Mit dem Mietwagen auf Rhodos bist du flexibel unterwegs und kannst in kurzer Zeit einmal um die ganze Insel fahren. Dabei erlebst du einen perfekten Mix aus mediterranen Stränden, wilder Natur und eindrucksvollen historischen Kulturgütern. Wir beginnen unsere Tour im Inselnorden, dem touristischen Zentrum mit der Hauptstadt. Richtung Osten werden die Hotels langsam spärlicher und die Landschaft entfaltet ihre ganze Schönheit. Im Landesinneren ist die Insel wenig touristisch erschlossen, im Süden die traditionelle griechische Kultur noch lebendig.
Aufregende Rundreise auf Rhodos

Alles auf einen Blick
Mit dem Mietwagen umrundest du Rhodos in elf Stationen, von der Hauptstadt im Norden bis in den ursprünglichen Süden.
Rhodos-Stadt: Plane für die Altstadt einen ganzen Tag ein, sie gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und bietet Großmeisterpalast, Ritterstraße und Mandráki-Hafen.
Faliraki & Kolimpia: Hier erwarten dich Hotels, der Water Park (30 € für Erwachsene, 20 € für Kinder), Strandleben und die Eukalyptus-Allee.
Tsambika & Profítis Ilías: Vom Kloster über dem Strand genießt du den Meeresblick, danach führt die Route ins ruhige Landesinnere zum Berg Profítis Ilías.
Laerma & Lindos: Im Bergdorf Laerma erlebst du griechische Lebensart, in Lindos warten die Akropolis, die Paulusbucht und die Marienkirche mit ihren Fresken.
Süden, Westen & Rückweg: Prasonisi lockt Windsurfer, in Monolithos wartet die byzantinische Burg, zum Abschluss folgen Schmetterlingstal und Aussichtsplattform auf dem Filerimos.
Inhalt: Rhodos-Roadtrip
Fakten zu deiner Rundreise auf Rhodos
Kilometer: 256 km
Reine Fahrtzeit: 5 h 40 min
Stationen: 11
1. Rhodos-Stadt
Für die Altstadt von Rhodos solltest du einen ganzen Tag einplanen, nicht umsonst gehört sie zum UNESCO-Weltkulturerbe. Hier reihen sich bestens erhaltene mittelalterliche Bauten aneinander, umgeben von einer gewaltigen Stadtmauer, ohne einen einzigen Neubau dazwischen. Wahrzeichen der Stadt ist der majestätische Großmeisterpalast, der eine bedeutende Rolle in der griechisch-türkischen Geschichte der Insel spielte. Von dieser zeugen auch zahlreiche Moscheen im Stadtinneren, die zum Teil besichtigt werden können. Besonders schöne Spaziergänge kannst du auf der Ritterstraße (Odós Ippotón) unternehmen, vorbei an mächtigen Bauten des Johanniterordens. Das Herz der Stadt ist der Mandráki-Hafen und das angrenzende Viertel. Hier gibt es einen großen Markt und es herrscht stets ein bunter, lebendiger Trubel.
2. Faliraki
In Faliraki geht es touristisch zu mit vielen Hotels und dem Water Park, dem Highlight der Region, das du zumindest mit Kindern unbedingt erleben solltest: 7 Riesenrutschen, ein künstlicher kleiner Fluss zum Schlauchbootfahren, Wassergymnastik und Pools in verschiedenen Größen. Wer sich den Eintritt sparen will (30 € für Erwachsene, 20 € für Kinder), kann natürlich genauso gut am Strand entspannen und das Meer für Wassersport aller Art nutzen. Am Abend tobt das Strandleben in den Kneipen und Discos an der Strandpromenade. Wer das traditionelle Faliraki entdecken will, sollte sich in einer kleineren Familienpension einquartieren, wo teilweise noch der alte Charme des ehemaligen Fischerdorfs zu spüren ist.
3. Kolimpia
Auch Kolimpia verfügt über eine gut ausgebaute Infrastruktur und ist stark auf den Tourismus zugeschnitten, zumindest in der Hauptsaison. Highlight ist die Eukalyptus-Allee, die baumumsäumte Hauptstraße des Ortes mit Geschäften und Bars. Am Ende der Allee erwartet dich ein kleiner idyllischer Hafen mit einem Schotterweg, der auf eine Aussichtsplattform führt. Eine Wanderroute führt den Strand entlang bis zu den sagenumwobenen Sieben Quellen, ein anderer bis zum Strand vom Tsambika. Natürlich kannst du die knapp 20 Kilometer auch bequem mit dem Mietwagen zurücklegen.
4. Tsambika
Von der Hauptstraße kannst du zunächst den Abzweig zum Kloster von Tsambika nehmen, das auf einem Berg über dem Strand thront. Dort kannst du die ca. 300 Stufen bis zur Kirche erklimmen und von dort aus einen atemberaubenden Meeresblick genießen. Anschließend lädt eine kleine Taverne am Fuße des Klosters zu einer Erfrischung ein, bevor es weiter bis zur nächsten Abfahrt Richtung Strand geht. Dieser wird dir mit seiner ursprünglichen Schönheit den Atem rauben: feiner Sand, ohne künstliches Aufschütten, wunderschöne Berge drumherum und keine Hotels weit und breit.
5. Profítis Ilías
Nun führt dich die Fahrt endgültig weg vom Strandtourismus durchs ruhige Landesinnere bis zum dritthöchsten Berg der Insel, dem Profítis Ilías. Wenn man den Berg besteigt und ringsum blickt, hat man leicht das Gefühl, nicht in mediterraner Umgebung, sondern in heimischen Gefilden wie dem Schwarzwald zu sein. Dazu passt auch das Hotel im alpinen Chaletstil, das majestätisch auf dem Berg thront.
6. Laerma
Weiter durchs Inselinnere führt die Straße bis ins urige Bergdörfchen Laerma. Hier geht es ruhig und ursprünglich zu mit einer 350-köpfigen Gemeinde, die laut Mythologie direkt vom Götterboten Hermes abstammt. Übernachten kann man hier in privaten Zimmern und kommt dabei der griechischen Lebensart und Gastfreude tausendmal näher als in den Hotels der Tourismushochburgen. Es gibt kleine Tavernen, in denen man umgeben von Karten spielenden Einwohnern gut und günstig speisen und trinken kann. Von Laerma aus erstreckt sich ein großes dichtes Waldgebiet mit einem wunderschönen See und dem Kloster Thári im Herzen. Die Landschaft ist außerdem geprägt von Weingärten, Olivenhainen und Getreidefeldern: griechische Natur und Lebensart in ihrer Reinform.
7. Lindos
In Lindos erwarten dich kulturelle Sehenswürdigkeiten an jeder Ecke. Am bekanntesten ist die Akropolis, die größte ihrer Art nach der in Athen. Ein ordentlicher Fußmarsch führt auf einen Hügel, auf dem du die eindrucksvolle Ruine der antiken Tempelanlage bewundern und einen tollen Blick auf Meer und Landschaft genießen kannst. Von dort aus kannst du auch die Paulusbucht sehen, eine wunderschöne natürliche Bucht in einer fast perfekt runden Form. (Ein Badebesuch lohnt sich!) Auch die Marienkirche im Herzen von Lindos solltest du dir auf jeden Fall anschauen. Eindrucksvoll sind hier vor allem die über 80 Fresken, die bunt und kunstvoll die biblische Geschichte erzählen. Wer sich für antike Bücher und liturgische Gewänder begeistern kann, sollte auch dem kleinen Museum einen Besuch abstatten. Eine einstündige Wanderung führt zum Grab des Kleobulos, eines antiken Herrschers, der zu den Sieben Weisen gezählt wird.
8. Prasonisi
Im Süden erwartet dich ein besonders schönes Stück Natur: Prasonisi, eine felsige Halbinsel, die eine Sandbank mit Rhodos verbindet. Hier bäumt sich das Meer in wilden Wellen auf, die Gischt spritz an die Brandung: optimale Verhältnisse für Windsurfer. Aber Vorsicht: Bei starkem Wind ist bei der Überquerung der Sandbank auf die Halbinsel Vorsicht geboten.
9. Monolithos
Weiter geht die Fahrt an der Westküste bis nach Monolithos, einem malerischen, typisch griechischen Örtchen. Highlight ist hier die etwas außerhalb gelegene byzantinische Burg, die teilweise noch gut erhalten ist. Sie liegt auf einem Felsen und offenbart einen fantastischen Rundumblick auf das weite Meer und den kleinen Ort. Eine Burgkapelle steht Besuchern rundum die Uhr offen. Es lohnt ein Abstecher auf die 8 km entfernte Halbinsel Kap Fourni, wo noch Überreste eines antiken Friedhofs zu erkennen sind und ein naturbelassener, einsamer Sandstrand zu verträumten Stunden einlädt.
10. Petaloudes (Schmetterlingstal)
Genieße tolle Ausblicke auf deiner Küstenfahrt, bis du den Abzweig nach Paradisi nimmst, um Petaloudes zu erreichen. Das „Schmetterlingstal“ erhielt seinen Namen aufgrund der einst enormen Schmetterlingspopulation in dieser Region, die heute allerdings nur noch wenig vertreten ist. Im Sommer kannst du allerdings immer noch einige leuchtend rote Falter entdecken, die alle der Art „Russischer Bär“ angehören.
11. Filerimos
Filerimos ist ein 267 Meter hoher Hügel in der Nähe der Hauptstadt und bietet gestressten Hauptstädtern das perfekte Ausflugsziel in einer idyllischen Natur mit kühlen Pinienwäldern. Unter Touristen ist der Berg vor allem wegen seines einmaligen Ausblicks und der bedeutenden antiken Geschichte berühmt. Auf dem Filerimos befand sich das Zentrum des antiken Staates Ialyssos, auch seine Akropolis soll dort gestanden haben. Ein mittelalterliches Kloster wurde hier komplett originalgetreu wieder errichtet, ebenfalls eine Kreuzritterkirche. Auch Ruinen eines antiken Tempels und die Reste einer byzantinischen Festung können besichtigt werden. Über den Kreuzweg gelangst du an 14 Stationen vorbei auf eine phänomenale Aussichtsplattform, ebenfalls in Form eines Kreuzes, von wo aus du bis in die Türkei rüber schauen kannst. Von Filerimos gelangst du in wenigen Minuten zurück nach Rhodos, wo du den Mietwagen abgeben und (vermutlich schweren Herzens) die Heimreise antreten kannst.
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Häufige Fragen zu Rhodos mit dem Mietwagen
Kommst du mit dem Mietwagen durch die Tore in die Altstadt von Rhodos?
Nein, die Altstadt innerhalb der Stadtmauer ist autofrei, und die Tore bleiben für Fahrzeuge geschlossen (Stand 2026). Hinein dürfen nur Anwohner mit Sondergenehmigung sowie Lieferfahrzeuge in den frühen Morgenstunden, etwa durch das Amboise-Tor vor 7 Uhr (Stand 2026). Du lässt den Wagen also außerhalb der Mauern und betrittst die Altstadt zu Fuß, am bequemsten vom Hafen aus durch das Marientor oder das Tor des heiligen Johannes.
Wo endet die Fahrt, wenn du in Lindos zur Akropolis hinaufwillst?
Bis zur Akropolis selbst fährst du nicht. Den Mietwagen stellst du unterhalb des Dorfes an der Straße ab, die zum Strand hinunterführt (Stand 2026). Reisebusse halten oberhalb von Lindos. Am großen Baum am Ortseingang solltest du nicht halten, dort ist die Polizei sofort zur Stelle (Stand 2026). Von Rhodos-Stadt sind es etwa 45 Kilometer (Stand 2026), den Rest durch die Gassen gehst du zu Fuß.
Wann hat das Tal der Schmetterlinge geöffnet und was kostet der Eintritt?
Petaloudes ist vom 1. Mai bis 31. Oktober täglich von 8 bis 18 Uhr geöffnet (Stand 2026). Der Eintritt kostet 5 Euro (Stand 2026), und zwar auch dann, wenn die Falter noch nicht da oder schon wieder weg sind. Die Art Panaxia quadripunctaria zeigt sich etwa von Mitte Juni bis Ende September (Stand 2026). Vom Zentrum von Rhodos-Stadt sind es rund zwölf Kilometer (Stand 2026).
Wie erreichst du das Kap Prasonisi im Süden der Insel?
Nur motorisiert, denn das griechische Tourismusportal nennt das Auto als einzige Möglichkeit, Prasonisi zu erreichen (Stand 2026). Mit dem Mietwagen rechnest du ab Rhodos-Stadt mit rund 89 Kilometern und etwa 1,5 Stunden, ab Lindos mit 49 Kilometern und knapp einer Stunde (Stand 2026). Der Besuch lohnt zwischen Mai und Oktober (Stand 2026), im Winter steht der Strand oft unter Wasser. An den Tavernen vor Ort gibt es ausreichend Stellplätze.
Wie viel Fahrzeit solltest du für die Westroute über Monolithos einplanen?
Für die westliche Runde von Prasonisi über Monolithos, Siana und Apollona sowie die Burg Kritinia zurück nach Rhodos-Stadt rechnest du im Mietwagen mit etwa 2,5 Stunden reiner Fahrzeit (Stand 2026). Die Fahrt an der Ostküste nach Lindos dauert dagegen nur rund 1,5 Stunden (Stand 2026). Die Westroute windet sich über viele Höhenmeter und verlangt mehr Konzentration, in den Bergdörfern des Inselinneren wird es in den Gassen zudem eng.
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