Yay! Urlaubsplanung! Hotel buchen, Mietwagen buchen, Flug buchen... hui, wo ist denn das ganze Urlaubsbudget hin? Für Essen vor Ort scheint kaum noch was übrig und getankt werden muss da ja auch noch. Keine Panik! Klar, sowohl du als auch dein Auto müsst im Urlaub versorgt werden. Aber so teuer muss tanken auch wieder nicht sein. Wir haben ein paar Spartipps parat!
Mietwagen Tankregelung beachten und sparen
verifiziert von Frieder Bechtel | Mietwagen-Experte und Pressesprecher

Alles auf einen Blick
Mit diesen Punkten tankst du beim Mietwagen günstiger, im Urlaub genauso wie unterwegs im Ausland:
Tankregelung voll/voll: Du bekommst den Wagen vollgetankt und gibst ihn vollgetankt zurück, so zahlst du nur den Sprit, den du wirklich verbrauchst.
Tankregelung voll/leer: Der Vermieter berechnet dir die Tankfüllung und zusätzlich eine Gebühr, unterm Strich meist teurer als voll/voll.
Seltene Ausnahme: Ist ein voll/leer Angebot deutlich billiger, kann es sich trotz Gebühr lohnen, laut Ratgeber ist das aber selten.
Kraftstoff-Übersetzungen: Präge dir vorab ein, wie Benzin und Diesel in der Landessprache heißen, das verhindert teure Fehlbetankungen.
Route und Zahlart: Vergleiche die Spritpreise vor dem Grenzübertritt, in den USA tankst du vielerorts günstiger mit Bargeld.
Mietwagen-Tipp: Günstig tanken leicht gemacht!
1. Bei Mietwagen-Buchung mit Tankregelung sparen
Wenn du deinen Mietwagen buchst, hast du die Wahl zwischen zwei verschiedenen Tankregelungen. Es hört sich vermutlich erst einmal gänzlich verrückt an, aber mit der Tankregelung voll/voll kommst du deutlich günstiger weg, als mit der Tankregelung voll/leer.
Äh, Moment! Ich steig nicht ganz durch: Was bedeutet voll/voll bzw. voll/leer?
Tankregelung voll/voll: Du bekommst deinen Mietwagen vollgetankt vom Vermieter überreicht und bringst ihn mit vollem Tank wieder zurück. Zumindest so voll wie es geht. Die paar Schlückchen Benzin, die zwischen nächster Tankstelle und Abgabeort anfallen, bringen dich nicht in die Bredouille.
Trankregelung voll/leer: Hier bekommst du den Mietwagen mit vollem Tank bereitgestellt und darfst ihn mit leerem Tank wieder zurückbringen. Das bedeutet aber nicht, dass dir eine Tankfüllung geschenkt wird. So schön das auch wäre. Bei der Regelung voll/leer berechnet dir der Vermieter nicht nur die Tankfüllung, sondern zusätzlich noch eine Gebühr. Die beträgt meist 20 bis 40 Euro. Dazu kommt, dass sich wohl kaum einer traut, mit quasi leerem Tank auf den Parkplatz des Vermieters zu rollen. Vermutlich kannst du den Tank deines Mietautos nach zwei Wochen noch nicht so perfekt einschätzen. Wenn du voll/voll wählst, sparst du Gebühren, schenkst dem Vermieter keinen Sprit und kannst bis zum Ende entspannt fahren.
Obacht! In Einzelfällen kann ein Angebot mit der Regelung voll/leer deutlich günstiger sein als ein vergleichbares Angebot mit voll/voll. Eventuell kommst du dann trotz Gebühr günstiger weg. Unserer Erfahrung nach ist das allerdings selten der Fall.
2. Unterwegs: Wie finde ich den günstigsten Sprit?
Einen allumfassenden Spartipp fürs Tanken im Ausland gibt es leider nicht. Sorry! Dafür sind die Preise und Regelungen je nach Land viel zu unterschiedlich. Aber mit ein bisschen Planung und relevantem Know-how vermeidest du böse Tank-Überraschungen im Urlaub.
3. Tipps für günstiges Tanken im Ausland
Kraftstoff-Übersetzungen: Informiere dich im Vorfeld, wie Benzin, Diesel und Co. in der Landessprache heißen. Damit kannst du nicht nur unnötige Kosten, sondern auch kaputte Tanks vermeiden.
Reiseroute geschickt planen: Manchmal sind die Preisunterschiede an Tankstellen zweier Nachbarländer geradezu erschreckend. Informiere dich über die Benzinpreise, bevor du über Landesgrenzen fährst. Solltest du lieber vollgetankt aufbrechen oder vor Ort günstig tanken?
Bar oder mit Karte? In manchen Ländern macht es tatsächlich einen Unterschied, ob du die Karte zückst oder Bares dabei hast. In den USA zum Beispiel ist die Tankfüllung vielerorts günstiger, wenn du bar bezahlst.
Häufige Fragen zum günstigen Tanken
Zu welcher Tageszeit ist Sprit am günstigsten?
Am günstigsten tankst du am späten Vormittag, kurz vor 12 Uhr. Seit dem Kraftstoffpreisanpassungsgesetz vom 1. April 2026 dürfen Tankstellen ihre Preise nur noch einmal täglich um 12 Uhr anheben, danach geht es sprunghaft nach oben. Eine ADAC Auswertung von über 14.000 Tankstellen im Mai 2026 beziffert diesen Sprung auf rund 14,6 Cent je Liter Super E10 und 18,4 Cent je Liter Diesel. Bis zum frühen Abend schmelzen davon meist 70 bis 80 Prozent wieder ab.
Was kostet Falschtanken im Mietwagen?
Die Kosten trägst du in aller Regel selbst. Abschleppen und Tankreinigung übernimmt weder die Kfz-Versicherung, die laut ADAC hier meist nicht zahlt, noch die Haftungsbefreiung des Vermieters, denn die ADAC Autovermietung nimmt Falschbetankung ausdrücklich von ihrer Haftungsbeschränkung aus. Besonders teuer wird Benzin im Diesel, weil der Schmierfilm fehlt und der Austausch des Einspritzsystems mehrere Tausend Euro kostet. Brich den Tankvorgang sofort ab und starte den Motor nicht.
Was passiert, wenn du den Mietwagen nicht vollgetankt zurückgibst?
Dann zahlst du doppelt, nämlich den fehlenden Kraftstoff und obendrauf eine Pauschale fürs Nachtanken. In den Vermietbedingungen der ADAC Autovermietung fällt dafür eine erhöhte Betankungsgebühr inklusive Betankungspauschale an, Sixt berechnet Entgelte für Betankung und Kraftstoff nach den bei Anmietung gültigen Tarifen. Dieser Literpreis ist eine Tarifposition des Vermieters und nicht an den Preis der nächsten Tankstelle gekoppelt. Beide Anbieter lassen dir den Gegenbeweis offen.
Lohnt sich Super E10 im Mietwagen?
Ja, wenn der Wagen E10 verträgt, und das tun laut ADAC fast alle Benziner im deutschen Bestand. Der Preisvorteil gegenüber Super E5 lag nach ADAC Angaben zuletzt bei rund sechs Cent je Liter. Dem steht ein Mehrverbrauch von rechnerisch etwa einem Prozent gegenüber, in einer ADAC Messung waren es 1,5 Prozent, unterm Strich bleibt der Preisvorteil also klar übrig. Schau trotzdem kurz in den Mietvertrag und auf den Aufkleber im Tankdeckel.
Darfst du einen Reservekanister im Auto mitführen, und wie viel Sprit darf rein?
Ja, in Deutschland darfst du als Privatperson bis zu 60 Liter Kraftstoff je Reservebehälter und höchstens 240 Liter je Fahrzeug transportieren. Der Behälter braucht eine UN- oder RKK-Zulassung, gehört gesichert in den Kofferraum, und der ADAC rät aus Sicherheitsgründen zu maximal zehn Litern. Im Ausland sind die Grenzen enger: In Frankreich, Österreich, Italien und Spanien sind nur zehn Liter erlaubt, in Griechenland, Luxemburg, Bulgarien und Rumänien ist die Mitnahme verboten.
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