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Rundreise durch Polen von Warschau nach Danzig

Warum immer nur in den Süden fahren? Auch Osteuropa ist ein attraktives Reiseziel, das nicht nur zahlreiche Sehenswürdigkeiten bietet, sondern auch weitaus weniger überlaufen ist als die üblichen Urlaubsorte in Spanien, Italien & Co. Wie wäre es z. B. mit einer Rundreise durch Polen? Es erwarten Sie prachtvolle historische Gebäude, aber auch moderne Architektur und eine deftige osteuropäische Küche. Wir zeigen Ihnen hier eine Reiseroute durch Polen, auf der Sie einige der schönsten Städte des Landes besichtigen können.


 

Stationen der Polen-Rundreise

Warschau Toruń
Malbork Danzig

Mietwagen-Rundreise durch Polen: Überblick

Kilometer ca. 473 km
Stationen
4
Reine Fahrtzeit ca. 5 h

 


Start: Warschau

Los geht Ihre Tour mit dem Mietwagen in Warschau. Erkunden Sie die wunderschöne Hauptstadt an der Weichsel. Der historische Stadtkern ist kaum zu verfehlen: Er liegt am linken Weichselufer auf einem langen Kliff, das steil über dem Fluss emporragt. Nach der fast vollständigen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde die Altstadt in mühevoller Arbeit wieder aufgebaut und trägt deshalb den Beinamen „Phönix aus der Asche“.

Wichtiger Treffpunkt ist der dreieckige Schlossplatz mit dem majestätischen Königsschloss, das ein architektonisches Mischwerk aus Gotik, Renaissance, Frühbarock und Rokoko darstellt. Statten Sie auch der nahe gelegenen Sigismundsäule und dem „Palast unter dem Blechdach“, eines von unzähligen weiteren Palais in Warschau, einen Besuch ab.

Der Mittelpunkt der Altstadt ist der prächtige Marktplatz, auf dem Sie die Skulptur der Flussjungfrau Syrenka bewundern können. Unter zahlreichen weiteren Museen ist vor allem das Historische Museum Warschau sehenswert, das sich über eine ganze Häuserzeile in der Altstadt erstreckt. Warschau ist bekannt für seine Kirchen und Friedhöfe. Auf dem Powazki-Friedhof können Sie die Grabstätten berühmter Polen besichtigen und danach dem nahe gelegenen jüdischen Friedhof, der zu den größten Europas zählt, einen Besuch abstatten.

Die Heiligkreuzkirche ist ein weiterer touristischer Höhepunkt – dort wird seit mehr als 160 Jahren das Herz des polnischen Komponisten Frédéric Chopin gehütet.

Warschaus moderne Seite spiegelt sich vor allem in den sozialistisch-realistischen Bauten der UdSSR-Zeit wider. Repräsentativ für diesen Baustil ist der Kulturpalast, das höchste Gebäude der Stadt. Nach der Wende entwickelte Warschau seinen eigenen Architekturstil aus Glashäusern und Wolkenkratzern, den Sie zum Beispiel im Warsaw Trade Tower oder im Metropolitan begutachten können.

© Sergii Figurnyi – Fotolia.com


1. Station: Toruń

Etwa 200 km nordwestlich von Warschau liegt Torun. Die Heimatstadt des Astronomen Nikolaus Kopernikus ist vor allem für ihre Altstadtbauten im Stil norddeutscher Backsteingotik bekannt. Repräsentativ für diesen Baustil ist das Altstädtische Rathaus auf dem Altstadtmarkt, das ein Heimatmuseum beherbergt. Auch der 40 m hohe Rathausturm steht Ihnen zur Besichtigung offen. Unter den Toruner Kirchen lohnt sich vor allem ein Besuch in der St. Johann Kirche, die für ihre Kapellen und Fenstergemälde bekannt ist.

Auch die historischen Wandgemälde in der Marienkirche sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Dort befindet sich außerdem das Grab Anna von Schwedens aus dem 16. Jahrhundert. Stärken Sie sich mit einem Toruner Katrichen, einer regionalen Lebkuchenspezialität, bevor Sie Ihre Tour fortsetzen.

© franke182 – Fotolia.com


2. Station: Malbork

In knapp zwei Stunden erreichen Sie das Städtchen Malbork, den Sitz der historisch bedeutsamen Marienburg, die sich prachtvoll über dem Fluss Nogat erhebt. Die Burg entstand unter der Herrschaft des Deutschordensstaates, einem preußischen Orden, dem im Spätmittelalter große Gebiete Polens gehörten.

Der Komplex wurde um 1270 als Festung erbaut, um das eroberte Gebiet zu schützen. Zahlreiche Mythen und Heldenlegenden ranken sich um den dreigliedrigen Bau, der mystische Altäre, ritterliche Wohntürme und Kapellen in sich vereint. Lassen Sie sich nicht die Marienkirche innerhalb des Hochschlosses entgehen. Dorthin gelangen Sie durch die Eingangspforte, die so genannte Goldene Pforte, die noch aus dem 13. Jahrhundert stammt und den Krieg nahezu unbeschadet überlebt hat.
© Roman Milert – Fotolia.com

 


Ziel: Danzig

60 km weiter nördlich liegt die tausendjährige Hansestadt Danzig. Genießen Sie einen Spaziergang im Viertel Rechtsstadt und bewundern Sie Danzigs schönste Gebäude, die prachtvollen Patrizierhäuser aus dem 16. Jahrhundert, die von der wirtschaftlichen Blütezeit der Stadt erzählen. Von dort gelangen Sie auf einer der Hauptstraßen zum Ufer der Mottlau, wo Sie kleine Gässchen passieren und sich in einem Café oder Restaurant eine Pause gönnen können.

© Boris Stroujko – Fotolia.com

Kulinarische Leckerbissen bietet die polnische Küche in Hülle und Fülle. Meist geht es deftig zu mit Kohl oder Pilzgerichten. Als Snack zwischendurch kosten Sie doch mal polnische Maultaschen (Pierogi) oder die allseits beliebte Krakauer Wurst. Wenn Ihnen der Sinn nach Süßem steht, probieren Sie eine der traditionellen Süßspeisen, zum Beispiel Polens beliebteste Pralinen Michalki oder Delfina.

Die ideale Sightseeing-Route bildet der Königsweg, der vom Hohen Tor durch die Lange Straße und über den Langen Markt führt. Schönstes Gebäude am Markt ist der Artushof aus dem 15. Jahrhundert. Der Neptunbrunnen vor dem Gebäude ist ein beliebter Treffpunkt. Gleich nebenan können Sie im Rechtsstädtischen Rathaus die Ausstellung des Historischen Museums besichtigen. Vom Rathausturm haben Sie außerdem einen großartigen Ausblick auf die ganze Stadt. Auch die gotische Marienkirche, Polens größte Kirche, ist einen Besuch wert.

Einen Ausflug in die jüngere Geschichte können Sie bei einem Besuch auf dem riesigen Areal der ehemaligen Lenin-Werft machen. Hier, am Gründungsort der Gewerkschaft Solidarność, nahm die polnische Protestbewegung gegen das kommunistische Regime von 1980 ihren Ausgang. Auf dem Werftgelände können Sie eine interessante Ausstellung zur Geschichte der Gewerkschaft besuchen.
Titelbildquelle: #65585278 | Urheber: © Patryk Kosmider – Fotolia.com


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