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Faszinierende Israel-Rundreise mit dem Mietwagen

von Julia
Straße in der Negev-Wüste in Israel

Bei einer einwöchigen Israel-Rundreise mit dem Mietwagen lernen Sie das Land individuell und in allen seinen Facetten kennen: Erleben Sie die vielseitige, von drei Weltreligionen geprägte israelische Kultur, entdecken Sie uralte historische und religiöse Stätten, hochmoderne Metropolen und traumhafte Oasen inmitten weiter Wüsten. Wir haben hier eine abwechslungsreiche Israel-Rundreise mit Tipps zu allen Stationen und den Kosten für 1 Urlaubswoche für Sie zusammengestellt.

Ihre Israel-Rundreise mit dem Mietwagen
Reiseroute & Highlights
Start: Tel Aviv
1. Station: Jerusalem
2. Station: Ein Gedi-Oase
3. Station: See Genezareth
4. Station: Nazareth
5. Station: Haifa
Ziel: Tel Aviv
Kosten der Israel-Rundreise
Autofahren und Parken in Israel
Mietwagen-Tipps

Infos zu Ihrer Mietwagen-Rundreise in Israel

Kilometer ca. 550 km
Reine Fahrtzeit ca. 6:45 h
Stationen 6

Reiseroute & Highlights

 

Start: Tel Aviv

Etwa 20 km von Tel Aviv entfernt liegt der Flughafen Ben Gurion, der größte und wichtigste Flughafen des Landes. Von hier aus kommen Sie entweder mit dem Schnellzug, dem Bus oder einem Taxi nach Tel-Aviv, wo Sie Ihren Mietwagen für die Israel-Rundreise abholen können.

In der blutjungen Hauptstadt finden Sie topmoderne Museen und Bauten, aber auch antikes Flair, zum Beispiel in der integrierten Hafenstadt Jaffa. Architektonische Highlights sind die Wolkenkratzertürme Moshe Aviv und Shalom Meir und die unzähligen weißen Bauhausbauten auf dem Rothschild Boulevard, die das Stadtbild erheblich prägen. Wenn Sie mehr über die Bedeutung des Bauhaus-Stils in Tel Aviv erfahren möchten, dann statten Sie dem kostenlosen Bauhaus-Museum einen Besuch ab.

Quirliges Treiben, bunt gemischte Waren und unverwechselbares Tel Aviv-Flair erwarten Sie auf dem legendären Jaffa-Flohmarkt und dem Carmel Markt. Hier können Sie nicht nur nach Lust und Laune schlemmen und stöbern, sondern auf Ihrer Israel-Rundreise auch billig einkaufen.

Symbol Parken Parken in Tel Aviv
Parken in Tel Avivs Innenstadt ist teuer (ca. 6 bis 12 NIS/Std.) und nervenaufreibend. Eine gute Alternative sind die sieben Park-and-Ride-Parkplätze (ca. 20 NIS/Tag) oder der kostenlose Parkplatz am Reading Terminal im Norden der Stadt.

1. Station: Jerusalem

Nur rund 68 km östlich von Tel Aviv erwartet Sie auf Ihrer Mietwagen-Rundreise Israels Hauptstadt: Jerusalem ist das Mekka schlechthin für alle Hobbyhistoriker und Bibelinteressierten. Auf der Via Dolorosa, dem Leidensweg Christi, passieren Sie unzählige Sehenswürdigkeiten in der weltberühmten Altstadt mit ihren sieben Stadttoren, verwinkelten Gassen und Steinbauten.

Besichtigen Sie eindrucksvolle Zeugnisse der drei Weltreligionen, die Klagemauer der Juden, den Felsendom der Muslime und die al-Aqsa-Moschee sowie die christliche Grabeskirche. Erleben Sie den einmaligen Charme drei verschiedener Welten in einer einzigen Stadt im Christlichen, Muslimischen und Jüdischen Viertel.

Jerusalem in Israel

© seregalsv – Fotolia.com

Garantiert unvergesslich ist ein Spaziergang durch Mea Shearim, das Viertel der ultraorthodoxen Juden, die mit ihrer Kleidung und ihren Lebensgewohnheiten wie aus dem 18. Jahrhundert wirken.

Ein Muss, nicht nur für Bibelkundige, ist ein Besuch des Ölbergs mit dem Garten Getsemani. Beim Anstieg kommen Sie an mehreren schönen Kirchen vorbei und von oben bietet sich Ihnen ein sagenhafter Ausblick über die Altstadt.

Unternehmen Sie auch einen Ausflug zum Knesset, dem Regierungssitz des israelischen Parlaments – besonders eindrucksvoll: die von Marc Chagall gestalteten Mosaike im Eingangsbereich.

An den West- und Südmauern des Tempelbergs können Sie uralte Ausgrabungen wie Gräber, Badehäuser und Geschäfte aus unterschiedlichen Epochen bestaunen.

Symbol Parken Parken in Jerusalem
Steuern Sie auf Ihrem Weg Richtung Jerusalem am besten einen der drei Park-and-Ride-Parkplätze an, um Kosten zu sparen und stressfrei in die Innenstadt zu gelangen:

  • Mount Herzl
  • Ammunition Hill
  • Pisgat Ze’ev

Das Parken ist kostenlos, wenn man die Straßenbahn, den sogenannten Light Trail, für 5,90 NIS pro Person in die Innenstadt nimmt.


2. Station: Ein Gedi-Oase

Nach einer beeindruckenden Fahrt durch die Weiten der Negev-Wüste tut sich auf Ihrer Israel-Rundreise plötzlich eine paradiesische kleine Oase vor Ihnen auf: Ein Gedi spielt nicht nur eine bedeutende Rolle in der biblischen Geschichte des David, sondern liegt direkt am Toten Meer, dem tiefsten Punkt der Erde.

Gönnen Sie sich ein wohltuendes Bad in heißen Schwefelquellen, entspannen Sie am palmenumsäumten Strand und gehen Sie schwimmen im nährstoffreichsten See der Welt. Genießen Sie außerdem einen ausgiebigen Spaziergang durch das artenreiche Naturschutzgebiet, spazieren Sie unter Palmen, Balsamsträuchern und Dattelbäumen und begegnen Sie dabei Steinböcken und Berggazellen.

Kameras gezückt am Schulamit-Wasserfall im Nachal David: Hier erwartet Sie ein unsagbar schöner Anblick, den Sie unbedingt festhalten müssen.

Symbol Hinweis Hinweis
Aufgepasst: In der Wüste Negev kann es durchaus passieren, dass Kamele in aller Seelenruhe die Straße überqueren. Fahren Sie also in dieser Gegend besonders vorausschauend und achten Sie auf die Warnschilder.

3. Station: See Genezareth (Tiberias)

Ein weiterer Meilenstein auf Ihrer Rundreise durch Israel ist der See Genezareth. Der See selbst und die Orte um ihn herum gehören zu den wichtigsten christlichen Pilgerstätten. In Kafarnaum wandeln Sie auf den Spuren einiger Jünger Christi. Tabgha, der Ort der biblischen Speisung der 5.000 und der Einführung des Papsttums, hält zwei schöne Kirchen zur Besichtigung bereit. In Ginnosar können Sie ein 2.000 Jahre altes Fischerboot bestaunen. Jardenit ist ein bedeutender Taufort, an dem sich Christen mit Jordanwasser salben lassen.

See Genezareth in Israel

© Kushnirov Avraham – Fotolia.com

Die größte Stadt am See ist Tiberias. Hier können Sie die Gräber bedeutender jüdischer Gelehrter und interessante Ausgrabungen besichtigen oder einfach einen Spaziergang entlang der Uferpromenade unternehmen.

Ein Highlight ist natürlich der See selbst. Bei einer Wanderung durch das sanfte Hügelland rund herum bieten sich Ihnen phänomenale Ausblicke über das weite Wasser und die umgebenden zerklüfteten Hänge.


4. Station: Nazareth

Westlich von Tiberias und dem See Genezareth liegt eine weitere Stadt, die für religiöse Menschen eine immense Bedeutung hat. In der imposanten Basilika mitten in der Altstadt soll der Engel Gabriel Maria verkündet haben, dass Sie ein besonderes Kind in sich trägt. Und auch die Josefskirche ist ein ganz besonderer Ort: Hier soll sich Josefs Tischlerei befunden haben.

Unbedingt einen Besuch abstatten sollten Sie Nazareth Village, dem Freilichtmuseum der Stadt. Auf dem Gelände eines antiken Weinberges wird das Alltagsleben zu den Lebzeiten von Jesus und seiner Familie liebevoll rekonstruiert. Die englischsprachigen Führer(innen) geben wertvolle Informationen und sind mit Herzblut bei der Sache dabei!

5. Station: Haifa

Haifa ist schon allein wegen der Lage ein echtes Highlight: Ausgehend vom Mittelmeer erstreckt sich die Hafenstadt stufenförmig bis hinein in den Norden des Karmel-Gebirges. Ein absolutes Must-See sind die perfekt angelegten Hängenden Bahai-Gärten auf insgesamt 19 Terrassen. Der trotz den Touristenströmen ausgesprochen ruhige Ort gilt als Friedenssymbol und geistiges Weltzentrum der Bahai. Von dem UNESCO-Weltkulturerbe aus eröffnet sich Ihnen ein atemberaubender Blick über die mittlere Stadt bis zum Meer.

Direkt vor den Toren der Stadt liegt übrigens der Har-Carmel-Nationalpark. Eukalyptusbäume, Kiefern und Zypressen breiten sich hier auf stolzen 10.000 Hektar aus und bieten die perfekte Basis für lange Waldspaziergänge und Wandertouren. Dank der Nähe zum Meer immer vorhanden: eine kühle Brise und tolle Panorama-Ausblicke.

Atemberaubender Ausblick von den Hängenden Gärten in Haifa in Israel

© Leonid Andronov – stock.adobe.com

Ziel Ihrer Israel-Rundreise: Tel Aviv

Nach diesen Stationen führt Sie Ihre Israel-Rundreise zurück nach Tel Aviv, wo Sie sich weiteren Highlights der Metropole widmen können. Statten Sie dem Tel Aviv Museum of Art einen Besuch ab – absolut sehenswert, sowohl von außen als auch von innen.

Nachmittags können Sie am Frishman Beach relaxt in der Sonne liegen, Beachvolleyball spielen, baden oder sich einen Snack gönnen.

📌 Lesetipp: Israelische Küche: 5 leckere Gerichte mit Rezept

Pure Unterhaltung finden Sie im bunten Hafenviertel Tel Aviv Port mit seinen gemütlichen Cafés, erstklassigen Restaurants und witzigen Straßenevents. Die Sheinkin Street ist der Mittelpunkt des In-Viertels, hier werden ständig neue Locations eröffnet und die angesagtesten Strandpartys veranstaltet.

Bei einem Abendspaziergang entlang der Uferpromenade zwischen Jaffa und Hatzok stoßen Sie auf zahlreiche Musik-Cafés und Bars, Straßenkünstler und Skater, die Unterhaltung bei einem traumhaften Meeresblick bieten. Die ideale Atmosphäre für einen entspannten letzten Urlaubsabend, bevor Ihre Rundreise in Israel zu Ende geht.

Budget: Was kostet die Mietwagen-Rundreise durch Israel?

Die Kosten für 1 Woche Israel hängen von den individuellen Anforderungen und der Reisezeit ab. Generell gilt Israel (vor allem während der Hauptsaison im Juli und August) als teures Urlaubsland. Nutzen Sie für eine individuelle Israel-Rundreise mit dem Mietwagen lieber die Zwischensaison von Oktober bis November oder März bis Juni. Wer sich rechtzeitig um den Flug kümmert, kommt ab Berlin bereits für 65 Euro nach Tel Aviv. 

Ein Kompaktklasse-Mietwagen für eine einwöchige Israel-Rundreise (inkl. Vollkasko-Versicherung ohne Selbstbeteiligung, Glas- und Reifenschutz sowie der Tankregelung voll/voll) kostet durchschnittlich 160 Euro. Mit einem Kleinwagen sind Sie günstiger unterwegs und sehen trotzdem viel vom Land. 

Die Kosten für eine Übernachtung in einem israelischen Hotel variieren je nach Kategorie. Während ein Bett in einem Schlafsaal schon ab 25 Euro zu haben ist, kostet ein Doppelzimmer in einem Mittelklassehotel in Israel durchschnittlich 54 Euro pro Person und Nacht. In einem gehobenen Hotel können pro Person durchaus 75 Euro oder mehr fällig werden. Insgesamt 250 bis 300 Euro sollte man für die Übernachtungen in 1 Woche also locker einplanen. 

Autofahren in Israel: das gibt es zu beachten

Wenn Sie die Israel individuell mit dem Mietwagen bereisen möchten, sollten Sie sich vorher mit den Verkehrsregeln vertraut machen. Aber keine Sorge: Das Autofahren in Israel ist dank der gut ausgebauten Straßen entspannt – beste Voraussetzung für eine Mietwagen-Rundreise! Zu den Höchstgeschwindigkeiten: Innerorts sind 50 km/h erlaubt, außerorts 90 km/h. Auf den Autobahnen geht es mit 100 km/h etwas schneller zu. 

Symbol Hinweis Hinweis
Vom 1. November bis zum 31. März gilt in Israel Tageslichtpflicht. Außerdem besteht eine Kindersitzpflicht bis zu einem Alter von 7 Jahren.

Und wie funktioniert das mit dem Tanken in Israel? Anders als in Deutschland wird vor dem Tanken der gewünschte Betrag an der Kasse bezahlt (bar oder per Kreditkarte) und erst dann wird die Zapfsäule freigegeben. Alternativ können Sie das Auto auch von einem der hilfsbereiten Tankwarts volltanken lassen und anschließend bezahlen. Die meisten Tankstellen haben in Israel durchgehend geöffnet. 

Mautgebühren fallen in Israel auf dem Highway 6, der Fast Lane zwischen Tel-Aviv und Jerusalem sowie in den Carmel-Tunneln bei Haifa im Norden des Landes an. Während die Maut auf den beiden Straßen elektronisch und somit automatisch erhoben wird, kann in den Carmel-Tunneln auch bar oder mit Kreditkarte bezahlt werden. Informieren Sie sich am besten vorher über die Bedingungen des Vermieters für die Nutzung von Maut-Straßen.

In Tel-Aviv, Jerusalem und anderen israelischen Städten kennzeichnen Farben an den Bordsteinen, wo das Parken erlaubt oder verboten ist:

  • rot-weiß: Parkverbot
  • rot-gelb: nur für Busse und Taxen
  • blau-weiß: kostenpflichtiges Parken (6 NIS/Std.) mit Schein zwischen 8 und 17 Uhr

Bezahlt wird entweder digital mit der Pango-App oder klassisch mit Ticket (erhältlich in Kiosken und Tabakläden).

Last but not least: Mietwagen-Tipps für die Rundreise durch Israel

Das Wichtigste zuerst: Wenn Sie den Mietwagen in Israel abgeholt haben, dürfen Sie mit dem Fahrzeug nicht die Grenzen des israelischen Staates überfahren. Die palästinensischen Autonomiegebiete, bestehend aus dem Gaza-Streifen und dem Westjordanland, sind tabu. Es gibt lediglich einige wenige Straßen, die von dem Verbot ausgenommen sind. Folgende Routen dürfen Sie während Ihrer Mietwagen-Rundreise nutzen: 

  • Route 1 vom Westen nach Osten oder umgekehrte Richtung 
  • Route 90 von Norden nach Süden oder umgekehrte Richtung
Symbol Tipp Bethlehem besuchen
Betlehem liegt ebenfalls im Palästina-Gebiet und darf deswegen von Israel aus nicht mit dem Mietwagen angefahren werden. Eine Alternative: Lassen Sie den Mietwagen für einen Tagesausflug stehen und nehmen Sie die Buslinie 21 (halbstündige Fahrt für 5 NIS). Alternativ können Sie auch einen privaten Fahrer anfordern, der Sie in das Autonomiegebiet bringt. Ganz wichtig: Auf jeden Fall den Personalausweis oder Reisepass mitnehmen, schließlich passieren Sie eine Grenze!

Um einen Mietwagen in Israel fahren zu dürfen, reicht in der Regel ein EU-Führerschein völlig aus. Allerdings ist bei einigen wenigen Vermietern zusätzlich ein internationaler Führerschein Pflicht. Werfen Sie vorher einen Blick in die Mietbedingungen, um auf Nummer sicher zu gehen! Eine Anmietung ist in Israel frühestens ab 21 Jahren und unter 25 Jahren meist gegen eine Jungfahrergebühr möglich. Fahrer, die älter als 75 Jahre sind dürfen unter Umständen kein Fahrzeug anmieten. 

Kamel in der Negev-Wüste in während einer Israel-Rundreise

Achtung, Kamelwechsel – in der Negev-Wüste durchaus möglich.© voddol – stock.adobe.com

Titelbildquelle: #102533711| Urheber: © sergei_fish13 – stock.adobe.com

Julia

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2 Kommentare

Werner Klein 28. Dezember 2019 - 16:16

Danke für die Infos zu Israel. Wir planen für September eine Rundreise. Ist es richtig, dass die Route 90 mit dem Mietwagen befahren werden darf, obwohl in den Bedingungen i. d. R. Die Fahrt in palästinensischen Gebiete ausgeschlossen ist? Vielen Dank für eine schnelle Antwort.

Antworten
Alex 2. Januar 2020 - 7:37

Guten Tag Herr Klein,

tatsächlich sind Grenzfahrten in palästinensische Gebiete in der Regel nicht erlaubt. Somit können Sie auch nur die Teile der Route 90 befahren, die durch israelisches Gebiet verlaufen.
Prüfen Sie vor der Buchung in jedem Fall die Mietbedingungen Ihres gewünschten Angebots. Dort sind auch alle Infos zu den Grenzfahrten und etwaigen Ausnahmen hinterlegt.

Viele Grüße
Alex

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