Atemberaubende Landschaften, kuriose Bräuche und einmalige Erlebnisse: Kaum ein Reiseland wartet mit so vielen Highlights auf. Island ist allerdings ein teures Reiseland, und die steigende Beliebtheit treibt die Preise zusätzlich in die Höhe. Wer früh plant, die passende Reisezeit wählt und den richtigen Mietwagen bucht, spart deshalb bares Geld. Dazu kommen Besonderheiten wie unbefestigte Straßen, gesperrte Hochlandrouten und Schäden durch Asche und Sand, die du bei der Planung kennen solltest. Damit deine Reise garantiert unvergesslich wird, haben wir unsere 5 hilfreichsten Island Reisetipps für dich zusammengestellt.
Island Reisetipps: 5 Tipps für die perfekte Reise

Alles auf einen Blick
Diese fünf Reisetipps bringen dich entspannt, gut vorbereitet und ohne böse Überraschungen durch deinen Island Urlaub.
Reisezeit: März und April sind günstig und leer, Juli und August gut fürs Inland, Herbst und Frühjahr ideal für Polarlichter.
Früh buchen: Island ist teuer, Last-Minute lohnt sich kaum. Wer früh plant, sichert sich günstige Flüge, Unterkünfte und Mietwagen.
Mietwagen: Abseits der Ringstraße brauchst du einen Geländewagen mit Allrad-Antrieb, denn F-Straßen sind nur für bestimmte Fahrzeuge freigegeben.
Versicherung: Schäden durch Asche und Sand deckt die normale Kasko nicht ab, dafür brauchst du eine Zusatzversicherung beim Vermieter.
Heiße Quellen und Zeit: Viele Hotpots sind gratis, die Blaue Lagune kostet Eintritt. Nimm dir nicht zu viel vor und lass dich treiben.
Die besten Reisetipps für Island
1. Island-Reisetipp: die passende Reisezeit wählen
Überlege dir, was du in Island sehen willst und wie lange der Urlaub sein soll.
Kurztrip: Wenn du nur einen kurzen Trip entlang des Golden Circle planst, sind März und April gute Reisemonate. Zugegeben, da ist es noch ziemlich kalt. Dafür aber auch deutlich günstiger und leerer. Während du im Juli mit hunderten anderen Touristen über die Ringstraße tuckerst, hast du Island im Frühjahr noch fast für dich allein.
Off the Beaten Path: Wenn du einen längeren Trip abseits der Haupt-Sehenswürdigkeiten planst, solltest du im Juli und August nach Island reisen. Im Inland ist auch dann wenig los und du kannst die Natur genießen. Außerhalb der Sommermonate sind viele Straßen im Inneren der Insel gesperrt oder unbefahrbar.
Polarlicht-Spotting: Wenn du Polarlichter sehen willst, sind der Herbst (September / Oktober) und das Frühjahr (Februar / März) die beste Reisezeit. An manchen Orten hast du dann fast jede Nacht die Chance, Polarlichter zu sehen. Tipp: Je nördlicher du reist, desto mehr Polarlichter kannst du sehen.
2. Island-Reisetipp: früh buchen, Schnäppchen sichern
Während es für viele Reiseziele oft tolle Last-Minute-Schnäppchen gibt, werden auf Island meist nur Frühbucher mit günstigen Preisen belohnt. Island ist generell ein sehr teures Reiseland. Die steigende Beliebtheit tut ihr Übriges, um die Preise in die Höhe zu treiben. Plane deine Reise also frühzeitig und sichere dir günstige Flugtickets, Unterkünfte und Mietwagen. Manche Fluggesellschaften fliegen Island sogar nur zwischen Mai und September an. Hier kannst du aber mit guter Planung Schnäppchenflüge für unter 100 Euro ergattern.
Übrigens: Wenn du spontan buchst wird’s nicht nur teuer. Die Wahrscheinlichkeit, dass alles ausgebucht ist, ist gerade im Sommer sehr hoch.
3. Island-Reisetipp: den richtigen Mietwagen buchen
Als Mietwagen-Experten geben wir dir selbstverständlich die wichtigsten Infos für die Buchung des perfekten Autos mit auf den Weg. In Island gibt es nämlich einige Besonderheiten zu beachten. Nicht jedes Auto eignet sich für eine abenteuerliche Reise auf der Insel aus Feuer und Eis.
Geländewagen: Gerade wenn du Fahrten abseits der Ringstraße planst, solltest du dich unbedingt für einen Geländewagen mit Allrad-Antrieb entscheiden. Zwar sind Offroad-Fahrten mit dem Mietwagen in der Regel verboten, aber auch viele reguläre Straßen sind auf Island nicht asphaltiert. Außerdem gibt es einige Straßen (mit F markiert), die nur mit bestimmten Fahrzeugen befahren werden dürfen. Informiere dich im Vorfeld, welche Straßen du nutzen willst und schau in die Mietbedingungen. So bist du vor Ort wirklich flexibel.
Versicherungen: Für jede Buchung empfehlen wir eine Versicherung ohne Selbstbeteiligung und zusätzlichen Glas-, Reifen- und Unterbodenschutz. Nur so bist du wirklich umfangreich abgesichert. Auf Island kommt noch eine Gefahrenquelle dazu: Schäden durch Asche und Sand. Spätestens seit den jüngsten Vulkanausbrüchen auf der Insel weiß man, dass diese Schäden ganz erheblich sein können. Leider werden sie nicht über die reguläre Kaskoversicherung abgedeckt. Um im Ernstfall hohe Kosten zu vermeiden, lohnt sich eine Zusatzversicherung, die in genau diesen Fällen greift. Viele Vermieter bieten eine solche Versicherung für ca. 9 bis 15 Euro pro Tag an.
Info: Leider kannst du die Versicherung für Asche-und-Sandschäden nicht direkt über uns buchen. Du kannst sie jedoch problemlos bei Abholung des Wagens hinzufügen.
4. Island-Reisetipp: die besten heißen Quellen finden
Die Blaue Lagune ist Islands bekannteste Outdoor-Badewanne, aber auf keinen Fall die einzige! Überall auf der Insel gibt es heiße Quellen, die sich zum Baden eignen. Einige davon wurden zu kleinen Pools umgebaut, manche sind noch komplett naturbelassen. Und das Beste: Während der Eintrittspreis für die Blaue Lagune recht happig ist, sind viele andere Hotpots gratis! Die Website Hot Pot Iceland hat eine großartige Karte zusammengestellt, auf der zahlreiche heiße Quellen verzeichnet sind. Viele davon sind mit Fotos und einer Wegbeschreibung ausgestattet. So findest du unterwegs jederzeit die nächste Stelle für ein erholsames Bad.
5. Island-Reisetipp: Treiben lassen!
Klar, ein paar Sehenswürdigkeiten wie Reykjavik, die Wasserfälle Gullfoss und Godafoss oder den Geysir Strokkur kannst du gar nicht entgehen. Dennoch ist unser wichtigster Island Reisetipp: Nimm dir nicht zu viel vor! Hetze nicht von einer empfohlenen Sehenswürdigkeit zur nächsten, sondern lass dich mit offenen Augen treiben. Diese Insel ist wirklich überall absolut spektakulär. Gerade abseits touristischer Pfade verbergen sich oft die schönsten Ecken: kleine Wasserfälle, versteckte heiße Quellen, atemberaubende Vulkanlandschaften. Lass das Land auf dich wirken, statt vorgegebene Highlights abzuhaken. Egal bei welchem Wetter, egal ob gebuchte Tour oder Wanderung auf eigene Faust, egal ob größter Wasserfall oder kleiner Bach: Island wird dich begeistern. Versprochen!
Häufige Fragen zum Urlaub in Island
Musst du im isländischen Schwimmbad wirklich nackt duschen, bevor du ins Wasser darfst?
Ja. Die Hygieneverordnung für Bade- und Schwimmstätten, Reglugerð nr. 814/2010, verlangt in Artikel 9 ausdrücklich, dass Gäste sich ohne Badebekleidung waschen, bevor sie zum Becken gehen. In der Umkleide muss dazu ein entsprechender Hinweis aushängen. Überwacht wird die Verordnung von der örtlichen Gesundheitsbehörde, und das Badepersonal darf dich bei einem Verstoß aus dem Becken weisen oder gar nicht erst hineinlassen.
Woran erkennst du, ob du den schwarzen Strand Reynisfjara gerade betreten darfst?
Am Zugang hängt ein Ampelsystem, das vor den tückischen Sneaker Waves warnt. Gelb steht für mäßige Gefahr, bei Orange musst du mindestens 25 Meter Abstand zum Wasser halten, bei Rot ist der Strand gesperrt und du darfst dich nur am ausgewiesenen Aussichtsbereich aufhalten. Die Stufen veröffentlicht SafeTravel, der Sicherheitsdienst der isländischen Rettungsorganisation ICE-SAR. Örtliche Sicherheitskräfte können den Strand zusätzlich kurzfristig sperren.
Ist das Wasser der Blauen Lagune überhaupt eine natürliche heiße Quelle?
Nein, die Lagune ist ein Nebenprodukt des Geothermiekraftwerks Svartsengi auf Reykjanes. Dort wird aus fast 2.000 Metern Tiefe ein Gemisch aus Meer- und Süßwasser gefördert, das im Untergrund etwa 240 Grad heiß ist. Das abgeleitete Wasser dichtete das poröse Lavafeld mit Kieselsäure ab und sammelte sich so zum See. Im Badebereich liegt die Temperatur bei 37 bis 40 Grad.
Kannst du das heiße Wasser aus dem Hahn in Island zum Trinken und Kochen nehmen?
Besser nicht, denn aus dem Warmwasserhahn kommt in Island Wasser der geothermischen Fernwärme. Die Trinkwasserverordnung Reglugerð nr. 536/2001 nimmt dieses Hitaveituwasser in ihrem Artikel 1 ausdrücklich vom Geltungsbereich aus. Nur das kalte Wasser gilt damit als überwachtes Trinkwasser, kontrolliert von den örtlichen Gesundheitsausschüssen. Zum Trinken, Kochen und Zähneputzen nimmst du in der Unterkunft also immer den kalten Hahn.
Darfst du deine eigene gebrauchte Reitausrüstung mit nach Island nehmen?
Nein. Die Lebensmittel- und Veterinärbehörde MAST verbietet die Einfuhr gebrauchter Reitausrüstung wie Sättel, Zaumzeug, Decken, Gerten und Reithandschuhe komplett, weil Islands Pferde nicht geimpft und deshalb anfällig für eingeschleppte Erreger sind. Gebrauchte Reitkleidung und Stiefel musst du vorher waschen oder chemisch reinigen lassen. Nicht waschbare Teile sprühst du mit zweiprozentiger Virkon-S-Lösung ein und lagerst es danach mindestens fünf Tage.
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