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Sex im Hotel: Was erlaubt ist und was nicht?

von Max
Füße unter der Bettdecke

Letztes Update: 19.05.2022

Sommer, Sonne, Strand – und Sex! Es ist kein Geheimnis, dass Pärchen und Singles im Urlaub nicht nur Sightseeing betreiben oder auf der faulen Haut liegen. Im Gegenteil: Die magische Urlaubsatmosphäre fordert geradezu zum leidenschaftlichen Liebesspiel auf. Allerdings gibt es zum Akt in fremden Gemächern klare Regeln seitens des Hotels und Reiselandes, die Sie in jedem Fall beachten sollten.

1. Heiß, heißer, Urlaubssex

Keine Anrufe, keine Kinder, keine (bekannten) Nachbarn, dafür ein großes Bett und der Blick auf das offene Meer – kein Wunder, dass etliche Pärchen und Singles für mehrere Tage oder Wochen im Jahr den tristen Alltag gegen dieses filmreife Szenario fernab der Heimat eintauschen: Vorhang auf für heiße Liebesspiele mit dem Partner oder dem Urlaubsflirt!

Tatsächlich haben deutsche Urlauber laut einer Studie von HotelTonight doppelt so oft Sex im Hotel wie daheim. Und das ist noch nicht alles: Angeblich dauert das Vergnügen im Schnitt auch eine halbe Stunde länger als im trauten Heim. Damit Sie ungestört auf persönliche Rekordjagd gehen können, gibt es allerdings Folgendes zu beachten:

2. Let’s get loud – aber nicht zu laut

Nach einem romantischen Candle-Light-Dinner, vor dem Frühstück oder falls Sie spontan die Leidenschaft überwältigt – wenn Sie sich in Ihrem Hotelzimmer mit Ihrem Gegenüber austoben, ist alles erlaubt. Fast alles. Auch wenn die Anonymität einen ganz besonderen Reiz ausmacht – ein Mindestmaß an Rücksicht gegenüber ihren Nachbarn sollten Verliebte bei Sex im Hotel trotzdem aufbringen.

Ansonsten wird dieses Mindestmaß im äußersten Fall der Hotelchef höchstpersönlich bei Ihnen einfordern. Ihm steht es zu, bei zu lautstarken Liebesarien einzuschreiten. Die Sanktionen können von Ermahnungen bis hin zum Hausverbot reichen.

3. Sex im Hotel: Treiben Sie es nicht zu bunt

Aufpassen sollten Sie außerdem mit dem Hotelinventar. Liebespaare, denen das Bett auf Dauer zu langweilig wird, siedeln in heimischen Gefilden gerne auf Stühle, Tische oder sonstiges Mobiliar um. Im Urlaubsressort handelt es sich dabei um Fremdeigentum – und hierin liegt der kleine, aber feine Unterschied: Starke Beschädigungen oder Verschmutzungen könnten Sie unter Umständen teuer zu stehen kommen.

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Übliche Abnutzungen im Hotelzimmer sind im Hotelpreis inbegriffen. Dazu zählen allerdings nicht kaputte Nachttischlampen oder sonstige Beschädigungen am Inventar. Im schlimmsten Fall stellt Ihnen das Hotel den entstandenen Schaden in Rechnung. Angesetzt wird hier in der Regel beim Zeitwert mit dem Abzug „neu für alt“.

4. Singles aufgepasst

Wenn Sie als Single verreisen und ein Hotelzimmer gebucht haben, gilt es beim Sex im Hotel mit dem Urlaubsflirt einiges zu beachten. Grundsätzlich ist das Zimmer ausschließlich für die Person vorgesehen, die es auch gebucht hat. Der Besuch einer oder eines Fremden gestaltet sich tagsüber in der Regel unproblematisch.

Bleibt das auswärtige Gegenüber bis zum nächsten Morgen, sollten Sie dies allerdings vorab der Rezeption mitteilen – eine Sicherheitsmaßnahme, denn so kennt das Hotel bei einer möglichen Evakuierung die genaue Gästezahl. Die spontane Zweisamkeit bleibt dann jedoch selten ohne Gegenleistung. Hotels verlangen in der Regel 50 Prozent des herkömmlichen Zimmerpreises.

5. Spaß muss sein – aber nicht überall

Wann und wie oft Sie im Urlaub die Hüllen fallen lassen, bleibt natürlich ganz Ihnen überlassen. Aber wo ist Sex eventuell nicht erlaubt? Je nach Reiseland empfehlen wir Ihnen, sich aus Respekt vor anderen Kulturen den Austausch jedweder Form von Zärtlichkeiten für das Hotelzimmer aufzusparen – besonders im asiatischen und arabischen Raum ist dies verpönt und sogar mitunter strafbar.

So schwer es auch fallen mag – in einigen Ländern sind bereits Küsse und Streicheleinheiten in der Öffentlichkeit strafbar. Informieren Sie sich am besten vor Reisebeginn über die Vorschriften, damit Ihr Vorspiel im Freien kein übles Nachspiel hinter Gittern hat. In Ägypten, Marokko oder Japan etwa werden Küsse und Streicheleinheiten unverheirateter Paare nicht gerne gesehen. In Madagaskar, Dubai oder in der Türkei drohen hierfür sogar Geldstrafen.

Sex in der Öffentlichkeit ist dagegen überall auf der Welt offiziell tabu – ob am Strand von Bali, an öffentlichen Plätzen in Neuseeland oder im Mietwagen in den USA.

Fun Fact: Sex im Auto
Sex im Auto ist – jedenfalls in Deutschland – generell nicht verboten, sofern er an einem abgelegenen Ort vollzogen wird, wo sich Dritte nicht gestört fühlen.

In Spanien kann es dafür zu Bußgeldern im vier- oder fünfstelligen Bereich kommen. In Dänemark, Griechenland oder Italien wird aus dem Freiluft-Spaß noch größerer Ernst: Hier lauern sogar mehrjährige Haftstrafen. Besonders schwer können die Folgen in Malaysia sein: Dort ist Sex im Freien ein absolutes No-Go. Es drohen per Strafgesetz 20 Jahre Haft!

Auch das Hotel allein bietet noch keine Sicherheitszone. Das gilt für den Pool, die Sauna oder den Fahrstuhl gleichermaßen. Wirklich befreit aufspielen können Sie nur in den eigenen vier Wänden Ihres Hotelzimmers. Alle anderen Hotspots ringsum sind dagegen mit Vorsicht zu genießen.

📌 Lesetipp: Jetzt weiterlesen: Sex am Strand – ist das erlaubt?

Titelbildquelle: #138223147 | Urheber: © twinsterphoto – stock.adobe.com

Max

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