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Unvergessliche Safari in Südafrika

Wusstest du, dass das Wort „Safari“ seinen Ursprung in der Swahili-Sprache hat und „Reise“ im allgemeinen Sinn bedeutet? Heutzutage meint man damit aber vor allem Touren durch Nationalparks und Naturschutzgebiete, bei denen man Tiere in freier Wildbahn und in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten kann. Wir zeigen dir , wie du bei einer selbstorganisierten Safari im Süden Südafrikas ganz ohne Angst vor Malaria die faszinierende Tierwelt der Region kennenlernen kannst. Im Süden des Landes führt dich eine Rundreise vom Flughafen Port Elizabeth durch fünf Nationalparks, in denen du Elefanten, Zebras, Antilopen und Kap-Büffel aus dem eigenen Mietwagen beobachten kannst. Wir haben dir die einzelnen Etappen, die passenden Reisezeiten und die wichtigsten Regeln in den Parks zusammengestellt.

Update: 08.10.2026

Alles auf einen Blick

Eine Safari in Südafrika kannst du im malariafreien Süden des Landes bequem selbst mit dem Mietwagen fahren.

  • Route: Die Rundreise startet und endet am Flughafen Port Elizabeth und verbindet fünf Nationalparks im Süden Südafrikas.

  • Addo Elephant Nationalpark: Rund 72 km nordöstlich von Port Elizabeth siehst du vor allem Elefanten, dazu Zebras, Antilopen und Kap-Büffel.

  • Mountain Zebra Nationalpark: Auf rund 28.400 ha leben die seltenen Kap-Bergzebras, dazu Antilopen, Gnus und Spitzmaul-Nashörner.

  • Camdeboo Nationalpark: Das Valley of Desolation bei Graaff-Reinet ist seit 1939 National Monument und das Highlight dieser Etappe.

  • Tsitsikamma Nationalpark und Reisezeit: Ein rund 80 km langer Küstenstreifen am Indischen Ozean; am besten reist du zwischen Juni und September.

Selbstfahrer-Safari Südafrika

  1. Flughafen Port Elizabeth

Fakten zur deiner Südafrika-Safari

Kilometer: 1.085 km Reine Fahrtzeit: 13,5 h Stationen: 6

Die beste Reisezeit für deine Südafrika-Safari ist in den Wintermonaten zwischen Juni und September. In dieser Zeit herrscht Wasserknappheit, weshalb du an den wenigen vorhandenen Wasserstellen die Tiere gut beobachten kannst. Außerdem ist es dann nicht so heiß wie in der Hochsaison zwischen Dezember und März, und auch weniger touristisch.

1. Flughafen Port Elizabeth

Deine Südafrika-Safari-Tour startet am Flughafen Port Elizabeth, der direkt am Indischen Ozean liegt. Hier kannst du deinen Mietwagen abholen und dein Abenteuer kann losgehen. Falls dir die Vorstellung, in der kommenden Zeit nur Nationalparks zu sehen, etwas zu eintönig erscheint, mach noch einen Abstecher nach Port Elizabeth. Die Stadt liegt rund 45 km vom Flughafen entfernt und zählt zu den größten in ganz Südafrika. Sie hat einen schönen Hafen, einen traumhaften Sandstrand und etliche architektonische Highlights zu bieten. Außerdem ist Port Elizabeth ein beliebtes touristisches Ziel, da der Ort den Endpunkt der malerischen Garden Route darstellt.

2. Addo Elephant Nationalpark

Etwa 72 km nordöstlich von Port Elizabeth erwartet dich die erste Station deiner Safari in Südafrika: Im Addo Elephant Nationalpark kannst du (wie der Name schon sagt) vor allem Elefanten beobachten. Seit dem Jahr 1931 werden die Dickhäuter hier geschützt, nachdem sie in den Jahrhunderten davor wahllos getötet worden waren, bis nur noch wenige von ihnen übrig blieben. Heute leben etwa 400 Elefanten in dem Nationalpark und es ist ein ganz besonderes Erlebnis, sie in freier Wildbahn bewundern zu können. Achte jedoch darauf, dass du keine Zitrusfrüchte im Auto mitführst. Das ist hier strikt verboten, da die Elefanten so wild auf Apfelsinen & Co. sind, dass es für die Besucher lebensgefährlich werden kann. Neben Elefanten kriegst du in dem rund 165.000 ha großen Park auch Zebras, Antilopen, Hyänen und Kap-Büffel zu Gesicht. Bei den Kap-Büffeln handelt es sich um eine Büffel-Unterart, die nachts aktiv ist und die du auf deiner Safari in Südafrika nur noch in wenigen Regionen vorfindest. Im Addo Elephant Nationalpark kannst du auf eigene Faust mit dem Auto herumfahren. Meist geht es dabei über ungeteerte Schotterwege, wie man es von einem Südafrika-Safari-Urlaub erwartet. Im Park gibt es vor allem Rundwege, weshalb du eine gute Übersicht über alles erhältst.

Übernachte auf deiner Safari in Südafrika in einer Lodge. Meist hast du in jedem Nationalpark eine größere Auswahl dieser Unterkünfte: vom einfachen kleinen Haus bis zur Villa der gehobenen Klasse.

3. Mountain Zebra National

Weiter geht es Richtung Norden. Das Ziel: Der Mountain Zebra Nationalpark, der in der Karoo, einer ausgedehnten Halbwüstenlandschaft, liegt. Auf einer Fläche von rund 28.400 ha erwarten dich auf deiner Safari in Südafrika hier jede Menge Kap-Bergzebras, die zu den vom Aussterben bedrohten Tierarten gehören. Über 350 dieser Zebras leben in dem 1937 gegründeten Park. Zudem kannst du Antilopen, die seltenen Kap-Büffel, Gnus und Spitzmaul-Nashörner bewundern. Die Artenvielfalt verdankt das Gebiet vor allem dem Bankberg-Massiv im Westen des Parks. Dort liegt im Winter viel Schnee und durch den Tau, der nach den Wintermonaten entsteht, finden die Tiere hier viel Trinkwasser und üppiges Gras vor. Im Park haben sich mittlerweile rund 200 verschiedene Tierarten aufgrund der guten Bedingungen niedergelassen. Im Park findest du verschiedene gut befahrbare Rundwege, wie den Sonnenrust Loop und den Umgeni Trail, die du mit dem Auto erkunden kannst.

4. Camdeboo Nationalpark

Nun fährst du auf deiner Südafrika-Safari weiter Richtung Westen, bis du den Camdeboo Nationalpark erreichst. Er ist einer der jüngsten Nationalparks des Landes: 2005 wurde das Gebiet um das Städtchen Graaff-Reinet zum Nationalpark erklärt, mit einer Fläche von etwa 18.000 ha. Das absolute Highlight des ganzen Gebiets ist das Valley of Desolation (dt. Tal der Trostlosigkeit), das bereits seit 1939 als National Monument bekannt ist. Hier bietet sich dir eine beeindruckende Landschaft aus Felsensäulen, die aus dem Boden herausschauen und eine unendliche Weite mit Ausblicken auf Graaff-Reinet, das Great Karoo und den Berg Spandaukoppe. Du erreichst das Valley of Desolation von Graaf-Reinet aus, indem du den Beschilderungen folgst. Schon der Weg dorthin mit den vielen Serpentinen ist einfach traumhaft und das Tal bietet eine willkommene Abwechslung zum gewohnten Programm deiner Safari in Südafrika. Doch auch im Camdeboo Nationalpark musst du nicht auf eine faszinierende Tierwelt verzichten, denn im Park findest du ein Wildreservat, das um den Nqweba Dam westlich der Nationalstraße N9 herum liegt. Zu den Tierarten im Park zählen u. a. Steinböcke, Bergzebras, Antilopen, Gnus und Kap-Büffel. Außerdem kannst du hier rund 225 verschiedene Vogelarten beobachten: vom Goldkuckuck über das Kaptäubchen bis hin zum Turmfalken.

5. Tsitsikamma Nationalpark

Seit 2009 gibt es offiziell den Garden-Route-Nationalpark, doch die Gebiete, die er einschließt, existieren schon viel länger. Für den Park wurden nämlich der Wilderness-Nationalpark, die Knysna National Lake Area und der Tsitsikamma Nationalpark zusammengelegt. Vor allem letzterer eignet sich besonders gut für Safaris in Südafrika. Er besteht aus einem rund 80 km langen Küstenstreifen am Indischen Ozean und besticht mit atemberaubender, ursprünglicher Natur. Du kannst hier z. B. über 800 Jahre alte Yellowwood-Bäume bewundern, die typisch für die Pflanzenwelt dieser Region sind. Zu den Tieren, die sich in dem Park beobachten lassen, gehören auch verschiedene Vögel (vor allem Wasservögel), aber auch kleinere Säugetiere wie die Klippschliefer, die wie Murmeltiere aussehen. Die Wanderwege im Tsitsikamma-Nationalpark, wie z. B. der Otter Trail und der Mouth Trail, gehören zu den Tipps einer Südafrika-Safari. Wenn du allerdings nicht gerne zu Fuß unterwegs bist, kannst du den Park auch problemlos mit dem Auto erkunden. Auf der letzten Etappe deiner Safari in Südafrika erwartet dich nochmal eine besonders schöne Strecke, denn der Rückweg zum Flughafen Port Elizabeth führt dich die Küste entlang und ermöglicht immer wieder fantastische Ausblicke auf den Indischen Ozean. Am Flughafen angekommen kannst du deinen Mietwagen wieder abgeben und in den Flieger nach Hause steigen.

Häufige Fragen zur Safari in Südafrika

Heißt der Flughafen Port Elizabeth überhaupt noch so?

Amtlich nicht mehr. Der Minister für Sport, Kunst und Kultur, Nathi Mthethwa, veröffentlichte die Umbenennungen am 23. Februar 2021 im Government Gazette, gestützt auf den South African Geographical Names Council Act 118 of 1998. Seither heißt die Stadt offiziell Gqeberha, der Flughafen Chief Dawid Stuurman International Airport und das benachbarte Uitenhage Kariega. Rechne in Buchungen, auf Schildern und im Navi mit beiden Schreibweisen.

Brauchst du für die Auffahrt zum Valley of Desolation einen Geländewagen?

Nein, ein normaler Mietwagen genügt. Laut SANParks wurde die Straße hinauf zum Rand des Tals bereits 1978 geteert und erschließt die Aussichtspunkte seither bequem; rund 100.000 Besucher kommen jedes Jahr. Geländetauglichkeit brauchst du nur für die eigenen 4x4 Routen im Camdeboo Nationalpark, nicht für die Zufahrt zum Tal selbst.

Was musst du vorlegen, wenn du auf deiner Safari den Otter Trail laufen willst?

Mehr als nur Wanderschuhe. SANParks verlangt von jedem Teilnehmer das eigene Medical Questionnaire Examination Certificate, ausgefüllt, unterschrieben und gestempelt von einem eingetragenen Arzt noch vor der Anreise, dazu die unterschriebene Disclaimer Notice and Indemnity Form. Beides gibst du bei Ankunft an der Rezeption im Storms River Mouth Rest Camp ab. Es gilt ein Mindestalter von 12 und ein Höchstalter von 65 Jahren.

Sind die Kap-Bergzebras im Mountain Zebra Nationalpark noch vom Aussterben bedroht?

Offiziell nicht mehr. In den 1990er Jahren war der Bestand auf knapp unter 100 Tiere gefallen; 2016 führte die südafrikanische Regierung die Unterart als "least concern" der IUCN, und auf der CITES Konferenz CoP17 in Johannesburg wurde sie auf Antrag Südafrikas von Anhang I nach Anhang II überführt. Handel und Ausfuhr bleiben damit genehmigungspflichtig, Souvenirs aus Zebrateilen also tabu.

Darfst du im Nationalpark für ein Foto einfach aus dem Auto steigen?

Nein. Die SANParks Regularien erlauben das Aussteigen nur in ausgewiesenen Bereichen. Auch aus Fenster oder Schiebedach darf nichts herausragen, und die Türen bleiben geschlossen. Grundlage ist der National Environmental Management: Protected Areas Act 57 of 2003; SANParks verweist bei Verstößen ausdrücklich auf Strafverfolgung und auf die Strafbestimmungen in Section 64 des Gesetzes.

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