Startseite Italien Online-ReiseführerReiserouten in Italien Italien-Rundreise im Winter: ein Wochenende voller Highlights

Italien-Rundreise im Winter: ein Wochenende voller Highlights

von Julia

Im Norden von Italien treffen im Winter schneesichere Hänge und urige Hütten auf romantische Altstädte und Wellness-Tempel. Perfekt für ein verlängertes Wintertraum-Wochenende mit dem Mietwagen! Wir haben für Sie eine Route zusammengestellt, die im romantischen Verona startet und Sie bis nach Südtirol in die majestätischen Dolomiten führt. Wir versprechen Ihnen: Dieser Roadtrip wird abwechslungsreich!

Italien im Winter: 66 Stunden voller Roadtrip-Highlights
1. Vom Flughafen nach Südtirol
2. Bozen
3. Roadtrip zur Seiser Alm
4. Skifahren auf der Seiser Alm
5. Rodelbahn am Zallinger Berggasthof
6. Zurück nach Venetien
7. Abano und Montegrotto Terme
8. Verona

Italien im Winter: Infos zur Route

Reisedauer: 3 bis 4 Tage
Stecke: ca. 545 km
Fahrzeit: ca. 8 h
Stationen: Verona – Bozen – Skigebiet Gröden/Seiser Alm – Abano und Montegrotto Terme – Verona
Reisezeit: November bis März

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1. Vom Flughafen ins Herz von Südtirol

Am Flughafen von Verona sammeln wir direkt unseren vierrädrigen Begleiter für die nächsten Tage ein. Bei unserer Mietwagen-Buchung für Italien haben wir vorsichtshalber Schneeketten als Extra hinzugefügt – oft sind die Autos auf dem italienischen Festland nämlich nur mit Allwetterreifen ausgestattet, in Südtirol sind in den Monaten zwischen November und April auf einigen Strecken aber Winterreifen oder Schneeketten Pflicht. Bestens ausgestattet geht es auf die Brennerautobahn Richtung Südtirol. Gut zu wissen: Für die Fahrt von Verona bis nach Bozen wird eine Maut von 10,10 Euro fällig.

📌 Lesetipp: Infos zur Maut in Italien

Schon auf dem Weg durch das malerische Etschtal blitzen in der Ferne verheißungsvoll die majestätischen Bergipfel auf. Ein unscheinbares Schild teilt uns nach einer Weile mit, dass wir uns jetzt nicht mehr in Venetien, sondern in Trentino-Südtirol befinden.

Symbol-tipp Mit dem Auto nach Italien
Wer nicht in den Flieger steigen möchte, kann alternativ den Mietwagen schon in Deutschland abholen und mit dem Auto nach Italien fahren. Dafür geht’s über den Brenner durch Österreich direkt nach Südtirol. Vorher aber unbedingt die Grenzfahrten anmelden!

2. Bozen: ein Lichtermeer zu Füßen

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In der hübschen Altstadt von Bozen reihen sich bunte Häuser aneinander © Luca Lorenzelli – stock.adobe.com

Bozen empfängt uns mit einer hübschen, bunten Altstadt, zwischen deren bunten Häusern sich Tiroler Tradition mit italienischer Leichtigkeit vermischt. Wir stellen den Mietwagen am Hotel ab und schlendern durch die geschmückten Gassen. Aus den Holzstuben des berühmten Christkindlmarktes am Waltherplatz dringt der himmlische Geruch von Zimt, Gebäck und frischem Brot. Besser kann so ein verlängertes Winterurlaub-Wochenende in Italien kaum beginnen.

Der wohl schönste Weg, um sich einen ersten Überblick zu verschaffen, ist die 12-minütige-Fahrt mit der Seilbahn auf den Ritten, den Hausberg von Bozen. (Die Bahn fährt im vierminütigen Takt, hin und zurück zahlt man 10 Euro.) Bereits während der Fahrt nach oben funkelt die beleuchtete Stadt wie ein Lichtermeer unter uns. Oben angekommen, liegt einem Bozen wortwörtlich zu Füßen. In der Ferne erheben sich die majestätischen Gipfel in eisiger Dunkelheit, der Schnee leuchtet im Mondschein und angesichts der absoluten Stille in über 2.000 Metern Höhe fühlt man sich fast ein bisschen wie der letzte Mensch auf Erden.

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Wieder unten angekommen, eignet sich das Traditionslokal Weißes Rössl hervorragend für eine kulinarische Stärkung. Seit den 1950er Jahren wird hier bodenständige Tiroler Küche aufgetischt, darunter auch hervorragende Suppen zum Aufwärmen. Gut, dass es zum zentral gelegenen Hotel Mondschein nur ein paar Gehminuten sind. Hinter mittelalterlichen Mauern verbergen sich nicht nur liebevoll eingerichtete Zimmer, sondern auch ein riesiger Innenhof mit Zypressen und Rosenbüschen. Wer mag, kann sich hier im Spa-Bereich noch für eine Weile in die wohlig-warme Wanne gleiten lassen.

3. Roadtrip zur Seiser Alm

Am zweiten Tag heißt es: Früh raus aus den Federn, die ersten im Frühstückssaal sein und dann ab ins Auto und rauf auf die Seiser Alm! Knapp eine Stunde geht es über kurvige Serpentinenstraßen und vorbei an urigen Holzhütten in eine Region, die einem Bilderbuch entsprungen sein könnte. Der Blick wandert unweigerlich immer wieder zu den steilen, gezackten Felsen, die hinter den Kurven auftauchen und in den Himmel ragen. Nach einer Stunde Autofahrt voller fantastischer Ausblicke parken wir unseren Mietwagen am Hotel Tirler und checken ein. Wir verschnaufen nur kurz. Es juckt uns in den Füßen, denn wir wollen unbedingt ab auf die Piste. Also: Rein in die Skiklamotten und rauf auf die Alm!

4. Skifahren auf der Sonnenseite der Alpen

Schönerweise liegt Südtirol auf der südlichen und somit der sonnenverwöhnten Seite der Alpen. Bei unseren Abfahrten im Skigebiet Gröden/Seiser Alm halten wir regelmäßig inne und lassen den Blick über die verschneiten Berge schweifen. Langweilig wird uns garantiert nicht: Auf rund 175 Pistenkilometern findet – vom Ski-Anfänger bis zum Snowboard-Vollprofi – jeder seine geeignete Abfahrt. Dank der Weitläufigkeit des Gebiets und 80 Bergbahnen kommen lange Wartezeiten hier quasi nicht vor. Heißt: Wir haben genügend Zeit, um den Tag bestens auszunutzen. Das wohlverdiente Mittagessen gibt’s – inklusive bester Aussicht – in einer der vielen urigen Hütten.

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Besonders spektakulär pausiert es sich in der Sofie Hütte auf 2410 Metern Höhe – unbedingt den Apfelstrudel probieren! Nach dem Essen kann man sich einen der Liegestühle schnappen und den traumhaften Blick auf die Dolomiten bewundern.

Nach einem Tag auf der Skipiste gibt es nichts Schöneres als ein warmes Bad gegen den einsetzenden Muskelkater. Im Hotel, wo unser Mietwagen immer noch auf uns wartet, kann man in stolzen 1.752 Metern Höhe seine Bahnen im hauseigenen beheizten Pool ziehen und dabei auf die majestätischen Berggipfel schauen, die in Nebeldunst getaucht werden. Oder Sie legen die Füße hoch und lassen es sich im benachbarten Panorama-Whirlpool gutgehen. Das Wasser wird übrigens von der privaten Quelle des Biohotels gespeist. Wer lieber in der Sauna entspannen möchte, kann gleich zwischen vier verschiedenen Saunen in dem über 800 Quadratmeter großen Wellness-Bereich wählen.

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Skifahrer auf der Seiser Alm © Diego – stock.adobe.com

5. Rodeln im Vollmondlicht

Wir packen uns wieder in warme Winterklamotten ein, schnüren die Schuhe und wandern hoch zum Berggasthof Zallinger, von wo aus eine der allerschönsten Rodelbahnen der Seiser Alm startet. Der Aufstieg dauert etwa eine Stunde. Wer nicht mehr genug Power hat, kann sich alternativ auch mit der Schneekatze hochbringen lassen. Am Fuße des mächtigen Plattkofels schwingen wir uns nicht direkt auf den Schlitten. Die hausgemachten Knödel im Berggasthof wollen wir uns nicht entgehen lassen. Außerdem macht eine Schlittenfahrt im Licht des Vollmonds gleich doppelt so viel Spaß.

Wenn die Teller leer sind und die Sonne untergegangen ist, heißt es also: Tief durchatmen, ab auf den Schlitten und losgerodelt! Drei Kilometer lang geht es über zahlreiche Kurven und teilweise durch den Wald 281 Meter hinunter ins Tal – spektakuläre Aussicht auf die umliegenden Bergmassive inklusive. Praktischerweise endet der fulminante Rodelspaß direkt vor unserem Hotel. Und da fallen wir todmüde, aber überglücklich in die heimeligen Holzbetten.

6. Zurück nach Venetien

Beim Frühstück lassen wir es uns richtig gutgehen und starten langsam in den Tag. Eine riesengroße Auswahl an frischen Brotsorten gibt uns den nötigen Energieschub für die etwas längere Autofahrt, die vor uns liegt. Knapp dreieinhalb Stunden sind es bis zurück nach Venetien. Da ist dann aber Entspannung pur angesagt – versprochen! Wir werfen während der Fahrt immer wieder einen Blick in den Rückspiegel und verabschieden und schon einmal in Gedanken bei den hohen Gipfeln der italienischen Alpen. Kleine hübsche Örtchen reihen sich auf der Strecke aneinander und eignen sich wunderbar für Zwischenstopps.

7. Abano und Montegrotto Terme: entspannen wie die alten Römer

Schon die Römer nutzten vor über tausend Jahren die Euganeischen Thermalbäder von Abano und Montegrotto Terme, die für ihr gesundes Heilwasser und den vulkanischen Heilschlamm namens Fango berühmt sind. Und auch heute noch zählen die Thermen dort zu den besten in ganz Europa. Das Besondere: Jedes einzelne Hotel verfügt über einen eigenen internen Thermalbereich, auch Tagesgäste ohne Übernachtung sind herzlich willkommen. In dem Moment, in dem wir uns in das perfekt temperierte Wasser sinken lassen, merken wir augenblicklich wie der Stress von uns abfällt. Wem das noch nicht reicht, der kann sich während einer Massage ausgiebig durchkneten lassen.

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8. Verona: Romantik pur und köstliches Essen

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Blick über das winterliche Verona © Sedmáková – stock.adobe.com

Die einstündige Fahrt bis nach Verona bringen wir tiefenentspannt hinter uns. Weil das Autofahren in den kleinen Gassen der aber so gar keinen Spaß macht, parkt man den Mietwagen am besten am Hotel und begibt sich zum Wahrzeichen der Stadt – und staunt nicht schlecht: Pünktlich zur Weihnachtszeit springt jedes Jahr eine überlebensgroße Sternschnuppe aus dem Dach des römischen Amphitheaters und zahlreiche Weihnachtsmärkte säumen die Straßen. Aber auch außerhalb der Weihnachtszeit ist Verona ein wahrgewordener Wintertraum. In den kalten Monaten legt sich über die Heimatstadt von Romeo und Julia eine himmlische Ruhe, die kaum von anderen Touristen getrübt wird. Die beleuchteten Paläste und Piazzas und die verschneiten Altstadtgassen sind im Winter fast noch ein bisschen schöner anzusehen als während dem restlichen Jahr.

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Unglaublich empfehlenswert ist die La Taverna di Via Stella. Hier hängen die Schinken von der Decke und das überaus freundliche und gute Personal wuselt hinter der gut gefüllten Käsetheke vor sich hin. In gemütlicher Atmosphäre bekommt man exzellente Pastagerichte, selbstgemachte Gnocchi und Polenta aufgetischt. Dazu gibt’s leichte oder gehaltvolle Weine aus der Valpolicella-Region. Zum Glück müssen wir mit den vollen Bäuchen nicht mehr weit laufen: Das gemütliche Hotel Mastino liegt direkt im historischen Kern der Stadt und kann mit gepflegten Zimmern und einem wunderbaren Personal aufwarten.

So schnell geht ein verlängertes Winter-Wochenende in Italien vorbei: Nach einem schnellen Frühstück machen wir uns am nächsten Morgen auf den Weg zum Flughafen. Eine Stunde sollte man für die Fahrt etwa einplanen. Und dann heißt es: Mietwagen zurückgeben und ciao bella italia!

Lust auf Italien bekommen?

Selbstverständlich ist Italien nicht nur im Winter ein tolles Reiseziel. In unserem Italien-Online-Reiseführer finden Sie jede Menge Routen und Ausflugsziele in dem facettenreichen Land – von der Amalfiküste über die Toskana bis hin nach Sardinien.

Titelbildquelle: #224046666 | Urheber: © davidsonnabend – stock.adobe.com

Julia

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