Südafrika ist der absolute Streber unter den Reisezielen. Dieser eine Besserwisser, der sich einfach mit allem auskennt: mit Traumstränden und rauer Küste, mit Höhlen und Bergen, mit wilden Tieren und perfektem Wetter, mit gutem Wein und leckerem Essen. Wir waren über den Jahreswechsel vier Wochen im Süden dieses Landes auf eigene Faust unterwegs und haben eine aufregende Route und jede Menge Rundreise-Tipps mitgebracht. Wenn du selbst mit dem Mietwagen durch den Süden Südafrikas fahren willst, stellst du dir vermutlich dieselben Fragen wie wir: Welche Route lohnt sich, was kostet das Ganze und wann ist die beste Reisezeit? Hier findest du unsere komplette Strecke von Kapstadt über die Garden Route bis zum Addo Elephant National Park, dazu Tipps zu Umwegen, Budget, Mietwagen und Verkehrsregeln.
Rundreise durch Südafrikas Süden: Erfahrungen

Alles auf einen Blick
Vier Wochen Rundreise durch Südafrikas Süden: Das solltest du zu Route, Kosten und Fahren wissen.
Route: Von Kapstadt über Hout Bay, Swellendam, die Garden Route und Port Elizabeth bis zum Addo Elephant National Park und zurück über Oudtshoorn und Stellenbosch.
Umwege: Hermanus für Walbeobachtungen, Cape Agulhas als südlichster Punkt Afrikas, dazu Plettenberg Bay, Montagu an der Route 62 und Franschhoek.
Budget: Für Flüge haben wir rund 850 Euro, für den Mietwagen 170 Euro pro Woche und für Unterkünfte 50 bis 80 Euro pro Nacht gezahlt.
Mietwagen und Verkehr: In Südafrika herrscht Linksverkehr, ein Allradantrieb ist für diese Route nicht nötig, und im Addo gilt Tempo 40 km/h.
Reisezeit: Hauptsaison ist der Sommer im Dezember und Januar, am entspanntesten reist du im Frühherbst im Februar und März.
Rundreise durch Südafrikas Süden
1. Mietwagen-Rundreise durch Südafrikas Süden: die Route
Südafrika auf eigene Faust: Start in Kapstadt
Wer einen Roadtrip durch das südliche Südafrika plant, startet meist in Kapstadt. Hier befindet sich neben Johannesburg der größte internationale Flughafen des Landes. Kapstadt ist allerdings nicht nur ein praktischer Startpunkt für unsere Rundreise, sondern auch ein wunderschöner. Die südafrikanische Metropole macht sich ihre bewegten Geschichte und ihre Diversität selbstbewusst zu eigen und kreiert mit viel Kreativität und Authentizität einen einzigartigen Ort. Dazu gehören dann eben nicht nur hippe Restaurants und ausgefallene Läden, sondern auch Spuren der rassistischen Vergangenheit und der gegenwärtigen Armut. Kapstadt regt ebenso sehr zum Denken an, wie auch zum Genießen. Und genau das macht den Zauber dieser Stadt aus. Bei einem ersten Besuch gehört die V & A Waterfront mit ihrem exzellenten Food Market, das bunte Viertel Bo-Kaap, der Botanische Garten Kirstenbosch und natürlich der Tafelberg auf die Liste der absoluten Must-Sees. Wir haben uns außerdem einen Hubschrauber-Rundflug gegönnt. Mit ca. 230 € für drei Personen war der im Vergleich zu anderen Reisezielen tatsächlich noch erschwinglich und unglaublich beeindruckend!
1. Station: Hout Bay & die Kap-Halbinsel
Der Stadtteil Hout Bay liegt etwas südlich des Stadtzentrums und eignet sich perfekt als Basis für Ausflüge auf der Kaphalbinsel. Hout Bay selbst ist ein hübscher Ficherort mit einem schönen Sandstrand. Direkt ums Eck liegen der traumhafte Llandudno Beach, der berühmte Chapman's Peak Drive (ein Muss für alle Roadtrip-Fans, auch wenn Mautgebühren von ca. 68 Rand anfallen) und das traditionsreiche Weingebiet Constantia. Wer auf der Kap-Halbinsel unterwegs ist muss natürlich auch bis ganz in den Süden zum Cape Point und dem Kap der Guten Hoffnung. Diese beiden bekannten Orten sind Teil eines kostenpflichtigen Naturreservats (Eintritt: ca. 515 Rand pro Erwachsenem). Wir mussten am Haupttor etwas anstehen, es hat sich aber natürlich trotzdem gelohnt! Wer etwas mehr Zeit im Gepäck hat, sollte hier auf jeden Fall seine Wanderschuhe auspacken. Weitere Highlights auf der Kap-Halbinsel sind der schier endlose und fast menschenleere Noordhoek Beach, Muizenberg mit seinen bunten Holzhäuschen und die Pinguin-Kolonie in Simon's Town.
2. Station: Swellendam
Swellendam erschien uns zunächst lediglich als praktischer Zwischenstopp auf unsere Rundreise von Kapstadt zur Garden Route. Weit gefehlt! Swellendam ist ein äußerst charmanter Ort, dem du auf deinem Südafrika-Roadtrip unbedingt etwas mehr Aufmerksamkeit schenken solltest. Vor einer dramatischen Bergkulisse verbergen sich zwischen hübschen kapholländischen Häusern tolle Restaurants und ungewöhnliche Sehenswürdigkeiten. Das kuriose Sulina Fairy Sanctuary ist das perfekte Highlight für Familien, im Drostdy Museum kommen Geschichtsliebhaber auf ihre Kosten und im Bontebok Nature Reserve, Südafrikas kleinstem Nationalpark, kannst du die hübschen Buntböcke beobachten.
3. Station: die Garden Route & Mossel Bay
Auch wenn viele die Südküste Südafrikas mit der Garden Route gleichsetzen, beginnt die offizielle Garden-Route-Rundreise erst bei Mossel Bay. Von hier erstreckt sich dieser bekannte Küstenabschnitt der Nationalstraße N2 ca. 300 km bis nach Storms River. Südafrikas Garden Route ist für Selbstfahrer ein absolutes Muss. Hier gibt es so viele großartige Orte und Strände, dass man ständig irgendwo anhalten möchte. Mossel Bay zeigt direkt, was man auf den nächsten Kilometern erwarten darf. Hier kannst du am schönen Stadtstrand entspannen, einen Postkarte in einen Schuh unter einem Postbaum werfen (angeblich ist der Post Office Tree der älteste Briefkasten Südafrikas) oder eine Bootsfahrt zur Seal Island (einem Felsen voller Robben) unternehmen. Unser absolutes Highlight war allerdings das Restaurant Kaai 4 am Hafen. Hier ließen wir uns herausragendes Braai (die südafrikanische Variante des Grillens) mit Blick aufs Wasser schmecken.
4. Station: Knysna
Knysna liegt wunderschön zwischen eine ruhigen Lagune auf der einen und dem uralten Knysna Forest auf der anderen Seite. Im Gegensatz zu den Beach Towns Mossel Bay und Plettenberg Bay weht hier ein ruhigerer Wind (außer man ist wie wir zwischen den Jahren dort). Setz dich in eines der vielen Restaurants an der Waterfront, unternimm eine Wanderung durch den Wald oder genieße den atemberaubenden Blick von den Knysna Heads, am besten zum Sonnenuntergang. Wer möchte, kann außerdem die Elefanten-Waisen des Knysna Elephant Parks besuchen. Diese beeindruckenden Tiere von Nahem zu sehen und zu füttern ist sowohl für Kinder als auch für Erwachsen ein einmaliges Erlebnis.
5. Station: Port Elizabeth & Safari
Auf unserer Südafrika-Rundreise hat kein Stopp so gemischte Gefühl ausgelöst wie Port Elizabeth. PE, wie die Einheimischen liebevoll sagen, kann man wohl kaum als schöne Stadt bezeichnen. Die meisten Besucher nutzen Sie als Zwischenstopp bevor es mit dem Flugzeug weiter nach Johannesburg geht oder als Basis für Safaris. Hier am Ostkap reiht sich nämlich ein Game Reserve an das nächste. Ein bisschen wirkt PE auf uns wie eine Geisterstadt, in der nicht außer ganz viel Kunst zurückgelassen wurde. An einem Wochentag in den Ferien sind hier kaum Leute unterwegs, weder Touristen noch Einheimische. Dafür können wir in aller Ruhe die vielen beeindruckenden Kunstwerke rund um das Donkin Reserve betrachten. Vom dortigen Leuchtturm hat man außerdem einen guten Blick über die Stadt. Für Leute, die ungewöhnliche Orte abseits der Massen lieben, ist PE geradezu perfekt. Auch wir machen von hier aus natürlich eine Safari. Unsere Wahl fällt auf das Schotia Game Reserve, weil dort Kinder ab drei Jahren mitfahren dürfen. In drei Stunden sehen wir Elefanten, Nashörner, Nilpferde, Antilopen, Giraffen, Zebras, Warzenschweine, ein Krokodil und gleich drei Löwen. Danach gibt's in gemütlicher Atmosphäre leckeres Essen. Genau so haben wir uns Südafrika erträumt!
6. Station: Addo Elephant National Park
Der Addo Elephant National Park ist das malariafreie, südliche Pendant zum berühmten Krüger Nationalpark im Norden. Kaum irgendwo kann man so entspannt auf Selbstfahrer-Safari gehen und Südafrikas Tierwelt hautnah erleben. Ohne Frage: dieser Park ist einer unserer heißesten Südafrika-Rundreise-Tipps! Auf diversen Routen kurvten wir durch spektakuläre Natur und entdeckten alle paar Minuten ein neues Tier: Erdmännchen, Schakale, Büffel, Warzenschweine, Zebras, Löwen und riesige Elefantenherden! Die Straßen sind teils asphaltiert, teils Schotterpisten. Da die Höchstgeschwindigkeit bei 40 km/h liegt, macht das aber nichts. Im Addo Main Rest Camp gibt es ein Restaurant, einen Shop und diverse Unterkünfte. Außerdem findest du dort und am südlichen Eingang eine Übersichtskarte, auf der eingezeichnet ist, wo die Big 5 und andere große Tiere an diesem Tag gesichtet wurden. Tatsächlich ist dieser Nationalpark, der auch einige Inseln umfasst, einer der einzigen Orte der Welt, der alle Tiere der Big 7 beheimatet: Elefant, Löwe, Leopard, Büffel, Nashorn, Weißer Hai und Wal.
7. Station: Oudtshoorn
Im Addo wenden wir unseren Mietwagen wieder gen Kapstadt und treten langsam die Rückreise an. Zeit, darüber traurig zu sein, haben wir nicht, denn die Fahrt entlang der Route 62 ist auf jeden Kilometer traumhaft schön. Die karge, einsame Berglandschaft der Halbwüste Klein Karoo ist eine unglaubliche Roadtrip-Kulisse. Oudtshoorn ist gemeinhin als Welt-Hauptstadt der Strauße bekannt. Sie ist das Zentrum der südafrikanischen Straßenindustrie und der Besuch einer Straußenfarm ist quasi Pflicht. Aber auch abseits der riesigen Vögel hat diese Stadt einiges zu bieten. Besuche die beeindruckenden Cango Caves und wage dich auf den abenteuerlichen Swartberg Pass. Selbst wir als erfahrene Roadtrip-Fans mussten auf dieser engen Gebirgsstraße ab und an die Luft anhalten. Dafür wurden wir aber mit atemberaubenden Ausblicken belohnt. Im Stadtzentrum lohnt sich ein Besuch des kleinen, aber informativen C. P. Nel Museum, das die Geschichte der Stadt und der Straußenindustrie erzählt.
8. Station: Stellenbosch
Zeit für Wein! Stellenbosch ist das bekannteste und größte Weingebiet Südafrikas. Nur rund eine halbe Stunde östlich von Kapstadt reiht sich hier Weingut an Weingut. Unser Tipp für Selbstfahrer: Übernachte unbedingt direkt auf einem dieser Weingüter, damit du entspannt Weine probieren kannst, oder pack einen abstinenten Fahrer ein. Stellenbosch ist jedoch nicht nur eine Wein-, sondern auch eine Universitätsstadt. Der perfekte, frische Ausgleich zur Weintradition. Neben großartigem Essen und Wein hat Stellenbosch auch einige schöne Sehenswürdigkeiten zu bieten. Wir können vor allem das überraschend umfangreiche Spielzeugmuseum und den Botanischen Garten bis seinen gigantischen Wasserlilien empfehlen.
Ziel: Kapstadt
Zurück in Kapstadt kannst du je nach verfügbarer Zeit noch so einige Sehenswürdigkeiten besichtigen. Für uns war ein Besuch von Bloubergstrand der perfekte Abschluss. Vom dortigen Strand hat man einen traumhaften Blick auf den Tafelberg.
Traumhafte Umwege: weitere Südafrika-Rundreise-Tipps entlang der Route
Hermanus: Der hübsche Badeort ist besonders für Walbeobachtungen bekannt. Von August bis Oktober kann man die riesigen Meeressäuger sogar vom Ufer aus entdecken.
Cape Agulas: Lange nicht so bekannt wie das Kap der guten Hoffnung und doch der eigentliche Star: Cape Agulhas ist nicht nur der südlichste Punkt Afrikas, sondern hier treffen auch der Atlantische und der Indische Ozean aufeinander.
Plettenberg Bay: Ein quirliger Küstenort mit einem schönen Stadtstrand. Wer es etwas ruhiger mag, fährt ein paar Kilometer weiter zum naturbelassenen Keursboom Beach.
Montagu: Dieser unaufgeregte, authentische Ort vor einer dramatischen Bergkulisse eignet sich perfekt für einen Zwischenstopp entlang der Route 62.
Franschhoek: Diese Weingebiet liegt östlich von Stellenbosch und ist meist etwas weniger gut besucht. Mit einer Wine Tram kannst du dich von Weingut zu Weingut fahren lassen.
Budget: Wie viel kostet die Rundreise?
Da wir mit einem Kleinkind unterwegs waren haben wir uns für die Route recht viel Zeit gelassen und waren vier Wochen unterwegs. Wer etwas zügiger reist, schafft diese Strecke auch in zwei oder drei Wochen, wodurch das Budget deutlich sinkt. Das Teuerste sind die Flüge. Hier musst du in der Hauptreisezeit für einen Direktflug ab Frankfurt mit ca. 850 Euro rechnen. In der Nebensaison kann man auch mal ein Schnäppchen ergattern. Beim Mietwagen ab Kapstadt haben wir auf Komfort gesetzt und einen Wagen der Kompaktklasse bei einem sehr guten Vermieter gewählt. Das hat uns inklusive Top-Versicherungen 170 € pro Woche gekostet. Kleinwagen bekommt man auch schon deutlich günstiger. Bei den Unterkünften schwanken die Preise je nach den eigenen Anforderungen. Für AirBnbs oder Familienzimmer in Hotels haben wir zusammen zwischen 50 und 80 € pro Nacht gezahlt. Der große Vorteil: sind diese Essentials gebucht, wird's vor Ort richtig günstig. Die Kosten für Lebensmittel, Restaurantbesuche oder Kraftstoff sind deutlich geringer als in Deutschland. Für 25 € kannst du zu Zweit hervorragend Essen gehen (inklusive Wein und Nachtisch) und Benzin kostet nur ca. 29 Rand pro Liter (Stand: 10/2026).
Die wichtigsten Südafrika-Tipps rund ums Fahren
In Südafrika herrscht Linksverkehr. Für alle, die noch nie auf der anderen Straßenspur unterwegs waren, ist das natürlich eine Umstellung. Allerdings lässt sich die gut meistern. Wer aufmerksam fährt, gewöhnt sich schnell um. Wenn man auf einige Besonderheiten vorbereitet ist, ist das Fahren in Südafrika ansonsten rundum entspannt:
Fast alle Parkplätze werden von offiziellen Parkwächter betreut, die vom Trinkgeld (selten auch von Parkgebühren) leben. Gerade wenn es voll ist, sind diese Parkwächter eine echte Hilfe und sollten mit ein paar Rand entlohnt werden.
Für gewöhnlich muss man nicht selbst tanken, das übernimmt ein Mitarbeiter der Tankstelle. Meist wird sogar noch einmal schnell über die Fenster gewischt bis der Tank voll ist. Auch hier ist ein kleines Trinkgeld angemessen.
An den meisten Kreuzungen gibt es keine Ampeln, sonder Stoppschilder. Hier gilt die Regel: Wer zuerst an der Kreuzung eintrifft, darf auch zuerst weiterfahren.
Ein Kreisverkehr in Südafrika ist eine kleine Herausforderung für deutsche Urlauber. Fast alle Kreisverkehre sind mehrspurig und es wichtig, dass man die richtige Spur wählt. Die Wahl der Spur hängt davon ab, welche Ausfahrt man nimmt. Wer den Kreisverkehr schon bei der ersten oder zweiten Ausfahrt verlässt bleibt außen, wer erst später wieder rausfährt wählt die innere Spur.
📌 Lesetipp: Alle Infos zu den Verkehrsregeln in Südafrika.
Wir haben im Vorfeld mehrfach den Tipp bekommen, bloß nicht im Dunkeln an roten Ampeln anzuhalten, da sonst die Gefahr besteht, überfallen zu werden. Wir waren zwar nur selten nach Einbruch der Dunkelheit unterwegs, tatsächlich haben wir uns aber auch dann nie unsicher gefühlt, auch nicht an den Ampeln. Trotzdem ist es empfehlenswert, das Auto von Innen zu verschließen, besonders aufmerksam zu sein und Stillstand soweit wie möglich zu vermeiden.
Die Frage "Brauche ich für Südafrika einen bestimmten Mietwagen?" lässt sich ganz schnell beantworten: Nein. Wie immer solltest du einen Wagen wählen, der zu dir passt und sinnvolle Versicherungen ergänzen (Vollkasko ohne Selbstbeteiligung, Glas- und Reifenschutz sowie eine Haftpflicht von mindestens 1 Mio.). Die meisten Straßen auf dieser Route sind gut ausgebaut. Auf machen Wegen im Addo Elephant National Park oder auf dem Swartberg Pass wünscht man sich vielleicht kurz ein Auto mit Allrad-Antrieb, erforderlich ist es aber nicht.
Die beste Reisezeit für Südafrika
Aufgrund des milden Klimas, ist Südafrika ganzjährig ein wundervolles Reiseziel. Kälter als 10°C wird es hier auch im tiefsten Winter selten und jede Jahreszeit hat ihre ganz eigenen Vorzüge. Da das Land auf der Südhalbkugel liegt, verlaufen die Jahreszeiten gegensätzlich zu Europa. Hauptreisezeit ist der südafrikanische Sommer (Dezember und Januar). Dann reisen nicht nur sonnenhungrige Touristen aus dem Norden an, sondern auch die Südafrikaner haben rund um Weihnachten Urlaub. Um unsere Urlaubstage optimal zu nutzen haben wir es dennoch mitten in der Hauptreisezeit nach Südafrika gewagt. Unterkünfte und Aktivitäten haben wir vorab gebucht, um Stress vor Ort zu vermeiden. Wirklich voll war es dann tatsächlich nur in der Woche zwischen Weihnachten und Neujahr. Da mussten wir in beliebten Restaurants an der Garden Route schon mal auf einen Tisch warten. Davor und danach konnten wir aber ganz entspannt reisen und waren oft alleine unterwegs. Touri-Hotspots wie dem Tafelberg mal ausgenommen. Wer völlig frei entscheiden kann, reist am besten im Frühherbst (Februar/März) in den Süden Südafrikas. Dann ist das Meer aufgewärmt, die böigen Winde haben sich beruhigt und die Touristenmassen sind überschaubar. Noch mehr Infos gewünscht? Lies hier alles über die beste Reisezeit für Südafrika.
Häufige Fragen zur Rundreise durch Südafrikas Süden
Welche Papiere verlangt der Addo Elephant National Park am Eingangstor?
SANParks lässt niemanden ohne gültige Unterlagen in den Park hinein oder wieder heraus. Vorlegen musst du den Führerschein des Fahrers, als internationaler Gast den Reisepass und zusätzlich die gültige Lizenzscheibe des Fahrzeugs. Die Pflicht gilt für alle Insassen, nicht nur für dich am Steuer, und das Personal scannt die Dokumente direkt am Tor. Ohne Nachweis gibt es keine Einfahrt.
Was passiert, wenn du auf der Kaphalbinsel einen Pavian fütterst?
Das ist strafbar. Die Stadt Kapstadt nennt für das Füttern von Pavianen eine Geldstrafe von bis zu 10.000 Rand und bis zu zwei Jahren Haft. Sie rät außerdem, Türen zu verriegeln sowie Fenster und Schiebedach geschlossen zu halten, denn die Tiere haben gelernt, Autotüren zu öffnen. Essen gehört in den Kofferraum oder unter den Sitz, nie sichtbar hinter die Scheibe.
Wie nah darf ein Boot bei Hermanus an einen Wal heranfahren?
Ohne besondere Genehmigung gilt ein Mindestabstand von 300 Metern zu jedem Wal. Das südafrikanische Umweltministerium DFFE stützt das auf die Threatened or Protected Marine Species Regulations. Näher heran darf nur, wer einen Permit für boat-based whale watching hat. Frag bei einer Bootstour also nach dieser Genehmigung. Vom Ufer aus schaust du ohnehin unbegrenzt, auch deshalb ist Hermanus so beliebt.
Wann wird der Chapman's Peak Drive gesperrt und wer entscheidet das?
Über die Sperrung entscheidet Entilini, die Betreiberin der Strecke im Auftrag der Provinzregierung Western Cape. Ab einer Windgeschwindigkeit von 54 km/h wird die Straße geschlossen, danach drei Stunden lang beobachtet und erst freigegeben, wenn die Lage sicher ist. Bei sehr anhaltendem oder starkem Regen sperrt die Betreiberin vorsorglich. Als Ausweichstrecke ist dann der Ou Kaapse Weg vorgesehen.
Müssen die Parkwächter auf südafrikanischen Parkplätzen registriert sein?
Ja. Das Bewachen von Autos fällt unter die Definition einer Sicherheitsdienstleistung im Private Security Industry Regulation Act 56 of 2001, deshalb gehören Car Guards bei der Aufsichtsbehörde PSIRA registriert. PSIRA prüft das vor Ort, teils gemeinsam mit der Polizei. In der Praxis arbeiten viele ohne gültige Registrierung, belangt werden dann meist die beauftragten Firmen oder Centerbetreiber und nicht die Wächter selbst.
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