Startseite Spanien Online-ReiseführerSpanien - die wichtigsten Länderinfos 10 Dinge, die man auf Mallorca besser nicht machen sollte

10 Dinge, die man auf Mallorca besser nicht machen sollte

von Ina
Kathedrale in Palma de Mallorca

Mallorca ist und bleibt eines der Lieblingsziele von uns Deutschen. Kein Wunder, denn die Insel kann man auch einfach nur mögen. Damit uns die Mallorquiner auch mögen und Sie eine noch schönere Zeit auf der Insel haben, teilt unsere Autorin Ina „MallorquINA“ Bohse mit uns zehn Dinge, die man auf Mallorca besser nicht machen sollte.

1. Mit Pferdekutschen fahren

Pferdekutsche auf Mallorca

Immer noch in vielen Städten anzutreffen: Pferde, die Kutschen ziehen müssen


Leider fahren sie noch immer auf vielen Straßen in der ganzen Welt rum: Pferdekutschen. Auch auf Mallorca ist diese „Attraktion“ noch gang und gäbe. Besonders viele Pferdekutschen gibt es in der Inselhauptstadt Palma, aber auch in anderen Orten, wie zum Beispiel in Alcúdia, rollen sie durch die Stadt. Auch an heißen Tagen müssen die Pferde stundenlang Menschen durch die Straßen ziehen. Erst kürzlich brach wieder ein Pferd vor einer Kutsche in Palma zusammen, das Foto ging viral. In diesem Fall war nicht die Hitze, sondern ein Vorfall mit einem LKW Schuld am Sturz des Pferdes. Im Juli fand sogar eine Demonstration gegen das Fahren von Pferdekutschen in Palma statt. Meine Bitte, die nicht nur für Mallorca gilt: Schützen Sie die Pferde und unterstützen Sie das Geschäft nicht. Durch Palmas Straßen lässt es sich ganz hervorragend selbst laufen.

2. Bei Spitzentemperaturen wandern

Der Frühling und der Herbst auf Mallorca eignen sich hervorragend, um die vielen Wanderwege der Insel zu entdecken. Im Sommer bei Spitzentemperaturen ist das hingegen keine allzu gute Idee. Die Hitze sollten Sie jedenfalls nicht unterschätzen, Schatten ist auf vielen Wegen rar gesät. Wenn es Ihnen dann doch mal in den Füßen juckt und Sie unbedingt eine Tour machen wollen, sollte diese nicht allzu lang sein. Ganz wichtig: Nehmen Sie außerdem genug Wasser mit und starten Sie die Wanderung so früh wie möglich. Im Sommer klettern die Temperaturen nämlich schon morgens gerne schnell über 30 Grad. Und bei solch einer Hitze macht Wandern nun wirklich keinen Spaß.

3. Einfach auf Deutsch losbrabbeln

„Die Rechnung, bitte!“ „Eine Kugel Vanille-Eis – im Hörnchen!“ „Drei Bier und ein Wasser!“ Sie haben es bestimmt auch schon häufig mitbekommen, dass so auf Mallorca bestellt wird – oder haben es vielleicht sogar selbst schon getan? Keine Frage: Mallorca ist eine touristische Insel, aber zollen Sie den Einheimischen dennoch ein bisschen Respekt. Es ist gar nicht schwer und kommt ganz bestimmt sehr gut bei Ihrem Gegenüber an, wenn Sie vor dem nächsten Urlaub das eine oder andere spanische Wort lernen. Zumindest „hola“, „buenos dias“ „adios“, „gracias“, „por favor“ oder „hasta luego“ sollten drin sein, oder? Danach kann man immer noch fragen, ob man auch auf Englisch oder Deutsch weiterreden kann.

4. Bei Regen ins Palma Aquarium fahren

Kaum regnet es auf Mallorca, überlegen alle, was man denn machen könnte. Leider kommen an Schlechtwettertagen ziemlich viele auf die gleiche grandiose Idee: ab ins Palma Aquarium. An sich auch gar nicht so verkehrt, allerdings ist das Aquarium dann jedes Mal dementsprechend voll. Mein Tipp und der Tipp von Damaris vom Blog „Mallorca für Kinder“: Fahren Sie statt-dessen zum Aquarium in Colonia de Sant Jordi im Südosten der Insel. Hier ist es garantiert nicht so voll, es kostet viel weniger, und Sie finden ganz entspannt einen Parkplatz.

5. Nur an einem Ort bleiben

Boote am Hafen von Portocolom auf Mallorca

Der kleine Hafenort Portocolom ist viel zu schön, um ihn links liegen zu lassen


Machen Sie nicht den Fehler und bleiben nur an einem Ort. Mallorca hat so viele tolle Städte, Strände, Wanderwege und weitere Ecken zu bieten. Also: Schnappen Sie sich Ihren Mietwagen und fahren Sie zum Beispiel zu einem der vielen ruhigen Strände, schauen Sie sich kleine Fischerdörfer – wie etwa Portocolom oder Portopedro im Südosten der Insel – an, fahren Sie in den Norden nach Pollença oder Son Serra de Marina, machen Sie einen Ausflug ins Inselinnere nach Sineu oder Artà oder zum Shoppen nach Manacor – ich könnte ewig weitermachen. Kurzum: Entdecken Sie die Insel in all ihren Facetten!

6. Mit dem Auto durch Palmas Innenstadt fahren

Mit dem Auto durch Palmas Innenstadt fahren tut mitunter richtig weh. Hier leidet allerdings nicht der Kopf, der Bauch oder das Bein, sondern das Konto. Denn einmal falsch abgebogen, kann es so richtig teuer werden. Achten Sie unbedingt darauf, dass sie nicht in die verkehrsberuhigten Zonen (auch ACIRE genannt) fahren. Diese Bereiche sind auf zugelassene Fahrzeuge beschränkt. Welchen Fehler ich schon zweimal gemacht habe: blind den anderen Autos nachfahren, ohne auf die Schilder zu schauen. Mein Tipp, um hohe Bußgelder zu vermeiden: Parken Sie Ihren Mietwagen am besten in einem Parkhaus oder aber etwas außerhalb der Innenstadt und laufen ins Zentrum. Recht gut parken kann man zum Beispiel im Viertel Santa Catalina, direkt am Hafen oder in Portixol.

7. Den Strafzettel ignorieren

Verkehrsberuhigte Zone in Palma de Mallorca

Solche Schilder lieber immer Ernst nehmen!


Über ein Knöllchen ärgert man sich immer, im Urlaub noch mal doppelt so doll. Sollten Sie auf Mallorca einen Strafzettel an der Windschutzscheibe kleben haben, machen Sie eines besser nicht: ihn ignorieren. Besser: Den Strafzettel möglichst schnell bezahlen. Denn auf Mallorca gibt es zum Glück eine Besonderheit. Wenn der Parkschein weniger als eine Stunde abgelaufen ist, können Sie häufig direkt eine Annulierungsgebühr am Parkscheinautomaten entrichten. Meist sind es dann nur wenige Euro. Wer seinen Strafzettel binnen 20 Tagen bezahlt, erhält einen Rabatt von 50 Prozent. Und das kann sich in einigen Fällen richtig lohnen. Das Bußgeld muss in diesem Fall bei einem Bankinstitut eingezahlt werden. Mehr Infos stehen auf dem Strafzettel selbst. Schnell sein lohnt sich hier also.

8. Mit Badeklamotten ins Restaurant gehen

Vielleicht bin ich in dieser Angelegenheit ein bisschen spießig und eigen, aber mir fällt es auf Mallorca immer wieder auf, dass viele Urlauber nur im Bikini oder in Badehose im Supermarkt einkaufen gehen, sich ins Restaurant setzen oder durch die Städte laufen. Auch wenn es häufig ziemlich heiß ist: Badeklamotten gehören für mich an den Strand. In Hamburg läuft ja auch keiner im Bikini über den Jungfernstieg und in München habe ich noch nie nur mit Badehose bekleidete Leute über den Viktualienmarkt schlendern sehen.

9. An der Supermarktkasse vorpreschen

In Deutschland ist es völlig normal: Kaum macht im Supermarkt eine neue Kasse auf, strömen die Menschen aus den Schlangen vor den anderen Kassen im Eiltempo zu genau dieser. Auf Mallorca ticken die Uhren etwas anders: Macht hier eine neue Kasse auf, geht es schön zivilisiert der Reihe nach – wer als nächstes an der Reihe wäre, reiht sich ganz vorne ein. Zugegeben: Ich brauchte auch ein bisschen, bis ich mich daran gewöhnt habe und bin auch früher auch unwissend drauf los geprescht. Lernen Sie aus meinen Fehlern und machen Sie es besser. Die anderen werden es Ihnen danken!

10. Malle statt Mallorca sagen

Eigentlich müsste dieser Punkt ganz oben auf der Liste stehen, auch wenn es streng genommen nicht wirklich zu den Dingen gehört, die man auf Mallorca nicht machen sollte. Meiner Meinung nach sollte man das hier nämlich generell niemals machen: Malle statt Mallorca sagen. Schon beim Tippen dieses Wortes läuft es mir eiskalt den Rücken herunter. Als Wahl-Mallorquinerin tut es mir jedes Mal in den Ohren weh, wenn ich dieses Wort höre. Ganz bewusst antworte ich bei Unterhaltungen mit der richtigen Bezeichnung. „Ich habe gehört, du wohnst auf Malle?“ – „Fast, ich wohne auf Mallorca!“; „Wie ist das Leben auf Malle so?“ – „Ach, ich kann nicht klagen. Ich mag mein Leben auf Mallorca schon sehr.“ Malle klingt für mich einfach so abwertend und es wird der Insel einfach nicht gerecht. Nennen Sie mich auch hier wieder spießig, ich kann das gut wegstecken. Denn für mich ist Mallorca nicht nur einmal im Jahr.

Ina

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