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Mein Panama-Reisebericht: 19 Tage unterwegs mit Mietwagen und Bus

von Julia
Blick auf Panama Stadt vom Parque Natural Metropolitano

Ist Panama eine Reise wert? Da fällt meine Antwort ganz kurz aus: Unbedingt! Ich war im April fast drei Wochen in diesem ganz besonderen Land unterwegs – und zwar mit Mietwagen, Bus, Flugzeug und Schnellboot. Meine Erfahrungen, Highlights und unsere komplette Route finden Sie hier in meinem Panama-Reisebericht. Aber die wichtigste Frage kläre ich zuerst: Nein, in Panama riecht es nicht überall nach Bananen. 😉

Panama mit dem Mietwagen: unsere Reiseplanung

Eine wichtige Info vorweg: Eine reine Mietwagen-Rundreise durch Panama ist nicht möglich. Warum? Die Hauptverkehrsstraße durch Panama ist die weltberühmte Panamericana, die sich einmal quer von Osten nach Westen durch das Land zieht. Wenn Sie in Panama-Stadt starten und dorthin mit dem Mietwagen zurück möchten, müssten Sie Strecke über die Panamericana komplett zurückfahren. Grundsätzlich ist das natürlich möglich, aber zeitraubend.

Aus dem Grund haben wir uns dazu entschieden mit dem Mietwagen ab Panama Stadt bis in den Westen des Landes zu fahren. Dort haben wir das Auto in David, der zweitgrößten Stadt Panamas, abgegeben und sind mit dem Bus weiter nach Bocas del Toro gefahren – denn auf die Karibikinseln kommt man nur per Schnellboot. Zurück nach Panama City ging es dann per Inlandsflug. Wie das gelaufen ist, erfahren Sie weiter unten in meinem Panama-Reisebericht.

Der Flug nach Panama

Für uns ging es am frühen Morgen von Frankfurt am Main per Direktflug Richtung Tocumen National Airport. Dabei handelt es sich um Panamas größten Flughafen, wo in der Regel alle internationalen Flüge ankommen. Geflogen sind wir mit Lufthansa (Hinflug) und United Airlines (Rückflug), was wunderbar funktioniert hat. Für den Flug benötigen Sie:

  • einen gültigen Reisepass
  • einen Impfnachweis oder alternativ einen negativen PCR- oder Antigentest (beide nicht älter als 72 Stunden)
  • den QR-Code aus der Erklärung Ihres Gesundheitsstatus
ESTA
Viele Flüge nach Panama (oder zurück) gehen über die USA. Vergessen Sie nicht, dass Sie auch für einen Transferflug einen ESTA-Antrag stellen müssen (Electronic System for Travel Authorization). Mehr Infos dazu finden Sie in unserem Artikel zur Einreise in die USA.

Der richtige Mietwagen für Panama

Für unseren Mietwagen in Panama haben wir pro Tag 30 Euro gezahlt. Bei gleicher Abhol- und Abgabestation wären es nur 19 Euro pro Tag gewesen, aber unsere Reisezeit war uns zu kostbar, um die Strecke über die Panamericana zurückzufahren. Auf ein Auto mit Allradantrieb haben wir verzichtet, denn alle Orte auf unserer Route waren alle über gut ausgebaute Straßen zu erreichen. Aber: Wer auf eigene Faust ins Hinterland fahren möchte, sollte ein Allrad-Fahrzeug wählen, denn dort sind die Straßen teilweise unasphaltiert und übersät mit Schlaglöchern.

Wir haben mit unserem Mietwagen in Panama sehr gute Erfahrungen gemacht. Allerdings haben wir auch viel Zeit in die Recherche gesteckt und Angebote mit schlechten Konditionen (leider in Panama keine Seltenheit) aussortiert. Achten Sie darauf, dass immer eine Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung sowie eine Haftpflichtversicherung in Höhe von mindestens 1 Millionen Euro im Angebot enthalten sind.

Autofahren in Panama

Straße in Panama nach Bocas del Toro

Straße in Panama nach Bocas del Toro

Unser Roadtrip durch Panama hat uns hauptsächlich über die berühmte Panamericana und autopistas geführt. Dabei handelt es sich um durchgehend asphaltierte Straßen, die einfach zu befahren und teilweise sogar vierspurig sind. Nur abseits dieser großen Highways kann es auch mal holperig werden. Vor allem die Straßen zu den Stränden Panamas sind oft einzige Schotterpisten mit Pfützen und Schlaglöchern.

In punkto Beschilderung gibt es in Panama Nachholbedarf. Selbst Sehenswürdigkeiten sind teilweise nur schlecht oder gar nicht ausgeschildert. Ein Navi ist also ein guter Reisepartner. Wir haben die App Maps.me genutzt und uns dort eine Offline-Karte für Panama heruntergeladen. Die App hat uns sehr gute Dienste geleistet, aber uns auch das ein oder andere Mal in Straßen geführt, die gar nicht befahrbar sind. Achten Sie also zusätzlich immer darauf, ob es sich bei Straßen um Privatgelände handelt.

Tipp: Retornos
Wenn Sie auf der Panamericana mal eine Ausfahrt verpassen, dann nutzen Sie einfach die sogenannten Retornos. Das sind Wendemöglichkeiten, die in regelmäßigen Abständen rechtzeitig angekündigt werden.

Und das Autofahren in Panama? Als ich in Panama in den Mietwagen gestiegen bin, habe ich zuerst ein mulmiges Gefühl gehabt. Aber schnell hat sich herausgestellt, dass das Autofahren in Panama ganz entspannt ist. Die Höchstgeschwindigkeit liegt außerorts grundsätzlich bei 80 bis 100 km/h und wird von den Panamaerinnen und Panamaern auch eingehalten. Etwas gewöhnungsbedürftig: Der Blinker am Auto wird von den Einheimischen oft vernachlässigt und Tiere auf der Fahrbahn sind keine Seltenheit.

Tanken in Panama

In größeren Städten wie Panama City oder David oder entlang der Panamericana treffen Sie regelmäßig auf Tankstellen. Um zu tanken, müssen Sie ganz einfach an der Tanksäule parken. In innerhalb von einigen Sekunden wird ein Tankwart auftauchen, der für Sie die gewünschte Kraftstoffart und Menge tankt. Wir haben uns immer für “full” entschieden, um mit einem vollen Tank unterwegs zu sein. Einige wenige Tankstellen in Panama bieten auch Selbstbedienung an. Hier lässt man sich an Kassenhäuschen die Tanksäule freischalten und tankt die gewünschte Menge, gezahlt wird danach. Oft ist hier der Sprit ein oder zwei Cent günstiger.

Sicherheit in Panama
Grundsätzlich haben wir keinerlei unangenehme Erfahrungen mit einem Mietwagen in Panama gemacht. Wir haben allerdings darauf geachtet, das Auto immer an bewachten Hotelparkplätzen zu parken und niemals Wertgegenstände im Wagen liegen lassen. Ich empfehle außerdem, auf Nachtfahrten zu verzichten.

Busfahren in Panama

Busfahren ist in Panama ausgesprochen einfach: Man setzt sich an eine Bushaltestelle und wartet auf den nächsten Bus (Busse kommen in regelmäßigen Abständen, aber richtige Fahrpläne gibt es nicht). Sobald ein Bus hält, teilt man dem Fahrer einfach seinen Zielort mit. Fährt der Bus dorthin, hilft Ihnen eine Person beim Koffer verstauen. Bezahlt wird erst am Zielort. In der Regel haben wir aber selbst für längere Busfahrten nie mehr als 10 USD bezahlt.

Währung in Panama
In Panama wird hauptsächlich mit US-Dollar bezahlt. Die einheimische Währung, der Balboa, ist gleichwertig, wird aber nur selten genutzt.

Ein bisschen haben wir unseren lieb gewonnen Mietwagen auf den Busfahrten aber vermisst, denn in den Bussen ist es oft eng und die Klimaanlagen läuft auf Hochtouren (Pullover einpacken!). Vor allem spontane Tagesausflüge sind mit dem Auto einfacher zu bewerkstelligen, denn oft fährt der letzte Bus schon gegen 17 Uhr nachmittags. Mit dem Mietwagen waren wir da deutlich flexibler unterwegs.

Mein Panama-Reisebericht: unsere Route für 19 Tage

Route: Panama City – Panamakanal – Vallé de Anton – David – Boquete – Gualest – Bocas del Toro

Strecke: 728 km (ohne Inlandsflug zurück nach Panama City)

Reine Fahrzeit: 12:15 Std.

Reisezeit: April. Da der April schon die Nebensaison einläutet, haben wir den ein oder anderen Regenschauer gehabt, was aber zu der Zeit völlig normal ist. Dafür waren wir an den Stränden oft alleine und konnten bei 30 Grad trotzdem baden gehen. Die Trockenzeit in Panama ist von Mitte Dezember bis Mitte April, regnen kann es aber immer.

1. Panama City

Spaziergang durch dir Altstadt in Panama

Die Altstadt von Panama gehört zum UNESCO-Welterbe

In Panama lassen wir den Mietwagen erst einmal noch auf dem Hotelparkplatz stehen – denn die hübsche Altstadt (Casco Viejo) erkundet man am besten zu Fuß. Dank der restaurierten Kolonialbauten, der zahlreichen Kirchen und Klosterruinen gilt dieses Stadtviertel heute als UNESCO-Welterbe. Ein Muss: Der Plaza de La Independencia, wo Panama Kolumbien die Unabhängigkeit erklärte. Unbedingt eine Pause einlegen sollten Sie im Finca de Mar: Hier bekommt man auf der schattigen Terrasse frischen Fisch und leckere Cocktails serviert.

Die beste Aussicht auf die Stadt hat man zweifelsohne vom Parque Natural Metropolitano nördlich der Innenstadt. Ein Rundweg führt durch den 265 Hektar großen Park bis hinauf zum Aussichtspunkt. Bei gutem Wetter schaut man nicht nur auf die Skyline von Panama, sondern bis hinüber zum Panamakanal mit den Miraflores-Schleusen. Die Wanderung nach oben und wieder hinunter (ca. 1 Stunde) ist bei den tropischen Temperaturen anspruchsvoll, aber absolut machbar.

Hotel und Restaurants
Die Viertel El Cangrejo, Bella Vista und Marbella sind gute und sichere Viertel zum Essen gehen und Übernachten, zum Beispiel im Hotel Parador für 40 Euro pro Nacht (mit Pool). Auf der Via Argentinia gibt es besonders gute günstige Cafés zum Frühstücken (El Munde del Pan), fabelhafte panamesische Restaurants (z.B. das El Trapiche) und Bars, wo Sie Einheimische kennenlernen (unser Favorit ist die gemütliche Craft-Beer-Bar La Rana Dorada, wo man auch draußen sitzen kann).

2. Panamakanal

Schiffe auf dem Panamakanal

Der Panamakanal ist eines der größten Bauwunder der Welt

Mit dem Mietwagen geht es zu einem Ort, der in keinem Panama-Reisebericht fehlen darf. Der Panamakanal ist eines der größten Bauwunder der Welt. Er erstreckt sich über 80 Kilometer von Panama-Stadt am Pazifik bis zum Atlantik. Fast 15.000 Schiffe passieren jedes Jahr den Kanal und weltweit wird beim Schiffsbau darauf geachtet, dass alle Frachter durch die sogenannten Miraflores-Schleusen passen.

Diese Infos (und noch viel mehr) erfahren Sie im Miraflores-Besucherzentrum nur 20 Minuten Fahrt von Panama-Stadt entfernt. Besonders schön ist der Blick von der Aussichtsplattform auf die Schleusen. Zwischen 9 und 11 Uhr sowie 15 und 17 Uhr ist die Chance auf Schiffdurchfahrten am größten. Das Besucherzentrum ist nicht jeden Tag geöffnet, also informieren Sie sich vorab, ob sich eine Fahrt dorthin lohnt. Auch Kanalschifffahrten sind möglich, aber nicht gerade günstig. Vergleichen Sie am besten Anbieter miteinander.

3. Valle de Anton

Buntes Haus in El Valle de Anton in Panama

So schön bunt: typisches Häuschen in El Valle

Von Panama-Stadt aus geht es mit dem Mietwagen weiter nach El Valle, einen kleinen Ort mit gerade einmal 7.600 Einwohnern. Warum wir unbedingt dorthin wollen? Die Stadt liegt inmitten eines erloschenen Vulkankraters und ist von grünen Wäldern und zerklüfteten Hügeln umgeben. Ein echtes Paradies zum Wandern und Entspannen! In drei Tagen spazieren wir über Hängebrücken zum 35 Meter hohen Wasserfall Chorro El Machon (Eintritt 5 Euro), erfrischen uns in den Naturbecken am Chorro las Mozas und lassen uns von 250 Schmetterlingen im Butterfly Haven umschwirren. Abends probieren wir im einfachen und gemütlichen Restaurant Massiel panamesische Gerichte wie Ropa Vieja (dt: “alte Kleidung”) – ein würziger Rindfleischeintopf mit Reis.

Hotel-Tipp
Unsere Gastgeberin May und ihre Familie begrüßen uns im La Casita de el Valle und wir fühlen uns direkt wie Zuhause. Als wir unseren Bungalow sehen, staunen wir nicht schlecht: Zwei Schlafzimmer mit Kühlschränken, ein Bad und eine Veranda mit Hängematten für uns ganz alleine – und das für 45 Euro pro Nacht. Absolut empfehlenswert! Einen großen Garten mit Grill und Wäscheleine gibt es kostenlos dazu.

4. David

Pool im Bambu Hostel in der Stadt David in Panama

Im Bambu Hostel gibt es ein Dschungelhaus und einen Pool

Die Fahrt über die Panamericana nach David dauert rund fünf Stunden. Unterwegs halten wir immer wieder in kleinen Orten an, um uns an Ständen mit frischem Obst einzudecken. In David angekommen sind wir etwas ernüchtert: Obwohl es sich um die zweitgrößte Stadt des Landes handelt, gibt es hier nicht viel zu sehen. Ist aber nicht schlimm, denn David soll für die nächsten Tage unsere Basis für Ausflüge sein.

Dafür haben wir uns hier aber in einem besonders schönen Hostel einquartiert: Das Bambu Hostel bietet neben Schlafsälen auch Privatzimmer mit Bad. Wir quartieren uns im strohgedeckten Dschungelhaus ein, das inmitten von Pflanzen und Bäumen liegt. Ein großer Gemeinschaftsbereich mit Freiluftküche, Pool und einem hauseigenen Nasenbär eignet sich bestens zum Ausspannen nach Ausflügen. Die Besitzer Greg und Luis sind zwei US-Amerikaner und unglaublich hilfsbereit. Pro Nacht zahlen wir 35 USD.

Restaurant-Tipp
Wer nicht selber kochen möchte, geht gegenüber vom Hostel in das Fischrestaurant Polo. Für faire Preise zwischen 4 und 8 USD bekommen Sie hier frischen ganzen Fisch und sehr gutes Ceviche (roher Fisch in Limettensaft).

5. Boquete

Kaffeebohnen auf einer Farm in Boquete, Panama

Kaffeebohnen auf der Farm Don Pepe

Die Stadt Boquete begrüßt uns mit nebelverhangenen Wäldern, Regen und 15 Grad (am Morgen in David waren es noch knapp 28 Grad). Das ist aber nicht ungewöhnlich für diese Stadt: Boquete liegt weit oben im Hochland der Provinz Chiriquí und ist ein Abenteuerspielplatz für Outdoor-Fans. Hier starten viele Wanderungen wie der Lost Waterfalls Trail oder die Baumwipfeltour mir zwölf Ziplines und einer Abseilwand.

Das frische Wetter ist nicht nur perfekt für Wanderungen, sondern auch für den Kaffeeanbau. Eine der teuersten Kaffeebohnen der Welt, die Geisha-Bohne, wächst hier. Das Pfund kostet rund 60 USD. Das wollen wir unbedingt probieren! Wir machen eine Tour zur Kaffeefarm Don Pepe, alleine schon die Anfahrt ist ein Traum. In der Ferne sehen wir die nebenverhangenen Wälder und den erloschenen Volcan Barú. An der Farm angekommen, zeigt Carlos die Reise von der Kaffeebohne bis zur Kaffeetasse – inklusive Tasting. Und ja, die Geisha-Bohne schmeckt wirklich außergewöhnlich – für meinen Geschmack allerdings mehr nach schwarzem Tee als nach Kaffee.

6. Los Cangilones de Gualaca

Natürliche Badebecken in Gualaca, Panama

Die natürlichen Badebecken in Gualaca sorgen für Abkühlung

Am Tag vor unserer Abreise aus David verraten uns Einheimische noch einen echten Geheimtipp. In Gualaca zwischen David und Boquete frisst sich kristallklares Wasser durch einen Canyon. Die natürlichen Badebecken sind bei dem tropischen Panama-Wetter unglaublich erfrischend. Aber Achtung mit dem Mietwagen: In der Vergangenheit soll es auf dem Parkplatz schon Autoeinbrüche gegeben haben.

Weiterfahrt nach Bocas del Toro

Bootsfahrt zum Archipel Bocas del Toro in Panama

Schon die Anfahrt nach Bocas del Toro ist ein Traum

Der traurige Moment ist gekommen: Wir müssen unseren Mietwagen abgeben, den wir richtig lieb gewonnen haben. Nach Bocas del Toro geht es mit dem Bus, denn auf die karibischen Inseln dürfen wir unser Auto nicht mitnehmen. Den Bus am Albrook-Busbahnhof finden wir in innerhalb von fünf Minuten, denn viele Menschen zieht es in den Norden des Landes. Wir ergattern ein Plätzchen und lassen uns fünf Stunden über die Straßen schaukeln.

Besonders malerisch ist die Fahrt über die Fortuna-Straße, die durch das gleichnamige Naturreservat fährt. Hier scheinen die Wolken zum Greifen nah und ein künstlicher See mit riesigem Staudamm liegt im grünen Tal. Langsam ändert sich die Landschaft von Nebelwald und Bergen zu tropischer Karibik mit bunten Häusern. Der Umstieg in Almirante auf das Schnellboot geht schnell und ist unkompliziert. Wir zahlen 10 USD pro Person, unsere Koffer werden ins Boot gewuchtet und dann geht es los. Bocas del Toro, wir kommen!

7. Bocas del Toro

Playa Bluff auf Bocas del Toro in Panama

Playa Bluff ist besonders beliebt bei Surferinnen und Surfern

Der Archipel Bocas del Toro ist unsere Endstation in Panama. Hier werden wir rund eine Woche Zeit verbringen, um von Insel zu Insel zu hüpfen. Das geht ganz einfach per Schnellboot. Man nennt den Bootsfahrern einfach seine Wunschinsel und vereinbart einen Preis (zwischen 3 und 10 USD pro Person).

📌 Lesetipp: Bocas del Toro: Oh, so schön ist Panama!

Hotel-Tipp
Im kunterbunten Hostel Bastimientos Hill in Old Bank werden nicht nur kleine Zimmer vermietet. Wir haben uns in einem Bungalow inmitten von Bäumen einquartiert. Neben einem Bett, einer Küche und einem Badezimmer, hatten wir hier eine riesengroße Terrasse mit Hängematten für uns ganz alleine. Dort lässt sich auch der ein oder andere Regenschauer locker verkraften. Für eine Woche zahlen wir zu Zweit knapp 300 USD.

Meine Tipps für Bocas del Toro:

  • Isla Colón: Auf der Hauptinsel liegt Bocas del Toro, ein kunterbuntes Städtchen mit zahlreichen Hotels, Bars und Restaurants. Sehr schön für einen Abend, aber uns persönlich zu trubelig. Absoluter Strand-Tipp auf der Insel: Am Playa Bluff kann man zwar nicht richtig schwimmen gehen (zu hohe Wellen!), aber der naturbelassene Strand ist wunderschön. Ebenfalls sehenswert: Die großen Seesterne am Playa Estrella, der mittlerweile leider sehr verbaut ist.
  • Isla Caranero: Auf der winzigen Insel findet ihr nur ein paar Hotels, ein Restaurant und einen Strand mit Palmen. Das Robinson-Crusoe-Feeling ist hier garantiert. Zum Strand ist es vom Steg aus ein kurzer Fußmarsch, der aber nicht länger als 5 bis 10 Minuten dauert. Da Diebstahl am Strand keine Seltenheit ist, sollten Sie nur unverzichtbare Wertsachen mitnehmen.
  • Isla Bastimientos: Für uns die schönste Insel des Archipels, denn hier ist es ruhiger als auf der Hauptinsel. Im Ort Old Bank herrscht entspannter, karibischer Flair und man kommt leicht mit den Einheimischen ins Gespräch. Traumhaft schön ist der Wizard Beach, den man nur per 20-minütiger Wanderung über einen Wildnispfad erreichen kann (zur Regenzeit ist das eine schlammige Angelegenheit, aber es lohnt sich!).
Wildnispfad zum Wizard Beach auf der Isla Bastimientos in Panama

Der Wildnispfad zum Wizard Beach ist abenteuerlich, aber wunderschön

Geheimtipp
Verpassen Sie auf keinen Fall eine Führung auf der Kakao-Farm Up in the Hill. Auf dem höchsten Punkt über Old Bank wird nicht nur Kakao angebaut, sondern auch sämtliche Kräuter und Obstsorten. Am Ende der Tour wird ein Drei-Gänge-Menü aufgetischt, das nur aus den Zutaten besteht, die auf der Farm angebaut werden. Eine Tasse Kakao gibt es natürlich auch.

8. Flug zurück nach Panama

Unsere Panama-Rundreise endet mit einem Inlandsflug von Bocas del Toro zurück nach Panama-Stadt. Die Flugtickets buchen wir online auf der Website von Air Panama, wir zahlen 160 Euro pro Person. Am Flughafen geht es ähnlich entspannt zu wie in den Bussen oder Schnellbooten. Wir dürfen sogar ein früheres Flugzeug nehmen, das noch nicht ausgebucht ist. Oh, wie schön ist Panama!

Unglaublich, dass man mit dem Flieger gerade einmal eine Stunde bis zur anderen Seite des Landes braucht. Ich werde dieses ganz besondere Land definitiv vermissen. Nicht nur wegen der grünen Regenwälder und der Tropenstrände, sondern auch wegen der unglaublich herzlichen Einwohner.

Fazit: Mietwagen oder Bus in Panama?

Mein Panama-Reisebericht endet mit diesem Fazit: Ich habe mit dem Mietwagen in Panama nur positive Erfahrungen gesammelt und würde mir dort jederzeit wieder ein Auto mieten. Die Hauptstraßen sind gut ausgebaut, die meisten Gegenden sind nicht gefährlich und die Verkehrsregeln ähneln denen in Deutschland. Sie brauchen nicht einmal unbedingt einen Wagen mit Allrad-Antrieb – es sei denn, Sie möchten das Hinterland erkunden.

Busse in Panama sind praktisch und eine günstige Alternative zum Mietwagen. Schließlich sparen Sie hier an der Tagesmiete und den Benzinkosten (die allerdings deutlich günstiger sind als in Deutschland). Leider sind die Busse aber gerade für längere Strecken sehr unbequem und das hektische Ein- und Aussteigen ist stressig. An Orten wie Fortuna hätte ich gerne einmal mit dem Mietwagen angehalten und mir die Gegend genauer angesehen, was leider mit dem Bus nicht möglich war.

Julia

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