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Atemberaubende Alaska-Rundreise

Hoch im Nordwesten Amerikas liegt ein Land, das mit einer einzigartigen Landschaft aus weiter unberührter Natur, sage und schreibe 3 Millionen Seen, gigantischen Bergen und faszinierenden Gletschern zu den schönsten Orten der Erde gehört. Lass dich bei einer Rundreise von Alaska verzaubern und genieße jede Minute an der klaren frischen Luft in den Nationalparks, Wäldern und Gewässern des Landes. Welche Stationen sich auf dem Weg lohnen und wie viel Zeit du einplanen solltest, ist am Anfang oft schwer einzuschätzen. Diese Route führt dich in sieben Etappen von Fairbanks über den Denali Nationalpark und die Kenai-Halbinsel bis nach Anchorage. Auf geht’s ins Abenteuer Alaska!

Update: 08.10.2026

Alles auf einen Blick

Diese Alaska-Rundreise führt dich in sieben Etappen von Fairbanks bis nach Anchorage.

  • Route: Sieben Stationen von Fairbanks über Denali, Talkeetna, Valdez, Kenai Fjords und Homer bis Anchorage, zusammen rund 2.285 km und etwa 27 Stunden Fahrtzeit.

  • Beste Reisezeit: Der Sommer bringt dir 25 °C und mehr, Polarlichter siehst du dagegen eher zwischen September und März.

  • Denali Nationalpark: Auf 24.585 km² steht mit dem Denali der höchste Berg Nordamerikas mit 6.190 m; mit dem Auto geht es nur bis Meile 15.

  • Valdez & Kenai Fjords: Vom Prince William Sound aus erreichst du Gletscher, ab Seward lockt das Harding Icefield als eines der größten Eisfelder der USA.

  • Homer & Anchorage: Homer steht für Kunst und Bärenflüge zum Katmai Nationalpark, Anchorage als größte Stadt für Museen und den Flattop Mountain.

Alaska-Roadtrip

  1. Fairbanks

Fakten zur Alaska-Rundreise

Kilometer: ca. 2285 km Reine Fahrtzeit: ca. 27 h Stationen: 7

Wetter auf deiner Alaska-Rundreise

Da du bei dieser Tour im Süden des Landes unterwegs bist, musst du keine extremen Temperaturen befürchten. Zwar wurden in Fairbanks schon mal mehr als -50 °C gemessen, doch normalerweise liegen die Werte im Winter im Schnitt bei maximal -20 °C. Im Sommer hingegen erwarten dich warme 25 °C und sogar mehr. Das ist auch die schönste Zeit für eine Rundreise durch Alaska. Es sei denn, du möchtest Polarlichter sehen, dann solltest du zwischen September und März anreisen.

1. Start: Fairbanks

Etwa 9 km vom Stadtzentrum entfernt landest du am Flughafen Fairbanks, wo auch schon dein Mietwagen auf dich wartet. Mit diesem geht es direkt in die zweitgrößte Stadt des Landes. Bevor deine Rundreise durch Alaska richtig losgeht, kannst du dich in Fairbanks schon mal an die neue Umgebung und die alaskische Lebensart gewöhnen. Am besten stimmst du dich im Museum of the North an der University of Alaska auf das Land ein und informierst dich dort über die Geschichte, Kultur und Natur des Landes. Eine weitere sehenswerte Einrichtung ist das Fountainhead Antique Auto Museum, in dem blitzblank geputzte historische Autos und Pferdekutschen ausgestellt sind. Ein Muss für alle Oldtimer-Fans! Im Süden am Stadtrand von Fairbanks werden Kinderträume wahr. Denn hier, im Viertel North Pole, steht das Santa Claus House, mit dem riesigen Weihnachtsmann auf dem Vorplatz und der feierlichen Deko nicht zu übersehen. Hol dir eine Postkarte mit einem original „North Pole“-Stempel und überrasche deine Lieben zu Hause damit.

Ab Fairbanks ist ein Ausflug zur Chena River State Recreation Area empfehlenswert, ein Naturgebiet, in dem du wandern und Outdoor-Aktivitäten wie Rafting oder Kanufahren unternehmen kannst. Unvergesslich ist außerdem ein Bad in den heißen Quellen des Chena Hot Springs Resorts.

2. Station: Denali Nationalpark

Die nächste Station ist ein absoluter Höhepunkt auf deiner Alaska-Rundreise und der Touristenmagnet des Landes: Den Denali Nationalpark erreichst du ganz einfach, indem du von Fairbanks aus Richtung Süden den George Parks Highway (auch Alaska Route 3 genannt) entlangfährst. Hier erwartet dich auf einer Fläche von etwa 24.585 km² eine überwältigende Landschaft und mit dem Denali (ehemals Mount McKinley) der höchste Berg Nordamerikas. Stolze 6.190 m misst er und ist wirklich nur für sehr erfahrene Bergsteiger geeignet, nicht nur wegen seiner Höhe, sondern weil hier extreme Witterungsbedingungen vorherrschen. Für den Park solltest du dir ein paar Tage Zeit nehmen. Übernachte z. B. in Cantwell und starte hier zu Wanderausflügen, bei denen dir Elche, Grizzlybären, Karibus und Wölfe über den Weg laufen können. Das Befahren der Denali Park Road mit dem Auto ist nur auf den ersten 15 Meilen bis zum Savage River erlaubt, danach geht es aus Umwelt- und Tierschutzgründen nur zu Fuß, mit dem Rad oder mit den angebotenen Bustouren weiter, die dich an den schönsten Stellen des Parks vorbeiführen. Seit dem Erdrutsch am Pretty Rocks ist die Straße allerdings bei Meile 43 für allen Verkehr gesperrt.

3. Station: Talkeetna

Talkeetna, der nächste Stopp deiner Alaska-Rundreise mit dem Auto, ist wie Cantwell ein beliebter Ausgangsort für Touren in den Denali Nationalpark. Gerade mal knapp 900 Menschen leben hier, wobei ihre Haupteinnahmequelle der Tourismus ist. Das kleine Dorf ist ein authentisches Beispiel für ein typisch alaskisches Dorf und hat einen bezaubernden historischen Ortskern mit alten, rotbraun gestrichenen Holzgebäuden. Außerdem besitzen die Bewohner eine sehr kreative Ader, was man an etlichen skurrilen selbstgebauten Objekten und lustigen Schildern erkennt. Neben einigen schnuckeligen Restaurants, Bars und Pubs solltest du hier auch kleine Kunstgalerien und kunterbunte Souvenir-Shops besuchen.

4. Station: Valdez

Für die Etappe deiner Alaska-Rundreise, die jetzt folgt, brauchst du etwas länger Zeit. Es geht Richtung Südosten nach Valdez, das rund 542 km von Talkeetna entfernt liegt. Da du auf den Straßen hier langsamer als gewohnt unterwegs bist, musst du aber mit einer Fahrtzeit von rund 6,5 h rechnen. Brich deshalb lieber bereits in der Frühe auf! Da Valdez inmitten einer Landschaftskulisse aus schneebedeckten Bergen liegt, wird das Städtchen auch „Little Switzerland“ genannt. Leider wurde der gesamte Ort, der ursprünglich ein paar Kilometer weiter lag, bei einem großen Erdbeben im Jahr 1964 vollkommen zerstört. Doch die Überlebenden bauten ihn an der heutigen Stelle wieder auf. Wenn dich die Geschichte von Valdez noch mehr interessiert, besuche am besten das Stadtmuseum, in dem du nicht nur Wissenswertes über den Wiederaufbau des Ortes, sondern auch über die verheerende Katastrophe des Öltankers „Exxon Valdez“, die sich am 24. März 1989 ereignete, erfährst. Vom Port Valdez aus kannst du außerdem einige tolle Touren unternehmen, z. B. zum Prince William Sound, einer Bucht im Golf von Alaska, in der dich der gigantische Columbia-Gletscher erwartet, und zum Meares-Gletscher. Der Anblick der imposanten Gewässer und Eisberge ist ebenso beeindruckend wie die Seelöwen, Orca-Wale, Papageientaucher und viele andere Tiere, die dir auf den Bootsausflügen begegnen.

5. Station: Kenai-Fjords-Nationalpark

Jetzt liegt auf deiner Rundreise durch Alaska erneut eine lange Autofahrt vor dir, denn um zum Kenai-Fjords-Nationalpark zu gelangen, musst du fast den ganzen Weg zurück und bei Palmer Richtung Süden fahren (rund 8 h reine Fahrtzeit!). Aber so ist das in Alaska, es gibt eben nicht so viele Straßen, dafür aber umso mehr Natur! Zwar wird eine Fährverbindung zwischen Valdez und Whittier angeboten, was eine ehebliche Abkürzung ist, aber Fährüberfahrten mit dem Mietwagen sind in der Regel vom Vermieter aus nicht gestattet. Frag dennoch mal bei deinem Veranstalter nach, manchmal machen diese auch Ausnahmen. Als Ausgangspunkt für den Besuch des Kenai-Fjords-Nationalparks eignet sich das Städtchen Seward am besten. Hier kannst du deinen Mietwagen stehenlassen und dann eine Bootstour entlang der Küstenlinie unternehmen. Am beeindruckendsten ist das Harding Icefield, eines der größten Eisfelder der USA. Es bedeckt einen wesentlichen Teil des Parks und versteckt zudem den 1.600 m hohen Kenai-Berg komplett unter sich.

5. Station: Homer

Du bleibst auf deiner Alaska-Rundreise weiterhin auf der Kenai-Halbinsel und fährst nun von Seward aus noch ein Stück weiter in den Süden bis nach Homer. Homer liegt am nördlichen Ende der Bucht Kachemak Bay, in die eine schmale Landzunge mit dem lustigen Kosenamen „Homer Spit“ hineinragt. Bekannt ist das Städtchen für das künstlerische Flair, das ihm seine kreativen Bewohner wie Maler, Töpfer, Bildhauer & Co. verschaffen. Dementsprechend gibt es hier eine gute Auswahl an Handwerkskunst und einheimischem Design. Außerdem erwarten dich auch zahlreiche Feinkostläden, gemütliche Cafés und gute Restaurants. Von Homer aus starten außerdem Ausflüge mit dem Wasserflugzeug zum Katmai Nationalpark, wo dich eine atemberaubende Wildnis erwartet. Und vor allem kannst du hier Braunbären in freier Wildbahn beobachten, ein unvergessliches Erlebnis!

6. Station: Anchorage

Über den Seward Highway geht es auf deiner Alaska-Rundreise nun wieder in den Norden bis zur größten Stadt des Landes: Anchorage. Umgeben von majestätischen Bergen und direkt an der Bucht des Cook Inlet gelegen bietet sich dir hier eine fantastische Vielfalt für Unternehmungen. Wenn du die Vorzüge einer Metropole genießen möchtest, kannst du die Restaurants, Geschäfte, Events und Kultureinrichtungen wie das Anchorage Museum und das Alaska Native Heritage Center besuchen. Ist dir aber nach Natur, liegt diese direkt vor den Pforten der Stadt. Du musst nur aus der City rausfahren, schon erwartet dich wieder eine faszinierende Wildnis, der „Stadtberg“ Flattop Mountain und jede Menge anderer landschaftlicher Highlights. Schade nur, dass deine Rundreise durch Alaska in Anchorage endet. Aber nachdem du deinen Mietwagen abgegeben und ins Flugzeug gestiegen bist, bleiben dir immerhin die vielen unvergesslichen Erinnerungen an eines der schönsten Länder der Welt.

Häufige Fragen zur Rundreise durch Alaska

Wie kommst du mit dem Mietwagen überhaupt nach Whittier?

Whittier erreichst du nur durch den Anton Anderson Memorial Tunnel, und der hat nur eine einzige Fahrspur, die sich Autos und die Alaska Railroad teilen. Autos und Züge fahren deshalb abwechselnd, und die Fahrtrichtung wechselt im Lauf des Tages nach dem Fahrplan des Alaska Department of Transportation. Du wartest so lange im Staging-Bereich Bear Valley, der 240 Autos fasst, und fährst nie um eine geschlossene Bahnschranke herum.

Kannst du im Winter mit dem Mietwagen zum Exit Glacier im Kenai-Fjords-Nationalpark fahren?

Nein. Die Exit Glacier Road ist die einzige Straße des Parks, und der National Park Service räumt sie im Winter nicht. Sobald Schnee liegt, in der Regel von irgendwann im Oktober bis in den Mai und je nach Jahr verschieden, ist der Park für Autos nicht erreichbar. Weiter kommst du dann nur mit Langlaufskiern, Fatbike oder Schneemobil.

Warum haben Autos in Alaska ein Stromkabel, und braucht dein Mietwagen das im Winter auch?

Die Kabel führen zu elektrischen Motorvorwärmern, deshalb gibt es auf vielen Parkplätzen Steckdosen. Das Alaska Department of Transportation empfiehlt einen Vorwärmer mit Zeitschaltuhr statt langem Warmlaufen, begrenzt Leerlauf im Winter auf zehn Minuten und hält vor dem Losfahren rund 30 Sekunden für ausreichend. Frag bei einer Winteranmietung also, ob dein Fahrzeug einen solchen Anschluss hat.

Darfst du deinen Mietwagen in Anchorage im Winter einfach am Straßenrand stehen lassen?

Nur dort, wo kein Schild etwas anderes sagt. Nach AMC 9.30.130 darf der Verkehrsingenieur der Municipality of Anchorage Stellen ausweisen, an denen Halten und Parken zu bestimmten Tageszeiten verboten ist, damit Schnee, Eis und Schutt geräumt werden können. Das Verbot greift erst, sobald die amtlichen Schilder stehen. Unabhängig davon musst du nach AMC 9.30.040 immer mindestens 20 Fuß Fahrbahn für den fließenden Verkehr frei lassen.

Wie schnell darfst du in Alaska fahren, wenn kein Tempolimit ausgeschildert ist?

13 AAC 02.275 legt die Höchstwerte fest, und auf allen Straßen außerhalb von Wohn- und Geschäftsgebieten sind das 55 mph, also knapp 90 km/h. Im Wohngebiet gelten 25 mph, im Geschäftsbereich 20 mph. Dazu kommt die Grundregel, dass du nie schneller fahren darfst, als es bei Verkehr, Fahrbahn und Wetter vernünftig ist. Kalkuliere deine Etappen entsprechend.

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