Startseite Slowenien Online-ReiseführerReiserouten in Slowenien Slowenien-Rundreise: 8 Highlights mit dem Auto

Slowenien-Rundreise: 8 Highlights mit dem Auto

von Julia
Blick über den Bledsee mit der Kirche St. Maria Himmelfahrt in Slowenien

Kleiner als Hessen und trotzdem voller Sehenswürdigkeiten: Die Balkanhalbinsel Slowenien ist gerade einmal 20.000 Quadratkilometer groß. Aus dem Grund eignet Sie sich hervorragend für eine Rundreise mit dem Auto – auch wenn Sie nur eine Woche Zeit haben. Zu sehen gibt es unter anderem eine der sympathischsten Hauptstädte von Europa, jede Menge Berge, Burgen und Seen sowie eine der größten unterirdischen Schluchten der Welt.

Slowenien-Rundreise: 8 Highlights mit dem Auto
Anreise nach Slowenien
1. Ljubljana
2. Velika Planina
3. Bled
4. Triglav Nationakpark (über den Vršič Pass)
5. Lipica
6. Piran
7. Höhlen von Škocja und Postojna
8. Höhlenburg Predjama
9. Ende der Slowenien-Rundreise: Auto-Rückgabe in Ljubljana
Slowenien-Rundreise: Auto mieten, Wetter und Budget

Anreise nach Slowenien: mit dem Auto oder durch die Luft?

Für die meisten Roadtrip-Fans beginnt eine Slowenien-Rundreise in der Hauptstadt Ljubljana. Mitten im Land gelegen, eignet sich die Stadt hervorragend für die Abholung des Autos und die Weiterreise. Von neun deutschen Flughäfen aus können Sie regelmäßig nonstop Richtung Slowenien starten. Ein Flug ab Deutschland dauert gerade einmal eineinhalb Stunden. 

Eine andere Alternative ist die Anreise mit dem Mietwagen ab Deutschland über Österreich. Von München aus ist man gerade einmal viereinhalb Stunden unterwegs. Informieren Sie sich vorher unbedingt darüber, ob Grenzfahrten erlaubt sind! Oft muss man eine Gebühr für die Überquerung von Landesgrenzen zahlen. 

1. Start der Slowenien-Rundreise in Ljubljana

Ljubljana ist voller Kontraste und gerade deswegen so interessant. Hoch über der Stadt thront eine mittelalterliche Burg, während einem in der Altstadt Häuserfassaden begegnen, die aus dem alten Griechenland stammen könnten. Im grünen Tivoli Park mit dem hübschen Schloss und den breiten Kastanien-Alleen tanken die Slowenier Kraft für den Abend. Da geht es nämlich am besten in das bunte Künstlerviertel Metelkova, wo sich Gallerien, Kneipen und Konzertlocations aneinanderreihen. 

Absolutes Muss in Ljubljana: Mindestens über eine der drei berühmten Brücken laufen, die der Architekt Jože Plečnik gestaltet hat. Und authentisch slowenisch essen gehen – zum Beispiel im preisgekrönten Julija Restaurant, wo sowohl Knödel und Gulasch als auch hervorragende Nudelgerichte aufgetischt werden. Gut gesättigt und äußerst zufrieden treten wir die Slowenien-Reise mit dem Auto an – wir haben viel vor!

Kanäle in Ljubljana, der Hauptstadt von Slowenien

© TTstudio – stock.adobe.com

Symbol Parken Parken in Ljubljana
Die Altstadt von Ljubljana ist für Fahrzeuge gesperrt. In den zentralen Parkhäusern zahlt man pro Stunde etwa 1,70 Euro. Viel günstiger parkt man auf einem der drei Park-and-Ride-Plätze rund um die Stadt für 1,20 Euro pro Tag. Stadtbusse fahren von dort aus regelmäßig ins Zentrum.

2. Velika Planina

Bevor wir mit dem Mietwagen in den Westen des Landes aufbrechen, statten wir einer ganz besonderen Siedlung einen Besuch ab: Das Hirtensiedlung Velika Planina liegt eingebettet in den Hochebenen der Steiner Alpen. Die urigen Hütten mit den typischen Fichtenschindeldächern dienen den Hirten in den Sommermonaten als Residenz. Denn im Juni werden die Kühe auf die Alm getrieben, wo sie bis September bleiben. Unbedingt zu dieser Zeit probieren: den lokal hergestellten und unglaublich leckeren Trnič-Käse

Symbol Parken Anfahrt nach Velinka Planina
Hoch hinaus: Die Hirtensiedlung erreicht man nur mit einer Seilbahn, die an der Talstation Kamniška-Bistrica-Tal startet. Eine Hin- und Rückfahrt kostet 17 Euro, das Parken ist dafür aber kostenlos. 

3. Bled

Am Kurort Bled angekommen, fühlt man sich direkt ein bisschen entspannter. Dafür verantwortlich ist ohne Frage die traumhaft schöne Landschaft: Beeindruckende Berge wechseln sich mit saftig grünen Wäldern ab und eine mittelalterliche Burganlage thront über dem blau schimmernde Wasser des Bleder Sees. Hier finden Sie übrigens die einzige Insel des Landes mit der hübschen Maria-Himmelfahrts-Kirche. Wundern Sie sich nicht, wenn Sie einen schwitzenden Bräutigam sehen, der seine Zukünftige die 99 kirchlichen Treppenstufen hinaufwuchtet – das hat Tradition und sorgt für eine lange und glückliche Ehe. 

Symbol Tipp Tipp: Vintgar-Klamm
Knapp 5 Kilometer nordwestlich von Bled liegt Vintgar-Klamm, eine 1,6 Kilometer lange Schlucht, die einfach zu spektakulär ist, um sie links liegen zu lassen. Ein gut ausgeschilderter Lehrpfad führt an rauschenden Wasserfällen, einer beeindruckenden Eisenbahnbrücke aus Stein und mächtigen Bergen vorbei. 

4. Über den Vršič Pass in den Triglav Nationalpark

Der Weg ist das Ziel: Eine Mietwagen-Rundreise wäre nicht perfekt, wenn man nicht mindestens über eine faszinierende Panorama-Straße düsen würde. Der Vršič Pass ist Sloweniens höchster asphaltierter Gebirgspass und lässt Roadtrip-Herzen mit seinen Serpentinen höher schlagen. In 1.600 Metern mit dem Auto anzuhalten und seinen Blick über die Julischen Alpen schweifen zu lassen, ist definitiv ein Highlight der Slowenien-Rundreise

📌 Lesetipp: Die spektakulärsten Passstraßen in Europa

Kaum zu glauben, aber es wird landschaftlich noch spektakulärer! Im Triglav Nationalpark wechseln sich smaragdgrüne Flüsse und Seen mit Alpentälern ab, die aus einem Bilderbuch stammen könnten. Mutige erklimmen den Triglav, Namensgeber des Nationalparks und mit 2.860 Metern Sloweniens höchster Berg. Unbedingt Ausdauer und starken Willen mitbringen: Alle vier Routen sind anspruchsvoll und enthalten Kletterpassagen. 

Blick vom Vrsic Pass auf die slowenischen Alpen

Nicht schlecht: Aussicht vom Vršič Pass © dejank1 – stock.adobe.com

Symbol Parken Parken im Triglav Nationalpark
Der Triglav Nationalpark ist gleich mit mehreren Parkplätzen ausgestattet. Rund um den im Süden gelegenen See Bohinjsko jezero werden in den Sommermonaten stolze 2.50 Euro pro Stunde fällig. Im Norden des Parks dagegen steht man für 3 bis 5 Euro pro Tag.

5. Lipica 

Wussten Sie, dass die weißen Lipizzaner aus Slowenien stammen? Das kaiserliche Habsburger-Gestüt Lipica an der Grenze zu Italien wurde im Jahr 1580 gegründet und gilt seit jeher als Zuhause der edlen Pferderasse. Auf dem Anwesen kommen Tierliebhaber voll auf ihre Kosten: Besuchen Sie die Ställe, machen Sie eine Kutschfahrt oder schwingen Sie sich selbst auf den Rücken eines Lipizzaners. Wer sich auf dem Boden sicherer fühlt, kann einen gemütlichen Spaziergang durch die von Weiden und Alleen geprägte Landschaft unternehmen. 

6. Piran

Endlich Meer in Sicht! Auf dem Weg in die alte Hafenstadt Piran, fährt man an der 46 Kilometer langen slowenischen Riviera entlang. Bereits auf dem Weg dorthin fühlt man sich glatt ein bisschen wie in Italien. Pinien und Olivenbäume säumen den Weg und immer wieder passiert man kleine Buchten. In Piran angekommen, fühlt man sich endgültig wie in Bella Italia. Schlendern Sie durchdie verwinkelten Gassen mit den senfgelben Häuschen und statten Sie auf jeden Fall dem zentralen Tartini Platz mit dem prunkvollen Gemeindepalast einen Besuch ab. 

Blick über die Hafenstadt Piran an der slowenischen Adriaküste

© rh2010 – stock.adobe.com

Symbol Parken Parken in Piran
In den Parkhäusern von Piran steht man durchschnittlich für 1,20 Euro die Stunde. Wenn der Mietwagen länger stillstehen soll, können Sie ab 11 Stunden eine Tagespauschale von 12 Euro zahlen. 

7. Höhlen von Škocja und Postojna

Genug Sonne und Meerluft getankt? Dann geht unsere Slowenien-Reise mit dem Auto wieder zurück ins Landesinnere. Den Stränden an der Westküste des Landes trauert man spätestens dann nicht mehr hinterher, wenn man die Höhlen von Škocjan betritt. Bei dem UNESCO-Weltkulturerbe handelt es sich um eine der größten unterirdischen Schluchten der Welt. Wer den engen (und teils schwindelerregend hohen) Pfaden durch die spektakuläre Höhlenwelt folgt, wird schnell verstehen, warum Škocjan gerne auch als unterirdischer Grand Canyon bezeichnet wird. 

📌 Lesetipp: Dunkel, kalt und wunderschön: 10 sehenswerte Höhlen in Deutschland

Keine 20 Minuten mit dem Auto entfernt, wartet eine weitere unterirdische Schönheit auf Besucher: Die Höhlen von Postojna setzen sich aus mehr als 20 Kilometer langen Gängen zusammen, die in allen möglichen Farben zu leuchten scheinen. Erkunden können Sie die Höhle mit der elektronischen Lok, eine Fahrt dauert circa eineinhalb Stunden. Unbestritten das Highlight: Der unterirdische Konzertsaal, der Platz für mehr als 10.000 Personen bietet. 

Symbol Parken Parken bei den Höhlen
Beide Höhlen verfügen über Besucherparkplätze. Während der Parkplatz an den Höhlen von Škocjan kostenlos ist, zahlt man bei den Höhlen von Postojna 5 Euro Gebühr. 

8. Höhlenburg Predjama

Obwohl es tief unter der Erde ungeheuer faszinierend ist, freuen wir uns wieder auf das slowenische Tageslicht. Zum Ende unserer Slowenien-Rundreise mit dem Auto wird es noch einmal richtig spektakulär: Nur wenige Kilometer von Postojna entfernt, thront Predjama als größte Höhlenburg der Welt in stolzen 123 Metern Höhe. Steht man vor dem beeindruckenden mittelalterlichen Gebäude, sieht es fast so aus als würden die Felsen Predjama in ihre Arme schließen. 

📌 Lesetipp: Die 6 schönsten Schlösser und Burgen am Rhein

Besuchen Sie unbedingt die mittelalterlichen Burgräume und werfen Sie einen Blick auf die beeindruckende Sammlung an Waffen und Rüstungen. Obendrauf gibt es die ein oder andere romantische Legende – zum Beispiel über den aufständischen Ritter Rasmus, der sich einer ganzen Armee widersetzte. 

Mittelalterliche Höhenburg Predjama in Slowenien

© kaycco – stock.adobe.com

Symbol Parken Parken an der Burg
Parken mit bester Aussicht: Knapp 100 Kilometer von der Burg entfernt gibt es einen kostenlosen Besucherparkplatz. Der Weg zur Burganlage ist nicht besonders steil und daher leicht zu bewältigen.

Ziel der Slowenien-Rundreise: Auto-Rückgabe in Ljubljana

Unsere Slowenien-Rundreise mit dem Auto endet da, wo Sie auch begonnen hat: Ljubljana hat uns wieder! Planen Sie genug Zeit für die Mietwagen-Rückgabe ein, bevor es – mit einem Koffer voller Reise-Erinnerungen – wieder zurück in die Heimat geht. 

Unsere acht persönlichen Slowenien-Highlights sind natürlich nur ein Routenvorschlag, den Sie nach Belieben erweitern oder verkürzen können. Wer den Roadtrip auf Nachbarländer wie Italien oder Kroatien ausdehnen möchte, sollte sich vorher aber über die Mietbedingungen informieren. Sind Grenzfahrten oder erlaubt oder muss ich diese eventuell vorher anmelden?

Infos zu Verkehr, Wetter und Kosten der Slowenien-Rundreise

Die Verkehrsregeln in Slowenien unterscheiden sich nicht sonderlich von denen in Deutschland. Es gilt allerdings eine ganzjährige Lichtpflicht auf allen Straßen – auch tagsüber! Die Maut in Slowenien ist außerdem, wie im österreichischen Nachbarland, über die Vignette geregelt. Sie gilt für alle Fahrzeuge, die öffentliche Straßen nutzen möchten und kostet pro Woche 15 Euro (ab einer Woche bis zu einem Monat werden 30 Euro fällig). 

📌 Lesetipp: Vignette in Slowenien

Die beste Reisezeit für eine Slowenien-Rundreise mit dem Auto sind die Monate von Juni bis September mit Temperaturen von 21 bis 28 Grad. Zu der Zeit liegt in den Alpen in der Regel kein Schnee mehr und das Wetter eignet sich für Wanderungen und Stadtbesichtigungen. Im Juli und August gab es an der Grenze zu Italien in den letzten Jahren teilweise Temperaturen über 30 Grad – perfektes Badewetter, aber für den ein oder anderen Weltenbummler unter Umständen zu heiß. 

Und welche Kosten muss man für eine Slowenien-Rundreise mit dem Auto einplanen? Ein Mietwagen ab Ljubljana aus der Kompaktklasse kostet während den Sommermonaten (inklusive der empfohlenen Vollkasko-Versicherung sowie Glas- und Reifenschutz) bei einer Mietdauer von einer Woche knapp 20 Euro pro Tag. Kümmert man sich rechtzeitig um einen Flug, kommt man schon für 50 Euro von Deutschland nonstop in die slowenische Hauptstadt. In Ljubljana schläft man mit durchschnittlich 88 Euro pro Nacht (Doppelzimmer in Hotel) am teuersten im Land, Privatunterkünfte sind mit etwa 55 Euro pro Nacht eine günstige Alternative. 

Titelbildquelle: #83359026 | Urheber: © kneiane – stock.adobe.com

Julia

Ich bin gebürtige Kölnerin (die allerdings weder Kölsch noch Karneval mag), Filmliebhaberin und Reise-Enthusiastin. Wenn ein Roadtrip vorbei ist, möchte ich am liebsten direkt den nächsten planen. In die USA zieht es mich dabei immer wieder – vor allem der amerikanische Südwesten hat es mir angetan. Muss unbedingt mit in den Urlaub: Tonnenweise gute Musik und eine Reisebegleitung, mit der man auch mal schweigen kann.
Julia

Letzte Artikel von Julia (Alle anzeigen)

Das könnte Ihnen auch gefallen

Schreiben Sie uns