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Impfungen für Reisen in die USA

von Ela
Monument Valley USA

Letzes Update: 23.04.2021

Während der Vorbereitungen Ihrer Reise in die USA haben Sie sich bestimmt bereits die Frage gestellt, wie es mit Impfungen aussieht. Hier kann ich Sie gleich beruhigen: Für die USA sind keine speziellen Impfungen vorgeschrieben und es besteht für die Einreise generell auch keine Impfpflicht. Ob mit oder ohne Impfung – als Tourist bekommen Sie auf Ihrer Tour durch die USA keine Probleme. Worauf Sie trotzdem hinsichtlich möglicher Impfungen für Ihre (Ein-)Reise in die USA Acht geben sollten, erfahren Sie hier.

Corona-Info
Vollständig geimpfte Flugreisende können in die USA einreisen. Ausnahmen von der Impfpflicht gibt es in wenigen Fällen. Eine Testpflicht vor Abreise besteht nicht mehr.

1. Empfehlungen des Auswärtigen Amtes: Impfungen für eine Reise in die USA

Von Tetanus bis Diphtherie gibt es in den USA im Prinzip die gleichen Standardimpfungen, die auch in Deutschland gelten. Dennoch sollten Sie vor der Reise in die USA überprüfen, wie es um Ihren aktuellen Impfschutz steht. Die Impfungen für Babys, Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts (RKI) empfiehlt, umfassen:

  • Tetanus, Diphtherie, Pertussis, H. influenzae Typ b, Poliomyelitis, Hepatitis B und Pneumokokken: Diese Grundimmunisierung wird meist in bis zu 3 Sitzungen ab einem Alter von 2 Monaten verabreicht. Ab etwa 5 Jahren sind für Tetanus, Diphtherie, Pertussis und Poliomyelitis 1 – 2 „Booster“ (Auffrischungsimpfungen) nötig. Gegen Tetanus und Diphtherie sollten Sie sich dann alle zehn Jahre impfen lassen.
  • Masern, Mumps und Röteln: Die sogenannte MMR-Impfung wird in 2 Sitzungen ab einem Alter von 11 Monaten verabreicht.
  • Varizellen: Gegen die Windpocken wird man ebenfalls im Rahmen von 2 Sitzungen ab einem Alter von 11 Monaten geimpft.
  • Meningokokken C: Gegen diese Auslöser bakterieller Hirnhautentzündungen oder Blutvergiftungen reicht eine Impfung ab dem 12. Lebensmonat aus. Vor allem für einen längeren Aufenthalt ist diese Impfung in den USA sehr wichtig!
  • Rotaviren: Dies sind die Auslöser sehr schwererer Magen-Darm-Erkrankungen, gegen die man sich in 3 Sitzungen impfen lassen kann. Die 1. Impfung sollte dabei bereits ab der 6. Lebenswoche erfolgen. Die 3. Impfung wird dann in Abständen von mindestens 4 Wochen bis zum 4. Monat verabreicht.
  • HPV: Gegen Huma Papilloma-Viren, die Gebärmutterhalskrebs bei Mädchen und Frauen auslösen, können sich Mädchen ab 9 Jahren mit bis zu drei Dosen impfen lassen.
    Prüfen Sie am besten frühestmöglich nach, ob Sie oder Ihr Kind eine Impfung für die Einreise in die USA auffrischen bzw. nachholen sollten.

2. Impfungen in den USA: Worauf Sie im Urlaub achten sollten

Das Auswärtige Amt empfiehlt für die USA generell eine Impfung gegen Hepatitis A und B – vor allem, wenn Sie in Gebiete fahren, die nicht den üblichen Hygienestandards entsprechen oder nur eine mangelnde medizinische Versorgung bieten.

Die USA schreiben für die Einreise keine Impfung gegen das Schweinegrippe-Virus H1N1 vor. Wenn bei USA-Urlaubern allerdings der Verdacht auf eine solche Erkrankung besteht, kann es passieren, dass die Einreise auch ohne Impfvorschriften verweigert wird. Viele Urlauber ziehen es daher vor, sich in Deutschland impfen zu lassen.

Seit 1999 hat sich zudem das West-Nil-Fieber (West Nile Virus) von der Ostküste der USA bis nach Kalifornien ausgebreitet. Eine vorbeugende Impfung gibt es leider nicht. Da die Krankheit durch infizierte Mücken übertragen wird, benutzt man am besten ausreichend Mückenschutzmittel und trägt langärmelige Kleidung. Keine Angst: Über die eher seltenen Einzelfälle dieser Grippe, die nicht von Menschen übertragen wird, erstatten das Auswärtige Amt sowie die Gesundheitsbehörden der USA regelmäßig Bericht.

3. Schüleraustausch und Co.: Welche Impfungen brauche ich bei einem Langzeitaufenthalt in den USA?

Touristen oder Geschäftsreisende, die mit dem Visa-Waiver-Programm in die USA reisen, müssen für Ihre USA-Reise keine vorgeschriebenen Impfungen machen lassen. Anders sieht es jedoch für Einreisende mit Greencard oder Immigrantenvisum aus, die bestimmte Impfungen für die USA nachweisen sollen.

Bei Langzeitaufenthalten in den USA müssen Sie die Impfauflagen der Schulen, Kindergärten, Universitäten und Arbeitsstätten erfüllen. Wer etwa für ein Studium oder als Au Pair in die USA einreisen will, muss meist nicht nur eine Impfung gegen Meningokokken, sondern das gesamte deutsche Standard-Impfprogramm vorweisen können. Je nach Vorgaben benötigen Sie für ein solches USA-Visum Impfungen gegen Diphtherie, Pertussis, Tetanus, Polio, Masern, Mumps, Röteln, Hepatitis B, Haemophilus influenzae B, Pneumokokken und Influenza.

4. Und was ist mit meinem Hund? Impfungen für Haustiere in den USA

Tipp
Grundlegende Infos zum Impfschutz und speziellen Reiseimpfungen erhalten Sie bei Ihrem Hausarzt oder auf den Seiten der Ständigen Impfkommission (STIKO). Für eine ausführliche reisemedizinische Beratung können Sie sich aber auch an Tropeninstitute oder aufs Reisen spezialisierte Praxen wenden.

Grundsätzlich können Sie Ihr Haustier mit in die USA nehmen. Allerdings muss es gesund und frei von ansteckenden Krankheiten sein, was am Flughafen überprüft wird. Hunde dürfen nur mit einem Impfpass in die USA einreisen, der zuvor von anerkannter Stelle ins Englische übersetzt wurde. Die letzte Tollwutimpfung darf nicht länger als 30 Tage zurückliegen. Haben Sie keinen Nachweis über die Impfungen Ihres Hundes bei der Einreise in die USA dabei, wird er bei der Einreise geimpft und 30 Tage lang in Quarantäne gehalten.

Titelbildquelle: #184747560 | Urheber: © Johnny stock.adobe.com

Ela

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