Alaska-Rundreise: das Abenteuer Wildnis erleben

von Max
Wohnmobil fährt durch Alaska

Hoch im Nordwesten Amerikas liegt ein Land, das mit einer einzigartigen Landschaft aus weiter unberührter Natur, sage und schreibe 3 Millionen Seen, gigantischen Bergen und faszinierenden Gletschern zu den schönsten Orten der Erde gehört. Lassen Sie sich bei einer Rundreise von Alaska verzaubern und genießen Sie jede Minute an der klaren frischen Luft in den Nationalparks, Wäldern und Gewässern des Landes. Auf geht’s ins Abenteuer Alaska!

Fakten zur Alaska-Rundreise

Kilometer: ca. 2285 km
Reine Fahrtzeit: ca. 27 h
Stationen: 7

Wetter auf Ihrer Alaska-Rundreise

Da Sie bei dieser Tour im Süden des Landes unterwegs sind, müssen Sie keine extremen Temperaturen befürchten. Zwar wurden in Fairbanks schon mal mehr als -50 °C gemessen, doch normalerweise liegen die Werte im Winter im Schnitt bei maximal -20 °C. Im Sommer hingegen erwarten Sie warme 25 °C und sogar mehr. Das ist auch die schönste Zeit für eine Rundreise durch Alaska. Es sei denn, Sie möchten Polarlichter sehen, dann sollten Sie zwischen September und März anreisen.

1. Start: Fairbanks

Blick auf den Campus der Universität von Fairbanks

Schon in Fairbanks kann man die umliegenden Berge sehen © Jacob - stock.adobe.com


Etwa 9 km vom Stadtzentrum entfernt landen Sie am Flughafen Fairbanks, wo auch schon Ihr Mietwagen auf Sie wartet. Mit diesem geht es direkt in die zweitgrößte Stadt des Landes.

Bevor Ihre Rundreise durch Alaska richtig losgeht, können Sie sich in Fairbanks schon mal an die neue Umgebung und die alaskische Lebensart gewöhnen. Am besten stimmen Sie sich im Museum of the North an der University of Alaska auf das Land ein und informieren sich dort über die Geschichte, Kultur und Natur des Landes.

Eine weitere sehenswerte Einrichtung ist das Fountainhead Antique Auto Museum, in dem blitzblank geputzte historische Autos und Pferdekutschen ausgestellt sind. Ein Muss für alle Oldtimer-Fans!

Im Süden am Stadtrand von Fairbanks werden Kinderträume wahr. Denn hier, im Viertel North Pole, steht das Santa Claus House – mit dem riesigen Weihnachtsmann auf dem Vorplatz und der feierlichen Deko nicht zu übersehen. Holen Sie sich eine Postkarte mit einem original „North Pole“-Stempel und überraschen Sie Ihre Lieben zu Hause damit.

Tipp
Ab Fairbanks ist ein Ausflug zur Chena River State Recreation Area empfehlenswert – ein Naturgebiet, in dem Sie wandern und Outdoor-Aktivitäten wie Rafting oder Kanufahren unternehmen können. Unvergesslich ist außerdem ein Bad in den heißen Quellen des Chena Hot Springs Resorts.

2. Station: Denali Nationalpark

Berge und Seen im Denali-Nationalpark in Alaska

Im Denali-Nationalpark erwartet Sie pure Wildnis © Doreen Lawrence - stock.adobe.com


Die nächste Station ist ein absoluter Höhepunkt auf Ihrer Alaska-Rundreise und der Touristenmagnet des Landes: Den Denali Nationalpark erreichen Sie ganz einfach, indem Sie von Fairbanks aus Richtung Süden den George Parks Highway (auch Alaska Route 3 genannt) entlangfahren.

Hier erwartet Sie auf einer Fläche von etwa 24.585 km² eine überwältigende Landschaft und mit dem Denali (ehemals Mount McKinley) der höchste Berg Nordamerikas. Stolze 6.190 m misst er und ist wirklich nur für sehr erfahrene Bergsteiger geeignet – nicht nur wegen seiner Höhe, sondern weil hier extreme Witterungsbedingungen vorherrschen.

Für den Park sollten Sie sich ein paar Tage Zeit nehmen. Übernachten Sie z. B. in Cantwell und starten Sie hier zu Wanderausflügen, bei denen Ihnen Elche, Grizzlybären, Karibus und Wölfe über den Weg laufen können.

Das Befahren der Denali Park Road mit dem Auto ist aufgrund von Umwelt- und Tierschutz verboten, aber es werden Bustouren angeboten, die Sie an den schönsten Stellen des Parks vorbeiführen.

3. Station: Talkeetna

Blick vom Hatcher Pass scenic drive auf Berge in Alaska

Blick vom Hatcher Pass scenic drive auf Talkeetna © Chansak Joe A. - stock.adobe.com


Talkeetna, der nächste Stopp Ihrer Alaska-Rundreise mit dem Auto, ist wie Cantwell ein beliebter Ausgangsort für Touren in den Denali Nationalpark. Gerade mal knapp 900 Menschen leben hier, wobei ihre Haupteinnahmequelle der Tourismus ist.

Das kleine Dorf ist ein authentisches Beispiel für ein typisch alaskisches Dorf und hat einen bezaubernden historischen Ortskern mit alten, rotbraun gestrichenen Holzgebäuden. Außerdem besitzen die Bewohner eine sehr kreative Ader, was man an etlichen skurrilen selbstgebauten Objekten und lustigen Schildern erkennt.

Neben einigen schnuckeligen Restaurants, Bars und Pubs sollten Sie hier auch kleine Kunstgalerien und kunterbunte Souvenir-Shops besuchen.

4. Station: Valdez

Berge und Wasser in Alaska im Morgennebel

Morgende in Valdez sind in Alaska besonders faszinierend © Volker Loche - stock.adobe.com


Für die Etappe Ihrer Alaska-Rundreise, die jetzt folgt, brauchen Sie etwas länger Zeit. Es geht Richtung Südosten nach Valdez, das rund 542 km von Talkeetna entfernt liegt. Da Sie auf den Straßen hier langsamer als gewohnt unterwegs sind, müssen Sie aber mit einer Fahrtzeit von rund 6,5 h rechnen. Brechen Sie deshalb lieber bereits in der Frühe auf!

Da Valdez inmitten einer Landschaftskulisse aus schneebedeckten Bergen liegt, wird das Städtchen auch „Little Switzerland“ genannt. Leider wurde der gesamte Ort, der ursprünglich ein paar Kilometer weiter lag, bei einem großen Erdbeben im Jahr 1964 vollkommen zerstört. Doch die Überlebenden bauten ihn an der heutigen Stelle wieder auf.

Wenn Sie die Geschichte von Valdez noch mehr interessiert, besuchen Sie am besten das Stadtmuseum, in dem Sie nicht nur Wissenswertes über den Wiederaufbau des Ortes, sondern auch über die verheerende Katastrophe des Öltankers „Exxon Valdez“, die sich am 24. März 1989 ereignete, erfahren.

Vom Port Valdez aus können Sie außerdem einige tolle Touren unternehmen, z. B. zum Prince William Sound, einer Bucht im Golf von Alaska, in der Sie der gigantische Columbia-Gletscher erwartet, und zum Meares-Gletscher. Der Anblick der imposanten Gewässer und Eisberge ist ebenso beeindruckend wie die Seelöwen, Orca-Wale, Papageientaucher und viele andere Tiere, die Ihnen auf den Bootsausflügen begegnen.

5. Station: Kenai-Fjords-Nationalpark

Straße mit Blick auf den Gletscher im Kenai Fjords National Park

Schon von der Straße aus sieht man von Weitem den Gletscher im Kenai Fjords National Park © Nathaniel Gonzales - stock.adobe.com


Jetzt liegt auf Ihrer Rundreise durch Alaska erneut eine lange Autofahrt vor Ihnen, denn um zum Kenai-Fjords-Nationalpark zu gelangen, müssen Sie fast den ganzen Weg zurück und bei Palmer Richtung Süden fahren (rund 8 h reine Fahrtzeit!). Aber so ist das in Alaska, es gibt eben nicht so viele Straßen – dafür aber umso mehr Natur!

Zwar wird eine Fährverbindung zwischen Valdez und Whittier angeboten, was eine ehebliche Abkürzung ist, aber Fährüberfahrten mit dem Mietwagen sind in der Regel vom Vermieter aus nicht gestattet. Fragen Sie dennoch mal bei Ihrem Veranstalter nach – manchmal machen diese auch Ausnahmen.

Als Ausgangspunkt für den Besuch des Kenai-Fjords-Nationalparks eignet sich das Städtchen Seward am besten. Hier können Sie Ihren Mietwagen stehenlassen und dann eine Bootstour entlang der Küstenlinie unternehmen. Am beeindruckendsten ist das Harding Icefield, das größte Eisfeld der USA. Es bedeckt einen wesentlichen Teil des Parks und versteckt zudem den 1.600 m hohen Kenai-Berg komplett unter sich.

5. Station: Homer

Autos stehen am Strand von Homer mit Blick auf die Berge

Homer ist ein ruhiges Örtchen in schönster Lage © JRENmedia - stock.adobe.com


Sie bleiben auf Ihrer Alaska-Rundreise weiterhin auf der Kenai-Halbinsel und fahren nun von Seward aus noch ein Stück weiter in den Süden bis nach Homer.

Homer liegt am nördlichen Ende der Bucht Kachemak Bay, in die eine schmale Landzunge mit dem lustigen Kosenamen „Homer Spit“ hineinragt. Bekannt ist das Städtchen für das künstlerische Flair, das ihm seine kreativen Bewohner wie Maler, Töpfer, Bildhauer & Co. verschaffen.

Dementsprechend gibt es hier eine gute Auswahl an Handwerkskunst und einheimischem Design. Außerdem erwarten Sie auch zahlreiche Feinkostläden, gemütliche Cafés und gute Restaurants.

Von Homer aus starten außerdem Ausflüge mit dem Wasserflugzeug zum Katmai Nationalpark, wo Sie eine atemberaubende Wildnis erwartet. Und vor allem können Sie hier Braunbären in freier Wildbahn beobachten – ein unvergessliches Erlebnis!

6. Station: Anchorage

Sonnenuntergang über Anchorage in Alaska

In Anchorage endet der Roadtrip durch Alaska © Jacob - stock.adobe.com


Über den Seward Highway geht es auf Ihrer Alaska-Rundreise nun wieder in den Norden bis zur größten Stadt des Landes: Anchorage.

Umgeben von majestätischen Bergen und direkt an der Bucht des Cook Inlet gelegen bietet sich Ihnen hier eine fantastische Vielfalt für Unternehmungen. Wenn Sie die Vorzüge einer Metropole genießen möchten, können Sie die Restaurants, Geschäfte, Events und Kultureinrichtungen wie das Anchorage Museum und das Alaska Native Heritage Center besuchen.

Ist Ihnen aber nach Natur, liegt diese direkt vor den Pforten der Stadt. Sie müssen nur aus der City rausfahren, schon erwartet Sie wieder eine faszinierende Wildnis, der „Stadtberg“ Flattop Mountain und jede Menge anderer landschaftlicher Highlights.

Schade nur, dass Ihre Rundreise durch Alaska in Anchorage endet. Aber nachdem Sie Ihren Mietwagen abgegeben und ins Flugzeug gestiegen sind, bleiben Ihnen immerhin die vielen unvergesslichen Erinnerungen an eines der schönsten Länder der Welt.

Titelbildquelle: #248713844 | Urheber: © Patrick – stock.adobe.com

Max

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