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Roadtrip durch die Bretagne: die schönste Route

Auf einem Roadtrip durch die Bretagne stößt du auf bizarre Felsformationen, malerischee Strände und geschichtsträchtige Großstädte. Charakteristisch ist vor allem die Lage an der Atlantikküste: kein Ort in der Region ist mehr als 80 Kilometer vom Meer entfernt, die perfekte Voraussetzung für einen traumhaften Roadtrip! Wir zeigen dir, welche Route sich wunderbar für zwei bis drei Wochen Auszeit eignet. Von Nantes führt die Route über Vannes, Brest und Cap Fréhel bis zum Mont Saint-Michel und wieder zurück. Los geht's in Nantes.

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Update: 05.10.2026

Alles auf einen Blick

Diese Route führt dich in rund zwei Wochen einmal rund um die Bretagne.

  • Route: Von Nantes über Vannes, Brest, Cap Fréhel und Saint-Malo bis zum Mont Saint-Michel und zurück, insgesamt 961 Kilometer.

  • Reisedauer: Für die 14 Stationen und 12:45 Stunden reine Fahrtzeit solltest du 10 bis 14 Tage einplanen.

  • Start in Nantes: Innenhof und Mauerrundgang des Château des ducs de Bretagne kosten keinen Eintritt, das Museum 9 € bis 12 €.

  • Highlights unterwegs: der Golf von Morbihan, die Aquarien von Océanopolis in Brest, die Klippen am Cap Fréhel und die Austern in Cancale.

  • Mietwagen: Deinen Wagen bekommst du direkt am Flughafen Nantes, und wenn du ihn dort wieder abgibst, sparst du die Einweggebühr.

Bretagne-Roadtrip

  1. Nantes

Infos zum Roadtrip durch die Bretagne

Kilometer: 961 km Stationen: 14 Reine Fahrtzeit: 12:45 h Empfohlene Reisedauer: 10 bis 14 Tage

Tag 1: Start in Nantes

Der Roadtrip durch die Bretagne beginnt in der historischen Hauptstadt der Region, in Nantes. Tatsächlich wurde die eigentlich ur-bretonische Stadt 1941 ausgegliedert und gehört seither offiziell gar nicht mehr zur Bretagne, sondern zur Region Pays de la Loire. Die kulturellen Zeugnisse der Bretonen reichen allerdings bis mindestens an die Loire. Deswegen habe ich kein schlechtes Gewissen, Nantes mit in meinen Bretagne-Roadtrip einzuschließen. Der Flughafen Nantes (Aéroport de Nantes Atlantique) ist der größte in der Umgebung. Er befindet sich 12 km südwestlich der Stadt und wird aus einigen deutschen Städten (u. a. Düsseldorf, München, Berlin) ohne Zwischenstopp angeflogen. Die Flugzeit beträgt meist etwa zwei Stunden. Deinen Mietwagen bekommst du auf dem Vorplatz des Flughafens. Dort haben mehrere Autovermieter (z.B. Hertz, Avis, Europcar). eine Niederlassung. Die beliebteste Sehenswürdigkeit in Nantes ist das Schloss der Herzöge der Bretagne (Château des ducs de Bretagne), gleich am Rande der Innenstadt. Es ist das letzte von rund 400 märchenhaften Loire-Schlössern, die das Ufer des Flusses bis ins 300 km entfernte Orléans schmücken. Seit 2007 ist das Schloss der Herzöge der Bretagne wieder geöffnet, nach 15-jähriger Restaurierung. Auf der Mauer kannst du um die gesamte Anlage herumlaufen und hast jederzeit einen herrlichen Ausblick. Bei gutem Wetter kannst du es dir auch im Burggraben gemütlich machen und die Sonne genießen.

Eintritt und Öffnungszeiten Château des ducs de Bretagne

  • 8:30 bis 19:00 Uhr (Juli/Aug bis 20:00 Uhr)

  • Eintritt: Innenhof und Mauerrundgang sind frei.

Im Inneren des Schlosses befindet sich das historische Museum der Stadt Nantes. Dort kannst du die Geschichte der Stadt eindrucksvoll und multimedial erleben und erfahren z. B., welch wichtige Rolle Nantes einst im Sklavenhandel zwischen Afrika und der neuen Welt eingenommen hat. Öffnungszeiten & Eintritt Museum:

  • Öffnungszeiten: 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr (montags geschlossen; im Juli/August täglich geöffnet).

  • Eintritt Erwachsene: 9 € bis 12 € (je nach Ticket).

  • Ermäßigt (bis 25 Jahre): 5 € bis 7,50 €.

  • Unter 18 Jahre: Eintritt frei.

Sehenswert ist in Nantes außerdem das Bouffay-Viertel. Es ist nur für Fußgänger zugänglich und gilt mit seinen vielen mittelalterlichen Straßen und Plätzen als die Seele der Stadt. Falls du deinen Bretagne-Roadtrip im Winter starten: Von Ende Januar bis Anfang Februar ist Nantes jedes Jahr Schauplatz eines der wichtigsten Musikfestivals in Frankreich. Im Rahmen von „La Folle Journée de Nantes“ wird klassische Musik an unerwarteten Orten geboten. Bis zu 100.000 Menschen schauen zu.

Tag 2: Vannes

Bereit, die Bretagne nun auch offiziell zu entern? Dann los! Du gelangst nach Vannes, indem du Nantes zunächst über die N444 verlässt und anschließend über die E60 fahren. Die Fahrt dauert knapp zwei Stunden. Vannes ist eine Hafenstadt, die sich am Golf von Morbihan befindet. Ich rate dir, dich einfach durch die beschaulichen Gassen treiben zu lassen, vorbei an historischen Fachwerkhäusern, der Kathedrale St. Pierre und der gut erhaltenen Stadtmauer, an dessen Fuß mit dem Waschhaus ein sehr beliebtes Fotomotiv liegt. Da solltest auch du zur Kamera greifen! Den schönsten Blick auf Vannes genießt du von der Promenade de la Garenne.

Eine ausgezeichnete Brasserie mit Blick auf die Bucht von Morbihan ist das Café de Conleau.

Um den Golf von Morbihan mit seinen 60 (!) Inseln in seiner vollen Pracht zu erleben, empfehle ich dir eine Bootstour. Diese startet beispielsweise in Port-Blanc oder Larmor-Baden. Im Rahmen einer großen Rundfahrt sind auch Aufenthalte auf einzelnen Inseln vorgesehen. Für die Nacht eignet sich das moderne Hotel Escale Oceania Vannes. Lesetipp: Fahren in Frankreich: Tipps und wichtige Infos für einen sorgenlosen Roadtrip

Tag 3 und 4: Brest und Pointe de Penhir

Brest: Küstenzauber und bretonische Kultur

Weiter über die E60 (kurz unterbrochen von der N165) führt dich dein Roadtrip durch die Bretagne nun in knapp zwei Stunden nach Brest, in die westlichste Stadt Frankreichs. Ich rate dir, dich für zwei Nächte in Brest einzuquartieren. So kannst du einen Tag in Brest selbst verbringen und am zweiten Tag einen Ausflug zum Pointe de Penhir unternehmen.

Als sehr angenehme Unterkunft empfand ich das Hotel Inter Hotel Loval. 

Brest liegt an der weit ins Land ragenden gleichnamigen Atlantik-Bucht und ist durch diese Lage ein bedeutendes Industrie- und Handelszentrum. Dazu ist Brest Stützpunkt der französischen Atlantikflotte. Leider wurde Brest im 2. Weltkrieg beinahe vollständig zerstört und nach Kriegsende eher pragmatisch als romantisch wiederaufgebaut. Absolut sehenswert sind allerdings die Aquarien von Océanopolis. Sie zeigen die heimische Meereswelt des Atlantik, aber auch Unterwassertiere aus polaren und tropischen Gebieten. Außerdem wird die Entstehung von Atollen und Riffen spielerisch erklärt. Eintritt und Öffnungszeiten: Erwachsene ca. 24 € bis 26 €, Kinder (bis 13 Jahre) ca. 16 € bis 18 €. Shopping-Fans sollten sich in Brest auch die Shoppingmeile Rue de Siam nicht entgehen lassen.

Pointe de Penhir: Atemberaubende Klippen und tosende Wellen

Für den zweiten Tag in der Gegend um Brest schlage ich einen Ausflug zum Pointe de Penhir vor. Aus Brest gelangst du in einer Stunde dorthin: Du fährst über die E60 zurück in Richtung Vannes und biegst bei Le Faou auf die Bundesstraße in Richtung Camaret-sur-Mer. Das felsige Cap liegt an der westlichen Spitze der Crozon-Halbinsel in einem der vier Naturparks der Bretagne, dem Parc naturel régional d’Amorique. Die Landschaft dort ist so faszinierend wie abwechslungsreich: Einerseits ist sie voller Grotten und Felsen, die so schroff sind, dass sie Bergsteigern als Übungsareal dient. Andererseits umrahmen die Felsformationen auch immer wieder lange Strandabschnitte, die zum Baden einladen. Gerade im Sommer solltest du deine Badekleidung bei diesem Ausflug daher nicht vergessen. Außerdem hast du von der Pointe de Penhir auch einen herrlichen Ausblick auf weitere Caps der Halbinsel Crozon. Lesetipp: Verkehrsregeln in Frankreich

Tag 5: Cap Fréhel

Am vierten Tag der Rundreise verlässt du Brest und dringst in die nördliche Bretagne vor. Das Ziel lautet: Cap Fréhel. Die Fahrt dorthin dauert etwa zwei Stunden (über die E50 und die D786). Am Cap Fréhel warten steil zum Meer abfallende Klippen auf dich. Die Aussicht von dort oben raubt mir jedes Mal den Atem. Dazu genieße ich besonders die Ruhe, die man an diesem Ort erfährt. Es gibt weder Souvenirläden noch Imbissbuden. Noch dazu kommst du höchstwahrscheinlich in den Genuss einer kostenlosen Flugschau der Seevögel, die am Cap gerne ihre Flugkünste präsentieren. Eine einfach herrliche Gegend und ein absolutes Highlight bei einem Roadtrip durch die Bretagne!

Eine strategisch bestens gelegene Unterkunft, um am nächsten Tag die Reise fortzusetzen, bietet das kleine Städtchen Erquy. Im Hôtel Le Beauséjour erwartet dich außerdem ein mit viel Liebe serviertes Frühstück.

Tag 6: Dinard, Saint-Malo und Cancale

Dinard: Wo die Belle Époque wieder auflebt

Tag 6 deines Bretagne-Roadtrips steht ganz im Zeichen des Strandurlaubs. Den Anfang macht mit Dinard die Stadt, die auch als „Nizza des Nordens“ gilt. Von Erquy dauert die Fahrt nur 45 Minuten. In Dinard angekommen wirst du schnell feststellen, dass der Spitzname seine Berechtigung hat. Feine Strände in der Bucht, blau-weiß gestreifte Badezelte, eine schöne Promenade, auch wenn der Atlantik etwas kälter sein mag als das Mittelmeer: Ich denke, dass du bei dieser Kulisse kaum wirst widerstehen können und dich in die Wellen stürzt, sollte das Wetter auch nur halbwegs sommerlich sein.

Saint-Malo: Eine Festungsstadt mit bewegter Vergangenheit

Gleich gegenüber von Dinard, auf der anderen Seite der Mündung der Rance liegt Saint-Malo. Genauso wie Brest wurde Saint-Malo im zweiten Weltkrieg völlig verwüstet, doch im Gegensatz zur Stadt im Westen wurde Saint-Malo luxuriös wiederaufgebaut. So findest du dort heute eine historische Altstadt und einen großen Hafen, jeweils gespickt mit gemütlichen Cafés und vorzüglichen Restaurants.

Cancale: Wo die besten Austern Frankreichs zu Hause sind

Doch nimm besser nur einen Kaffee und einen Snack zu dir, denn mit Cancale wartet am Abend des Tages noch die Stadt auf dich, die auch als "Austernmetropole" bekannt ist. Im Hafen von Cancale bieten diverse Verkaufsstände frische Austern an. Sie werden verzehrfertig mit Zitrone serviert. Ich habe mich damit gerne auf eine Bank gesetzt und das bunte Treiben um den Hafen und die Stände beobachtet. Für den Spaziergang zum Ausklang des Tages lockt noch ein echter Leckerbissen dieses Roadtrips durch die Bretagne: die Côte d’Emeraude, die Smaragdküste. Sie verdankt ihren Namen der Farbe des Meeres, das hier bei günstigem Sonnenlichteinfall tatsächlich smaragdgrün schimmert.

Für die Unterkunft in der Nacht empfehle ich das Hotel du Tertre in Dol-de-Bretagne.

Tag 7: Mont Saint-Michel, Rennes und zurück nach Nantes

Mont Saint-Michel: Ein mittelalterliches Juwel im Wattenmeer

Am letzten Tag deines Roadtrips durch die Bretagne wartet eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten Frankreichs auf dich: die Abtei auf dem Mont Saint-Michel. Von Dol-de-Bretagne ist sie nur eine halbe Fahrtstunde über die N176 und die D976 entfernt. Eigentlich liegt der Mont Saint-Michel in der Normandie, doch wenn du einem solch atemberaubenden Bauwerk schon mal so nahe bist, solltest du es dir unbedingt aus der Nähe ansehen. Die Abtei gilt als eines der aufwendigsten und teuersten Bauwerke des gesamten Mittelalters. 500 Jahre hat es gedauert, die Abtei in ihrer heutigen Form auf diesen Felsen zu setzen. Schwierig war der Bau vor allem deshalb, weil sich der Fels mit der Abtei einen Kilometer vor der Küste befindet. Doch anders als im Mittelalter umspült die Flut den Felsen heute nur an ca. 40 Tagen im Jahr vollständig mit Wasser. Die meiste Zeit kannst du die Abtei also zu Fuß durch das Wattenmeer erreichen. Halte die Kamera bereit, damit du das weltberühmte Fotomotiv für deine Freunde daheim festhalten kannst.

Rennes : Kultur, Geschichte und Lebensart

Zum Abschluss deines Bretagne-Roadtrips erlebst du die Hauptstadt der Region: Rennes ist mit mehr als 200.000 Einwohnern auch gleichzeitig die größte Stadt der Bretagne. Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt zählt der Parc du Thabor, ein wunderschöner weitläufiger Park. Dort zu picknicken und dabei die Eichhörnchen zu beobachten ist wahnsinnig entspannend. Ebenfalls reizvoll ist das historische Zentrum von Rennes, besonders die schönen Gebäude entlang der Fußgängerzone und rund um die Kathedrale St. Pierre.

Um Einweggebühren zu sparen, bietet es sich an, den Mietwagen wieder nach Nantes zurückzubringen. Von Rennes aus über die E3 und die N137 erreichst du Nantes in anderthalb Stunden.

Noch mehr Inspiration gewünscht? Hier findest du weitere Routen durch Frankreich.

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