Startseite Die beliebtesten ReisezieleIsland Akureyri und Mývatn-Region: Erleben Sie Islands schönen Norden

Akureyri und Mývatn-Region: Erleben Sie Islands schönen Norden

von Max

Viele Island-Fans halten den nördlichen Teil der Insel für die schönste Ecke des Landes. Kein Wunder, denn hier reiht sich eine Naturattraktion an die nächste: vom Whale-Watching-Standort Husavík bis zur atemberaubenden vulkanischen Mývatn-Region. Außerdem liegt an der Nordküste eine der insgesamt zwei Städte Islands: Akureyri, die Hauptstadt des Nordens.

Ich zeige Ihnen die beste Route für eine Rundreise durch den Norden Islands, auf der Sie die schönsten Seiten dieser spektakulären Region erleben.

Stationen der Rundreise ab Akureyri

Akureyri Húsavík
Ásbyrgi-Schlucht Dettifoss
Krafla Mývatn Nature Bath
Grjótagjá Dimmuborgir
Goðafoss Akureyri

Mývatn-Rundreise im Überblick

Kilometer  340 km
Stationen 10
reine Fahrtzeit 4 h 45 min

Start: Akureyri – Hauptstadt des Nordens

Willkommen in der Hauptstadt des Nordens! Akureyri erreichen Sie mit dem Mietwagen ab Reykjavik in 4 ½ Stunden und ab dem Flughafen Keflavík in etwas über 5 Stunden. Wenn Sie den Inlands-Flug wählen, sind Sie nur 45 Minuten unterwegs und können sich für Ihre Tour einen Mietwagen ab Akureyri nehmen.

In Akureyri erwartet Sie ein Städtchen mit knapp 18.000 Einwohnern, das allerdings nach Reykjavik der bevölkerungsreichste Ort des Landes ist. Flächenmäßig ist die Stadt sehr beschaulich, sodass Sie sich in Akureyri auch ohne Stadtplan bestens zurechtfinden werden.

Für viele ist die Stadt vor allem der Ausgangspunkt für Ausflüge in die spektakuläre Natur Nord-Islands. In Akureyri finden Sie Unterkünfte, vom Hotel bis zum Hostel, und Lebensmittel- und Bekleidungsgeschäfte, um sich für Ihre Reise auszustatten.

Doch die Stadt an sich hat auch ein paar Highlights zu bieten. Den architektonischen Mittelpunkt bildet die Eiskirche Akureyrarkirkja aus dem Jahr 1940, die von Staatsarchitekt Guðjón Samuelsson entworfen wurde. Dass dieser auch schon die Hallgrimskirkja in Reykjavik gestaltet hat, sieht man auf den ersten Blick – die Kirche von Akureyri sieht aus wie deren kleine Schwester. Im Inneren der Kirche hängt ein Schiff von der Decke herab – eine Art Glücksbringer für die Fischer des Ortes.

Eine weitere von Akureyris Sehenswürdigkeiten ist der Botanische Garten, herrlich gelegen auf einem Hügel oberhalb des Fjordes Eyjafjörður. Hier finden Sie nahezu sämtliche Arten der isländischen Flora.

Wer sich für die isländische Kultur begeistert, sollte dem Nonnahús einen Besuch abstatten. Hier lebte der Kinderbuchautor Jón Sveinnson, einer der bekanntesten Schriftsteller Islands.

Für seine geringe Größe hat Akureyri überhaupt einige schöne Museen für unterschiedliche Geschmäcker zu bieten: ein Kunstmuseum in einer ehemaligen Molkerei, ein Heimatmuseum, ein Naturkundemuseum und das Transportmuseum am Flughafen, das Flugzeuge, Autos und andere Verkehrsmittel zeigt.

Bildquelle: #64839293 | Urheber: © tsuguliev – Fotolia.com


1. Station:  Husavík – Walbeobachtungs-Hauptstadt Europas

Wer rund um Akureyri auf Walbeobachtungs-Tour gehen will, ist in Husavík goldrichtig. Viele halten den Ort an der isländischen Nordküste für den besten Ausgangspunkt für Whale Watching in ganz Europa. Die Veranstalter versprechen eine Walgarantie von bis zu 98 %!

Dabei haben Sie die Wahl zwischen zwei Anbietern: North Sailing ist der älteste Anbieter für Walbeobachtungs-Touren in Island, der Konkurrent Gentle Giants blickt mittlerweile aber auch auf eine lange Tradition zurück. Preis, Route und Dauer unterscheiden sich bei beiden kaum. Sowohl North Sailing als auch Gentle Giants bieten geführte Touren auch auf Deutsch an.

Info zur Walbeobachtung in Husavík

  • Dauer der Walbeobachtungstouren: ca. 3 h
  • Preis: ca. 10.000 ISK (70 €), Kinder bis 6 Jahre umsonst
  • Die Saison geht von Anfang April bis Mitte November. Sie starten vom Hafen in Husavík aus mit dem Boot raus auf den Atlantik, vorbei an der Skjálfandi-Bucht mit atemberaubendem Blick auf die umliegende Bergwelt des Vík-Gebirges.

Wenn der erste freundliche Riese seine Flossen ganz in Ihrer Nähe aus dem Wasser streckt, ist das ein unheimlich intensives Erlebnis: Sie fühlen sich der Natur vielleicht näher als je zuvor und entwickeln ein ganz neues, sensibles Gefühl für die schönen, gigantischen Tiere, die sich da vor Ihnen elegant und ehrfurchterregend im Wasser bewegen.

Wer mehr über die Wale vor Husavík erfahren möchte, sollte dem Walmuseum einen Besuch abstatten.

Eintrittspreise für das Walmuseum in Husavík

  • Erwachsene: 1800 ISK
  • Studenten/Senioren: 1200 ISK
  • Kinder bis 18 Jahre: 500 ISK
  • Kinder unter 10 Jahren: freier Eintritt

Bildquelle: #93834276 | Urheber: © JFL Photography – Fotolia.com


2. Station:  Ásbyrgi-Schlucht – „Odins Fußabdruck“

Fahren Sie nun auf der Straße 85 die herrliche Küste entlang Richtung Osten. (Planen Sie hier besser einige Fotostopps ein – es gibt so viele schöne Ausblicke aufs Meer!) Ihr nächster Halt ist die Ásbyrgi-Schlucht, ein gigantischer Canyon, der sich durch den gleichnamigen Jökulsárgljúfur-Nationalpark zieht.

Bekannt ist die Ásbyrgi-Schlucht vor allem für ihre ungewöhnliche Hufeisenform, die sich aus drei starken Gletscherläufen im Zuge eines Vulkanausbruchs herausgebildet hat. Die isländische Mythologie erklärt die Entstehung von Ásbyrgi allerdings etwas anders: Der Gott Odin sollt mit seinem Pferd Sleipnir genau dort entlang geritten sein, sodass sich dessen Huf in die Erde gebohrt hat. Deshalb ist Ásbyrgi unter Isländern auch als „Odins Fußabdruck“ bekannt.

Während man an den meisten Orten Islands aufgrund der vulkanischen Erde und extremer Witterungsbedingungen kaum ausufernde Vegetation oder Waldbestand findet, gibt es hier ein echtes Mischwäldchen aus Birken und Fichten.

Tipp!

Am Anfang der Schlucht finden Sie einen Campingplatz und ein Besucherzentrum mit Tankstelle und Supermarkt.

Bildquelle: #75896740 | Urheber: © estivillml – Fotolia.com


3. Station: Dettifoss – Islands größter Wasserfall

Nun erreichen Sie den ersten großen Wasserfall auf der Route – und zwar gleich in der Superlative: Der Dettifoss ist der größte Wasserfall Islands und der wasserreichste Wasserfall Europas! Und das merken Sie auch gleich bei der Anfahrt. Schon vom Parkplatz aus hören Sie das tosende Rauschen seiner gewaltigen Wassermassen. Von dort aus haben Sie bereits eine gute Sicht auf den „stürzenden Wasserfall“.

Wenn Sie vom Parkplatz aus einen Spaziergang unternehmen, entdecken Sie auch zwei kleinere, aber ebenfalls sehr schöne Wasserfälle: Zum Selfoss gelangen Sie in 45 Minuten, wenn Sie das Ufer Richtung Süden entlangwandern. Der Hafragilsfoss liegt ca. 1 Stunde in entgegengesetzter Richtung. Diesen erreichen Sie allerdings auch über eine eigene Zufahrt mit dem Auto.

Bildquelle: #99700443 | Urheber: © shaiith – Fotolia.com


4. Station: Krafla-Vulkan – herrliche vulkanische Landschaft

Weiter geht’s durch das vulkanische Gebiet rund um den „Mückensee“ Mývatn, das Ihnen den Atem rauben wird! Rund um den Krafla-Vulkan fahren Sie auf über 100 Kilometern durch eine menschenleere, bunte Lavalandschaft, die fast überirdisch wirkt.

Riesige Lavafelder mit bunten und bizarr geformten Gesteinen und Kratern reihen sich an leuchtendblaue und türkisfarbene Seen, die man schöner nicht malen könnte. An jeder Ecke dampft es aus der Erde und riecht nach Schwefel und nur ganz, ganz selten begegnet man einem anderen Menschen.

Die Krafla, ein noch aktiver Vulkan, gibt einen unvergesslichen Blick auf den Vulkansee Víti frei, in dessen Blau sich der wolkenbehangene Himmel spiegelt. Unglaublich schön!

Bildquelle: #99700375 | Urheber: © shaiith – Fotolia.com


5. Station: Mývatn Lagune – Baden in vulkanischem Wasser

Nach den vielen Eindrücken und recht langen Fahrten durch vermutlich menschenleere Natur ist es Zeit für ein wenig Entspannung! Das „Mývatn Nature Bath“ ist quasi der kleine, weil unbekanntere Bruder, der berühmten „Blauen Lagune“ bei Reykjavik.

Ein Geheimtipp ist das Naturbad im Norden Islands zwar nicht mehr, aber immer noch herrlich leer und günstiger als die „Blaue Lagune“.

In der Mývatn Lagune genießen Sie ein Bad, das Sie so schnell nicht vergessen werden: In dem türkisfarbenen, heißen Wasser, das direkt aus der Erde in ein großes Becken geleitet wird, können Sie so richtig abschalten. Der natürliche Schwefelgeruch ist etwas gewöhnungsbedürftig, zeigt aber im Grunde nur, wie gesund und natürlich die heißen Quellen sind.

Einmalig ist auch das Panorama: Während Sie Ihre Glieder im heißen Wasser entspannen, haben Sie einen fantastischen Blick auf die Vulkanlandschaft des Mývatn.

Im Anschluss heizt Ihnen die Sauna noch einmal richtig ein, bevor Sie draußen auf einer Bank auskühlen und die frische Luft genießen. So sieht ein typisch isländischer Badetag aus!

Mývatn Camping

Es gibt eine Handvoll Campingplätze am Mývatn-See, die alle toll gelegen und ansprechend sind. Ich persönlich habe nur das „Vogaharaun Guesthouse“ besucht und war vollends zufrieden. Dort gibt es auch Campingmöglichkeiten für derzeit 1500 ISK/Nacht/Person bzw. 3500 ISK/Nach/Wohnmobil. Personen unter 14 Jahren campen dort kostenlos.

Der Campingplatz liegt direkt an der 848, also ein Stück vom Seeufer entfernt. Wer direkt am Mývatn campen will, sollte ein Stück weiter nach Norden bis zum Platz „Camping Mývatn“ fahren. Hier haben Sie einen fantastischen Blick direkt auf den See.

Achtung!

Camping direkt am Ufer kann im Sommer nervig werden, wenn sich über dem Mývatn Mücken in Scharen tummeln. Ohne Mückennetz und Schutzmittel sollten Sie hier nicht Rast machen! [/advice_full]

Bildquelle: #72413952 | Urheber: © Anna Pakutina – Fotolia.com


6. Station: Grjótagjá-Höhle – ein unteridischer Naturpool

Wer noch abenteuerlicher baden gehen will, kann dies in der Grjótagjá-Höhle tun. Hier haben schon Jon Snow und seine Wildings-Gefährting Ygritte aus Game of Thrones ein wohltuendes Bad im 45 °C heißen Schwefelwasser genommen.

Aber auch wenn Sie genug vom Baden haben, sollten Sie hier unbedingt vorbeischauen. Allein der Anblick des blauschillernden Sees ist die Anfahrt wert – vor allem wenn noch ein paar Sonnenstrahlen durch den Höhleneingang hereinbrechen.

Bildquelle: #63925750 | Urheber: © sylviaadams – Fotolia.com


7. Station: Dimmuborgir – bizarre Lavawelt

Nur einen Katzensprung entfernt liegt das Lavafeld Dimmuborgir (übrigens auch der Name einer bekannten Metal-Band). Ein ziemlich witziges Schild mit vier als Trolle verkleideten Männern weist Ihnen den Weg nach Dimmuborgir.

Spätestens wenn Sie in absoluter Stille zwischen den bizarren dunklen Tuffsteinformationen wandern, die wie Skulpturen aussehen, werden Sie die mythische, spirituelle Atmosphäre dieses Ortes empfinden.

Bildquelle: #73420961 | Urheber: © dislentev – Fotolia.com


8. Station: Goðafoss – der göttliche Wasserfall

Nun fahren Sie am nördlichen Rand des Mývatn-Sees entlang zum letzten Highlight Ihrer Rundreise durch Islands Norden. Goðafoss, der „göttliche Wasserfall“, wird seinem Namen meiner Meinung nach absolut gerecht.

Unter den zahlreichen wunderschönen Wasserfällen Islands hat mich der Anblick des Goðafoss am meisten berührt. Er erstreckt sich über eine Breite von 30 Metern und bietet einfach ein sensationelles Erlebnis für Augen und Ohren. Hier können Sie mit etwas Glück auch einen großartigen Regenbogen bewundern!

Bildquelle: #86077923 | Urheber: © Benjamin [‚O°] Zweig – Fotolia.com


Ziel: Akureyri

Zurück in Akureyri sind wir am Ende unserer Reise angelangt.

Geben Sie Ihren Mietwagen hier zurück oder fahren Sie wieder über die Ringstraße bis in die Hauptstadt. Wenn Sie noch Zeit haben und sich die Highlights von Reykjavik noch nicht angesehen haben, sollten Sie dies auf jeden Fall tun – Sie erwartet eine wunderschön gelegene, herrlich verrückte nördliche Stadt!

Bildquelle: #55776437 | Urheber: © rudi1976 – Fotolia.com

 


Max

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4 Kommentare

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Gilli Barbara 23. Juni 2017 - 17:22

Guten Tag
Herzlichen Dank für diese guten Tipps. Wie lange man fahren muss, steht ja oben bei der Rundreise. Wie viel Zeit aber müssen wir ungefähr einplanen für die ganze Rundreise?
Herzlichen Dank für ihre Antwort.
Liebe Grüsse
Barbara

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Alex 26. Juni 2017 - 10:50

Hallo Barbara,

vielen Dank für Ihren Kommentar!
Eine Reisezeit vorzugeben ist gar nicht so leicht, weil jeder in einem anderen Tempo reist.
Theoretisch können Sie die 10 Stationen an 2 Tagen abfahren. Dann haben Sie aber kaum Zeit, diese traumhaften Orte wirklich zu genießen.
Ich würde vermutlich ca. 5 Tage für die Rundreise einplanen. So bleibt genügend Zeit für kleine Wanderungen und ein ausgiebiger Badetag in der Mývatn Lagune 🙂
Viele Grüße
Alex

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Georg Schilfarth 30. Dezember 2016 - 12:07

Hallo,
ihre Reisebeschreibungen lesen sich klasse und erscheinen sehr authentisch. Danke für ihre Schilderungen.

Wir sind vom 12.6. – 14.6.2017 mit einem Kreuzfahrtschiff in Island (Reykjavik, Isafjord und Akureyri).
Wir sind 6 Personen und würden einige ihrer Touren mit einem gemieteten Van nachmachen.
Haben Sie noch besondere Hinweise oder eine bevorzuge Autovermietungsfirma, wo wir in den 3 Häfen jeweils ein Auto mieten könnten ?
Im voraus, danke für ihre Hilfe

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Alex 2. Januar 2017 - 8:06

Hallo Herr Schilfarth,

vielen Dank, das freut uns sehr 🙂

In allen drei Städten bietet Europcar die Möglichkeit, eine Zustellung direkt an den Hafen anzufragen. In Reykjavik gibt es einige Autovermietungen, die sich nahe am Hafen befinden (ca. 2 bis 6 km entfernt). Wenn keine direkte Hafenzustellung nötig ist, haben Sie hier also eine größere Auswahl.

Wenn Sie noch weitere Fragen haben oder sich unsicher sind, ob Sie bei der Buchung das richtige Angebot erwischt haben, können Sie gerne auch telefonisch (0221 – 567 999 11) buchen. Die Kollegen am Telefon sind bestens über Hafenzustellungen und Kurzzeitmieten während einer Kreuzfahrt informiert.

Viele Grüße und schon jetzt einen tolle Zeit in Island!
Alex

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