Ein Roadtrip ist die ideale Möglichkeit, Amerika zu erobern. Doch ein paar Sachen solltest du beachten, wenn du durch die USA fährst: Was hat es mit dem internationalen Führerschein auf sich? Wo bekommst du ihn her? Was kostet er? Und was passiert eigentlich, wenn dich die Polizei von der Fahrbahn winkt?
Führerschein in den USA

Alles auf einen Blick
Für deinen Roadtrip durch die USA sind beim Führerschein diese Punkte wichtig:
Deutscher Führerschein: In den meisten Fällen reicht dein deutscher Führerschein, der internationale Führerschein ist nicht zwingend, wird vom Auswärtigen Amt aber stark empfohlen.
Internationaler Führerschein: Du bekommst ihn bei allen Straßenverkehrsämtern, mit EU-Führerschein sofort. Er ist 3 Jahre gültig und kostet ca. 15 bis 20 €.
Mietwagen: Du musst deinen Führerschein seit mindestens einem Jahr haben und meist mindestens 21 Jahre alt sein, in New York teils schon 18.
Verkehrskontrolle: Wirst du angehalten, steig niemals unaufgefordert aus, lass die Hände sichtbar am Lenkrad und greif erst auf Anweisung nach deinen Papieren.
Eigenes Auto: Grundsätzlich kannst du auch mit dem eigenen Auto über Amerikas Straßen fahren, es darf für ein Jahr importiert werden.
1. Internationaler Führerschein wärmstens empfohlen
Um die USA auf vier Rädern zu erleben, brauchst du in den meisten Fällen nur deinen deutschen Führerschein. Der internationale Führerschein ist nicht zwingend notwendig, wird aber z. B. vom Auswärtigen Amt stark empfohlen.
Vor allem weil er einen entscheidenden Vorteil hat: Er ist ein englisches Dokument und einige Bundesstaaten sind gegenüber ausländischen Papieren mitunter weniger aufgeschlossen. Als Bundesstaaten mit geringer Toleranz gelten unter anderem Kentucky, Georgia und Florida.
Internationalen Führerschein beantragen
Einen internationalen Führerschein kannst du bei allen Straßenverkehrsämtern in Deutschland beantragen. Er kann sofort ausgestellt werden, WENN du einen EU-Führerschein hast. Ältere deutsche Führerscheine (Farbe: grau oder rosa) müssen zunächst umgetauscht werden. Der internationale Führerschein ist 3 Jahre gültig und kostet ca. 15 bis 20 €. Zur Antragsstellung solltest du folgendes mitbringen:
Personalausweis oder Reisepass
deutscher EU-Führerschein
aktuelles biometrisches Passfoto
2. Für Mietwagen muss der Führerschein 1 Jahr alt sein
Um einen Mietwagen zu buchen, musst du deinen deutschen Führerschein seit mindestens einem Jahr haben. Einen internationalen Führerschein brauchst du in der Regel nicht, aber auch hier sei gesagt: Wer auf Nummer sicher gehen möchte, hat den internationalen Führerschein dabei. Außerdem solltest du in den meisten Bundesstaaten mindestens 21 Jahre alt sein, in Ausnahmefällen 25, in New York reichen aber bei manchen Anbietern beispielsweise schon 18 Jahre. In der Regel fallen für junge Fahrer Zusatzgebühren oder Zusatzversicherungen an. Grundsätzlich kannst du auch im eigenen Auto über Amerikas Straßen preschen. Es darf für ein Jahr importiert werden und ist dann gebunden an den eigenen Aufenthaltsort.
3. Verkehrskontrollen in den USA: Hände am Lenkrad lassen
Verkehrskontrollen laufen in den USA ein wenig anders ab als in Deutschland. In den meisten Bundesstaaten dürfen Autofahrer nur angehalten werden, wenn Sie die Verkehrsregeln verletzt haben. Es gibt keine Routinekontrollen bei Autofahrern, die Stoppschilder oder Tempolimits beachten. Solltest du doch einmal von der Fahrbahn gewunken werden:
Anhalten. Steig niemals unaufgefordert aus.
Lass deine Hände sichtbar am Lenkrad. Die Polizei geht grundsätzlich erstmal davon aus, dass du eine Waffe bei dir hast. Da solltest du nicht gleich im Handschuhfach nach deinen Fahrzeugpapieren tasten.
Anweisungen abwarten: Warte, bis der Beamte dich anspricht und zur Herausgabe von Dokumenten auffordert. Erst auf Anweisung des Beamten langsam nach Führerschein, Fahrzeugpapieren (Mietvertrag) und Versicherungspapieren greifen.
Kooperativ sein: Bleib ruhig, höflich und kooperativ.
4. Länger als 1 Jahr in den USA?
Möchtest du länger als 1 Jahr durch die USA reisen, musst du deinen Führerschein umschreiben lassen. Was für diese Umschreibung benötigt wird, ist abhängig vom Bundesstaat. Grundsätzlich solltest du aber Bescheinigungen über einen Wohnsitz im jeweiligen Bundesstaat (z. B. Mietvertrag) und einen legalen Aufenthaltsstatus in den USA mitbringen. Abhängig vom Bundesstaat kann zusätzlich zur Umschreibung das Bestehen einer schriftlichen Theorieprüfung und/oder einer praktischen Fahrprüfung erforderlich sein. Außerdem muss dein Führerschein in Deutschland noch mindestens 60 Tage gültig sein.
USA Roadtrip: So bist du perfekt vorbereitet!
Weißt du jetzt alles über Führerscheinbestimmungen und das richtige Verhalten bei einer Polizeikontrolle in den USA? Vergleiche jetzt deinen Mietwagen und starte bestens vorbereitet in dein amerikanisches Abenteuer!
Noch Fragen zum Thema Mietwagen? Wir helfen gerne!
Bei weiteren Fragen zu Mietwagen oder bei Unsicherheiten während der Buchung steht die kostenlose Kundenberatung gerne zur Verfügung. 0221 - 567 999 11 (außerhalb Deutschlands: 0049 221 - 567 999 11). Unsere Mietwagen-Experten helfen gerne weiter.

Häufige Fragen zum Führerschein in den USA
Darfst du mit einem in den USA gemieteten Auto nach Mexiko fahren?
Nach Mexiko darfst du nur mit ausdrücklicher schriftlicher Erlaubnis der Vermietstation, und du brauchst zusätzlich eine mexikanische Kfz-Versicherung; das US-Außenministerium hält fest, dass diese für jedes Fahrzeug in Mexiko Pflicht ist. Jenseits der Grenzzone verlangt Mexiko für US-zugelassene Autos ein Einfuhrpermit von Banjercito samt hinterlegter Kaution, in Baja California, Baja California Sur und Sonora dagegen nicht. Dieselbe Quelle weist darauf hin, dass US-zugelassene Fahrzeuge dort nur von US-Bürgern oder Permanent Residents gefahren werden dürfen.
Was musst du nach einem Unfall in den USA selbst bei der Behörde melden?
Nach einem Unfall reicht der Polizeibericht in vielen Bundesstaaten nicht, du musst zusätzlich selbst bei der Verkehrsbehörde melden. In Kalifornien verlangt das DMV dafür das Formular SR-1 innerhalb von 10 Tagen, sobald jemand verletzt oder getötet wurde oder der Sachschaden über 1.000 US-Dollar liegt, also rund 930 Euro (Stand 2026). Einreichen dürfen es auch deine Versicherung oder ein Bevollmächtigter. Fristen und Schwellen setzt jeder Bundesstaat selbst.
Reicht die Haftpflichtversicherung, die beim US-Mietwagen im Preis steckt?
Im Mietpreis steckt in den USA meist nur die gesetzliche Mindestdeckung des jeweiligen Bundesstaats, und die ist sehr niedrig. Florida verlangt laut der Verkehrsbehörde FLHSMV lediglich 10.000 US-Dollar Personal Injury Protection und 10.000 US-Dollar für Sachschäden, jeweils rund 9.300 Euro (Stand 2026); eine Haftpflicht für Personenschäden Dritter ist für normale Halter dort gar nicht vorgeschrieben. Da Schadensersatzforderungen in den USA weit darüber liegen können, lohnt eine zusätzliche Haftpflicht.
Was prüft die amerikanische Mietwagenstation an deinem Führerschein, bevor sie dir den Wagen gibt?
Die Station muss deinen Führerschein selbst prüfen und dabei Unterschrift oder Lichtbild mit dir abgleichen, bevor sie dir den Wagen aushändigt. Kalifornien schreibt das im Vehicle Code in Paragraf 14608 ausdrücklich vor und erlaubt die Vermietung nur an jemanden, der in seinem Heimatstaat oder Heimatland eine gültige Fahrerlaubnis besitzt. Dieselbe Norm lässt zu, dass ein blinder oder behinderter Nichtfahrer mietet, solange ein zugelassener Fahrer dabei ist. Wie streng die Prüfpflicht ausfällt, regelt jeder Bundesstaat eigenständig.
Was gilt für Zusatzfahrer beim Mietwagen in den USA?
Zusatzfahrer müssen in den USA grundsätzlich im Mietvertrag eingetragen sein, sonst fehlt ihnen der Versicherungsschutz. Kalifornien kennt dazu eine gesetzliche Ausnahme: Civil Code Paragraf 1939.01 Absatz e zählt den Ehepartner des Mieters automatisch zu den zugelassenen Fahrern, wenn er einen gültigen Führerschein hat und die Altersvorgabe der Vermietung erfüllt, ebenso Arbeitgeber oder Kollegen auf einer Geschäftsfahrt. Ein gesonderter Eintrag ist dort also nicht nötig. Da jeder Bundesstaat eigene Regeln hat, frag an der Station nach.





