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Psst: Top 5 Geheimtipps für Berlin

von billiger-mietwagen.de-Redaktion
Top 5-Geheimtipps für Berlin: Beelitz-Heilstätten und Co.

Kleine See-Schlösschen, Märcheninseln und gespenstisch schöne DDR-Relikte: Berlin hat so manch unentdeckte Ecke und verlassenen Ort zu bieten, die Reisen in die Hauptstadt noch lohnenswerter machen. Selbst reguläre Berlin-Trotter sollten die folgenden fünf Plätzchen bei einem Ausflug daher nochmal genauer unter die Lupe nehmen. Und wer weiß – vielleicht ist bei dem einen oder anderen unserer Geheimtipps für Berlin ja auch eine nützliche Info für alteingesessene Hauptstädtler dabei. Viel Feez!

Geheimtipps für Berlin: die Top 5 im Überblick
1. Liebermann-Garten und die Villa am Wannsee
2. Pfaueninsel
3. Beelitz Heilstätten
4. Teufelsberg
5. Top-Tipp: Spreepark Plänterwald


 

1. Berlin-Geheimtipp: der Liebermann-Garten und die Villa am Wannsee

„Mein kleines Schloss am See” – so nannte der deutsche Maler und Grafiker Max Liebermann sein sommerliches Anwesen am Wannsee, das er 1909 erbauen ließ. Infolge seiner Rückkehr nach Berlin zog er sich gerne hierher zurück, um abseits vom Trubel der Stadt an seinem Spätwerk zu arbeiten.
Berlin-Geheimtipp: der Liebermann-Garten und die Villa am Wannsee© Max Liebermann-Gesellschaft, Berlin

Und produktiv war der ehemalige Präsident der Berliner Akademie der Künste in dieser Zeit allemal: Rund 200 impressionistische Gemälde entstanden in dem 7.000 Quadratmeter großen Garten der Villa, dessen Blumenpracht, verwinkelte Ecken und eindrucksvolle Farben in verschiedenen Darstellungen des Künstlers verewigt sind.

Dank dieser Vorlagen konnten die Grünanlage und das „Schloss” von 2002 bis 2006 wiederhergestellt und zu einem Museum umfunktioniert werden. Im Obergeschoss gibt es die damals entstandenen Gartenbilder live zu bewundern, die den Wannsee, die Blumenterrassen und weitreichenden Grünflächen in all ihrer Vielfalt wiedergeben. Am liebsten würde man eines der Gemälde in die Hand nehmen und den dazu passenden Ort gleich im Garten suchen.

Das Café der Villa am Wannsee ist ein echter Berlin-Geheimtipp!© Max Liebermann-Gesellschaft, Berlin

Im Erdgeschoss können Sie sich an diesem Berlin-Geheimtipp anschließend über Leben und Wirken Liebermanns sowie die abenteuerliche Geschichte seines Sommerhauses informieren: So befand sich die Villa lange Zeit in Besitz der Reichspost, wurde dann zum Lazarett umfunktioniert und schließlich Sitz eines Tauchvereins. Vergessen Sie aber nicht, nicht nur den Kopf, sondern auch den Magen zu füllen: Das Café Max hat erstklassige Kuchen und Quiches, die Sie mit Blick auf den Wannsee genießen sollten.

Anfahrt und Parken

Mit dem Mietwagen ab Berlin Hauptbahnhof brauchen Sie rund 30 min Autofahrt – am schnellsten geht es über die A115. Vor dem Museum selbst stehen nur begrenzt Parkplätze zur Verfügung. Allerdings gibt es 500 Meter weiter einen großen öffentlichen Parkplatz an der Straßenecke „Am Großen Wannsee/ Zum Heckeshorn“.

2. Reisetipp: Berlins Pfaueninsel

Nicht ganz so geheim, dafür aber ein super Tipp: die Pfaueninsel im Südwesten Berlins! Die unter Naturschutz stehende Insel ist unter Berlinern seit jeher ein beliebtes Ausflugsziel, um den stressigen Alltag hinter sich zu lassen und im kleinen Paradies auszuspannen.

Die zauberhafte Pfaueninsel als heißer Reisetipp für Berlin: eine tolle Landschaft!© aldorado – Fotolia.com

Nach einer kurzen Fährfahrt betreten Sie hier eine kleine Märchenwelt, die ihrem Namen mit zig freilaufenden Pfauen alle Ehre macht. Um die Rasenpflege braucht man sich auf dem UNESCO-Weltkulturerbe übrigens auch keine großen Sorgen zu machen – vier majestätische Wasserbüffel grasen zur Sommerzeit in aller Ruhe alles ab, was der Rasenmäher nicht schafft.

Der 67 Hektar große Landschaftspark hat eine lange Geschichte: Während er im 17. Jahrhundert noch als Betriebsort einer Kaninchenzucht diente, wurde er ein Jahrhundert später zur Sommerresidenz der Königsfamilie. Das eindrucksvolle Gebäude der damals errichteten Meierei können Sie noch heute an diesem Ausgehtipp für Berlin bewundern.

Pfauen gibt es an diesem Berlin-Geheimtipp ebenfalls zu bewundern.© www.no92.de – Fotolia.com

Üppige Rosengewächse, alte Eichen und idyllische Laubengänge – nicht umsonst diente dieses schöne Fleckchen Erde bereits als Hintergrundkulisse mehrerer Edgar-Wallace-Filme. Aber auch Autoren wie Theodor Fontane ließen sich von den vielfältigen Landschaftsbildern zu lyrischen Höhenflügen inspirieren, die die Stimmung auf der Pfaueninsel Berlins perfekt wiedergeben:

„Wie ein Märchen steigt ein Bild aus meinen Kindertagen vor mir auf: Ein Schloss, Pfauen sitzen auf hoher Stange oder schlagen ein Rad, Springbrunnen, überschattete Wiesen, Schlängelpfade, die überall hinführten und nirgends …“ Theodor Fontane

Anfahrt zur Pfaueninsel

Die schöne Insel ist – der Umwelt zuliebe – autofrei. Einen Parkplatz gibt es allerdings in der Nähe der Anlegestelle im Nikolskoer Weg, den Sie mit dem Mietwagen ab Berlin Hauptbahnhof innerhalb von 37 Minuten Autofahrt erreichen. Hierfür folgen Sie einfach der A115 in Richtung Potsdam. Nachdem Sie Ihren Wagen auf dem Waldparkplatz abgestellt haben, geht es rund 300 Meter weiter direkt zur Anlegestelle der Fähre. Die Überfahrt kostet rund 4 Euro, die Fähre verkehrt in einem Takt von rund 15 Minuten.

Betriebszeiten der Fähre zur Pfaueninsel

  • November bis Februar: täglich 10 Uhr – 16 Uhr
  • März und Oktober: täglich 9 Uhr – 18 Uhr
  • April und September: täglich 9 Uhr – 19 Uhr
  • Mai bis August: täglich 8 Uhr – 20 Uhr

3. Die Beelitz Heilstätten: Geheimtipp für Berlin mit Gruselflair

Was haben „Der Pianist“, „Operation Walkyrie“ und „Männerpension“ gemeinsam? Richtig – sie alle bieten in der einen oder anderen Szene eine fast unheimlich anmutende Hintergrundkulisse, die Sie auf diesem Ausflugstipp ab Berlin selbst einmal besichtigen können.

Die 1898 eingerichteten Beelitz-Heilstätten war vielen Berlinern bislang nur als Name einer Bahnstation ein Begriff. Mittlerweile haben sich die Arbeiter-Lungenheilstätten jedoch auch einen Namen als gruseligster Krankenhauskomplex Deutschlands gemacht.

Die Beelitz-Heilstätten: ein schaurig-schöner Geheimtipp für Berlin© Grischa Georgiew – Fotolia.com

Das verlassene Klinikareal, bestehend aus 60 denkmalgeschützten Gebäuden, deckt eine stolze Fläche von rund 200 Hektar ab und steht in Verruf, ein Hort mystischer Erscheinungen und des Spuks ruheloser Geiste zu sein. Kein Wunder – im Ersten und Zweiten Weltkrieg waren die Heilstätten, die während dieser Zeit als Lazarett und Sanatorium dienten, Todesort unzähliger erkrankter und verwundeter Soldaten. Die Heilstätten selbst wurden ebenso wenig von den Zerstörungen des Krieges verschont. Nachdem sie 1945 von der Roten Armee übernommen wurden, diente der Komplex bis 1994 als größtes ausländisches Militärhospital der sowjetischen Armee.

Eingangshalle in den Beelitz-Heilstätten: Top-Tipp für Berlin-Reisende© Grischa Georgiew – Fotolia.com

Bisherige Bemühungen, dem brachliegenden Klinikgelände neues Leben einzuhauchen, sind bislang immer wieder gescheitert. Inzwischen wurde jedoch zumindest die alte Männerheilstätte zu einer Reha-Klinik umfunktioniert. Magisch anziehend ist dieser Geheimtipp in Berlin jedoch auch für Reisende: Als einer der beliebtesten unter den verlassenen Orten Europas gelten die Beelitzer Heilstätten als schaurig-schönes Ausflugziel für Geheimnisentdecker und Hobby-Geisterjäger. Führungen und Fototouren über das denkmalgeschützte Gelände werden sowohl im Teil der Frauenheilstätte (u. a. von go2know, 1 Stunde Gebäudeführung kostet 10 Euro) als auch im Männerareal („Mottenausflug“ für rund 2 Stunden, Kosten 5 Euro) angeboten.

Anfahrt zu den Beelitz Heilstätten

Wieder geht es mit dem Mietwagen ab Berlin Hauptbahnhof über die A 115 in Richtung Potsdam. Hier wechseln Sie auf die A9 Richtung Leipzig und nehmen die Ausfahrt Beelitz-Heilstätten. Nach rund 50 Minuten Autofahrt finden Sie direkt vor der Anlage überall kostenfreie Parkmöglichkeiten.

4. Der Teufelsberg: Abhörstation der Alliierten als geheimer Berlin-Tipp

James Bond– und Spionagefilm-Fans aufgepasst: Auf dem Berliner Teufelsberg in Charlottenburg haben Sie die Möglichkeit, ein echtes Relikt aus der Zeit des Kalten Krieges zu bewundern. Die ehemalige Abhörstation der Alliierten erkennen Sie bereits vom Weiten an der markanten weißen Kuppel, die in rund 120 Metern Höhe einsam auf dem Trümmerberg thront.

Geheimtipp für Berlin: ein Besuch beim Teufelsberg mit seiner Abhörstation.©  flyingcam – Fotolia.com

Das ab den 1950ern von der National Security Agency (NSA) betriebene Gebäude war dabei bis zur Wiedervereinigung u. a. Teil des weltweiten Spionagenetzes Echelon und wurde von zahlreichen britischen und US-amerikanischen Sicherheitsdiensten zum Belauschen des Ost-Blocks und vor allem der DDR genutzt. Nach dem Mauerfall gaben die alliierten Kräfte das Areal auf und überließen es sich selbst. Heute kommen vor allem Mountainbiker und Spaziergänger zum Berliner Geheimtipp, um den spektakulären Ausblick über die Stadt zu genießen und sich die teils verwilderten Ecken dieses spannenden Stücks Geschichte näher anzusehen.

Tolles Panorama vom Teufelsberg: Ein Berliner Geheimtipp für Schwindelfreie©  slamfotografie – Fotolia.com

Unbedingt vorbeischauen sollten Sie in der Hall of Fame, die sich im Hauptgebäude der Ruine befindet. Hier haben sich Graffitikünstler an verschiedenen Wände des Innengebäudes verewigt und eine eindrucksvolle Galerie geschaffen, die – teils durchbrochen – einen tollen Blick über die Stadt freigibt. Noch erkennbar ist die ursprüngliche Kantine der 48.000 Quadratmeter großen Anlage, in der sich täglich rund 1.500 Mitarbeiter beim Schichtdienst zur Pause trafen und über den Berliner Alltag quatschten. Dies war übrigens auch der einzige Raum, der in dem Gebäudekomplex über Fenster verfügte – alles eben „top secret“, selbst unter den Verbündeten US-Amerikanern und Briten.

Auf lange Sicht sollen in dem Gebäudekomplex u. a. ein Ausflugslokal, Loft-Wohnungen und ein – ganz stilecht – Spionage-Museum realisiert werden. Bis dahin sollten Sie unbedingt noch eine der 90-minütigen Führungen durch den Pächter mitmachen, bei der Sie Zeitzeugen und Experten über die bewegende Geschichte der Abhöranlage und des Teufelsberges informieren. Alternativ gibt es auch die Möglichkeit, das Gelände im Rahmen einer einstündigen „Stillen Begehung“ zwar in Begleitung, jedoch ohne weitere Erläuterung auf sich wirken zu lassen. Treffpunkt für beide Tour-Typen ist das Haupttor der Field-Station in der Teufelsseechaussee 10, 14193 Berlin.

Historische Führung

  • Freitag: 14 Uhr
  • Samstag und Sonntag: 13 Uhr

Stille Begehung

  • Täglich ab 10 Uhr zur jeden vollen Stunde

Anfahrt zur Abhörstation auf dem Teufelsberg

Mit dem Mietwagen ab Berlin Hauptbahnhof erreichen Sie den Teufelsberg und seine Abhörstation innerhalb von gerade mal 30 min Fahrt. Hierfür folgenden Sie der A 100 bis zur Heerstraße und der Teufelsseechaussee. Beim Naturschutzzentrum Ökowerk Berlin können Sie Ihren Wagen auf einem der hinteren Parkplätze abstellen und innerhalb 1 min den Treffpunkt für die Führungen erreichen.

5. Der Spreewald mit Spreepark Plänterwald: unser Top-Geheimtipp für Berlin

Lebkuchenherzen, klebrige Zuckerwattefinger und wilde Achterbahnfahrten – all dies gehört noch immer zu den glücklichen Kindheitserinnerungen derer, die den Spreepark Plänterwald zu seiner Hochzeit kennenlernten. Heute ist der einst bunte Vergnügungspark eine stillgelegte DDR-Ruine, die mit den Jahren jedoch ihren ganz eigenen Charme entwickelt hat.

Das alte DDR-Riesenrad des Spreeparks: unser Top-Geheimtipp für Berlin © berliner-spreepark.de

Noch immer überragt das 40 Meter hohe Riesenrad stolz die brach liegenden Gebäude, die teils von Rost angefressen und von der umliegenden Natur überbewuchert sind. Auf dem rummellosen Rummelplatz werden seit Juli 2016 wieder begleitete Führungen durch das Parkgelände angeboten – jedoch voraussichtlich nur noch für kurze Zeit, ehe der Park über den Winter geschlossen und evtl. im nächsten Frühjahr wieder für Schaulustige Tourgänger geöffnet wird.

Alte Fahrbahn im Spreepark Berlin: ein Geheimtipp der besondern Art.© berliner-spreepark.de

Der Spreepark Plänterwald hat es uns im Übrigen so angetan, dass wir ihm in unserer Reisewelt gleich einen eigenen Artikel gewidmet haben – schauen Sie doch mal bei diesem besonderen Geheimtipp für Berlin vorbei.

Anfahrt zum Spreepark Plänterwald

Mit dem Mietwagen ab Berlin Hauptbahnhof geht es auf der B96 rund 30 Minuten Autofahrt in Richtung Südost. Ein wenig vom Parkgelände des Spreeparks im Plänterwald entfernt gibt es genügend öffentliche Parkplätze. An der Ecke Neue Krugallee / Am Plänterwald folgen Sie nach dem Parken einem gepflasterten Waldweg, der direkt zum Eingang des ehemaligen Spreeparks führt.

Titelbildquelle: #7763542 | Urheber: © Grischa Georgiew – Fotolia.com

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