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Rundreise durch Katalonien: Von Barcelona an die Küste und in die Pyrenäen

von billiger-mietwagen.de-Redaktion

Barcelona, Surrealismus und eine irgendwie besondere Kultur, die sich unter anderem durch eine eigene Sprache vom Rest Spaniens abgrenzt. Soweit meine Vorstellung, bevor ich meine Rundreise durch Katalonien antrat. Am Flughafen in Girona empfingen mich milde 19 Grad bei strahlendem Sonnenschein und mein Mietwagen, mit dem es direkt nach Barcelona ging. Lesen Sie hier, welche Orte ich besucht habe und was Sie auf Ihrer Rundreise durch Katalonien auf keinen Fall verpassen sollten.

Stationen der Katalonien-Rundreise

Start: Barcelona 1. Station: Figuerés (Dalí-Museum)
2. Station: Cadaqués 3. Station: Roses
4. Station: Queralbs 5. Station: Pedraforca
6. Station: Berga Ziel: Barcelona

 


Start: Rundreise ab Barcelona

sagrada-familia_barcelona_spanien_105502541© valeryegorov – Fotolia.com

Starten Sie Ihre Rundreise durch Katalonien am besten von Barcelona aus. Die Metropole am Mittelmeer ist voll von Sehenswürdigkeiten, teils unübersehbar, teils versteckt. Ich hatte das Glück, dass ich mit einem gebürtigen Barcelonar unterwegs war, der mich völlig stressfrei durch die Stadt und – sehr hilfreich – zu den wichtigsten Insider-Parkplätzen führte.

Top-Highlight in Barcelona ist sicherlich die Sagrada Familia, einer der spektakulärsten Sakralbauten überhaupt und Lebenswerk des berühmten Baumeisters Antoni Gaudí. Der Bau der Kathedrale wird allein durch Spenden finanziert, weshalb er seit mehr als 130 Jahren im Gange ist. Trotz Baustellen-Charakter ist die Sagrada Familia aber schon jetzt unheimlich eindrucksvoll, besonders wenn die Abendsonne die Fassade in orangegetöntes Licht taucht.

Laufen Sie von dort weiter zum Montjuïc, Barcelonas Hausberg, auf dem pompös das gleichnamige Castell thront, einst Stadtfestung und heute Militärmuseum. Spektakulärer als die Burg ist aber der phänomenale Ausblick über die Stadt vom Palau Nacional über die Sagrada Familia bis zum Stadtstrand. Dorthin können Sie sich am Abend relaxt in den Sand setzen und einen zauberhaften Sonnenuntergang erleben.

Ganz oben auf Ihrer Liste der Sehenswürdigkeiten sollte der Park Güell stehen, eine märchenhaft gestaltete Grünanlage von Gaudí mit bunten Mosaiken, Torbögen und „Knusperhäuschen“.

Als guter Tourist müssen Sie auch den Ramblas einen Besuch abstatten, Barcelonas gigantischer Einkaufsmeile, die sich durch mehrere Stadtviertel zieht. (Vorsicht vor Taschendieben! Ich wurde auf den Ramblas mindestens 20-mal darauf hingewiesen.) Besonders gut gefallen hat mir das Altstadtviertel Barri Gótic mit seinen verwinkelten Gässchen, originellen Galerien und Geschäften, Straßenkünstlern und einer prächtigen Kathedrale.

Für den Abend finden Sie in Barcelona jede Menge Clubs und Musikbars für jeden Geschmack.

Mein Tipp, vor allem für den studentischen Geldbeutel:

Das „Nevermind“ im Barri Gótic. Uriges Rock-Ambiente, Popcorn und allabendliche Happy Hour mit katalanischem Bier (mein Favorit: Estrella) für gerade mal 1 €! 

Von den katalonischen Köstlichkeiten haben wir vor allem den Süßkram probiert. An jeder Ecke gibt es Konditoreien mit Schoko-Churros, Flan Caramelo und Coca (Früchtekuchen mit Pinienkernen) – sehr, sehr lecker. Außerdem finden Sie in Barcelona einige der besten Tapas-Bars Spaniens!

Wer viel Zeit hat, sollte sich auch das Katalanische Nationalmuseum (Palau Nacional) mit seiner Riesensammlung mittelalterlicher Kunst ansehen. Ich selbst musste mich zeitlich ein bisschen einschränken und habe mich deshalb für das kleinere zeitgenössische Kunstmuseum MACBA entschieden: internationale moderne Kunst, ganz nett, aber wenig spektakulär.


1. Station: Salvador Dalí-Museum in Figuerés

© Gabriel Pall – Fotolia.com
Das wohl eindrucksvollste Kunstmuseum der Region und eins der meistbesuchten Reiseziele in Katalonien ist das Salvador Dalí-Museum in Figuerés, knapp anderthalb Stunden von Barcelona entfernt. Neben den berühmtesten Werken Dalís finden Sie hier auch bedeutende Arbeiten anderer surrealistischer Künstler. Von außen wie von innen absolut sehenswert! Mehr zu den Öffnungszeiten und Preisen erfahren Sie hier …


2. Station: Cadaqués – Künstlerort an der katalanischen Küste

© pure-life-pictures – Fotolia.com
Nun geht Ihre Rundreise an Kataloniens raue Küste. Cadaqués liegt auf der Halbinsel Cap de Creus und ist ein Fischerdorf wie aus dem Bilderbuch, das – angezettelt durch Salvador Dalí – zum Inspirationsort vieler Künstler wurde. Am Hafen erinnert dementsprechend auch eine lebensgroße Statue an den Surrealisten, der hier seine Kindheit verbrachte. Hier können Sie entlang der Promenade schlendern und mit Blick auf das Meer mit seinen schaukelnden Booten relaxen.


3. Station: Roses – raue Natur der Costa Brava

strand-roses_costa-brava_katalonien_spanien_84063544© nito – Fotolia.com

Mein Highlight auf der Küstenroute ist eines der unbekannteren Reiseziele in Katalonien: das wenige Kilometer von Cadaqués entfernte Roses, ein paradiesischer Abschnitt der Costa Brava, mit grünen Hügeln, steilen Klippen und einsamen Sandbuchten, fernab vom Tourismus.

Wer hier mit dem Mietwagen unterwegs ist, erlebt eine wirklich phänomenale Panoramafahrt! Anschließend sollten Sie das Auto parken und das Naturschutzgebiet zu Fuß erkunden. Sie werden rasch eine menschenleere Bucht finden und können mit Blick auf den Ozean in erholsamer Abgeschiedenheit ein Picknick genießen oder baden gehen.


4. Station: Queralbs – Geheimtipp für die Katalonien-Rundreise

Queralbs, ein preisgekröntes Bergdorf, habe ich auf meiner Rundreise durch Katalonien ganz zufällig entdeckt.

© asfloro – Fotolia.com
Als ich dort ankam, dämmerte es schon und das Dorf lag verlassen und mucksmäuschenstill inmitten der majestätischen Vor-Pyrenäen. Romantische Steinbauten, hie und da ein Kätzchen, ein kleiner Brunnen mit Wasserfall und eine wunderschöne, beleuchtete Kirche – hier herrscht ein absolut authentisches katalanisches Bergdorf-Flair! Von Queralbs aus gibt es viele Wanderwege unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade. Sie können aber auch einfach einen kleinen Spaziergang durch das Wäldchen unternehmen, das direkt an das Dorf grenzt.


5. Station: Pedraforca – Bergwanderung für Outdoor-Fans

Die dramatische Bergkulisse in Nordwest-Frankreich zählt zu den Top-Reisetipps in Katalonien für Outdoor-Fans.

Halten Sie am Aussichtspunkt in Saldes und erleben Sie von hier aus den ersten bleibenden Eindruck von der massiven Bergkette der Sierra de Cadi mit den alles überragenden, schneebedeckten Gipfeln des Pedraforca: Die zwei Bergspitzen liegen in 2.497 (Pollegó Superior) und 2.491 (el Calderer) m Höhe und bieten vor allem bei blauem Himmel einen majestätischen Anblick.

Von Saldes aus können Sie in einer siebenstündigen Wanderung bis auf die Gipfel gelangen, vorbei an tiefen Schluchten, Berghütten und Wasserfällen.


6. Station: Berga – Kataloniens größtes Volksfest

© ackF – Fotolia.com
Neben zwei hübschen Kirchen und einer passablen Burgruine hat das Städtchen Berga zwar keine klassischen Sehenswürdigkeiten zu bieten. Allerdings bietet sich die Stadt perfekt als Zwischenstopp an, wenn Sie auf Ihrer Rückkehr von den Pyrenäen nach Barcelona müde werden. Hier finden Sie einige nette Berghotels mit Blick auf die Hochebene Berguedà. 400 m über der Stadt haben Sie vom Balcó de Catalunya einen atemberaubenden Ausblick auf einen See und über das Felsmassiv des Monserrat.

Tipp

Wenn Sie Ihre Rundreise durch Katalonien im Frühjahr starten, sollten Sie Berga zu Fronleichnam einen Besuch abstatten. Dann erwacht der beschauliche Ort zum Leben – mit dem dreitägigen Festa de La Patum, dem größten Fest der Region und immateriellem UNESCO-Weltkulturerbe. Sie erwartet ein Kultur-Spektakel der Extraklasse: Musik-Darbietungen, Volkstheater mit traditionellen Figuren aus der Region und phänomenale Feuershows!


Ziel: Barcelona

Nach Ihrer Begegnung mit der Kunst, Kultur und Natur einer fabelhaften Region Spaniens können Sie zurück in Barcelona Ihre Rundreise durch Katalonien entspannt Revue passieren lassen.

Was mich an der Region besonders beeindruckt: Ob in Barcelona oder in den Dörfern – wo immer ich auf meiner Rundreise durch Katalonien Rast machte, wurde ich freundlich empfangen. Mich hat dabei vor allem entzückt, wie gut die Verständigung in zwei Sprachen funktioniert hat, in Spanisch und Katalanisch. Aber auch über die Sprache hinaus unterscheidet sich die katalanische Kultur in vielen Punkten vom Rest Spaniens, von der Geschichte über die Bräuche bis zum Stierkampfverbot. Diese kulturelle Sonderstellung hat mich, neben Barcelona und einer wirklich traumhaft facettenreichen Natur, an Katalonien besonders fasziniert.
Titelbildquelle: #87600355 | Urheber: © pure-life-pictures – Fotolia.com


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