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Nationalparks in Deutschland: unberührte Natur vor der Haustür

von billiger-mietwagen.de-Redaktion
Die Basteibrücke des Elbsandsteingebirges

16 Nationalparks gibt es derzeit in Deutschland – vom Bayerischen Wald bis zum Wattenmeer. Wer glaubt, die deutschen Nationalparks können nicht mit ihren internationalen Pendants mithalten, täuscht sich. Entdecken Sie bizarre Felsformationen, romantische Flusstäler, gigantische Buchenwälder, geheimnisvolle Moorlandschaften und die eindrucksvollen Salzwiesen, Dünen und Strände des Wattenmeers. Hier sind unsere Top 5 der Nationalparks in Deutschland.

Nationalparks in Deutschland
1. Nationalpark Bayerischer Wald
2. Nationalpark Sächsische Schweiz
3. Nationalpark Müritz
4. Nationalpark Harz
5. Nationalpark Wattenmeer


 

1. Nationalpark Bayerischer Wald in Bayern

Er ist der erste und entsprechend älteste der Nationalparks in Deutschland: der Bayerische Wald. Heute umfasst das Waldgebiet rund 24.000 Hektar Land – zu groß für einen Sonntagsspaziergang, dafür ideal für ausgedehnte Wandertouren. Rund 3.000 km Wanderwege können Sie hier beschreiten. Mal geht es steil bergauf, mal durch ausgedehnte Flusstäler – immer begleitet von der atemberaubenden Bergkulisse des Mittelgebirges.

Traumhafte Aussichten erwarten Sie bei einer Besteigung des Kaitersberg, Osser, Arber und Hohenbogen. Für untrainierte Wanderer gibt es auch die Möglichkeit, ohne Gepäck zu wandern. Der Gepäckservice wird auf ausgewählten Fernwanderwegen angeboten. Wer Bewegung mit etwas Bildung kombinieren möchte, findet im Bayerischen Wald zahlreiche Themenwanderwege sowie Lehr- und Erlebnispfade für kleine Waldläufer.

Der Bayerische Wald ist ein beliebtes Ziel für Wanderer

Lehrreich ist auch ein Besuch des Tierfreigeheges. Hier können Sie bei einem mehrstündigen Spaziergang einheimische Tiere beobachten. Es wird viel Wert darauf gelegt, die hier lebenden Tiere wie Fischotter, Wildkatzen, Luchse, Eulen, Braunbären und Wölfe in ihrer natürlichen Umgebung zu zeigen. Wer sich sportlich betätigen möchte, findet im Nationalpark Bayerischer Wald außerdem zahlreiche gut ausgebaute Radwege und Mountainbike-Touren in allen Schwierigkeitsstufen.

📌 Lesetipp → Die schönsten Seen in Bayern

2. Nationalpark Sächsische Schweiz in Sachsen

Deutschlands einziger Felsennationalpark erstreckt sich über 93 Quadratkilometer an der Grenze zu Tschechien. Das Elbsandsteingebirge ist unbestritten eines der spektakulärsten Wandergebiete Europas. Das beste daran: Sie müssen nicht in sportlicher Bestform sein, um die schroffen Felsformationen, fruchtbaren Täler, üppigen grünen Wälder und atemberaubenden Bergpanoramen zu Fuß zu erreichen. Die Wanderwege sind gut ausgebaut und es gibt Touren für jeden Anspruch.

Eine gute Orientierung über die vielen Möglichkeiten dieses Nationalparks in Deutschland bietet das Nationalparkzentrum in Bad Schandau. Darüber hinaus gibt es viele kleine Informationsstellen, die sich oft auf spezielle Themen rund um Geologie, Flora und Fauna des Nationalparks spezialisiert haben.

Beeindruckend: Das Elbsandsteingebirge in der Sächsischen Schweiz

Am Rande des Parks in Hinterhermsdorf befindet sich außerdem ein Freilichtmuseum, die sogenannte Waldhusche. Vor allem Familien mit Kindern nutzen das umfangreiche Bildungsangebot, das allerhand Spannendes rund um das Leben und Wirken im Lebensraum Wald vermittelt. An vielen Stationen werden Sie zum Mitmachen eingeladen.

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Fahrt mit der Kirnitzschtalbahn: Die Überlandstraßenbahn ist weltweit die einzige Straßenbahn, die in einen Nationalpark einfährt. Seit 1898 startet sie in Bad Schandau und fährt anschließend durch das Kirnitzschtal bis zum Lichtenhainer Wasserfall. Die Fahrt bietet eine einmalige Kulisse zum Schnäppchenpreis.

3. Nationalpark Müritz in Mecklenburg-Vorpommern

Der seit 1990 bestehende Binnen-Nationalpark teilt sich in zwei große Bereiche auf. Der größere Teil führt vom Ostufer der Müritz bis nach Neustrelitz. Daran schließt sich das Teilgebiet Serrahn an, das 2011 wegen seiner ausgedehnten Buchenwälder in die Liste der Weltnaturerbestätten aufgenommen wurde. Kurz gesagt: Im Nationalpark Müritz warten rund 320 Quadratkilometer Erholungsraum auf Ihren Besuch.

13 Prozent der Fläche dieses Nationalparks in Deutschland bestehen allerdings aus Wasser. Die gut 100 Seen haben dem Nationalpark auch den Namen Land der Seen eingebracht. In den umgebenden Wiesen, Weiden und Mooren tummeln sich viele verschiedene, auch seltene Tierarten, wie zum Beispiel Fischotter, See- und Fischadler sowie Kraniche. Vor allem im Herbst kommen Vogelkundler hier voll auf ihre Kosten. Ab Mitte September versammeln sich tausende Vögel aus Skandinavien auf der Seenplatte, um auf ihrem Weg in den Süden eine kurze Pause einzulegen. Ein fantastischer Anblick! Bis Ende Oktober bietet die Nationalparkverwaltung Bustouren zu den gefiederten Auswanderern an.

Ein See des Müritzer Nationalparks

Ein weiteres Highlight ist es, den Park auf dem Wasserweg zu erkunden. Die Müritz ist ein bevorzugtes Revier von Kanuten. Es gibt mehrere Bootsvermietungen und ausgeschilderte Touren für Einsteiger sowie Fortgeschrittene.

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Nationalpark von oben: Das Dörfchen Speck am Hofsee bietet Nationalparkbesuchern einen 31 m hohen Aussichtsturm. Von der Aussichtsplattform aus genießen Sie einen sagenhaften Ausblick über die riesige Wald- und Seenlandschaft.

4. Nationalpark Harz in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt

Der Nationalpark Harz erstreckt sich nicht nur über eine Fläche von rund 25.000 Hektar, sondern auch über sechs unterschiedliche Vegetationszonen – vom Tiefland bis zur Brockenkuppe. Brockenkuppe? Damit ist der 1.141 m hohe Brocken gemeint, der höchste Berg im Zentrum des Nationalparks. Er ist eines der beliebtesten Ziele für Wanderer in der Region. Vom Gipfel aus lässt sich der Große Inselberg in Thüringen und der Köterberg im Weserbergland erkennen. Auch können Sie bis zum Petersberg nach Halle an der Saale schauen. Bei optimalen Sichtverhältnissen erkennen Sie sogar die Rhön und das Rothaargebirge am Horizont.

Blick auf den Brocken im Harz, einer der Nationalparks in Deutschland

Rund um den stolzen Berg wartet eine wild-romantische Landschaft auf ausgedehnte Spaziergänge, durch dichte Laub- und Nadelwälder, vorbei an fröhlich plätschernden Gebirgsbächen, steilen Bergzügen, kargen Bergheiden und dunklen Moorlandschaften. In dieser abwechslungsreichen Naturlandschaft haben rund 7.200 Tier- und Pflanzenarten ein geschütztes Zuhause gefunden. Sie können den Park auf eigene Faust erkunden oder an einer der geführten Touren teilnehmen. Auf einer Ranger-Wanderung erfahren Sie allerhand Wissenswertes rund um den Nationalpark, seine Tiere sowie Pflanzen und entdecken so manches Detail, dass Sie allein sicherlich übersehen hätten.

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Geocaching: Die GPS-unterstützte Schnitzeljagd ist in den dichten Wäldern des Nationalparks besonders abenteuerlich. Es sind einige Caches ausgelegt. Die GPS-Daten der Caches finden Sie unter anderem auf der Webseite www.geocaching.com.

5. Nationalpark Wattenmeer in Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen

Eine völlig andere Kulisse erwartet Sie bei einem Besuch des Nationalparks Wattenmeer. Nationalpark ist eben nicht gleichbedeutend mit Wald und Wiesen. Der Nationalpark Wattenmeer besteht streng genommen aus drei Wattenmeer-Teilen in Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen. Mit einem Mietwagen ab Hamburg können Sie alle Teile des Nationalparks erkunden. Sowohl das deutsche als auch das niederländische Wattenmeer nahm die UNESCO 2009 in die Liste des Weltnaturerbes auf. 2014 kam noch das dänische Wattenmeer hinzu.

Gänzliche andere Kulisse: Der Nationalpark Wattenmeer

Die nordischen Wattlandschaften wirken auf den ersten Blick zwar karg, sind aber nach den tropischen Regenwäldern das zweitproduktivste Ökosystem der Erde. Die Bewohner dieses Nationalparks in Deutschland sind allerdings recht klein und nur schwer zu entdecken. Dazu gehören verschiedene Muschelarten, Kieselalgen, Würmer, Schnecken und Garnelen. Die größeren Bewohner des Wattenmeers können Sie per Schiff besuchen. Regelmäßig fahren Boote zu den Seehundbänken oder laden zu Vogelbeobachtungstouren ein. Es gibt auch die Möglichkeit, an einem Schaufischen teilzunehmen. Dies ist für Tierfreunde in jedem Fall geeignet, denn der Netzfang wird nach einer näheren Betrachtung unversehrt wieder ins offene Meer entlassen.

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Eine Seehundbank in der Nordsee

Symbol Hinweis Hinweis
Gehen Sie niemals auf eigene Faust ohne einen einheimischen Führer hinaus ins Watt! Die Gefahren durch die zurückkehrende Flut oder eventuelle Wetterumschwünge sind für Besucher von außerhalb nicht einschätzbar.

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