Spanien ist eines der beliebtesten und zudem vielfältigsten Reiseländer der Welt. Grund genug, sich in den Mietwagen zu schwingen und die geografisch und kulturell unterschiedlichen Regionen auf eigene Faust zu erkunden. Ob sonniger Süden, grüner Norden oder katalanische Bergwelt: Jede Region zeigt dir eine andere Seite des Landes. Damit dein Roadtrip entspannt verläuft, solltest du vorab an Reisezeit, Anreise, Mietwagen, Verkehrsregeln und Unterkünfte denken. Wir geben Tipps, wie du deine Spanien-Rundreise ganz einfach selber planst und stellen dir die schönsten Auto-Routen auf dem spanischen Festland vor.
Spanien-Rundreise selber planen: Tipps und Routen

Alles auf einen Blick
So planst du deine Spanien-Rundreise mit dem Mietwagen selbst, von der Reisezeit bis zur passenden Route:
Beste Reisezeit: Ideal sind März bis Juni sowie September und Oktober, im Juli und August ist Hochsaison mit 30 bis 40 Grad.
Anreise und Einreise: Die großen Flughäfen Madrid, Barcelona und Málaga werden nonstop angeflogen, zur Einreise genügt EU-Bürgern der Personalausweis.
Mietwagen: Buche frühzeitig von zu Hause aus, am besten mit Vollkasko ohne Selbstbeteiligung, und melde Grenzfahrten immer vorher beim Vermieter an.
Verkehrsregeln: Innerorts gilt meist 30 km/h, außerorts 90 km/h und auf Autobahnen 120 km/h. Auf privat betriebenen Autobahnen wird Maut fällig.
Sechs Rundreisen: Andalusien, Katalonien, Galicien, Madrid und Baskenland, Spaniens Südosten sowie die Picos de Europa, mit 5 bis 14 Tagen Reisezeit.
Spanien-Rundreise selber planen
1. Beste Reisezeit für eine Spanien-Rundreise mit dem Auto
So unterschiedlich wie die geografischen und kulturellen Eigenarten sind auch die Temperaturen in den spanischen Regionen. Während im Süden und in Zentralspanien milde Winter und trockene, heiße Sommer vorherrschen, sind die Herbst- und Wintermonate im Norden vergleichsmäßig kühl und feucht. In den spanischen Gebirgsregionen, wie den Pyrenäen und Teilen der Sierra Nevada, liegt in den Wintermonaten sogar Schnee. Dank seiner südeuropäischen Lage ist Spanien ein Reiseziel, das du das ganze Jahr über besuchen kannst. Möchtest du eine Spanien-Rundreise mit dem Auto selber planen, dann sind die Frühlingsmonate März bis Juni sowie der September und Oktober im Herbst bestens für einen Roadtrip geeignet. Mit einer Durchschnittstemperatur von etwa 25 Grad (im Süden sind es in der Regel ein paar Grad mehr) lässt es sich zu der Zeit gut aushalten. Hochsaison ist in Spanien, wie in den anderen südeuropäischen Ländern auch, der Juli und August. Zu der Zeit steigen die Hotelpreise in die Höhe und du musst dir die Sehenswürdigkeiten und Parkplätze mit vielen anderen Touristen teilen. Mit Temperaturen von 30 bis 40 Grad macht Sightseeing im Hochsommer auch nur bedingt Spaß.
2. An- und Einreise nach Spanien
Die größten Flughäfen auf dem spanischen Festland befinden sich in Madrid, Barcelona und Málaga und werden von vielen deutschen Fluggesellschaften nonstop angeflogen. Die durchschnittliche Flugzeit hängt von der gewählten Stadt ab. Während der Flug nach Barcelona gerade einmal zwei Stunden dauert, müssen Málaga-Urlauber eine Stunde länger im Flieger sitzen. Für viele Mietwagen-Urlauber startet an einem der drei großen Flughäfen die Spanien-Rundreise, da hier zahlreiche Vermieter mit Abholstationen vertreten sind. Alternativ kannst du natürlich auch mit dem eigenem Auto oder dem Mietwagen ab Deutschland nach Spanien fahren. Vergiss aber nicht, dass du hierfür Frankreich (und eventuell einen Teil von Luxemburg oder Belgien) vollständig durchqueren musst. Wenn ein Mitfahrer nicht für dich das Steuer übernehmen kann, solltest du spätestens an der spanischen Grenze eine Übernachtungspause einlegen und am nächsten Tag ausgeruht weiterfahren. Wenn du mit dem Mietwagen statt mit dem eigenen Auto anreist, musst du die Grenzfahrt vorher unbedingt anmelden. Zur Einreise genügt in Spanien für EU-Bürger ein Personalausweis. Ausführliche Infos zu den Einreisebestimmungen in Spanien findest du in unserem Artikel zu den Einreisebestimmungen für Spanien.
3. Mietwagen-Tipps für die Spanien-Rundreise
Früh buchen und Preise vergleichen: Buche deinen Mietwagen für Spanien rechtzeitig vor der Rundreise von zu Hause aus. So kannst du schon vorab selber entscheiden, zu welchen Konditionen du dein Mietauto buchen möchtest und musst vor Ort keine allzu lange Wartezeit einplanen. Die richtige Versicherung: Für deine Auto-Rundreise durch Spanien empfehlen wir in jedem Fall eine Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung, eine Haftpflichtversicherung sowie zusätzlichen Glas- und Reifenschutz. Auch hier gilt: Lieber vor der Reise die Versicherung online hinzubuchen anstatt erst vor Ort. Mindestalter: Bei den meisten Anbietern darfst du ab 21 Jahren ein Auto für die Spanien-Rundreise anmieten, für gehobene Fahrzeugklassen wird das Mindestalter eventuell angehoben. Darüber hinaus müssen Fahrer zwischen 21 und 25 Jahren in der Regel eine Jungfahrergebühr zahlen. Führerschein: In der Regel reicht der nationale Führerschein, den du auch in Deutschland mit dir führst, in Spanien aus. Sollte der Anbieter in den Mietbedingungen allerdings einen Internationalen Führerschein fordern, so musst du diesen auch mit dir führen. Grenz- und Fährfahrten: So manche spanische Region liegt nur einen Katzensprung von Portugal, Frankreich, Andorra oder Gibraltar entfernt. Eine Grenzfahrt klingt da ziemlich verlockend, ist aber unter Umständen nicht erlaubt und muss in jedem Fall vorher beim Vermieter angemeldet werden. Beachte bei Fährfahrten, dass sie in der Regel zwar erlaubt sind, der Mietwagen auf dem Schiff nicht mehr versichert ist. Kreditkarte und Kaution: Nicht nur zur Mietwagen-Buchung, sondern auch zur Hinterlegung der Kaution benötigst du eine Kreditkarte. Auf dem spanischen Festland gibt es lediglich eine Stadt, in der du deinen Mietwagen abholen kannst ohne eine Kaution zahlen zu müssen: Málaga. Auto für die Spanien-Rundreise: Mit einem Kleinwagen bist du auf dem spanischen Festland sowohl auf den kurvigen Berg- und Küstenstraßen als auch in den trubeligen Städten sicher und flexibel unterwegs. Wer mit mehr als zwei Personen oder großen Koffern reist, ist mit einem Wagen aus der Kompaktklasse besser beraten.
Ähnlich wie in anderen südeuopäischen Ländern werden dir beim Mietwagen-Preisvergleich für Spanien geradezu unglaublich günstige Angebote über den Weg laufen. Bei diesen vermeintlichen Schnäppchen gilt: Informiere dich vorher ausgiebig darüber, welche Leistungen enthalten sind! Es kann sein, dass mit diesen Billigangeboten ein schlechter Service, lange Wartezeiten und unerwartete Zusatzkosten einhergehen.
4. Autofahren in Spanien
Wer seine Auto-Rundreise selber planen möchte, sollte sich vorab mit den Verkehrsregeln in Spanien vertraut machen. Dann bist du bestens auf die Gegebenheiten vor Ort vorbereitet. Aber keine Sorge: Generell macht das Autofahren auf dem spanischen Festland dank gut ausgebauten und asphaltierten Straßen Spaß. Lediglich in den verkehrsreichen Großstädten trüben volle Straßen und die chaotisch-rasante Fahrweise der spanischen Autofahrer den Fahrspaß. Hilft alles nichts: Fahre vorausschauend und lass dich nicht aus der Ruhe bringen.
Mit großer Wahrscheinlichkeit wirst du zunächst in einer großen Stadt landen bevor die Spanien-Rundreise richtig losgeht. Unser Tipp: Plane klug, schau dir in Ruhe die Stadt an und miete das Auto erst für den Tag an, wenn du die erste Station verlässt. So entgehst du dem Verkehrschaos und startest gleich viel entspannter in den Roadtrip.
Die wichtigsten Fakten und Tipps auf einen Blick:
Rechtsverkehr: Wie in Deutschland gilt in allen spanischen Regionen Rechtsverkehr.
Tempolimit: Innerorts gilt in Spanien meist ein Tempolimit von 30 km/h (50 km/h bei zwei oder mehr Fahrstreifen pro Richtung, 20 km/h auf Straßen ohne Höhenunterschied zwischen Fahrbahn und Gehweg), außerorts sind höchstens 90 km/h erlaubt, auf Autobahnen 120 km/h.
Parken: Gelbe Linien kennzeichnen Parkverbote, blaue Linien dagegen gebührenpflichtige Zonen. In großen Städten wie Barcelona kann das Parken mitunter sehr stressig und teuer sein. Achte darauf, dass dein Hotel einen Parkplatz besitzt oder parke weiter außerhalb und nimm öffentliche Verkehrsmittel ins Stadtzentrum.
Mautgebühren: Vergiss nicht, dass auf den privat betriebenen Autobahnen in Spanien eine Maut fällig wird! Die Höhe der Maut richtet sich nach der Strecke und kann bar, mit Kreditkarte oder per Transponder bezahlt werden. Frag im Zweifel bei deinem Mietwagen-Anbieter nach, wie die elektronische Berechnung der Maut gehandhabt wird. 📌 Lesetipp: Maut in Spanien 📌 Lesetipp: Verkehrsregeln in Spanien
5. Unterkünfte in Spanien
Die Unterkünfte in Spanien sind genauso abwechslungsreich wie die Regionen selbst und reichen von erschwinglichen Hostels bis hin zu All-Inclusive-Hotels mit Pool. Zur Orientierung: Während ein Zimmer in einem günstigen Hotel schon für durchschnittlich 45 Euro pro Nacht zu haben ist, können für ein Mittelklassehotel 60 bis 80 Euro fällig werden. Wer sich richtig etwas gönnen möchte, zahlt für ein Zimmer in einem 5-Sterne-Hotel rund 250 Euro. Vor allem wenn du mit mehreren Personen reist, kann eine Ferienwohnung unter Umständen kostengünstiger sein als ein Hotel. Gerade in den etwas größeren Städten werden wirklich ganz charmante Wohnungen in zentraler Lage vermietet, die meist über Kochmöglichkeiten verfügen. Du wolltest schon immer einmal auf einem spanischen Landgut oder Bauernhof übernachten? Auch solche besonderen Unterkünfte werden mittlerweile über Plattformen wie airbnb angeboten. Der schöne Nebeneffekt: Du genießt nicht nur das spanische Klima in besonderer Atmosphäre, sondern kannst bei Interesse auch den Alltag und das Leben auf einem spanischen Gutshof kennenlernen, gerade für Kinder ein echtes Erlebnis! Roadtrips leben von spontanen Entscheidungen und Flexibilität. Während der Nebensaison findest du auch spontan noch Unterkünfte. In der Hauptsaison kann es unter Umständen in sehr beliebten touristischen Regionen und Großstädten wie Barcelona schwierig sein, noch auf den letzten Drücker eine bezahlbare Unterkunft zu ergattern. Hier solltest du in Erwägung ziehen, die ein oder andere Übernachtung vorzubuchen. Lohnenswert sind Reise-Apps wie die von booking.com oder hostelworld, über die man während der Reise, zum Beispiel einen Tag im Voraus, Unterkünfte buchen kann. So bleibst du immer noch spontan, riskierst aber auch nicht, dass du keinen Schlafplatz mehr findest.
6. Spanien-Rundreise selber planen: die schönsten Routen
Die Auto-Route, für die du dich entscheidest, hängt nicht immer nur für den persönlichen Interessen, sondern auch von der verfügbaren Zeit ab. Aus dem Grund stellen wir dir verschiedenste Spanien-Rundreisen vor. Einige sind in einer Woche zu schaffen, für andere wiederum solltest du etwas mehr Zeit einplanen. Natürlich kannst du unsere Routenvorschläge auch als Basis nutzen und vor Ort immer noch selber entscheiden, ob du die Tour spontan um andere Stationen erweitern möchtest: Dank Mietwagen bist du schließlich flexibel unterwegs.
1. Andalusien-Rundreise: Berg- und Küstenstädte in Spaniens Süden
Start und Ziel: Sevilla Länge: 1.000 km Fahrzeit: ca. 13 Stunden Empfohlene Reisezeit: 14 Tage Highlights: gotische und maurische Architekturwunder, Spaniens größtes Feuchtgebiet, traumhafte Küstenorte mit Sonnengarantie Für: Sonnenanbeter, die sowohl kulturreiche Städte als auch faszinierende Naturlandschaften mit dem Auto erkunden möchten Westlich von der lebendigen Metropole Sevilla warten ursprüngliche Dörfer, traumhafte Küstenorte und hügelige Berglandschaften auf erlebnishungrige Roadtrip-Fans. Bevor es losgeht, solltest du dir die größte Stadt der Region unbedingt anschauen und in Ruhe die verwinkelten Gassen von Sevilla mit der gotischen und maurischen Architektur erkunden. Von hier aus geht es vorbei an Bergseen, Olivenhainen und kleinen andalusischen Dörfern. Eines der Schönsten davon ist ohne Frage Aracena mit seinen strahlend weißen Häuserfassaden. Dann geht es weiter Richtung Atlantik, wo eine skurril-schöne Felslandschaft in Minas de Riotinto die Landschaft schmückt. Bei den kupferfarbenen Felsen handelt es sich um eines der ältesten Bergwerke der Welt. Die Provinz Huelva eignet sich mit ihren angenehm leeren Stränden wunderbar für eine Verschnaufspause bevor der Nationalpark Coto de Doñana angesteuert wird. In Spaniens wichtigstem Feuchtgebiet wechseln sich hohe Dünen mit Wäldern und Lagunen ab. Kein Wunder, dass hier verschiedenste Tierarten zu Besuch sind: vom Flamingo bis zum Luchs. Weitere Highlights der Spanien-Rundreise sind das Küstenörtchen Cádiz (angeblich Europas älteste Stadt und ein echtes Surfer-Mekka), der berühmte Fels vonGibraltar, auf dem sich rund 250 Berberaffen tummeln (nicht vergessen: die Fahrt nach Gibraltar gilt als Grenzfahrt!) und die bildschöne Stadt Ronda, die nicht nur wegen ihrer spektakulären Gebirgslage begeistert. Bevor es zurück nach Sevilla geht, solltest du unbedingt in der kleinen Schwester Córdoba einen Zwischenhalt einlegen und mit der beeindruckenden Mezquita-Kathedrale eine der größten Kirchen der Welt besuchen.
2. Katalonien-Rundreise: von Barcelona bis in die Pyrenäen
Start und Ziel: Barcelona Länge: ca. 600 km Fahrzeit: ca. 10,30 Stunden Empfohlene Reisezeit: 7 Tage Highlights: Barcelonas Sakralbauten und Kulturszene, authentische katalanische Bergdörfer, steile Haarnadelkurven mit großartiger Aussicht
Für: Fans von Bergwelten und Panoramafahrten, die sich sowohl für trubelige Städte als auch katalanische Bergdörfer begeistern können
Katalonien ist mit einer bewegten Vergangenheit und einer kosmopolitischen Hauptstadt die wohl bekannteste Region Spaniens. Wir versprechen dir: Unsere Auto-Rundreise zeigt dir diese Ecke des Landes nochmal von einer ganz anderen Seite. Lass den Mietwagen noch eine Weile stehen und erkunde Barcelonas vibrierende Kulturszene und die faszinierenden Sakralbauten im Herzen der Stadt. Mit fahrbarem Untersatz geht es dann, vorbei an der mittelalterlichen Stadt Girona, weiter Richtung Küste. Wandle im Dalí-Museum in Figuerés und im Küstenort Cadaqués auf den Spuren der surrealistischen Künstler und genieße die atemberaubende Panoramafahrt durch grüne Hügel und vorbei an steilen Klippen, wenn es von der Costa-Brava-Küste wieder ins Inland geht. Hat man die trubeligen Küstenorte und die katalonische Hauptstadt erst einmal hinter sich gelassen, erwarten einen in den Vor-Pyrenäen ruhige katalanische Bergdörfer, wie zum Beispiel Olot in der Vulkanregion Garrotxa. Je höher es hinauf geht, desto dramatischer und beeindruckender wird die Landschaft. An schlafenden Vulkanen vorbei geht in den Norden Richtung Vall de Ribes, wo die engen Straßen und Haarnadelkurven von Felsen gesäumt werden. Eines der absoluten Highlights dieser Route ist ohne Frage der majestätische Berg Pedraforca, der mit seinen über 2.000 Meter hohen Gipfeln ein Eldorado für Wanderfans ist. Über das charmante Städtchen Berga, das idyllisch eingebettet in den Bergen liegt, fährst du zurück nach Barcelona, wo du deine Rundreise bei Tapas und einem kühlen Estrella ausklingen lassen kannst.
3. Galicien-Rundreise: Spaniens grüner Norden
Start und Ziel: Lugo Länge: 550 km Fahrzeit: 7 Stunden Empfohlene Reisezeit: 5 bis 7 Tage Highlights: bildschöne Pilgerstädte, Fjorde und wilde Buchten, fangfrischer Fisch in den galicischen Hafenstädten Für: Ruhesuchende und Natur-Fans, die Spanien mal von einer anderen Seite kennenlernen möchten Eine Spanien-Rundreise durch den nordwestlichen Zipfel des Landes bietet vor allem eins: einen ganz anderen Blick auf das sonnengeküste Land. In Galicien erwarten dich saftige, grüne Hügel, Fjorde und wilde Buchen, die fast schon ein bisschen an Irland oder Skandinavien erinnern. Perfekter Ausgangspunkt für diese außergewöhnliche Route ist Lugo, die als einzige Stadt auf der Welt mit einer komplett erhaltenen römischen Stadtmauer auftrumpfen kann. Von hier aus geht es durch weitere idyllisch gelegene Kleinstädte, von denen keine wie die andere ist. In der A Coruña peitschen die Wellen gegen die Klippen, während sich in Santiago de Compostela und Pontevedra erschöpfte Pilgerer in die Arme fallen. Von hier an ziehen sich romantisch-schöne Hafenstädte an der Küste entlang, die neben mittelalterlichen Steinhäusern vor allem eins zu bieten haben: köstliche regionale Delikatessen aus Galicien! Ob du dich lieber an dem Pulpo a la Gallega (Tintenfisch mit Kartoffeln) versuchst oder frische Miesmuscheln auf den Teller kommen, bleibt dir überlassen. Gut gesättigt und glücklich geht es über die architektonisch wunderschöne Stadt Ourense zurück nach Lugo.
4. Von Madrid ins wild-romantische Baskenland
Start und Ziel: Madrid Länge: 1.050 km Fahrzeit: ca. 12 Stunden Empfohlene Reisezeit: 8 Tage Highlights: eine pulsierende Landeshauptstadt, wild-romantische Küstenstraßen, authentische Dörfer
Für: Mittelalter-Fans, die sich ebenso für Burgen und Kloster als auch für wild-romantische Landschaften begeistern können
Hallo, Madrid! Einen besseren Startpunkt für eine Spanien-Rundreise als das geographische und zugleich kulturelle Zentrum des Landes gibt es wohl kaum. Lass den imposanten Palacio Real auf dich wirken bevor es schnurstracks in den Norden geht. Der Weg durch das einstige Königreich Kastilien führt dich an Burgen, mittelalterlichen Altstädten und Klostern, wie zum Beispiel in Santo Domingo de Silos, vorbei. Ein krasses Gegenstück dazu findet man in Bilbao mit dem futuristisch anmutenden Guggenheim-Museum. Von Bilbao aus geht es auf die abenteuerliche, wild-romantische Küstenstraße nach San Sebastián. Hier unbedingt probieren: die extragroßen Tapas namens pinxtos bevor es durch das üppige, grüne Hinterland Richtung Pamplona geht. Die entspannte Hauptstadt Logroño in der Region La Rioja bietet eine riesengroße Auswahl an vorzüglichen Tapasbars und im Umland wachsen die besten spanischen Weine. Zurück nach Madrid nehmen wir gemütliche Seitenstraßen, die durch großartige Landschaften und stille Dörfer mit honigfarbenen Steinen führen. 📌 Lesetipp: Ausführlicher Reisebericht zur Spanien-Rundreise
5. Spaniens Südosten: immer an der Küste entlang
Start und Ziel: Málaga Länge: 1.400 km Fahrzeit: 15 Stunden Empfohlene Reisezeit: ca. 14 Tage Highlights: traumhafte Sandstrände, malerische Küstenorte, beeindruckende Kulturstädte zwischen Tradition und Moderne
Für: Meerliebhaber und Badenixen, die ihren Strandurlaub gerne mit Kultur und grandiosen Küstenfahrten kombinieren möchten
Sonnenanbeter aufgepasst: Diese Spanien-Rundreise führt dich von der andalusischen Stadt Málaga bis an die sonnige Costa Blanca im Osten des Landes. Dabei haben wir das strahlend blaue Meer (fast) immer im Blick. Auf der Küstenstraße südlich der spanischen Sierra Nevada liegen malerische Küstenorte wie Salobreña und Almería, die sich wunderbar für einen Zwischenstopp anbieten. Einer der schönsten Strände auf dieser Strecke ist definitiv der naturbelassene und ruhige Playa Los Genoveses bei San José. Ein schöner Kontrast zu dem strahlend blauen Meer sind die leuchtenden Orangenbäume und staubtrockenen, steinigen Hügeln. Mit Sand in den Haaren und der Meeresbrise im Gesicht geht es weiter zu den beliebtesten Badeorten in der Region Alicante. Wem die palmengesäumten Uferpromenaden von Benidorm und Alicante zu überfüllt sind, der hält lieber an kleineren Küstenorten wie Moraira oder Dénia an. Die Fahrt entlang der Küste endet in der Stadt Valencia, die gekonnt Tradition und Moderne verbindet. Zurück nach Málaga empfehlen wir dir den schnelleren Rückweg durch das Inland zu nehmen und den Strandurlaub mit den kulturell und architektonisch sehr beeindruckenden Städten Murcia und Granada abzurunden.
6. Kurz und actionreich: durch die Picos de Europa
Start und Ziel: Bilbao Länge: 600 km Fahrzeit: 9 Stunden Empfohlene Reisezeit: 5 Tage Highlights: steile Serpentinenfahrten, traumhafte Aussichten, pittoreske Örtchen Für: Adrenalin- und Actionliebhaber, die von Berg- und Tallandschaften nicht genug bekommen können Diese Spanien-Rundreise über die steilen und kurvenreichen Pässe der Picos de Europa bietet alles, was sich Roadtrip-Fans nur wünschen können: actionreiche Serpentinen-Fahrten, grandiose Ausblicke und hübsche Fleckchen für den ein oder anderen Zwischenstopp. Los geht's in Bilbao, der von Bergen umgebenen Hauptstadt des Baskenlandes. Über gewundene Landstraßen nimmst du Kurs auf die beeindruckenden Gipfel der Picos. Am Stausee Sobrón strömen Flüsse in beeindruckend tiefe Schluchten, die mit Weinreben gesät sind. Ab Potes geht es durch das romantische Tal von Vega de Liébana, wo du bereits die beeindruckenden Berge in der Ferne sehen kannst, die immer näher kommen. Ab dem Dörfchen Vada geht es schließlich immer höher hinaus. Der Ausblick auf den riesigen Stausee von Riaño: ein Erlebnis! Bei Puerto del Pontón hast du dann mit 1.200 Metern den höchsten Punkt der Strecke erreicht und durchquerst die beeindruckende Schlucht namens Desfiladero de los Beyos mit ihren senkrechten Felswänden. Nach so viel Abenteuer ist erst einmal eine Verschnaufspause angesagt: Das pittoreske Örtchen Cangas de Onís eignet sich mit den vielen Geschäften und einer skurril geformten Steinbrücke aus der Römerzeit wunderbar für einen Zwischenstopp. Der letzte Abschnitt durch eine Kalksteinschlucht trumpft noch einmal mit einer richtig beeindruckenden Aussicht auf! Nach so vielen Eindrücken geht es über die Küstenstraße zurück nach Bilbao, wo du unbedingt zumindest einen Tag für Sightseeing einplanen solltest.
Spanisches Inselglück statt Festland?
Wir finden ja, dass die Regionen auf dem spanischen Festland so aufregend und abwechslungsreich sind, dass es beinahe unmöglich ist keine Lieblings-Route zu finden. Der Vollständigkeit halber möchten wir die kanarischen und balearischen Inseln aber natürlich nicht völlig auslassen. Wer also lieber Spaniens Inselgruppen erkunden möchte, der findet zahlreiche Mietwagen-Anbieter auf den Balearen und Kanaren. Möglichkeiten gibt es viele: Auf den Balearen bietet sich zum Beispiel eine traumhafte Mallorca-Rundreise quer über die Lieblingsinsel der Deutschen an. Alternativ kannst du auch die Schwesterninsel Ibiza per Rundreise erkunden. Wer wenig Zeit hat, kann die kleinste balearische Insel Formentera auf einer Tagestour mit dem Mietwagen erkunden. Du hast mehr Lust auf die kanarischen Inseln? Auf einer Teneriffa-Rundreise kannst du beeindruckene Gebirge mit traumhaften Lavastrände und sympathischen Örtchen verbinden. Denkbar ist auch ein ausgedehntes Insel-Hopping über die Kanaren. Informiere dich aber vorher darüber, ob dein Vermieter Fährfahrten erlaubt. Dann steht dem Insel-Hopping nichts im Wege! Wir sind gespannt: Für welche Route würdest du dich entscheiden, wenn du deine Spanien-Rundreise selber planen würdest? Oder hast du vielleicht eine der Strecken schon erkundet? In unserem Spanien-Online-Führer findest du noch mehr Routenvorschläge und Mietwagen-Tipps, von Andalusien über das Baskenland bis nach Mallorca.
Häufige Fragen zur Rundreise durch Spanien
Was kostet es, den Mietwagen in einer anderen spanischen Stadt zurückzugeben?
Die Einweggebühr hängt von Vermieter und Strecke ab und steckt bei billiger-mietwagen.de bereits im angezeigten Endpreis, sobald du in der Suche den Haken bei Rückgabe an einem anderen Ort setzt. Du zahlst sie also nicht erst an der Station in Málaga oder Bilbao. Angezeigt werden dann nur noch Angebote, bei denen die Rückgabe am zweiten Ort überhaupt möglich ist. Für die Rückgabe an einer anderen Station derselben Stadt wählst du die Option erst in der Angebotsübersicht.
Wo stellst du den Mietwagen für den Caminito del Rey ab?
Am Südende bei El Chorro in Álora oder am Nordeingang in Ardales neben dem Restaurant El Kiosko. Der Steig ist eine Einbahnstrecke von Nord nach Süd, dein Auto steht am Schluss also nicht dort, wo du herauskommst. Zurück bringt dich der Pendelbus zwischen Ardales und El Chorro in rund 20 bis 25 Minuten. Auf dem Ticket steht eine feste Uhrzeit, sei 30 Minuten vorher am Kontrollpunkt.
Wie lange darf dein Mietwagen in der Madrider Zona SER stehen?
Höchstens vier Stunden in der blauen Zone und zwei Stunden in der grünen Zone, solange du kein Anwohner bist. Danach musst du eine Stunde warten, bevor du im selben Viertel erneut parkst. Gebühren fallen montags bis freitags von 9 bis 21 Uhr und samstags von 9 bis 15 Uhr an, sonntags und an Feiertagen ist das Parken frei (Stand 2026). Über die offiziellen Park-Apps kannst du ein Ticket vorzeitig beenden und bekommst die Restzeit zurück.
Worauf kommt es an, wenn du den Mietwagen auf die Fähre nach Mallorca mitnimmst?
Das Fahrzeug an der Rampe muss genau das sein, das auf dem Ticket steht, und Länge sowie Höhe müssen zu deiner Buchung passen, sonst ist die Verladung bei Baleària nicht garantiert. Fahrzeugpapiere und Versicherung müssen gültig sein. Auf den Balearenstrecken dürfen Fahrer und Mitfahrer gemeinsam über das Fahrzeugdeck an Bord, wenn die Crew zustimmt. Während der Überfahrt ist das Deck gesperrt, nimm dein Gepäck also vorher mit nach oben.
Brauchst du für die Lagos de Covadonga ein Busticket im Voraus?
Ja. In den Zeiträumen des Plan de Transporte verkauft das Fürstentum Asturien die Tickets für die Busse zu den Seen nur noch vorab, zuletzt etwa für die Brückentage Anfang Dezember vom 2. bis 10. des Monats. Dein Mietwagen bleibt in diesen Zeiträumen unten im Tal, du steigst für die Auffahrt in den Bus um. Plane diesen Umstieg bei einer Runde durch die Picos de Europa fest ein.
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Damit deine Spanienreise von Anfang an entspannt verläuft, findest du hier alle wichtigen Informationen übersichtlich an einem Ort. Wir helfen dir, dich optimal auf deine Fahrt oder Anreise vorzubereiten. Du erfährst alles Wichtige zu Verkehrsregeln, Mautsystemen, Tempolimits und Besonderheiten im spanischen Straßenverkehr. Zudem erhältst du aktuelle Hinweise zu Einreisebestimmungen, notwendigen…
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