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Bitte anschnallen: die gefährlichsten Straßen der Welt

Die gefährliche Yungas Road in Bolivien

Einige Straßen verlangen den Fahrern manches an Mut ab, denn sie sind so gefährlich, dass viele Autofahrer diese Strecken erst gar nicht befahren. Während einige Menschen diese unebenen, abgründigen und unsicheren Straßen als Höllenfahrt schlechthin betrachten, suchen Abenteuerlustige genau darin einen speziellen Kick. Wir stellen Ihnen einige der gefährlichsten Straßen der Welt genauer vor.

Die gefährlichsten Straßen der Welt
1. Indien: der Manali-Leh Highway, Srinagar-Leh Highway und die Grand Trunk Road
2. Spanien, Griechenland und Norwegen: gefährliche Straßen in Europa
3. China: der Guoliang-Tunnel und der Karakorum Highway
4. Peru: der beschwerliche Weg gen Macchu Piccu
5. Ägypten: Luxor-al-Hurghada Road
6. Bolivien: die Yungas Road


 

1. Indiens gefährlichste Straßen: der Manali-Leh Highway, Srinagar-Leh Highway und die Grand Trunk Road

Indien gilt als ein exotisches Land mit zahlreichen sehenswerten Städten und einer vielseitigen Landschaft. Indien beherbergt gleichzeitig jedoch auch einige Straßen, die zu den gefährlichsten der Welt gehören. Dazu zählt der sogenannte Manali-Leh Highway in der Region Ladakh im zugehörigen Bundesstaat Himachal Pradesh. Diese unübersichtliche Straße ist teilweise nur einspurig und verläuft zu manchen Teilen quer über die weltweit am höchsten gelegenen Bergpässe: Zu diesen gehören unter anderem der Rohtang La mit knapp unter 4.000 Metern und der Tanglang La mit über 5.300 Metern. Durch diese Höhe öffnet die Straße für gewöhnlich nur in den Sommermonaten zwischen Mai und September. Die Straße kann verhängnisvoll sein, da es hier immer wieder zu Erdstößen und im Winter zu Lawinen kommt. Auf ihr ist ein Tempo von 15 bis 20 Km/h nötig, da es ist nicht selten passiert, dass Fahrzeuge hier vom Weg abkommen.

Manali-Leh Highway durch Indien

© Svetlana Nikolaeva – stock.adobe.com

Ebenfalls eine der gefährlichsten Straßen der Welt ist der Srinagar-Leh Highway in Indien. Er misst mehr als 400 Kilometer und verläuft entlang des Zojila-Passes. In dieser Region kommt es oftmals zu Schneeverwehungen, daher ist die Straße meistens nur in den Monaten zwischen Juni und November befahrbar.

Eine weitere kreuzgefährliche Straße, die Indien mit Bangladesch und Pakistan zusammenführt, ist die Grand Trunk Road mit einer gigantischen Länge von rund 2500 Kilometern. Hier kommt es zwar nicht zu Verwehungen, aber das Verkehrsvolumen ist kaum zu bewältigen. Häufig überqueren auch Fußgänger ohne Vorwarnung die Straßen und es kommt infolgedessen immer wieder zu unvorhersehbaren Unfällen. Aus diesem Grunde ist die Grand Trunk Road die Straße mit den meisten Verkehrstoten in Indien.

2. Gefährliche Straßen in Spanien, Griechenland und Norwegen

Europa hat ebenfalls sehr gefährliche Straßen, die viele Abgründe, Gefahren und Hindernisse verzeichnen. Zu diesen gehört der Trollstigen-Pass in Norwegen. Dieser Pass ist nur in den Sommermonaten zum Befahren freigegeben. Er zeichnet sich durch eine unübersichtliche, im Zickzack verlaufende Strecke aus – ein Horror für umsichtige und auf Sicherheit bedachte Autofahrer. Die Straße, die auch „Leiter der Trolle“ genannt wird, erfreut sich trotz der brenzligen Wegführung großer Beliebtheit und gilt sogar als touristische Attraktion, die an manchen Tagen tausende von Fahrzeugen anzieht. Die Kurven verlaufen bis zu zwölf Prozent steil hinauf und sind von beeindruckenden Berglandschaften umgeben. Die schmale Fahrbahn ist ein Traum für viele Motorradfahrer, die auf dieser Strecke das Ungewöhnliche suchen. Im Winter liegt die Straße still, da hier Lawinen und Erosionen drohen.

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© harvepino – stock.adobe.com

Eine weitere, herausfordernde Straße liegt im Westen des Urlauberparadieses Mallorca: die Carretera de Sa Calobra, Die Strecke, welche direkt durch das Tramuntana-Gebirge führt, ist äußerst uneben und zudem eine Sackgasse. Nur ein Weg führt hin und zurück.

Serpentinenstraße Sa Calobra auf Mallorca

© Denis Tabler – stock.adobe.com

Die Patiopoulo Perdikaki Road in Griechenland ist sehr eng und besitzt außerdem keinen Asphalt. Dafür müssen sich die Autofahrer und Motorradfahrer auf unzählige Schlaglöcher, Kurven und steile Abhänge einrichten. Wenn es Nacht wird, lässt sich die Straßen kaum noch überblicken – kein Wunder, dass hier die Unfälle nicht selten tödlich enden.

3. China: der Guoliang-Tunnel und der Karakorum Highway

Die fernöstliche Kultur ist ein schönes und einzigartiges Reiseziel, wenn Sie mit einem Mietwagen in China unterwegs sind. Die weiten Straßen können aber auch tückisch sein!

So ist der 
Guoliang-Tunnel mit seiner einzigartigen Konstruktionshistorie eine der gefährlichsten Straßen der Welt. Der Tunnel befindet sich in der Nähe des Dorfes Guoliang – ein Dorf, das nur dank eines Fußweges mit der Umgebung verbunden war. Die Regierung sträubte sich vehement dagegen, dem Wunsch der Bürger nachzukommen und dort eine Straße zu errichten. Getreu dem Sprichwort „Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied“ nahmen die Bewohner des Dorfes ihr Schicksal selbst in die Hand und meißelten den Tunnel in den Berg. Einige Jahre später wurde die Straße, trotz einigen tödlichen Unglücken, eingeweiht. Heute ist der Tunnel für unternehmungslustige Touristen mit einer Portion Mut eine sehenswerte Anlaufstelle.

Eine Fernstraße, die durch China und Pakistan verläuft, ist der Karakorum Highway, der während der Fahrt einen beeindruckenden – möglicherweise auch schaurigen – Ausblick auf die Hänge auf der einen Seite und dem Abgrund auf der anderen Seite gewährt.

Karakorum Highway von China nach Pakistan

© khlongwangchao – stock.adobe.com

4. Peru: der beschwerliche Weg gen Macchu Piccu

Die berühmte Ruinenstadt Macchu Piccu umgibt bis heute eine besondere Faszination, weshalb diese nach wie vor ein sehr begehrtes Reiseziel darstellt. Der Weg dahin ist jedoch nicht einfach und bringt viele Gefahren mit sich. Touristen und Reisende, die mit dem Bus oder dem Auto fahren, müssen die Aguas Calientes befahren. Diese Straße hat 13 steile Kurven, die immer wieder von Erdrutschen heimgesucht werden. Felsbrocken und Schlammlöcher säumen die gesamte Strecke. Doch oben einmal angekommen, werden Sie mit einem atemberaubenden Ausblick belohnt.

Serpentinenstraße Aguas Calientes nach Machu Picchu in Peru

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Symbol Hinweis Hinweis
Der Alternativweg zu Macchu Piccu ist ein steiler Wanderweg, der als ebenso schwer zu besteigen gilt. Dieser zählt heute zum UNESCO-Weltkulturerbe.

5. Der gefährliche Pfad der Räuber von Luxor nach Ägypten

Alles andere als ein idyllischer Familienurlaub in der Sonne! Wenn Sie diesen Weg beschreiten, brauchen Sie starke Nerven. Die Luxor-al-Hurghada Road, welche von Luxor bis zum 280 Kilometer entfernten Hurghada führt, ist eine Hochburg für Räuber. Reisende und Einheimische vermeiden es, hier nach Einbruch der Dunkelheit unterwegs zu sein – und wenn, dann nur ohne Licht. So oder so ist die Straße risikoreich: Ohne Licht am Auto gilt es, nicht mit anderen Fahrern zusammenzustoßen – lassen Sie aber das Licht an, so setzen Sie sich der Gefahr aus, überfallen zu werden!

Die Wüstenstraße von Luxor nach Hurghada in Ägypten

© Marek – stock.adobe.com

Symbol Tipp Tipp
Es empfiehlt sich, vor einer Reise mit dem zuständigen Veranstalter zu sprechen und sich den Rat der Einheimischen einzuholen, wann die Straße am besten befahrbar ist. Sofern es sich vermeiden lässt, sollten Sie die Straße grundsätzlich nicht im Dunkeln befahren.

6. Die gefährlichste Straße der Welt? Die Yungas Road in Bolivien

Die Yungas Straße gilt als die gefährlichste Straße der Welt – dennoch zieht sie Abenteurer magisch an. Sie ist zwar nicht allzu lang, doch tauften die Einheimischen sie „Todesstraße“. Bis 2007 war sie sehr schlecht zugänglich, zahlreiche Erdrutsche und Steinschläge suchten die Straße immer wieder heim. Einige hundert Menschen kamen jährlich auf der Straße ums Leben und die hier befindlichen Kreuze am Straßenrand sollen an die Unfallopfer erinnern.

Die gefährliche Yungas Road in Bolivien

© Bram – stock.adobe.com

Titelbildquelle: #102554065 | Urheber: © iferol – stock.adobe.com

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