Ziemlich praktisch: Gerade einmal drei Stunden Fahrt sind es vom Rheinland mit dem Auto nach Amsterdam. Die Anreise gelingt über gut ausgebaute Autobahnen ohne Maut, schwieriger wird es erst in der engen Innenstadt rund um den Grachtengürtel. Deshalb lohnt es sich, schon vor der Abfahrt zu wissen, wo du dein Auto günstig abstellen kannst. Auch bei den Verkehrsregeln und beim Tanken gibt es in den Niederlanden ein paar Unterschiede zu Deutschland. Die schnellste Route dorthin, wo du in der Grachtenstadt am besten parkst, welche Kosten auf dich zukommen und was es sonst noch zu beachten gibt, verrät dir unser Artikel.
Mit dem Auto nach Amsterdam: Anreise und Parken

Alles auf einen Blick
So kommst du entspannt mit dem Auto nach Amsterdam und findest vor Ort einen günstigen Parkplatz:
Anreise: Je nach Startpunkt führen die A28, A30 oder A3 zur Grenze, ab Köln bist du in rund 3:15 Stunden in Amsterdam.
Ring A10: Die Ringautobahn um Amsterdam ist nur 32 Kilometer lang, gehört aber zu den verkehrsreichsten Autobahnen in ganz Holland.
Parken: Parkhäuser in der Innenstadt kosten etwa 40 bis 60 Euro pro Tag, günstiger sind ein Hotelparkplatz, P+R-Plätze oder das Viertel Overhoeks in Amsterdam-Nord.
Verkehrsregeln: Auf Autobahnen gilt maximal 130 km/h, von 6 bis 19 Uhr meist nur 100 km/h; zudem haben Fahrzeuge von rechts in der Regel Vorfahrt.
Kosten: Auf den Autobahnen fällt keine Maut an, dafür kostet Benzin rund 2,43 Euro pro Liter, tanke deshalb besser noch in Deutschland.
Mit dem Auto nach Amsterdam
1. Route für die Anreise mit dem Auto nach Amsterdam
Wer mit dem Auto nach Amsterdam fahren möchte, ist dank den gut ausgebauten Autobahnnetzen nicht länger als einen Tag unterwegs. Für die Anreise kommen, je nach Startpunkt in Deutschland, drei Routen infrage, die dich am schnellsten in die niederländische Hauptstadt befördern:
Aus Norden kommend: über die deutsche A28 bis zur Ländergrenze und anschlließend weiter über die A7, A6 und A1
Aus Norden/Osten kommend: über die deutsche A30 bis zur Ländergrenze und anschließend weiter über die A1
Aus Mitteldeutschland/Süden kommend: über die deutsche Autobahn A3 bis zur Ländergrenze und anschließend weiter über A12
Egal für welche Route du dich entscheidest: Früher oder später landet jeder Autofahrer auf dem Autobahnring, der sich rund um Amsterdam legt. Die Ringautobahn A10 (auch Rijksweg 10 genannt) ist gerade einmal 32 Kilometer lang, aber eine der verkehrsreichsten Autobahnen in ganz Holland. Wer mit dem Auto nach Amsterdam in die Innenstadt möchte, fährt zunächst auf den Autobahnring und wählt anschließend einer der Stadtstraßen, die sternförmig auf das Zentrum zuführen. Urlauber, die mit dem Auto oder dem Mietwagen in NRW oder Bremen starten, sind in der Regel mit drei bis vier Stunden Fahrtzeit am schnellsten in Amsterdam. Am längsten sind die Autofahrer aus Bayern mit durchschnittlich acht bis neun Stunden Fahrtzeit unterwegs.
Startpunkt | Entfernung | Fahrzeit |
Berlin | 656 km | ca. 6:30 h |
München | 825 km | ca. 8:15 h |
Hamburg | 473 km | ca. 5:00 h |
Köln | 263 km | ca. 3:15 h |
Frankfurt | 440 km | ca. 5:00 h |
Stuttgart | 617 km | ca. 6:20 h |
2. Wo kann ich in Amsterdam parken?
Während die Fahrt mit dem Auto nach Amsterdam sehr entspannt ist, wird es in der Innenstadt zunehmend chaotischer. Vor allem der Grachtengürtel ist mit seinen engen Straßen, zahlreichen Fußgängern und Fahrradfahrern sowie schmalen Parklücken nicht gerade ein Traum für Autofahrer. Zudem bist du in der Stadt zu Fuß oder mit einem Leihfahrrad viel entspannter unterwegs. Also wo parken?
Hotelparkplatz: Wenn du mit dem Auto nach Amsterdam fährst und dort übernachtest, solltest du bei der Hotelbuchung darauf achten, dass ein kostenloser oder günstiger Parkplatz für dich zur Verfügung steht. Dann musst du dich gar nicht erst auf lästige Parkplatzsuche begeben.
Park and Ride (P+R): Alternativ bieten sich zahlreiche Park-and-Ride-Parkplätze rund um die Ringautobahn an. Die P+R-Tarife sind gestaffelt und liegen in der Regel bei 6 Euro oder 13 Euro pro 24 Stunden. Der sehr günstige Tarif von 1 Euro pro Tag ist nur unter bestimmten Bedingungen verfügbar (z.B. Anreise außerhalb der Hauptverkehrszeiten und verpflichtende Weiterfahrt ins Zentrum mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Nachweis durch ein gültiges GVB-Ticket). Ohne die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel können die Kosten deutlich höher sein (ca. 14 bis 25 Euro pro Tag).
Viertel in Amsterdam-Nord wählen: Im Stadtteil Overhoeks nahe dem Eye Filmmuseum parkst du nicht mitten in der Stadt, aber dennoch zentral und bei etwa 2,50 bis 4 Euro pro Stunde oder ca. 25 bis 35 Euro für einen ganzen Tag verhältnismäßig günstig. Eine kostenlose Fähre bringt dich in innerhalb von fünf Minuten rüber zum Amsterdamer Hauptbahnhof. Keine Sorge: Overhoeks ist ein modernes und sicheres Viertel. Wie in allen Großstädten gilt jedoch der allgemeine Hinweis: Lass keine Wertgegenstände oder technische Geräte sichtbar im Auto liegen.
3. Autofahren in Amsterdam: was muss ich beachten?
Grundsätzlich unterscheiden sich die Verkehrsregeln in den Niederlanden nicht wesentlich von denen in Deutschland. Nach der Grenzüberfahrt aber nicht vergessen: Während in Deutschland bei 130 km/h auf der Autobahn nur um eine Richtgeschwindigkeit handelt, darfst du in den Niederlanden nicht schneller als 130 km/h auf den Autobahnen fahren, von 6 bis 19 Uhr gilt auf fast allen Autobahnen sogar nur 100 km/h. Hier geht es unter Umständen also etwas langsamer als auf den deutschen Autobahnen voran. Und auch ein paar andere Kleinigkeiten gibt es beim Autofahren in den Niederlanden dann doch zu beachten:
Links vor Rechts: Sofern nicht ausgeschildert haben Fahrzeuge, die von rechts kommen, immer Vorfahrt. Dasselbe gilt auch für Straßenbahnen.
Keine Gelbphase: Die Ampeln in den Niederlanden, und smit auch in Amsterdam, haben keine Gelbphase, sondern wechseln sofort von Rot auf Grün (uns umgekehrt).
Weiße Dreiecke zeigen Vorfahrt an: In Deutschland wesentlich seltener zu finden sind die sogenannten Haifischzähne an Straßeneinmündungen. In den Niederlanden dagegen sind sie fast an jeder Kreuzung zu finden und zeigen an, dass du Vorfahrt gewähren musst.
Markierungen zum Parken: In Deutschland werden Parkverbote grundsätzlich durch Verkehrsschilder angezeigt, in den Niederlanden wird mit Markierungen an den Bordsteinen gearbeitet. Gelb bedeutet Parkverbot, blau zeigt an, dass mit Parkscheibe für eine bestimmte Dauer geparkt werden darf.
Schnellstraßen: Außerhalb geschlossener Ortschaften hängt die Geschwindigkeitsbegrenzung von der Farbe des Mittelstreifens ab. Grün gibt zum Beispiel an, dass PKW 100 km/h fahren dürfen statt 80 km/h.
4. Kosten für die Autoreise nach Amsterdam
Spritkosten in Amsterdam:
Eine gute Nachricht für alle, die mit dem Auto nach Amsterdam fahren möchten: Weder auf den deutschen noch auf den niederländischen Autobahnen fällt eine Maut an. Allerdings gehören die Niederlande zu den teuersten EU-Ländern wenn es um das Tanken geht. Rund 2,43 Euro pro Benzin-Liter werden derzeit durchschnittlich fällig, für Dieselfahrer sind es 2,49 Euro pro Liter. Tanke also lieber in Deutschland noch einmal auf, bevor es über die holländische Grenze geht. Falls es nicht anders geht: In den Abendstunden und am Wochenende sind die Benzin-Kosten in manchen Orten günstiger.
Mietwagenkosten:
Wenn du nicht mit dem eigenen Auto nach Amsterdam fährst, sondern dir einen Mietwagen in Deutschland buchst kannst du mit einem Tagesmietpreis ab etwa 30 bis 50 Euro (für einen Kleinwagen) oder ab 40 bis 70 Euro (für einen Wagen aus der Kompaktklasse) rechnen. Bei manchen Anbietern wird bei einigen Anbietern eine Zusatzgebühr für die Grenzfahrt nach Holland fällig, die in der Regel nicht höher als 30 Euro ist (hin und zurück), dies ist aber eher unüblich. Unser Kundenservice kann gerne dabei helfen, Mietwagenbieter für deine Reise zu finden, die keine Grenzfahrtgebühren erheben.
Grenzfahrten von Deutschland nach Holland sind in der Regel immer erlaubt, müssen aber vorher unbedingt angemeldet werden!
Parkkosten in Amsterdam
In den Parkhäusern der Innenstadt fallen pro Tag etwa 40 bis 60 Euro fürs Parken an. Es lohnt sich daher definitiv, unsere Spar-Tipps in Abschnitt 2 zu beachten und auf P+R-Plätze oder günstigere Alternativen in den Außenbezirken auszuweichen.
Übernachten in Amsterdam
Mittelklassehotel im Zentrum von Amsterdam können durchaus 150 Euro fällig werden. Ferienwohnungen in zentraler Lage sind nicht immer günstiger. Wer sich rechtzeitig kümmert, kann hier allerdings via Airbnb und Co. echte Schnäppchen machen.
Wenn du dein Auto geparkt hast, heißt es: Ab ins Getümmel und mit Amsterdam eine der schönsten Städte Europas erkunden. In unseren Artikeln zeigen wir dir die schönsten Sehenswürdigkeiten in Amsterdam und stellen dir Amsterdam-Geheimtipps vor, die du bestimmt noch nicht kennst.
(Stand: November 2025. Die angegebenen Informationen dienen zur Orientierung und können sich ändern)
Noch Fragen zum Thema Mietwagen? Wir helfen gerne!
Bei weiteren Fragen zu Mietwagen oder bei Unsicherheiten während der Buchung steht die kostenlose Kundenberatung gerne zur Verfügung. 0221 - 567 999 11 (außerhalb Deutschlands: 0049 221 - 567 999 11). Unsere Mietwagen-Experten helfen gerne weiter.

Häufige Fragen zur Autoanreise nach Amsterdam
Darf dein Mietwagen in die Amsterdamer Umweltzone?
Diesel dürfen die Zone innerhalb des Rings A10 nur mit Euro 5 oder besser befahren, seit dem 1. Januar 2025 bleiben auch Euro-4-Diesel draußen. Benziner sind gar nicht betroffen. Weil Mietwagenflotten jung sind, erfüllt in der Praxis jeder Mietwagen die Vorgabe; prüfe im Zweifel die Erstzulassung im Mietvertrag. Eine Umweltplakette brauchst du nicht, ein Verstoß kostet rund 95 Euro, Stand 2026.
Was gilt für einen Fahrradträger am Heck auf der Fahrt nach Amsterdam?
Verdecken die Räder dein Kennzeichen, muss am Träger eine zweite, gut lesbare Kennzeichentafel mit eigener Beleuchtung sitzen, also mit Rücklicht, Bremslicht, Blinker und Rückstrahler; ein selbst gebasteltes Schild aus Pappe ist nicht erlaubt. Ragt die Ladung seitlich mehr als 20 Zentimeter über das Auto oder der Träger mehr als einen Meter nach hinten hinaus, verlangen die Niederlande zusätzlich eine rot-weiße Markierungstafel.
Was tust du bei einer Panne auf der niederländischen Autobahn?
Fahr auf den Pannenstreifen, dreh die Räder nach rechts und stell den Wagen so nah wie sinnvoll an die Leitplanke. Steig immer auf der rechten Seite aus, geh hinter die Leitplanke und ruf von dort aus Hilfe, statt im Auto zu warten. Liegen Gegenstände auf der Fahrbahn, meldest du das Rijkswaterstaat unter 0800-8002. Ein geborgenes Fahrzeug musst du innerhalb von drei Tagen abholen.
Darfst du mit einem gemieteten Transporter nach Amsterdam hineinfahren?
Amsterdam hat seit dem 1. Januar 2025 eine Zero-Emissions-Zone, in die Transporter und Lkw grundsätzlich nur noch emissionsfrei einfahren dürfen. Für ältere Fahrzeuge laufen Übergangsfristen: Ein Diesel-Transporter mit Emissionsklasse 5 darf noch bis zum 1. Januar 2027 hinein, Klasse 4 und schlechter ist bereits ausgesperrt. Kontrolliert wird automatisch per Kennzeichenerkennung, ein Verstoß kostet 2026 rund 130 Euro. Kläre die Euronorm deshalb vor der Anmietung.
Welche Maße darf dein Gespann auf dem Weg nach Amsterdam haben?
In den Niederlanden darf die Kombination aus Zugfahrzeug und Anhänger insgesamt höchstens 18 Meter lang sein, der Anhänger allein inklusive Deichsel 12 Meter. Breite und Höhe sind auf 2,55 und 4 Meter begrenzt, jeweils einschließlich Ladung. Auf unbefestigten Straßen darf dein Zugfahrzeug nur 2,20 Meter breit sein. Prüfe die Werte, bevor du einen Wohnwagen oder Anhänger an einen Mietwagen hängst.



