Beim Gedanken an Afrika hat man meist direkt Namibia im Kopf. Aus gutem Grund: in diesem wunderschönen Land können Reisende wilde Tiere und faszinierende Landschaften bestaunen. Erfahre Namibia am besten selbst. Starte mit deinem Mietwagen durch und erkunde die einmalige Landschaft. Wir haben die besten Namibia-Reisetipps für dich gesammelt.
5 Namibia-Reisetipps für Abenteurer

Alles auf einen Blick
Namibia erkundest du am besten selbst im Mietwagen: Diese fünf Punkte solltest du vorher kennen.
Beste Reisezeit: April und Mai sowie August bis Oktober bringen rund 25°C und blauen Himmel, die Hauptregenzeit liegt zwischen November und März.
Safari: Der Etosha-Nationalpark mit 22.935 Quadratkilometern gilt als Park mit der höchsten Wildtier-Dichte, dazu kommen Bwabwata und der Waterberg-Plateau-Park.
Fotospots: Spektakulär sind Deadvlei mit der Düne Big Daddy, der Etosha-Nationalpark und die Felsbilder von Twyfelfontein in der Region Kunene.
Verkehr: In Namibia gilt Linksverkehr, 80 Prozent der Straßen sind unbefestigt, und 100 Kilometer Schotterpiste kosten dich circa zwei Stunden.
Vorbereitung: Reiseapotheke, Impfberatung, Reisekrankenversicherung und der Elefand-Eintrag des Auswärtigen Amtes gehören vor dem Abflug auf deine Liste.
Namibia-Reisetipps
1. Vorbereitung und Ankunft
Die Hauptstadt Windhoek (auch Windhuk) ist bei Ankunft mit dem Flugzeug in der Regel der Startpunkt von Namibia-Reisen, auch bei Flügen über weitere Länder wie Südafrika. Windhoek liegt sehr zentral in der Region Khomas und der gleichnamigen Hochebene (1655m ü. N. N.). Bevor du Richtung Namibia aufbrichst, solltest du noch ein paar Reisevorbereitungen treffen:
Reiseapotheke: Aufgrund der hohen UV-Strahlung solltest du unbedingt Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor einpacken. Auf jeden Fall solltest du wirksame Anti-Mücken-Mittel und Mittel gegen Schmerzen, Fieber und Durchfall mitnehmen, Desinfektionsmittel, Pflaster und Verbandsmaterial gehören ebenfalls dazu. Über diese und weitere Medikamente solltest du mit einem reisemedizinisch erfahrenen Arzt sprechen. Dringend benötigte Medikamente immer im Handgepäck mitführen und sich deren Notwendigkeit von deinem Arzt bestätigen lassen.
Impfungen: Für eine entspannte Reise nach Namibia empfehlen wir dir, dich vorab über die empfohlenen Impfungen zu informieren. Sprich am besten mit deinem Hausarzt oder einem Reisemediziner über Tetanus, Diphtherie, Polio, Hepatitis A und gegebenenfalls Hepatitis B. Bei intensivem Tierkontakt oder längeren Aufenthalten ist eine Tollwutimpfung ratsam. Und denk daran: Bei Einreise aus einem Gelbfieber-Risikogebiet (z.B. Angola) benötigst du einen aktuellen Impfnachweis. So bist du bestens vorbereitet und kannst deinen Urlaub in vollen Zügen genießen! Zusätzliche Impf-Empfehlungen, medizinische Hinweise und weiterführende Links findest du auf den Seiten des Auswärtigen Amtes.
Versicherung: Schließe eine Reisekrankenversicherung ab, die im Notfall den schnellen Rücktransport per Flugzeug sicherstellt.
Kontaktliste: Das Auswärtige Amt empfiehlt Namibia-Reisenden, sich in Liste der "Elektronischen Erfassung von Deutschen im Ausland (Elefand)" einzutragen, so wird im Notfall der Kontakt zu den Reisenden und Vertrauenspersonen in Deutschland erleichtert.
2. Die beste Reisezeit für Namibia
Namibia ist ein sehr trockenes und sonnenreiches Land. Eine klimatische Besonderheit sind starke Temperaturschwankungen, die nicht nur von der Jahreszeit, sondern (besonders in Wüstengebieten) auch von der Tageszeit abhängen. Da sich Namibia auf der Südhalbkugel der Erde befindet, liegen die Jahreszeiten den unseren entgegengesetzt, man spricht dann von Südsommer und -winter. April und Mai sowie August bis Oktober mit tagsüber sehr angenehmen 25°C und meist strahlend blauem Himmel sind für Reisen sehr empfehlenswert. Während man in April und Mai nur wenige andere Touristen trifft, ist von August bis Oktober die Hauptreisezeit für Namibia. Es ist die beste Zeit zur Tierbeobachtung, die Folge sind leider stark steigende Preise und viele ausgebuchte Unterkünfte. Die Hauptregenzeit ist zwischen November und März, mit meist kurzen, aber starken Regenfällen. Im Jahresmittel gibt es die wenigsten Niederschläge im Südwesten des Landes (rund 20-50mm/Jahr). Regenhäufigkeit und -menge steigern sich von dort in Richtung Nordosten auf über 650mm/Jahr im Caprivi-Streifen.
Eine Malariaprophylaxe ist immer angeraten, ganz besonders jedoch während der Regenzeit und bei Besuchen des feuchteren Nordens (z.B. Etosha, Caprivi-Streifen). Achtung: Es gibt keine Malaria-Impfung; es handelt sich um eine medikamentöse Prophylaxe.
3. Safari: Namibia-Reisetipps für Tierliebhaber
Keine Namibia-Reise ohne Safari! Du wirst noch lange danach von dem überwältigenden Gefühl berauscht sein, all die wilden Tiere in den schier endlosen Weiten gesehen zu haben, auch wegen Afrikas "Big Five" (Elefant, Nashorn, Löwe, Büffel und Leopard), die du in Namibia sehen kannst. In den meisten Nationalparks gibt es Pisten und Straßen, die du in der Trockenzeit problemlos mit jedem Mietwagen befahren kannst. So kommst du zu den meisten Sehenswürdigkeiten und einigen wilden Tieren vorbei. Fahr zu den Besucherzentren der Parks, dort informiert man dich über die letzten Wildtier-Sichtungen in der Umgebung.
Namibias Wildparks
Namibia unterscheidet zwei Arten von Parks, das Naturreservat (Nature Reserve) und den Wildpark (Game Park), beide haben den gleichen Schutzstatus. Die Tiere, und damit das Ziel der meisten Safaris und Game drives findet man natürlich in den Wildparks. Die Interessantesten haben wir hier für dich aufgelistet:
Etosha-Nationalpark: 22.935 Quadratkilometer großer Wildpark im Norden Namibias, der als der Park mit der höchsten Konzentration von Wildtieren gilt. Die "Big Five" sind (auch) dort zu finden.
Bwabwata-Nationalpark: 2007 aus dem Caprivi-Naturpark und dem Mahango-Wildpark zusammengeschlossen, nimmt der rund 6.100 Quadratkilometer große Nationalpark fast den kompletten westlichen Caprivi-Zipfel ein. Aufgrund des feuchten Klimas und des Okavango-Flusses sind hier sehr viele verschiedene Tiere anzutreffen: Neben den Gefragten "Big Five" auch Krokodile, Nilpferde, viele Wasservögel und Antilopen. Bekannt ist die Gegend auch für ihre sehr großen Elefanten-Herden von über 100 Tieren.
Waterberg-Plateau-Park: 1972 wurde dieses Schutzgebiet zum Schutz der Elen-Antilope im zentralen Nordosten Namibias eingerichtet. Das 405 Quadratkilometer große Gebiet beherbergt hunderte Tier- und Pflanzenarten, unter anderem Breit- und Spitzmaulnashorn, afrikanische Büffel, viele Antilopen sowie Leoparden und Geparden.
Aber auch die vielen anderen, hier nicht gelisteten Naturdenkmäler, Reservate, Parks, Canyons und Höhlen lohnen definitiv mehr als einen Besuch! 📌 Lesetipp: Auch bei Namibias südlichem Nachbarn ist es schön: auf Safari in Südafrika
Game Drive: Fast überall werden geführte Safaris bzw. Game drives angeboten, bei denen du gefahren wirst. Dauer und Kosten variieren je nach Standort, Anbieter und auch Tageszeit. Sehr sicher und informativ, die erfahrenen Ranger und Guides wissen, wo sie die Tiere finden und wie sie sich verhalten müssen. Selbstfahrer-Safari: Oft kannst du die Gegend auch selbst mit dem Auto erkunden. Das ist günstiger, dazu kannst du Tempo und Route (innerhalb ausgewiesener Wege) selbst bestimmen. Allerdings kennst du das Gelände (Orientierung, Gefahrenstellen) nicht und weißt nicht, wo sich die gesuchten Tiere aufhalten. Bleib unbedingt auf den Fahrspuren, Offroad-Fahren ist nicht erlaubt! Selbstfahrer-Safari plus Guide: Verbinde den Spaß des Selbstfahrens mit der Ortskenntnis und dem Know-how eines Einheimischen, wenn du einen Local Guide für deine Fahrt buchst! Vorteile: Es ist sicherer als alleine fahren und du siehst Tiere, die du ohne Guide nie entdeckt hättest. Nachteil: Die Mitfahr-Guides gibt es noch nicht überall. Es kommt darauf an, was du vorhast und wann du reist:
Generell lassen sich die allermeisten Straßen und Schotterpisten auf den üblichen Touristenrouten in der Trockenzeit problemlos befahren, es genügt also ein normaler PKW.
Manche dieser Pisten sind in der Regenzeit von Wasser überspült, du kommst mit dem PKW dann nicht weiter. Ein Geländewagen erhöht dann zumindest die Chance, eine solche Furt durchqueren zu können (keine Garantie!), er ist allerdings nicht Pflicht. Wäge aber jedes Mal (egal mit welchem Fahrzeug) genau ab, ob du das Risiko einer Wasserdurchfahrt eingehen willst und orientiere dich, wenn möglich, an anderen Fahrzeugen.
Es gibt noch andere Wege, die als 4WD-Trails (Allrad-Wege) ausgewiesen sind und für deren Befahrung du dich anmelden musst. Für diese Wege musst du ein Allradfahrzeug vorweisen können.
In unserer Mietwagen-Suche kannst du das Angebot mit nur einem Klick nach Allrad-Fahrzeugen filtern.
4. Die coolsten Fotospots in Namibia
Namibia bietet immer ein unerschöpfliches Füllhorn an unterschiedlichsten Motiven, nimm deshalb unbedingt ausreichend Speicherkarten mit! Drei der faszinierendsten Foto-Spots zeigen wir dir hier:
Etosha Nationalpark
Hier findet man neben Afrikas „Big Five“ noch Giraffen, Affen, Hyänen und viele weitere Tiere. Der Park ist ungefähr so groß wie Hessen und gilt als der Nationalpark Namibias mit der größten Wildtier-Konzentration. Der Etosha-Nationalpark liegt im Norden Namibias und ist etwas mehr als 500 Kilometer von Namibias Hauptstadt entfernt. Für die direkte Anreise mit dem Mietwagen von Windhoek aus sind besonders zwei Zugänge zu empfehlen:
Von Lindequist Gate: Von Windhoek aus erreichst du das östliche Tor über Asphalt in etwas mehr als 5 Stunden. Folge der B1, dann der C38 bis Namutoni. Vor Ort findest du Parkplätze, Verpflegungsmöglichkeiten, Unterkünfte und eine Tankstelle.
Anderson Gate: Der Weg zum Südtor bei dauert circa 4 Stunden. Du fährst auf der B1 und C38 bis zum Okaukuejo Camp. Es ist Sitz der Parkverwaltung, des ökologischen Instituts und bietet ebenfalls alles, was du zum Leben brauchst.
Deadvlei und "Big Daddy"
Diese Salz-Ton-Pfanne (Vlei = afrikaans für Senke) in der Region Hardap liegt auf dem Gebiet des Namib-Naukluft-Nationalparks, 400 Kilometer südwestlich von Windhoek. Berühmt ist es vor allem wegen der abgestorbenen Kameldornbäume, die im Zusammenspiel mit dem hellen Wüstenboden, den orangen Dünen und dem blauem Himmel ein surreales Fotomotiv bieten. Die Gegend um das Deadvlei (und das benachbarte Sossusvlei) ist natürlich auch wegen der dortigen Dünen ein Touristenmagnet. Die Sandberge sind unglaublich hoch: im Südosten des Deadvlei liegt "Big Daddy", die mit bis zu 325 Metern Höhenunterschied zum Vlei als eine der höchsten Dünen der Welt gilt. Den circa zweistündigen, sehr anstrengenden Aufstieg sollte man nur wagen, wenn man ganz früh am Morgen ankommt. Denk aber bitte daran, dass du ohne die Nutzung des (teuren) Shuttle-Service beim Start des Aufstiegs bereits einen 5 Kilometer lange Wüsten-Wanderung vom Parkplatz zur Düne hinter dir hast. Ist der Aufstieg endlich geschafft, wirst du dafür mit einem der schönsten Ausblicke in ganz Namibia belohnt!
Fahr mit deinem Mietwagen südwestlich Richtung Rehoboth. Für die circa 400 Kilometer solltest du gut fünfeinhalb Stunden veranschlagen. Die Düne "Big Daddy" erreichst du übrigens auch über das benachbarte Sossusvlei.
Twyfelfontein: Uralte Zeichnungen an der "zweifelhaften Quelle"
Das Tal, benannt nach der dortigen, immer wieder versiegenden (und deshalb zweifelhaften) Quelle, liegt in der Region Kunene und ist bekannt für seine zahlreichen, mindestens 2.000 Jahre alten Felsmalereien. Über 2.000 dieser Darstellungen sind dort auf engem Raum über rund 200 Felsplatten verteilt. Dieses Weltkulturerbe kann nur zu Fuß über einen Bergpfad und in Begleitung eines Führers erreicht werden.
Auch hier startest du auf der asphaltierten Nationalstraße B1, die das ganze Land von Nord nach Süd durchquert. Für die 430 Kilometer benötigst du mit deinem Mietwagen von Windhoek aus ungefähr fünfeinhalb Stunden.
5. Verkehr: sicher unterwegs mit dem Mietwagen
Mietwagen, Impfungen, Reiseapotheke, Insekten- und Sonnenschutz: Du hast an alles gedacht! Und das Selbstfahren kann ja auch nicht so schwierig sein, oder? Das ist es auch nicht, trotzdem ist das Autofahren in Namibia einfach anders: die Autos sind anders, die Straßen sind es, die nachtaktiven Tiere ebenso, und im schlimmsten Fall ist die Distanz zum nächsten Krankenhaus doch weitaus größer als in Deutschland. Grund genug, um auf ein paar Dinge zu achten!
Linksverkehr: Wie in England befindet sich das Lenkrad rechts, das ist für Festland-Europäer sehr ungewohnt. Warte mit deiner ersten größeren Tour am besten noch ab. Direkt nach einem anstrengenden Flug ist die Gefahr der typischen Fahrfehler größer, die Stichworte sind hier: "Abbiegen" und "falsche Straßenseite".
Straßen: 80 Prozent der Straßen in Namibia sind unbefestigt, meist sind es Schotterpisten. In der Trockenzeit nimmt der Staub oft (auch anderen) die Sicht, deshalb auch tagsüber mit Licht fahren!
Dämmerung: Falls du im Dunkeln fahren musst, dann bitte langsam und extrem vorsichtig. Gerade auf unbefestigten Straßen kannst du nachts Hindernisse, Schlaglöcher und andere Gefahrenstellen oft nicht rechtzeitig erkennen. Zudem sind viele Tiere dämmerungs- oder nachtaktiv und kreuzen blitzschnell die Fahrbahn.
Gurtpflicht: Gesetzliche Verpflichtung für alle Insassen auf allen Sitzplätzen, die mit Gurten ausgestattet sind.
Kindersitzpflicht: Kinder bis 3 Jahre oder bis zu 32 kg müssen in einem zugelassenen Kindersitz gesichert werden.
Kondition: Überschätze dich nicht! Gerade Schotterpisten sind durch Staub, Gerüttel, den Lärmpegel und die andauernde, erhöhte Konzentration unglaublich anstrengend. Lege unbedingt immer wieder Pausen ein. Die Faustregel: 100 Kilometer Schotterpiste benötigen circa 2 Stunden Fahrzeit. 400-500 Kilometer gelten bei asphaltierten Straßen als Tagesmaximum.
Tanken: Tankstellen gibt es in Namibia auch an sehr entlegenen Orten, der Sprit ist mit umgerechnet rund 1,40 Euro pro Liter für uns Europäer ein echtes Schnäppchen! Aber: Bargeld lacht, deine Kreditkarten werden leider nicht immer akzeptiert. Wechsle also vorsichtshalber rechtzeitig genügend Geld.
Kontrolle: Nutze jeden Tankstopp, um den Luftdruck zu kontrollieren: Die Schotterpisten sind Gift für die Reifen! Kontrolliere die Reifen deshalb aber auch direkt bei der Übernahme des Mietwagens!
Must have: Auch der beste und neueste Mietwagen kann einmal liegen bleiben, eine oft erwähnte Reifenpanne reicht ja schon. Hab deshalb immer genug Wasser dabei! Bunkere deshalb immer mehrere Liter pro Person im Fahrzeug und fülle diese Reserve bei jeder Gelegenheit wieder auf, egal, wieviel du vorher verbraucht hast!
Jetzt aber los, wir wünschen dir gute Fahrt und einen unvergesslichen Namibia-Urlaub! Erlebe die einzigartige Schönheit Namibias, von den roten Sanddünen bis zur wilden Atlantikküste. Mit dem passenden Geländewagen bist du für jedes Terrain gerüstet. Finde jetzt dein ideales Fahrzeug und lass dich von uns zu deinem persönlichen Namibia-Roadtrip inspirieren!
Häufige Fragen zum Urlaub in Namibia
Brauchst du für die Einreise nach Namibia ein Visum?
Ja. Seit dem 1. April 2025 steht Deutschland nicht mehr auf der Liste der visumfreien Staaten. Mit einem gewöhnlichen Reisepass beantragst du das Urlaubsvisum entweder vorab online als E-Visum, was das namibische Innen- und Einwanderungsministerium ausdrücklich bevorzugt, oder als Visa on Arrival am Grenzposten. Dein Pass muss noch sechs Monate gültig sein und drei freie Seiten haben.
Wer kommt für deine Behandlung auf, wenn du in Namibia in einen Verkehrsunfall gerätst?
Dafür gibt es den gesetzlichen Unfallfonds MVA Fund. Nach dem Motor Vehicle Accident Fund Act 10 of 2007 stehen Leistungen unabhängig von der Schuldfrage zu, für Besucher mit einem Visitors Permit allerdings begrenzt auf medizinische Behandlung und die Versorgung der Unfallfolgen (Injury Management) während des Aufenthalts. Fahrer und Halter müssen den Unfall außerdem binnen 14 Tagen auf dem vorgeschriebenen Formular melden.
Kannst du in Namibia auch mit südafrikanischen Rand bezahlen?
Ja. Der Namibia-Dollar ist im Rahmen der Common Monetary Area eins zu eins an den südafrikanischen Rand gebunden, und die Bank of Namibia stellt klar, dass der Rand in Namibia gesetzliches Zahlungsmittel bleibt, solange die namibischen Behörden daran nichts ändern. Rand-Bargeld aus einem Zwischenstopp in Südafrika kannst du also problemlos weiterverwenden, etwa an der Tankstelle.
Welche Papiere solltest du für dein Kind auf der Namibia-Reise dabeihaben?
Das namibische Innen- und Einwanderungsministerium rät allen, die mit Kindern unter 18 Jahren international reisen, neben dem Pass eine vollständige, ungekürzte Geburtsurkunde mitzuführen. Reist dein Kind nur mit einem Elternteil, soll der andere per eidesstattlicher Erklärung zustimmen, bei nicht leiblichen Kindern kommen Ausweiskopien und Kontaktdaten der Eltern dazu. Hintergrund ist laut Ministerium die Zunahme von Kinderhandel.
Was ist eine Conservancy, und wer steht dahinter?
Viele Gebiete im kommunalen Land sind als Conservancy anerkannt. Dafür bestätigt der zuständige Minister ein von den Mitgliedern gewähltes Komitee und erklärt das Gebiet per Bekanntmachung im Government Gazette, der Permanent Secretary stellt darüber eine Urkunde aus. Das Komitee arbeitet nach einer genehmigten Satzung mit Wildnutzungsplan. Zufahrt, Gebühren und Verhaltensregeln bestimmt damit die Gemeinschaft vor Ort, nicht eine Parkverwaltung.


