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5 Tipps für ruhige Strände auf Mallorca

Kilometerweite Sandstrände und versteckte Buchten. Mallorca ist ein echtes Paradies für Sonnenanbeter! Auch wenn die beliebte Insel im Sommer gut besucht ist, gibt es sie glücklicherweise immer noch: traumhafte Orte am Wasser abseits der großen Hotspots. Wer bereit ist, den ausgetretenen Pfaden ein Stück zu entkommen, wird mit idyllischen Plätzen belohnt, die man streckenweise sogar fast für sich alleine hat.

Deine Highlights auf einen Blick:

  • Traumhafte Natur: Entdecke 5 wunderschöne Buchten abseits des Massentourismus.

  • Kristallklares Wasser: Genieße unberührte Naturstrände in spektakulärer Kulisse.

  • Insider-Tipps zur Anreise: So erreichst du die Spots entspannt mit dem Mietwagen.

Um diese ruhigen Oasen zu entdecken, gehört ein kleiner Spaziergang oder eine kurze Wanderung oft einfach dazu. Doch der Weg lohnt sich, denn am Ziel wartet die perfekte Belohnung: klares, türkisblaues Meer und jede Menge Entspannung. Da es an diesen naturbelassenen Stränden meist keine Liegestühle oder Strandbars gibt, packst du am besten einfach direkt genug Proviant und Wasser in deinen Mietwagen.

Unsere Autorin Ina MallorcINA Bohse verrät uns hier ihre fünf persönlichen Lieblingsstrände auf Mallorca, an denen du die Seele baumeln lassen kannst:

5 ruhige Strände auf Mallorca

  1. Cala Marmols & Playa Es Caragol bei Ses Salines

Cala Marmols & Playa Es Caragol bei Ses Salines

Zwei meiner Lieblinge teilen sich den Startpunkt am südlichsten Punkt der Insel, am Cap de Ses Salines. Von hier aus hast du dann die Qual der Wahl. Gehst du vom Leuchtturm aus linksherum, kommst du nach einer circa einstündigen Wanderung (etwa fünf Kilometer) zur wunderschönen und häufig einsamen Badebucht Cala Marmols, umgeben von hohen Marmorfelsen. Der Weg ist zwar nicht sonderlich schwer, aber ein bisschen kraxeln musst du schon. Etwas schneller und einfacher geht es zum Playa Es Caragol, vom Leuchtturm aus rechts herum. Nach etwa 30 Minuten (circa 1,5 Kilometer) erreichst du einen 500 Meter langen und 40 Meter breiten Naturstrand mit türkisblauem Wasser. Der Weg dorthin ist ganz entspannt, nur ein kleiner Spaziergang immer am Wasser lang. Besonders schön: Vom Startpunkt am Cap de Ses Salines aus kannst du bei guter Sicht bis zur Insel Cabrera schauen.

Von Santanyi oder Ses Salines aus kommend folgst du mit deinem Mietwagen der Ausschilderung zum Cap de Ses Salines. Die Straße endet in einer Sackgasse, direkt am Leuchtturm. Parkmöglichkeiten gibt es hier genügend. Wichtig: Auf die Markierungen achten. Direkt am Leuchtturm sind sie gelb, hier also besser nicht parken.

Cala Brafi bei Portocolom

Ein kleiner, etwas holpriger circa zehnminütiger Weg führt runter zu einer meiner liebsten Buchten entlang der Ostküste. Die kleine und wilde Cala Brafi liegt zwischen der Cala Marçal in Portocolom und der Cala Sa Nau in Cala d’or, und hierhin verirren sich nicht allzu viele Urlauber. Mit etwas Glück hat man den kleinen Strandabschnitt sogar ganz für sich alleine. Hin und wieder steuern Kayak-Fahrer die Bucht an und machen kurz Pause. Auch bei FKKlern ist der Strand beliebt. Ganz prüde solltest du also nicht sein.

Die Cala Brafi ist nicht ganz so leicht zu finden, da es keine Ausschilderung gibt. Du fährst an der Cala Marçal vorbei und biegst rechts in die Carrer de la Sotamar (früher Calle Fotja) ab, der du bis zum Ende folgst. Mein Tipp: Parke am besten entweder an der Straße oder nur am Anfang des Kiesweges. Ganz hinten ist nämlich Parkverbot, und hin und wieder werden hier auch Strafzettel verteilt. Gehe also lieber auf Nummer sicher und nehme ein paar Meter mehr in Kauf.

Playa des Coll Baix bei Alcúdia

Wirklich voll habe ich den Strand Coll de Baix auf der Halbinsel Cap des Pinar in der Nähe von Alcúdia noch nie gesehen. Was vielleicht auch daran liegt, dass man circa 45 Minuten durch etwas unwegsames und steiles Gelände runter zur Bucht laufen muss. Die Mühe lohnt sich dafür umso mehr: Umgeben von grünen Klippen liegt der 230 Meter lange und knapp 75 Meter breite, unberührte und naturbelassene Kiesstrand inmitten einer traumhaften Berg-Kulisse. Hin und wieder schauen Ziegen vorbei, in der Hoffnung etwas von dem Picknick der Urlauber abzubekommen. Apropos Picknick: Packe unbedingt genügend Proviant ein. Eine Strandbar oder Strandverkäufer, die Kokosnüsse und Ananas anpreisen, suchst du hier vergeblich. Definitiv ein kleines Paradies im Norden Mallorcas.

Von Alcúdia folgst du zunächst der Ausschilderung Richtung Mal Pas. Kurz bevor du den Ort erreichst, biegst du rechts ab in die Carrer de la Muntanya. Nach rund zwei Kilometern wird die zu Anfang noch asphaltierte Straße zu einer extrem holprigen Schotterpiste und endet nach etwa vier Kilometern an der Schutzhütte Refugi des Coll Baix. Entlang des Weges findest du einige Parkmöglichkeiten für deinen Mietwagen. Mein Tipp: Wenn du den Unterboden schonen willst, stellst du den Wagen lieber etwas früher ab.

Cala Torta nahe Artà

In dieser tollen Bucht – 150 Meter lang und 200 Meter breit – mitten im Naturschutzgebiet stört dich garantiert keine laute Strandpromenade. Die Cala Torta ist sicherlich nicht mehr ganz so ruhig, wie sie vor ein paar Jahren noch war, aber gerade in der Nebensaison oder am frühen Morgen ist es hier wirklich herrlich entspannt. Da die Bucht in einem geschützten Naturraum liegt, solltest du dich darauf einstellen autark zu sein: Pack ausreichend Wasser, Snacks und Sonnenschutz ein, da Serviceangebote vor Ort stark eingeschränkt oder gar nicht mehr vorhanden sind.

Von Artà fährst du in Richtung Cala Ratjada. Kurz hinter dem Ortsausgang von Artà folgst du links der Beschilderung Richtung Cala Torta. Bitte beachte: Die unwegsame Schotterpiste direkt hinab zur Bucht ist aus Naturschutzgründen für Autos komplett gesperrt. Du musst deinen Mietwagen auf dem offiziell eingerichteten Parkplatz weiter oben abstellen und die letzten knapp 2 Kilometer zu Fuß gehen.

Playa S’Illot bei Alcúdia

Die Playa S’Illot ist zwar nicht ganz so versteckt wie die anderen Strände und kann bequem mit dem Auto erreicht werden, gehört aber dennoch zu den ruhigen Stränden auf Mallorca. Auch wenn hier mittlerweile immer mehr Urlauber hin finden, der Kiesstrand auf der Halbinsel La Victória im Norden ist besonders bei den Einheimischen beliebt. Er ist nicht besonders groß, aber dennoch nie wirklich überlaufen. Von hier aus hat man außerdem einen schönen Ausblick auf das Felsmassiv von Formentor. Besonders toll: Das Wasser ist glasklar, und man kann sehr gut bis zur vorgelagerten Felseninsel schwimmen, ganz Mutige springen von hier aus ins Wasser. Perfekt auch, um mit dem Kayak oder dem Stand-Up-Paddling-Board ein bisschen an der Küste entlang zu fahren.

Der Strand liegt etwa fünf Kilometer von Alcúdia entfernt. Du fährst zuerst in Richtung Mal Pas und dann weiter nach Santuari de la Victória. Parkplätze findest du direkt am Restaurant S’Illot oder auf der gegenüberliegenden Straßenseite.

Gut zu wissen

Strand-Check: Deine wichtigsten Fragen zu Mallorcas versteckten Buchten

Wer die ausgetretenen Pfade verlässt, sollte gut vorbereitet sein. Bevor du den Motor deines Mietwagens startest und die versteckten Küstenperlen Mallorcas ansteuerst, wirf noch einen schnellen Blick in unsere FAQs. So bist du garantiert sicher und clever unterwegs!

Gibt es auf Mallorca überhaupt noch echte Geheimtipps bei den Stränden?

Echte unberührte Buchten, die niemand kennt, gibt es durch Social Media und Navigations-Apps kaum noch. Allerdings gibt es viele Strände, die man nur über längere Fußmärsche (30 bis 60 Minuten) oder holprige Wege erreicht und die deshalb deutlich leerer und ruhiger sind. Im Artikel stellen wir dir diese 5 tollen Spots genauer vor:

  • Cala Marmols & Playa Es Caragol (wunderschöne Naturstrände im wilden Süden)

  • Cala Brafi (kleine, wilde Bucht an der Ostküste)

  • Playa des Coll Baix (naturbelassener Kiesstrand vor grandioser Bergkulisse)

  • Cala Torta (idyllische Bucht mitten im Naturschutzgebiet)

  • Playa S’Illot (glasklarer Hotspot für Schnorchler und Kajakfahrer im Norden)

Was muss ich einpacken, wenn ich zu abgelegenen Buchten fahre?

Da es an Naturstränden meist keine Infrastruktur gibt, solltest du genügend Trinkwasser, Snacks, Sonnenschutz und festes Schuhwerk dabei haben. Pack am besten auch eine Mülltüte ein, um deinen Abfall wieder mitzunehmen und die Natur sauber zu halten.

Worauf muss ich beim Parken mit dem Mietwagen an Stränden achten?

An abgelegenen Buchten gibt es selten bewirtschaftete Parkplätze. Achte hier besonders auf folgende Punkte:

  • Keine blockierten Rettungswege: Die Zufahrtswege zu Naturstränden sind oft extrem eng. Parke deinen Mietwagen niemals so, dass Löschfahrzeuge oder Krankenwagen nicht mehr vorbeikommen. Es wird rigoros und teuer abgeschleppt.

  • Gelbe Linien bedeuten Tabu: Auch an scheinbar verlassenen Kaps oder Leuchttürmen (wie am Cap de Ses Salines) zeigen gelbe Linien am Straßenrand ein striktes Parkverbot an.

  • Vorsicht vor Diebstahl: Da abgelegene Parkplätze oft nicht einsehbar sind, lasse niemals Wertsachen, Taschen oder Dokumente im Auto liegen. Am besten lässt du das Handschuhfach leer und offen stehen, um zu zeigen, dass es hier nichts zu holen gibt.

  • Sicherer Stand: Parke auf unbefestigtem Grund nicht zu nah an steilen Hängen, sandigen Abschnitten (Festfahr-Gefahr!) oder unter ausladenden Pinien, die das Auto durch Harz oder herabfallende Äste beschädigen könnten.

Welche Versicherung brauche ich für einen Mietwagen, wenn ich abgelegene Strände ansteuere?

Wer die ausgetretenen Pfade verlässt, setzt das Auto einem höheren Risiko aus. Deshalb solltest du bei der Buchung auf diese Bausteine achten:

  • Vollkasko ohne Selbstbeteiligung: Unverzichtbar, da auf den engen, von Felsen oder dornigen Büschen gesäumten Wegen zu abgelegenen Stränden schnell Kratzer im Lack landen.

  • Zusatzschutz für Glas und Reifen: Auf den Zuwegungen zu Naturstränden liegt fast immer Rollsplitt oder scharfkantiges Geröll. Ein Steinschlag in der Windschutzscheibe oder ein platter Reifen durch einen spitzen Stein auf dem Parkplatz sind die häufigsten Schäden abseits der Hauptstraßen. Stelle also sicher, dass diese teuren Posten explizit mitversichert sind.

  • Unterboden-Zusatzschutz (mit Einschränkung): Versuche eine Versicherung zu wählen, die den Unterboden abdeckt, falls ein hochschleudernder Stein den Mietwagen trifft. Wichtig dabei: Lies das Kleingedruckte bezüglich "Offroad-Fahrten" (siehe nächste FAQ), da normale Policen trotz Unterbodenschutz Schäden auf nicht-asphaltierten Wegen oft ausschließen.

Wichtig zu wissen: Echtes „Offroad-Fahren“ ist grundsätzlich streng verboten! Du darfst deinen Mietwagen ausschließlich auf staatlichen Straßen bewegen. Das müssen zwar nicht immer perfekt asphaltierte Straßen sein, aber du darfst die Straße zu keiner Zeit verlassen. Auch das Befahren von Privatwegen oder nicht-öffentlichen Zufahrten (z. B. zu abgelegenen Lodges oder Fincas) ist standardmäßig nicht erlaubt.

Was muss ich bei der Unterbodenversicherung beachten, wenn ich Offroad fahre?

Vorsicht: Bei fast allen Autovermietungen erlischt der Versicherungsschutz komplett, sobald du asphaltierte Straßen verlässt. Selbst wenn du eine Zusatzversicherung für den Unterboden abgeschlossen hast, greift diese im Regelfall nicht auf unbefestigten Schotterpisten (Offroad) zu abgelegenen Stränden. Schäden durch aufgewirbelte Steine oder tiefe Schlaglöcher auf diesen Wegen musst du dann trotz Versicherung selbst zahlen. Fahre dort daher immer extrem vorsichtig oder parke den Wagen vor der Piste und gehe das letzte Stück zu Fuß.

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