Größer, breiter, schwerer: Selbst der kühnste Fahrprofi sollte beim Manövrieren eines Transporters oder LKWs lieber zweimal schauen, wie er das Fahrzeug handhabt. Anfahrt, Bremsen und Kurven gestalten sich beim Transporter nämlich ein wenig anders als beim gewohnten PKW. Wir verraten Ihnen hier die besten Tipps für Transporter-Fahranfänger.


1. Führerschein prüfen!

Falls Sie nicht den passenden Führerschein für die gewünschte Fahrzeugklasse besitzen, hat sich die Frage, wer beim Umzug den Transporter fahren darf, meist schnell geklärt: Vor allem Jahrgänge, die noch im Besitz des alten Führerscheins der Klasse 3 sind, werden für Umzug und Co. gerne hinters Steuer gesetzt. Sie dürfen noch alle Sprinter und LKW bis zu einem Gesamtgewicht von 7,5 Tonnen bewegen.

Die neue Führerscheinklasse B darf hingegen nur noch kleine Transporter bis zu einem Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen fahren. Um noch einen Anhänger an den Transporter zu hängen, müssen Sie bereits einen Führerschein der Klasse BE besitzen. In unserer Übersicht erfahren Sie, welche Fahrzeugtypen mit welchem Führerschein bewegt werden dürfen.

Beachten Sie außerdem, dass viele Autovermietungen ein Mindestalter von 25 Jahren voraussetzen. Gerade junge Studenten sollten einen genauen Blick in die Bedingungen für eine Transporter-Anmietung werfen.

 


Fahrer gesucht?
Falls Sie oder Ihre Bekannten die Voraussetzungen zum Fahren eines Transporters nicht erfüllen, können Sie überlegen, einen Transporter mit Fahrer anzumieten.


2. Bester Tipp fürs Transporter fahren? Üben!

Haben Sie die Formalitäten geregelt und sich vom Vermieter die Besonderheiten des Fahrzeugs erklären lassen, sollten Sie sich nicht gleich in den Stadtverkehr stürzen. Fahren Sie zunächst auf einen Parkplatz oder in eine ruhigere Zone, um ein paar Proberunden zu drehen und sich mit dem Fahrzeug vertraut zu machen.

Wer das erste Mal hinterm Steuer eines Transporters sitzt merkt schnell, dass die Fahrbedingungen sich doch erheblich vom PKW unterscheiden. Aber keine Angst: Solange Sie ruhig, langsam und behutsam fahren, kann erstmal nichts schiefgehen.


3. Größe beachten

Prägen Sie sich die Maße Ihres Transporters ein, vor allem in Hinblick auf Höhe und Breite. Bei der Durchfahrt von Unterführungen und engen Straßen sind diese Angaben und entsprechende Abschätzungen essentiell.


4. Kein Rückspiegel? Besser schauen!

Mit Blick nach oben stellen Sie außerdem fest: Hier gibt’s keinen Rückspiegel. Mithilfe der Seitenspiegel haben Sie zumindest nach hinten hin Orientierung. Daher gilt: Vor jedem Spurwechsel auf der Fahrt unbedingt checken, ob sich andere Fahrzeuge nähern und nicht im toten Winkel verstecken. Beim sanften Einlenken zudem das Blinken nicht vergessen.


5. Ruckelige Anfahrt

Ist der zuvor leere Transporter mit dem Umzugsgut beladen, werden Sie den Unterscheid spätestens bei der Anfahrt spüren. Nicht nur die Größe, sondern auch das Gewicht gestalten den Start oft langwieriger und je nach Schaltung ruckartiger als man es vom PKW gewohnt ist. Nehmen Sie sich genug Zeit, um den Start zu meistern.


6. Längere Bremswege

Ist die Anfahrt geschafft, müssen Sie beim Fahren des Transporters längere Bremswege einkalkulieren. Halten Sie ergo immer genügend Abstand zum Vorderfahrer. Auffahrunfälle sind bei Transportern wesentlich verheerender als beim Kleinwagen.


7. Nicht wie Speedy Gonzales!

Vor allem in Kurven sollten Sie die Geschwindigkeit Ihres Transporters drosseln. Der große Radstand kann schnell dazu führen, dass Sie den inneren Kurvenbereich schneiden. Lenken Sie also lieber großzügig ein und steuern Sie kurz vor dem Abbiegen immer ein wenig in die Gegenrichtung, um einen größeren Radius zu fahren.

Beachten Sie darüber hinaus die Geschwindigkeitsbeschränkungen für Transporter und LKW, sowohl inner- als auch außerorts. Schalten Sie den Motor ab, wo es sinnvoll ist – auch der Umwelt zuliebe.


8. Rangieren mit Hilfe

Am Umzugsort angekommen brauchen auch die kühnsten Mietwagen-Helden Hilfe: Holen Sie sich fürs Rangieren und sichere Einparken des Transporters die Unterstützung von Dritten. Sprechen Sie sich vorher ab, wo genau Sie wie hinwollen, um Missverständnissen beim Manövrieren vorzubeugen. Schauen Sie beim Einparken stets in die Außenspiegel und geben Sie Ihrem Partner Zeit, um Abstände zu checken – auch Ihr Rangiermeister kann nicht alles sofort sehen.

Ein Einweisungs-Helfer ist übrigens auch in Hinblick auf den Versicherungsschutz wichtig: Sollte beim Parken ohne Rangierhilfe etwas schiefgehen und es kommt zum Schaden, kann sich die Versicherung querstellen – und Sie bleiben auf den Kosten sitzen.


9. Auf Nummer sicher gehen

Wenn Sie die obigen Tipps zum Transporter-Fahren beherzigen, wird es wohl kaum zu Schäden oder Unfällen kommen. Trotzdem sollten Sie bei der Transporter-Buchung auf billiger-mietwagen.de immer nach einem Angebot mit Vollkaskoversicherung suchen. Die paar Euro mehr für den Umzugswagen zahlen sich spätestens dann aus, wenn doch etwas passieren sollte. In diesem Fall sind Sie gegen alle Schäden am Wagen und an Dritten versichert.


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2 Antworten zu “Transporter fahren: Tipps für Anfänger”

  1. Ich möchte bald einen Transporter anheuern, um ein paar Sachen zu transportieren. Allerdings habe ich noch nie zuvor ein solches Auto gefahren. Es ist in der Tat eine gute Idee, zuerst zu üben, bevor man am Stadtverkehr teilnimmt. Deshalb werde ich ein paar Runden in einem Park drehen und durch ein ruhiges Viertel fahren. Guter Tipp!

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