Der Traum vieler Reisender ist ein abenteuerlicher Roadtrip mit dem Mietwagen durch die USA. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten bietet mit schier endlosen, einsamen Highways und herrlichen Naturattraktionen genau die richtigen Bedingungen für eine Entdeckungstour auf eigene Faust. Allerdings gibt es dabei auch einiges zu beachten, unter anderem die Mautgebühr, die sich von Staat zu Staat unterscheidet. Ein einheitliches Mautsystem gibt es in den USA nicht, denn jeder Bundesstaat regelt Tarife und Bezahlung selbst. Hier erfährst du, wie du an den Mautstellen bezahlst, was bei Brücken und Tunneln gilt und worauf du mit dem Mietwagen sonst noch achten solltest.
Maut/Vignette in den USA: Tarife und Gebühren

Alles auf einen Blick
Maut in den USA: Diese Regeln, Bezahlwege und Kosten solltest du mit dem Mietwagen kennen.
Mautpflicht: Nicht jede Autobahn kostet Geld, gebührenpflichtige Abschnitte liegen vor allem in großen Städten einzelner Bundesstaaten.
Tarife: Es gibt kein einheitliches Mautsystem, jeder Bundesstaat legt die Gebühren selbst fest, meist deutlich günstiger als in Europa.
Bezahlen: An den Mautstellen zahlst du immer seltener bar, üblich sind Transponder des Betreibers oder eine nachträgliche Online-Zahlung.
Brücken und Tunnel: Gebühren fallen oft nur Richtung Innenstadt oder für Alleinreisende an, auf dem Land auch an privaten Strecken.
Währung: Bezahlt wird in US-Dollar, aktuell entsprechen rund 1,12 USD etwa 1 EUR, die Beträge bleiben meist klein.
Maut USA
1. Tarife und Gebühren der Maut in den USA
Mautpflicht gilt auf einigen Autobahnen für alle Kraftfahrzeuge.
In insgesamt 21 Staaten gibt es gebührenpflichtige Streckenabschnitte, viele davon nur in großen Städten.
Es gibt kein einheitliches Mautsystem, Tarife und Gebühren sind abhängig vom jeweiligen Bundesstaat und die Preise liegen meist weit unter den in Europa üblichen Beträgen.
2. Maut in den USA: Verkaufsstellen
Die festen Mautstellen befinden sich für gewöhnlich an der Autobahnauffahrt bzw. -abfahrt.
Barzahlung und Kartenzahlung werden in den USA immer seltener.
Die Verwendung eines Transponders des jeweiligen Mautbetreibers ist auf vielen Straßen möglich.
Ohne Transponder ist oft eine nachträgliche Online-Zahlung möglich (innerhalb eines bestimmten Zeitraumes).
Leider gibt es kein einheitliches System, jeder Bundesstaat hat seine eigenen Methoden.
3. Tunnel und Brücken in den USA
Einige Brücken und Tunnel sind in Richtung Innenstadt gebührenpflichtig.
Einige Brücken und Tunnel sind nur für Alleinreisende gebührenpflichtig.
In ländlichen Gegenden können private Brücken oder Streckenabschnitte ebenfalls gebührenpflichtig sein. Diese werden gegebenenfalls vom jeweiligen Grundstückseigner erhoben.
4. Sonstiges zur Maut in den USA
Die lokale Währung ist der US-Dollar mit einer ungefähren Umrechnung von 1,12 USD = 1 EUR.
Weitere Informationen gibt es auf den Internetseiten von www.magazinusa.com oder www.usatipps.de.
Häufige Fragen zur Maut in den USA
In welchen US-Bundesstaaten fährst du komplett ohne Maut?
Ganze Regionen im Westen und Mittleren Westen kommen ohne Mautstraßen aus. Die Verkehrsbehörde von Wyoming stellt wörtlich klar: Wyoming has no toll roads. Landesweit sind laut der US-Bundesbehörde FHWA nur rund 6.300 Meilen Straße mautpflichtig, dazu gut 330 Meilen Brücken und Tunnel (Stand 2023). Für einen Roadtrip durch die Rocky Mountains brauchst du also weder Transponder noch Mautkonto, sondern kannst die Strecke frei planen.
Reicht ein E-ZPass-Transponder für eine Route quer durch die USA?
Nein. E-ZPass ist zwar der größte Verbund, die Betreibergemeinschaft erstreckt sich nach eigenen Angaben aber nur über 20 Bundesstaaten (Stand 2026), vor allem im Nordosten, im Mittleren Westen und im Südosten. Kalifornien und Texas gehören nicht dazu und rechnen über eigene Systeme ab. Fährst du mit dem Mietwagen von New York bis zur Pazifikküste, deckt der Transponder nur den östlichen Teil deiner Strecke ab.
Was passiert, wenn du dein Turnpike-Ticket im Mietwagen verlierst?
Auf klassischen Turnpikes mit Ticketsystem ziehst du an der Auffahrt einen Beleg und zahlst an der Abfahrt nach gefahrener Strecke. Fehlt das Ticket, wird es teuer: Die Verordnung des Ohio Turnpike schreibt vor, dass dann so abgerechnet wird, als wärst du von der am weitesten entfernten Mautstelle des Systems gekommen. Leg den Zettel im Mietwagen deshalb immer an denselben Platz und nicht lose aufs Armaturenbrett.
Ist eine SMS über unbezahlte Maut aus den USA echt?
Meistens nicht. Betrüger verschicken massenhaft Textnachrichten über angeblich offene Mautbeträge und drohen mit dem Verlust der Fahrerlaubnis. Die Verkehrsbehörde von Arizona musste sogar klarstellen, dass die Absender Maut in einem Bundesstaat eintreiben wollen, der überhaupt keine Mautstraßen hat. Öffne solche Links nicht und gib keine Kartendaten ein. Frag bei einer offenen Forderung lieber direkt bei deinem Vermieter oder beim Mautbetreiber nach.
Zahlst du mit dem Mietwagen extra, wenn du nach Manhattan hineinfährst?
Ja. Für Manhattan südlich der 60. Straße gilt zusätzlich zu Brücken- und Tunnelgebühren eine Staugebühr. Ein Pkw zahlt mit E-ZPass 9 USD, rund 8 Euro, werktags zwischen 5 und 21 Uhr, nachts nur 2,25 USD, etwa 2 Euro (Stand 2026). Ohne E-ZPass werden tagsüber 13,50 USD fällig, gut 12 Euro. Berechnet wird die Gebühr höchstens einmal pro Tag, egal wie oft du einfährst.





