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Roadtrip Italien: coole Routen und hilfreiche Tipps

von Julia
Bergmassiv an der großen Dolomitenstraße im Norden von Italien

Hügelige Landschaften, majestätische Berge und Kulturhauptstädte, die zum Teil direkt am Meer liegen: Italien ist wie gemacht für eine Rundreise mit dem Mietwagen. Wir stellen Ihnen fünf Routen für den perfekten Roadtrip in Italien vor und sind uns sicher: Bestimmt wollen Sie am liebsten alle erleben!

Roadtrip Italien
1. Die große Dolomitenstraße
2. Rundreise durch die Toskana
3. Roadtrip an der Amalfiküste
4. Von den Abruzzen bis nach Rom
5. Italienische Seenplatte
Roadtrip- und Rundreise-Tipps für Italien

1. Für Adrenalin-Junkies: die große Dolomiten-Straße

Die 110 Kilometer lange Ferienstraße verläuft quer durch die Dolomiten in den italienischen Alpen und gehört ohne Frage zu den schönsten Panoramastraßen in ganz Italien. Startpunkt ist die malerische Provinz Bozen in Südtirol, von der aus es entlang der steilen Schlucht des Eggentals weiter über den Karerpass geht. Aus einer schwindelerregenden Höhe von 1.700 Metern bietet sich Ihnen hier ein umwerfender Ausblick auf die majestätischen Berge und die bewaldeten Täler. 

Und es geht noch höher: Adrenalin-Junkies werden besonders auf der steilen Serpentinenstraße ab der Provinz Trentino auf Ihre Kosten kommen. Sie schlängelt sich hoch bis zum Pordoijoch und führt Sie weiter nach Venetien. Spätestens hier lohnt es sich, den Mietwagen zu parken und die Aussicht auf sich wirken zu lassen. Weitere Zwischenstopps sollte man unbedingt am azurblauen Karersee und der malerischen Runine der Burg Andraz einlegen. Endpunkt der spannenden Fahrt ist das Ampezzo-Tal in Cortina. 

Die Große Dolomitenstraße im Norden Italiens

© Antonio Scarpi – stock.adobe.com

2. Rundreise durch die Weinberge der Toskana

Wer in der sonnenverwöhnten Toskana mehr als nur die Kulturstädte sehen möchte, der sollte sich einen Mietwagen ab Florenz nehmen und das Umland per Rundreise erkunden. Die 70 Kilometer lange, kurvige Via Chiantigiana führt Sie einmal quer durch eines der größten Weinanbaugebiete in Südeuropa. Olivenhaine wechseln sich hier mit Hügellandschaften und dichten Pinienwäldern ab. 

Die Route startet am nördlichen Ufer des Arno in Florenz. Von hier aus geht es weiter in den beschaulichen Ort Greve in der Chianti-Region. Hier sollte man sich Zeit nehmen und über den dreieckigen Marktplatz schlendern. Weiter geht’s zur Bergstadt Montefioralle mit ihren uralten Festungsmauern. Bereits während der Anfahrt bietet sich Ihnen ein grandioser Blick über das toskanische Umland.

Von hier aus geht es weiter durch das Chianti-Gebiet zur (kulinarisch fantastischen) Stadt Panzano, nach Castellina und in das Städtchen Gaiole. Spätestens jetzt sollten Sie einen Zwischenstopp einlegen, um fermentierte Früchte aus der Region und ein kleines Gläschen Chianti-Wein zu probieren. Satt und glücklich geht es zurück nach Florenz über die charmanten Örtchen Montevarchi, San Giovanni Valdarno und Figline Valdarno.

Pinienbäume an der Via Chiantigiana in der Toskana, Italien

© Shchipkova Elena – stock.adobe.com

3. Der Klassiker: entlang Italiens Amalfiküste

Die berühmte Amalfiküste gehört zu den absoluten Roadtrip-Klassikern in Italien und bietet sich vor allem für Urlauber an, die in Neapel Ihren Mietwagen-Trip starten möchten. Die Panoramastraße schlängelt sich entlang der Steilküste von Sorrent und belohnt Sie hinter jeder Kurve mit einem atemberaubenden Blick auf die Costa Amalfitana

📌 Lesetipp: Das sind die 6 schönsten Küstenstraßen in Europa 

Auf Ihrem Weg Richtung Salerno passieren Sie malerische Dörfer mit farbenfrohen Häuschen, die hoch oben auf Klippen direkt über dem Meer liegen. Sie merken schon: Diese Route ist nichts für Fahrer mit Höhenangst. Zwei absolute Highlights auf der Amalfi-Strecke sind der Klippenort Positano mit seinen engen Gässchen und dem Wanderweg „Pfad der Götter“ sowie die antike Ruinenstadt Pompeji.

Straße entlang der Amalfiküste in Italien

© pfeiffertv – stock.adobe.com

4. Durch die Bergwelten der Abruzzen bis nach Rom

Wer sich für einen Roadtrip durch die Abruzzen entscheidet, vor dem liegt eine aufregende Fahrt durch faszinierende und abwechslungsreiche Landschaften. Gewundene Straßen führen Sie auf Ihrer etwa viertägigen Tour durch die raue Bergwelten des Apennins, die Nationalparks Gran Sasso und Monti della Laga und das Majellagebirge mit seiner reichen Tierwelt. Und weil irgendwie doch alle Wege nach Rom führen, ist Italiens geschichtsträchtige Hauptstadt das Ziel Ihrer Mietwagen-Reise. 

Los geht die Fahrt in der antiken Stadt Teramo und von dort aus weiter durch das wilde Vormanotal. Ein spaktakulärer Ausblick auf den Gipfel des Gran-Sasso-Massivs begleitet Sie während Ihrer ersten Etappe nach Prati di Tivo. Auf Ihrer Fahrt durch bergiges Terrain passieren Sie immer wieder Brücken, von denen sich Ihnen ein Ausblick auf schroffe Gebirgswelten und unberührte Flußtäler eröffnet. Mindestens einen ganzen Tag sollten Sie für die 173 Kilometer lange Strecke unbedingt einplanen.

Symbol Tipp Tipp
Wer einen besonders idyllischen Ort für eine Pause sucht, der ist in dem Bergdorf Sulmona bestens aufgehoben. Statten Sie der Kirche San Gaetano und dem Äquadukt einen Besuch ab und lernen Sie im städtischen Museum etwas über die archäologische und historische Geschichte des Ortes. Sulmona befindet sich etwa 27 Kilometer westlich vom Majella-Nationalparks und ist über die Via Caramanico erreichbar.

Autobahn durch die Abruzzen im Norden Italiens

© LianeM – stock.adobe.com

5. Rundreise um Italiens Seenplatte ab Mailand

Eine Rundreise entlang Italiens Seenplatte ist für all die Roadtrip-Enthusiasten geeignet, die nicht auf schwindelerregende Höhen stehen. Stattdessen geht es durch kleine, pittoreske Ortschaften, die direkt am Wasser liegen. Mit dem Mietwagen ab Mailand fahren Sie bequem über die Statale 36 bis nach Lecco und von dort aus nach Bellagio. Die Gemeinde mit gerade einmal 3.700 Einwohnern wird auch als Perle des Comer Sees bezeichnet – völlig zu Recht, finden wir! Das Örtchen bietet sich mit seinen farbenfrohen Häuser und einem Blick auf die umliegenden Berge als Übernachtungsort an. 

Ausgeruht geht es über die A36 weiter zum tiefblauen Lago Maggiore und dem bekannten Urlaubsort Stresa. Hier könnten Sie den Mietwagen gegen ein Boot zur kleinen Isola Bella unternehmen. Die gerade einmal 20 Hektar große Insel wird komplett von dem luxuriösen Palazzo Borromeo und seinen königlichen Garten eingenommen. Wer nach diesem kleinen Ausflug wieder zurück hinter das Lenkrad möchte, der nimmt die A8 Richtung Westen zum Val Grande Nationalparks. Das riesige Wildnisschutzgebiet mit seinen Wasserfällen und Gebirgslandschaften gilt als eines der letzten Naturparadiese in Europa. Von hier aus geht’s gemütlich über die E62 zurück nach Mailand. 

Küstenstraße am Comer See in Italien

© luisawhr – stock.adobe.com

So planen Sie Ihren Italien-Roadtrip

Alle Routen, die wir Ihnen vorgestellt haben, sind nicht länger als 200 Kilometer und können innerhalb von einem Tag abgefahren werden. Wir empfehlen Ihnen allerdings, sich mehr Zeit zu nehmen, um sich in Ruhe die Städte, Dörfer oder Nationalparks entlang der Strecken in Ruhe anzusehen. Viele der Strecken sind perfekt für ein spontanes Wochenende in Italien geeignet. 

Die Einwegmieten für einen Mietwagen sind in ganz Italien leider verhältnismäßig hoch. Deswegen empfehlen wir Ihnen, das Auto für den Italien-Roadtrip am selben Ort abzuholen, an dem Sie Ihn auch wieder zurückgeben möchten. Eine andere Möglichkeit wäre eine Anreise mit dem Mietwagen ab Deutschland über die Brennerautobahn durch Österreich Richtung Modena. Sprechen Sie aber vorher mit Ihrem Vermieter ab, ob Grenzfahrten erlaubt sind und eventuell Gebühren anfallen!

📌 Lesetipp: Mit dem Mietwagen nach Italien

Bei Ihrer Budgetplanung für Ihre Italien-Rundreise sollten Sie unbedingt berücksichtigen, dass auf fast allen italienischen Autobahnen Mautgebühren anfallen. Auch Tunnel und Brücken sind mit eingeschlossen. Zur Orientierung: Eine Faustregel besagt, dass ein Kilometer Maut in Italien durchschnittlich 7 bis 8 Cent kostet. 

Und die beste Reisezeit? Ein Italien-Roadtrip bietet sich das ganze Jahr über an. Allerdings kann es im Winter auf den Bergstrecken zu starkem Schneefall kommen. Die beste Reisezeit für einen Roadtrip durch die Dolomiten und die Ardennen ist deshalb von Mai bis September. Die Amalfi-Küste, die Toskana und die italienische Seenplatte bieten sich vor allem in den Frühlingsmonaten an. Dann herrschen bereits angenehme Temperaturen und die Orte und Straßen sind noch nicht so überlaufen.

Titelbildquelle: #209742106 | Urheber: © Franco Visintainer – stock.adobe.com

Julia

Ich bin gebürtige Kölnerin (die allerdings weder Kölsch noch Karneval mag), Filmliebhaberin und Reise-Enthusiastin. Wenn ein Roadtrip vorbei ist, möchte ich am liebsten direkt den nächsten planen. In die USA zieht es mich dabei immer wieder – vor allem der amerikanische Südwesten hat es mir angetan. Muss unbedingt mit in den Urlaub: Tonnenweise gute Musik und eine Reisebegleitung, mit der man auch mal schweigen kann.
Julia

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