrüll geworfen wird, die Bauern der Region ihre Waren anbieten, eine Brauerei Bier braut und man allerhand Absurdes und Touristisches finden kann. Einen Steinwurf die Pine Street hoch entfernt ist das Westlake Center von dem aus du Seattle per Monorail erkunden kannst. Alle 10 Minuten bringt dich die Monorail zu Seattles Wahrzeichen, der Space Needle. Anlässlich der Weltausstellung 1962 wurde die Aussichtsplattform gebaut, von der man einen weiten Blick über die Stadt, die Olympic Mountains im Westen und die Cascades im Osten sowie Mount Rainier hat. Direkt neben der Space Needle finden sich interessante Museen. Im Chihuly Garden and Glas stellt Dale Chihuly seine Glasskulpturen aus. Das Museum of Pop Culture residiert in einem beeindruckenden Gebäude von Frank Gehry. Es beleuchtet in seiner Dauerausstellung Seattles Einfluss auf die Musikgeschichte und zeigt eine Science Fiction Hall of Fame. Der Grunge, weltweit berühmt dank Nirvana, wurde im Pacific North West begründet und auch Jimi Hendrix, einem gebürtigen Seattleite, wird ausgiebig gedacht. Daneben sind wechselnde Ausstellungen zu sehen, von Videospielen bis Horrorfilme wird dabei ein breites Spektrum durch die Popkultur abgebildet.
Reisetipps für Seattle
Du kannst Seattle gut zu Fuß erkunden, die Stadt hat aber auch einen guten und günstigen öffentlichen Personennahverkehr bestehend aus Bus, Straßenbahn, dem Light Rail und den Fähren. Wenn du keine Lust auf eine Bootsrundfahrt mit einem Touristenkahn hast nimm eine der Fähren, zum Beispiel nach Bainbridge und entschwinde der Stadt für ein paar Stunden. Die Fähre verkehrt ungefähr stündlich, eine Überfahrt nach Bainbridge kostet für Fußgänger $11.35, die Rückfahrt ist kostenfrei. Im ruhigen Bainbridge gibt es neben einer touristischen Meile mit kleinen Läden nicht besonders viel zu sehen, das Panorama auf den Überfahrten, bei denen die Stadt immer kleiner wird, ist den Trip allerdings absolut wert.
Dieses Bed and Breakfast ist in einem denkmalgeschützten Haus von 1907 auf dem Capitol Hill in einer gemütlichen und ruhigen Nachbarschaft. Downtown Seattle sowie Restaurants, eine Brauerei und Supermärkte sind fußläufig erreichbar. Der Besitzer, Bennett, betreibt das Inn seit 1983 und steht mit Rat und Tipps zur Seite. Aber Achtung: Das Gaslight Inn ist fast auf dem Gipfel des Capitol Hills und die Straßen gehen steil bergauf! Mit viel Gepäck oder nach einem langen Tag in der Stadt sollte man den Bus nehmen, der nur ein paar Meter weiter hält. Wenn du es auf den Capitol Hill geschafft hast: Mach noch einen Abstecher zum Volunteer Park und besteige den Wasserturm. Von dort hat man einen wunderschönen Blick über Seattle und das Umland.
Auf dem Weg zum Olympic National Park
Verabschiede dich von dem Stadtleben in Seattle, jetzt geht es raus in die Natur! Schnapp dir den Mietwagen und starte den Roadtrip. Mietwagen-Tipp: Es gibt Downtown zwar viele Mietwagenstationen, um eine Einwegmiete zu sparen, hol den Mietwagen in Seattle aber am Besten am Flughafen oder einem der Hotels in Flughafennähe ab, wo du ihn später wieder zurückgibst. 📌 Lesetipp: Mietwagen-Tipps für die USA: geschickt buchen und sicher fahren Zur Olympic Peninsula führen viele Wege über die kleinen Inseln des Puget Sound oder einmal um den Puget Sound herum. Wenn du dich für den langen Weg um die Meeresbucht entscheidest, fahr am besten bis Olympia und folge dann dem Highway 101, der sich von Olympia einmal um die Peninsula zieht und dann die Westküste hinunter bis Südkalifornien. Statt endlosen Stripmalls und Drive Throughs fährst du auf sich windenden Straßen bergauf und bergab an kleinen Inns und vielen, vielen Campingplätzen vorbei. Wer sich nach ein paar Stunden Fahrerei die Beine vertreten will kann dies auf einem der vielen ausgeschilderten Trails tun. Übernachte in Port Angeles oder im Umkreis. Von dort kannst du eine Tagestour nach Victoria, British Columbia, starten. Mit der Fähre als Fußgängerpassagier kannst du für $25.00 nach Vancouver Island übersetzen und mit etwas Glück sogar Wale beobachten.
Von Port Townsend gelangst du per Fähre schnell nach Whidbey Island. Übernachte im Captain Whidbey Inn, einer traditionellen Lodge in einem alten Holzhaus, und träume von Holzfällerromantik beim Blick über die kleine Bucht vor deinem Fenster. Achtung: Fährfahrten mit dem Mietwagen müssen bei Anmietung angekündigt werden! Nicht alle Mietwagenvermieter lassen Fährfahrten zu. Checke bei der Anmietung die AGBs und gib die Fährfahrt als Kommentar bei deiner Buchung an.
Fantastische Ausblicke im Olympic National Park
Das Highlight der Olympic Peninsula ist ohne Frage der Olympic National Park. In Port Angeles ist eins der Besucherzentren, in denen du dich mit Karten zu den Trails eindecken kannst und von wo aus du zur Hurricane Ridge hochfahren kannst. Ja, man darf mit dem Auto in den Nationalpark fahren, auch die meisten State Parks haben befestigte Straßen, Parkplätze und sogar (meistens sehr saubere) öffentliche Toiletten und Wasserspender. Daneben gibt es Besucherzentren mit Information zu Geschichte und den Pfaden, bei denen für jeden etwas dabei ist. Nicht selten trifft man Familien mit kleinen Kindern, Großeltern oder Menschen, die zum kurzen Wanderausflug in Flipflops anreisen. Solltest du also von der Kondition her auch eher der Bahnfahrer aus der Großstadt sein: Es wird genug Trails auch für dich geben. Spätestens, wenn du oben an der Hurricane Ridge angekommen bist, wirst du sehr froh sein die Strecke nicht zu Fuß gelaufen zu sein. Von dort oben hast du einen fantastischen Blick auf die Gletscher der Olympic Mountains und von den kurzen Lehrpfaden auf der anderen Seite des Parkplatzes auf Vancouver Island. Mit etwas Glück siehst du auch ein paar Rehe oder sogar ein Murmeltier. Im Nationalpark selbst gibt es einige Lodges in denen man übernachten kann, wenn man lang genug im Voraus gebucht hat, denn natürlich sich die Unterkünfte sehr beliebt! Übernachte beispielsweise direkt an Lake Crescent in einer historischen Lodge, in der Franklin D. Roosevelt den Nationalpark gründete. Der See speist sich aus dem Wasser der umliegenden Flüsse, deren Wasserfälle man auf den Wanderwegen im Umkreis sieht, und ist dank Stickstoffmangel glasklar, da dort keine Algen wachsen. Folge der 101 weiter Richtung Süden. Durchquere Forks, ein verschlafenes Dorf, bekannt aus dem Teenie-Bestseller Twilight, und endlos scheinende Natur. Kurz bevor du am Ruby Beach auf den Pazifik triffst lohnt sich ein weiterer Abstecher in den Nationalpark zum Hoh-Regenwald. Der Name geht auf einen dort ansässigen Stamm der Ureinwohner zurück. Neben dem Visitor Center findest du kurze Pfade, die dich durch die bis zu 95 Meter hohen Nadelbäume es gemäßigten Regenwaldes führen. Im Visitor Center findest du eine Messlatte, an der du ablesen kannst wie viel Regen im Jahr bereits gefallen ist. Leider zeigt sich auch hier, wie an den schmelzenden Gletschern auf den Olympic Mountains die Folgen des Klimawandels, der Regen nimmt zunehmend ab.
Die Pazifikküste, wo Leuchttürme im Nebel stehen
Sobald du den Olympic National Park verlassen hast, werden die Bäume und Berge zunehmend kleiner, dafür die Autos und Menschen mehr. Mach einen letzten Abstecher in Südwashington zum Cape Disappointment, wo der Columbia in den Pazifik mündet. Benannt ist das Kap durch die Sage von John Meares, einem segelnden Pelzhändler. Dieser wollte eigentlich in den Columbia einbiegen, schlug aber zu früh ein. Daraufhin wurde der Ort das “Kap der Enttäuschung” genannt. Mach dich aber nicht zu schnell über Meares Navigation lustig, das Kap liegt einfach die meiste Zeit im Nebel. Es sanken so viele Schiffe vor der Mündung des Columbia, dass 1853 mit höchster Priorität ein Leuchtturm gebaut werden sollte. Doch auch die Oriole, das Schiff, mit dem das Material geliefert werden sollte, sank, direkt in Sichtweite des Ortes, an dem der Leuchtturm stehen sollte. Heute stehen zwei Leuchttürme an der Küste und das Kap ist ein State Park. Durch bauliche Maßnahmen wurde die Gefahr der Flussmündung für Schiffe gesenkt, dennoch betreibt die US-Küstenwache vor Ort eine Ausbildungsstätte, da man auf die schwierigen Witterungsbedingungen noch immer setzen kann. Neben Wanderwegen zu den Leuchttürmen gibt es auch ein Museum zur Expedition von Lewis und Clarke. Die beiden brachen 1803 in Pittsburgh auf und zogen Richtung Westen, bis sie 1805 auf den Pazifik stießen. Vermutlich dort, wo heute der Park ist.
Unweit des State Parks befindet sich das Shelbourne Hotel, das seit 1896 betrieben wird und somit das älteste durchgängig betriebene Hotel des Staates Washington ist. Ursprünglich hieß es Ausflugsgäste aus Portland willkommen, die erst per Schiff über den Columbia und später per Eisenbahn auf die Halbinsel kamen für ihren Naherholungsurlaub. Das Hotel wurde seitdem auf die andere Straßenseite gezogen, vergrößert und natürlich renoviert, es gibt allerdings noch einige Zimmer mit alten Badewannen mit Füßchen.
Outdoor-Shopping in Oregon
Sag auf Wiedersehen zu Washington State und kreuze den Columbia Richtung Oregon. In Cannon Beach findest du den Haystack Rock, das Wahrzeichen der Küste Oregons. Bei Ebbe kannst du im Gezeitenpool vor dem Felsbrocken im Meer Anemonen und Seesterne beobachten, unter dem wachsamen Blick der Aufpasser, die sicherstellen, dass sich die Besucher benehmen und das maritime Leben nicht stören. Falls dich das Outdoor-Fieber gepackt und du noch neue Ausrüstung gebrauchen kannst: Stopp bei einem der vielen Outlets in Oregon. Anders als in den anderen Staaten der USA wirst du hier neben dem ausgeschilderten Preis an der Kasse nicht noch eine Mehrwertsteuer draufzahlen, denn Oregon hat keine Sales Tax. Und da Outdooraktivitäten bei den Pacific North Westlern sehr beliebt sind (wer könnte es ihnen bei der tollen Natur verübeln), kannst du in den Outlets vieler bekannter Sport-und Outdoor-Marken richtige Schnäppchen machen.
Falls du noch nicht genug von der 101 hast mach einen Abstecher nach Newport zum Sylvia Beach Hotel. Direkt an der Klippe zum Sandstrand kommen Literaturfans in diesem Hotel auf ihre Kosten, denn alle Zimmer sind nach Autoren benannt und passend eingerichtet, vom exzentrischen Dr. Seuss Zimmer bis zum romantischen Jane Austen Zimmer. Von der Bibliothek im obersten Stockwerk hat man einen tollen Blick auf den Pazifik, wenn es das Wetter hergibt: Das Cape Foulweather hat seinen Namen mit Grund, Nebel ist hier nicht selten.
Charmantes Stadtleben in Portland
Nach sehr viel Natur mit wenig Menschen kommt einem Portland mit etwas über einer halben Million Einwohnern direkt wieder riesig vor. Portland ist älter und kleiner als Seattle und hat einen ganz besonderen Charme. Wie auch Seattle ist die Stadt sehr progressiv. Sie gilt als Fahrradhauptstadt der USA, nirgendwo gibt es mehr Pendler, die auf Räder zurückgreifen. Das inoffizielle Motto der Stadt ist “Keep Portland weird” und sie ist dank der Sketchserie Portlandia landesweit bekannt. Allerdings hat Portland auch ein großes Problem mit Obdachlosigkeit. Mit Powell’s City of Books verfügt Portland über einen der größten unabhängigen Bücherläden der USA (vergleichbar mit The Strand in New York City), bei dem man neue und gebrauchte Bücher aller Art findet und im angeschlossenen Cafe sofort verschlingen kann. Neben dem Kunstmuseum gibt es ein Museum der Oregon Historical Society, die die Geschichte des Staates und seiner (westlichen) Besiedelung zeigt. Wer die Wälder der Olympischen Halbinsel vermisst, nimmt am besten den Zug in den Washington Park. Dort gibt es einen Zoo, ein Museum für Kinder und einen Japanischen Garten, aber auch Wanderwege durch Wälder und einen Rosengarten. Portland ist zwar autofreundlich, Parken ist aber schwierig. Auf der Straße kann man nur für kurze Zeit stehen und auch die meisten Parkhäuser sehen höchstens overnight parking vor. Sei pünktlich, wenn du neue Parktickets ziehen musst, die Strafen für's Falschparken oder Überziehen der Parkzeit werden schnell verteilt und sind um ein Vielfaches höher als in Deutschland. Für die Beifahrer: Der Nordwesten der USA ist für sein Bier bekannt. Wer bei Bier in den USA an Bud Light denkt, wird überrascht sein, denn die Vielfalt des Bieres ist enorm. In den meisten Restaurants gibt es mehrere verschiedene Biersorten vom Fass und da es kein Reinheitsgebot gibt, sind der Brauphantasie nur wenig Grenzen gesetzt.Bbei den 110 im Guide to All Things Beer in the State of Oregon (gratis erhältlich im Visitor Center) gelisteten Brauereien in Portland wird für jeden was dabei sein. Das typische Bier für die Region ist dabei das Indian Pale Ale. Jede Microbrewery wird mehrere im Angebot haben. Doch auch ein Hazelnut Stout oder Coconut Porter können eine interessante Abwechslung sein. Wer nicht so experimentierfreudig ist wird sogar Alt oder Kölsch bekommen. Die meisten Restaurants geben gerne kleine Proben zum Verkosten. In Oregon wie auch Washington gibt es auch immer mehr kleine Winzer, ein weiterer Trend in den USA. Die Qualität der Weine dort kann aber durchaus durchmischt sein.
Zurück zum Flughafen
Die Rundreise durch den Nordwesten der USA ist nun zu Ende. Von Portland bis zum Flughafen von Seattle fährst du ungefähr drei Stunden, dieses Mal leider auf einem Freeway, der deutlich weniger schön ist als die 101. Aber vielleicht hast du beim Abflug Glück: Bei gutem Wetter und Fensterplatz kannst du noch einen letzten Blick auf Mount Rainier, die Cascades oder die Olympic Mountains erhaschen.
Auch mit einem Camper bist du auf dieser Route gut aufgestellt. Auf der Olympischen Halbinsel und an der Küste gibt es viele Campingplätze, statt Portland bieten sich Stationen im Mount Hood National Forest und dem Mount Rainier National Park an. Ein paar Tage in Seattle sind dennoch eine gute Idee: Die erste Nacht musst du in einem Hotel verbringen und die 9 Stunden Zeitunterschied sind auch nicht ohne.
Du bist völlig begeistert vom Nordwesten der USA und auf der Suche nach noch mehr Inspiration? Auch unser Kunde Marcel war in dieser Region unterwegs und hat tolle Eindrücke von seinem Roadtrip mitgebracht.
Häufige Fragen zur Rundreise durch den Nordwesten der USA
Brauchst du am Cape Disappointment einen Discover Pass, und was passiert ohne ihn?
Ja. In den State Parks von Washington und auf den Flächen der Behörden für Naturressourcen und für Fisch und Wildtiere brauchst du für jedes abgestellte Fahrzeug einen Discover Pass, sichtbar hinter der Windschutzscheibe. Ohne ihn bekommst du ein Knöllchen über 99 Dollar. Die Jahresvariante kostet 45 Dollar und gilt für zwei Fahrzeuge, ein Tagespass 10 Dollar. Zu Fuß oder per Rad brauchst du keinen.
Darfst du am Haystack Rock in Cannon Beach auf den Felsen hinaufsteigen?
Nein. Haystack Rock gehört zum Oregon Islands National Wildlife Refuge und wird vom US Fish and Wildlife Service verwaltet. Alles oberhalb der mittleren Hochwasserlinie ist ganzjährig für jede Art von Besuch gesperrt, damit Seevögel dort ungestört brüten und rasten können. Du darfst also bei Ebbe davorstehen und schauen, aber nicht hinauf.
Wie musst du dein Essen lagern, wenn du in der Wildnis des Olympic National Park übernachtest?
In allen Wildnisbereichen des Parks sind zugelassene tiersichere Behälter Pflicht, umgangssprachlich Bärendosen. Lebensmittel, Müll und alles Duftende, also auch Zahnpasta, Deo und Sonnencreme, müssen jederzeit gesichert sein, entweder in so einem Behälter, in einem bereitgestellten Lebensmittelschrank oder im geschlossenen Fahrzeug. Nur beim Kochen, Essen und Tragen darf es heraus.
Darfst du in Oregon jeden Strandabschnitt betreten, auch vor privaten Grundstücken?
Ja. Der Beach Bill von 1967 hat am gesamten Meeresufer Oregons ein dauerhaftes öffentliches Zugangs- und Erholungsrecht festgeschrieben, und zwar seewärts der bestehenden Vegetationslinie, unabhängig davon, wem das Land dahinter gehört. Der nasse Sand gilt schon seit 1913 als öffentlicher Verkehrsweg. Für Zugänge in regelmäßigen Abständen sorgt die Parkbehörde des Staates.
Bekommst du die Sales Tax aus Washington als Urlauber aus Deutschland erstattet?
Nein. Washington erstattet den staatlichen Anteil von 6,5 Prozent nur Menschen mit Wohnsitz in bestimmten Staaten und Provinzen ohne nennenswerte eigene Verkaufssteuer, etwa Oregon, Montana, Alaska oder Alberta. Ein deutscher Wohnsitz zählt nicht. Selbst Berechtigte zahlen an der Kasse zunächst voll, stellen danach einmal im Jahr einen Antrag und brauchen mindestens 25 Dollar Erstattungssumme.
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