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Die 10 Top-Sehenswürdigkeiten in Amsterdam

Malerische Grachten, windschiefe Backsteinhäuser, weltoffene Bewohner – Willkommen in Amsterdam! Die Hauptstadt der Niederlande ist mit Fug und Recht eins der beliebtesten Reiseziele in Europa. Einen Besuch in der Grachten-Stadt werden Sie so schnell nicht vergessen. Wir geben Ihnen einen Überblick über die Top-Sehenswürdigkeiten in Amsterdam.

Amsterdams Sehenswürdigkeiten im Überblick
1. Grachten
2. Jordaan
3. Anne-Frank-Haus
4. Westerkerk
5. Museumsplein
6. Oude Kerk und Begjinhof
7. Dam und Königspalast
8. Artis Zoo
9. Vondelpark
10. Heineken Brauerei

Karte der Sehenswürdigkeiten in Amsterdam


 

1. Grachten

Am besten ist Amsterdam wohl für seine Grachten bekannt. Die gesamte Innenstadt ist durchzogen von einem System aus Kanälen und Brücken, das sich ringförmig um den Stadtkern gliedert. Die Grachten wurden seit dem 17. Jahrhundert künstlich angelegt und dienten gleich mehreren Zwecken. Sie waren zum einen Verkehrswege zwischen den zahlreichen Lagerhäusern und Kontoren der Stadt. Zum anderen dienten Sie der Verteidigung und zeitweise auch als Mülldeponie und Abwasserkanal. Heute sind die meisten Grachten für den Verkehr kaum noch relevant und lediglich schön anzusehen. Gemeinsam mit den hunderten Brücken verleihen sie Amsterdam aber seinen unverwechselbaren Charme.

Die drei größten und bekanntesten Grachten sind Herengracht, Keizersgracht und Prinsengracht. Verpassen Sie es auf keinen Fall, eine Rundfahrt zu machen, denn vom Boot aus haben Sie einen noch besseren Blick auf die Häuserzeilen der alten Stadtvillen.

Sie wollten immer schon mal zwischen den Grachten feiern und lieben Feuerwerk? Silvester in Amsterdam ist ein riesen Spaß und ein unvergleichliches Erlebnis.

Gracht in Amsterdam© mtsaride – Adobe Stock

2. Top-Sehenswürdigkeit im Herzen Amsterdams: Jordaan

Das einstige Arbeiterviertel Jordaan ist heute die angesagteste Gegend in Amsterdams Zentrum. Bereits im 17. Jahrhundert erbaut, herrschte in diesem Viertel lange Zeit Armut und die Grachten waren Mülldeponien. Heute kann man davon nichts mehr erkennen, denn Jordaan hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einer beliebten Gegend für Kreative, Künstler und Prominente entwickelt. Hier gibt es zahlreiche Galerien, Restaurants und Geschäfte. Wer das perfekte Fotomotiv finden möchte, ist in Jordaan genau richtig. Die bunten Häuser unterschiedlichster Baustile verdeutlichen ein Bisschen den entspannten Lebensstil der Amsterdamer.

Symbol Restaurant Café-Tipp
Im Süden grenzt Jordaan an die Leidsegracht. Dort um die Ecke ist der Leidseplein mit dem Hotel Hampshire -Amsterdam Americain. Verpassen Sie nicht auf einen Kaffee im Café Américain vorbeizuschauen. Das stylische Kaffeehaus ist ein beliebter Treffpunkt für Künstler und Schauspieler

3. Das Anne-Frank-Haus: auf den Spuren einer Zeitzeugin

Gegenüber von Jordaan und zwischen Kaizersgracht und Prinsengracht liegt das Anne-Frank-Haus. Das unscheinbare Haus war von 1942 bis 1944 das Versteck der Familien Frank und van Pels vor der deutschen Gestapo. Im August 1944 wurden die beiden jüdischen Familien verraten und deportiert. Nur das Tagebuch der gerade 15-jährigen Anne Frank blieb erhalten. Es ist bis heute ein einmaliges Zeugnis dieser düsteren Zeit.

Seit den 1960er Jahren ist das Haus an der Prinsengracht 263 ein Museum und wurde um einen Neubau erweitert. Bis heute ist das Versteck im Hinterhaus erhalten geblieben und für Besucher zugänglich. Die Ausstellung in den übrigen Räumen des Hauses erzählt die Geschichte der Familie Frank und vermittelt ein Bild vom jüdischen Leben in Amsterdam vor und während der deutschen Besetzung. Hier können Sie auch Originalseiten aus den Tagebüchern von Anne Frank betrachten. Neben der Dauerausstellung gibt es Wechselausstellungen zu verschiedenen Aspekten der Judenverfolgung und Anne Franks Leben sowie Lesungen und andere Veranstaltungen.

  • Adresse: Prinsengracht 263-267, 1016 GV Amsterdam
  • Eintritt: 9 €/4,50 € (ermäßigt)

Blick auf das Anne-Frank-Haus © dennisvdwater – Adobe Stock

4. Die Westerkerk: hinauf zum höchsten Turm Amsterdams

Direkt neben dem Anne-Frank-Haus befindet sich die Westerkerk. Die protestantische Kirche fällt mit ihrer Renaissance-Fassade sofort ins Auge. Auffällig ist das Gotteshaus aber vor allem wegen des 85 m hohen Turms, den Sie an Werktagen zwischen 10 und 20 Uhr besteigen können. Der Aufstieg lohnt sich, denn von der Plattform bietet sich Ihnen ein atemberaubender Blick über die Dächer von Amsterdam. Kurios ist, dass der Turm, seit der Besetzung durch die Franzosen 1795, zur Stadt Amsterdam gehört, das Gotteshaus aber Eigentum der Evangelischen Kirche ist.

Der Westermarkt, der Platz rund um die Westerkerk, lädt Besucher zum Verweilen ein. Auf der Rückseite der Kirche befindet sich ein großes steinernes Dreieck. Dieses Homomonument genannte Denkmal erinnert an die homosexuellen Frauen und Männer, die von den Nationalsozialisten verfolgt wurden.

  • Adresse: Prinsengracht 279, 1016 GW Amsterdam
  • Eintritt (Kirche): kostenlos
  • Eintritt (Turm): 8 €

Blick auf die Westerkerk© Dan Race – Adobe Stock

5. Museumsplein: viel Platz für Kunst

Der Museumsplein ist eine der größten Freiflächen in der Innenstadt von Amsterdam. Der monumentale Platz wird dominiert vom palastartigen Rijksmuseum. Dieses niederländische Nationalmuseum vereint große Kunst von Rembrandt, Vermeer und vielen weiteren berühmten Künstlern des sogenannten Goldenen Zeitalter der Niederlande Diese Ära der kulturellen Blüte dauerte fast das gesamte 17. Jahrhundert lang an. Neben den Werken der europäischen Malerei zegt das Rijksmuseum auch zahlreiche Exponate aus Asien und den ehemaligen niederländischen Kolonien. Auf dem Platz direkt vor dem Gebäude befindet sich ein großer Aufsteller des Stadtmarketings I amsterdam. Der Schriftzug ist der perfekte Ort für einen Schnappschuss.

© Anibal Trejo – Adobe Stock

Unweit des Rijksmuseum liegt das Van Gogh Museum. Das moderne Gebäude beherbergt rund 600 Werke des bekannten niederländischen Malers Vincent Van Gogh und weitere Werke zeitgenössischer Künstler wie Courbet oder Monet. Bestaunen Sie hier die leuchtende Farbenpracht der Gemälde Van Goghs. Die Ausstellung zeigt nicht nur die berühmtesten Bilder des Malers, sondern bietet auch einen interessanten Einblick in das Künstlerleben seiner Zeit.

Ebenfalls am Museumsplein gelegen, ist das Stedelijk Museum, Amsterdams Adresse Nr. 1 für moderne Kunst. Neben dem eher unscheinbaren Altbau befindet sich ein futuristischer neuer Gebäudeteil, der verdeutlicht, wie gerne die Niederländer etwas Neues wagen. Obwohl er ein wenig an eine große Badewanne erinnert, ist der Neubau ein sehenswertes Beispiel zeitgenössischer Architektur.

Abgerundet wird der Museumsplein vom Koninklijk Concertgebouw, einer der wichtigsten Spielstätten für klassische Musik weltweit. Der reich verzierte Große Saal hat eine beeindruckende Akustik. Musik-Fans sollten also auf keinen Fall einen Konzertbesuch verpassen.

  • Adresse: Museumpromenade, 1079 RA Amsterdam
  • Eintritt (Rijksmuseum): 17,50 €
  • Eintritt (Van Gogh Museum): 17 €/Kinder frei
  • Eintritt (Stedelijk Museum): 17,50 €/8,75 € (ermäßigt)

Stedelijk Museum Amsterdam© ahavelaar – Adobe Stock

Symbol Tipp Drei Tage Amsterdam
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6. Heilige Stätten im Rotlichtviertel von Amsterdam: Oude Kerk und Begjinhof

Die Oude Kerk (Alte Kirche) ist das älteste Gebäude Amsterdams. Die Fundamente für das Gotteshaus wurden bereits um 1213 gelegt und im Laufe des 14. Jahrhunderts dann mit der heute noch stehenden Kirche bebaut. Wenn Sie in das alte Gemäuer eintreten, wird Ihnen sofort die dunkle Holzdecke auffallen. Dabei handelt es sich um das älteste erhaltene mittelalterliche Holzgewölbe in Europa. Die Kirche wurde bereits von den ersten Händlern und Seefahrern Amsterdams als letzte Ruhestätte genutzt. Wenn Sie zu Boden schauen, können Sie immer noch die alten Grabplatten erkennen.

Die Oude Kerk steht inmitten des berüchtigten Rotlichtviertels De Wallen. Das Viertel um die Kirche ist das größte und bekannteste Rotlichtviertel Amsterdams. De Wallen ist ein großer Touristenmagnet, denn viele Prostituierte bieten sich in Schaufenstern an. Neben den Bordellen gibt es aber auch gewöhnliche Bars und einige Coffeeshops.

Wenn Sie De Wallen Richtung Süden durchqueren, gelangen Sie zum Begjinhof, einem weiteren religiösen Ort im pulsierenden Zentrum Amsterdams. Versteckt hinter kleinen Häuschen, manche davon noch aus dem 17. Jahrhundert, liegt ein parkartiger Innenhof, der früher von Beginen bewohnt wurde. Die Beginen hielten sich an einen klösterlichen Lebensstil, legten jedoch kein Gelübte ab wie etwa Nonnen. Noch heute ist der Begijnhof ein Ort der Ruhe inmitten des lebensfrohen Amsterdams.

  • Adresse: Oudekerksplein 23, 1012 GX Amsterdam
  • Eintritt: kostenlos

Innenraum der Oude Kerke© Eoghan OLionnain

7. Die königliche Mitte der Stadt: der Dam

Der Dam ist nicht nur der zentrale Platz Amsterdams, sondern auch gleichzeitig sein Namensgeber, denn hier errichteten die Gründer der Stadt im 13. Jahrhundert einen Damm im Fluss Amstel. Heute ist der Platz ein beliebter Treffpunkt und ein Verkehrskontenpunkt im Stadtzentrum. Der Paleis op de Dam, der Königspalast, überragt den Platz. Das Stadtschloss der niederländischen Königsfamilie dient repräsentativen Zwecken und als Unterkunft für Staatsgäste. Trotzdem ist es für die Öffentlichkeit zugänglich. Bei einer Führung erfahren Sie alles über das Goldene Zeitalter der Niederlande, die Zeit der Republik und das Königshaus. Lange Zeit war der Paleis op de Dam, das damalige Stadthaus, das größte nicht-klerikale Gebäude in Europa.

Auf der anderen Seite des Dam befindet sich das Nationalmuseum. Das symbolträchtige Denkmal aus dem Jahr 1956 erinnert an die Opfer der deutschen Besetzung im Zweiten Weltkrieg.

  • Adresse: Dam, 1012 HG Amsterdam
  • Eintritt: 10 €/9 € (ermäßigt)

Der Dam mit dem königlichen Palast© ake1150 – Adobe Stock

8. Bunt wie die Stadt selbst: Artis

So divers wie Amsterdam selbst ist auch Artis, der zoologischen Garten im Osten des Stadtzentrums. Umgeben von Grachten ist der Zoo die Heimat von über 8000 Tieren. Unter dem Motto „Die Natur ist Lehrmeisterin der Kunst“ ist Artis heute mehr als nur ein Tierpark. Der älteste Zoo des europäischen Festlands umfasst ein Planetarium, ein Aquarium, eine Bibliothek und das Zoologische Museum. Natürlich ist zwischen den zahlreichen Gehegen, Terrarien und Ställen auch für Ihr leibliches Wohl gesorgt: das Café und Restaurant Plantage erinnert an koloniale Bauten in den Tropen und versorgt Sie mit feinen Speisen und Getränken.

Ein besonderes Highlight von Artis ist Micropia, der weltweit erste Zoo für Viren und Bakterien. Mit Mikroskopen, Lupen und Animationen können Sie die Welt der Mikroben erkunden. Der Bakterien-Scanner verrät Ihnen die Lieblingsplätze von Bakterien an Ihrem Körper und mit welchen Bakterien wir Tag für Tag zusammenleben. Ein Besuch in Micropia ist nichts für schwache Nerven, aber ein sehr spannendes Erlebnis.

Wer danach noch mehr Natur braucht, dem können wir das Tropenmuseum und den Botanischen Garten direkt nebenan empfehlen.

  • Adresse: Plantage Kerklaan 38-40, 1018 CZ Amsterdam
  • Eintritt: 21,50 €/18 € (ermäßigt)

Fisch im Aquarium des Artis Zoos© Markus Keuter

9. Das grüne Herz der Stadt: der Vondelpark

Der Vondelpark, benannt nach dem niederländischen Nationaldichter Jost van den Vondels, ist das grüne Herz Amsterdams. Hier können Sie Sport treiben, ohne Verkehr Fahrrad fahren oder einfach bei einem Kaffee die Ruhe genießen. Ein Besuch im Blauen Teehaus lohnt sich eigentlich immer, vor allem, wenn Sie das Lebensgefühl der Amsterdamer kennenlernen wollen. Im Sommer finden im Vondelpark im Rahmen des Vondelpark Openluchttheater auch zahlreiche kulturelle Veranstaltungen statt.

  • Adresse: Vondelpark, Amsterdam
  • Eintritt: kostenlos

© phaelshoots – Adobe Stock

Symbol Tipp Raus aus der Stadt
Ein großer Vorteil der niederländischen Hauptstadt ist die Nähe zur Nordsee. Wer sich einen Mietwagen in Amsterdam besorgt, ist innerhalb von ca. 30 Minuten am Meer.

10. Ort alter Brautradition: die Heineken Brauerei

Auch Bierliebhaber kommen in Amsterdam auf ihre Kosten. In der ehemaligen Heineken Brauerei an der Stadhouderskade befindet sich heute die Heineken Experience, ein interaktives Biermuseum. Hier lernen Sie die Brauereikunst kennen und bekommen einen Einblick in die Firmengeschichte von Heineken. Im Anschluss an eine Führung erhalten Sie pro Eintrittskarte zwei Freigetränke.

Neben der größten Marke Heineken gibt es in Amsterdam auch noch weitere kleine Brauereien. In vielen Bars können Sie sich durch die Vielfalt der niederländischen Bierkultur probieren.

  • Adresse: Stadhouderskade 78, 1072 AE Amsterdam
  • Eintritt: 16 €/12,50 € (ermäßigt)

Braukessel der Heineken Brauerei© Maria Eklind

Titelbildquelle: # 114697673 | Urheber: © boule1301 – Adobe Stock

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