In Slowenien gibt's einfach alles: von Stränden und Bergseen über Hügel voller Weinberge bis hin zu barocken Palästen und uralten Burgen. Am besten erkundet man Slowenien mit dem Mietwagen, um so viel wie möglich von diesem vielfältigen Land zu sehen. Wir geben dir 5 Reisetipps für Slowenien mit auf den Weg, die nicht in jedem Reiseführer stehen, inklusive den schönsten Geheimtipps an Sloweniens Küste! Außerdem erfährst du, worauf du beim Autofahren in Slowenien achten solltest und warum die Vignette schon vor der Grenze wichtig ist. Dazu kommen Tipps für Panoramastraßen, versteckte Strände und Seen abseits der bekannten Ziele.
5 Slowenien-Reisetipps mit dem Auto, die nicht jeder kennt

Alles auf einen Blick
Slowenien lässt sich mit dem Mietwagen gut erkunden, von der Adria bis in die Julischen Alpen.
Vignette & Licht: Auf Autobahnen und Schnellstraßen brauchst du eine Vignette, Mietwagen haben sie meist schon. Abblendlicht ist auch tagsüber Pflicht.
Weinregion Špičnik: Nahe der österreichischen Grenze erwarten dich Welschriesling und Weißburgunder, dazu luftgetrockneter Pršut-Schinken und eine herzförmige Straße durch die Weinberge.
Sloweniens Küste: Auf rund 47 Kilometern liegen Izola, das Naturschutzgebiet Strunjan mit der Moon Bay und der wilde Kieselstrand Bele Skale.
Solčava-Panoramastraße: Die 37 Kilometer lange Route führt durch das Logar-Tal, vorbei am 90 Meter hohen Rinka-Wasserfall und an vielen Aussichtspunkten.
Seen & Triglav-Nationalpark: Der ruhige Planšarsko-See eignet sich zum Paddeln, der Vršičpass führt mit 50 Serpentinen auf 1.611 Meter.
Slowenien-Reisetipps mit dem Auto
1. Slowenien-Urlaub mit dem Auto: Tipps für unterwegs
Eins vorweg: Das Autofahren in Slowenien ist grundsätzlich sehr angenehm, da die Straßen in einem guten Zustand sind und kontinuierlich ausgebaut werden. Die Verkehrsregeln in Slowenien ähneln denen in Deutschland. Etwas gewöhnungsbedürftig: Auf slowenischen Straßen muss auch tagsüber das Abblendlicht eingeschaltet werden. Ganz wichtig ist, dass du dich vorab um eine Vignette kümmerst. Die ist nämlich verpflichtend wenn du Schnellstraßen oder Autobahnen in Slowenien nutzen möchtest. Wenn du einen Mietwagen in Slowenien buchen, kannst du in der Regel davon ausgehen, dass das Fahrzeug mit einer Vignette ausgestattet ist. Solltest du mit dem eigenen Auto einen Slowenien-Urlaub planen, musst du die Vignette spätestens vor der slowenischen Ländergrenze kaufen (erhältlich an Tankstellen) und an der Innenseite der Frontscheibe anbringen. 📌 Lesetipp: Mehr Infos zur Maut in Slowenien
2. Weinbaugebiet Špičnik: eine Region mit Herz
Slowenies Weinbaugebiete gehören zu den besten in ganz Osteuropa. Besonders schön ist die Siedlung Špičnik nahe der österreichischen Grenze. Freunde guter Tropfen sind hier goldrichtig und können zum Beispiel Welschriesling oder Weißburgunder probieren. Dazu noch luftgetrockneter Pršut-Schinken, perfekt!
Versteckt zwischen Weinreben liegt die Weinidylle, ein kleiner Winzerhof, der seit einem halben Jahrhundert von der Familie Dreisiebner geführt wird. Die Gästezimmer sind urgemütlich und bieten einen wunderschönen Ausblick über das gesamte Tal. Bereits die Anfahrt zum Parkplatz ist wunderschön: Es geht über eine herzförmige Straße hoch in die Weinberge.
3. Sloweniens Küste: Geheimtipps an der Adria
Obwohl Sloweniens Küste gerade einmal 47 Kilometer lang ist, jagt hier ein Geheimtipp den nächsten. Die wunderschönen Städte Piran und Portoroz gehören zu den bekannteren Orten an Sloweniens Küste, aber wir haben für dich noch den ein oder anderen echten Geheimtipp gefunden:
Izola ist eine kleine romantische Hafenstadt mit gemütlichen Cafés und Konditoreien. Wer frischen Fisch liebt, ist hier besonders gut aufgehoben. Zahlreiche Restaurants bieten Fisch und Meeresfrüchte an, die fangfrisch vom Meer auf den Teller kommen.
Das Naturschutzgebiet Strunjan ist absolut perfekt für eine Wanderung. Parke das Auto an der Kapelica Marije prikazanja, laufe auf die Steilküste zu (bereits hier ist der Ausblick fanatastisch!) und folge dann dem Waldweg, der an der Küste entlangführt. Ein toller Zwischenstopp ist der Strand Mesečev zaliv (auch Moon Bay genannt), der über einen steilen Pfad erreicht wird und als schönster Strand der Küste gilt.
Der Strand von Bele Skale liegt nur sieben Fahrminuten von der Moon Bay entfernt und ist ein echter Geheimtipp an Sloweniens Küste. Der wilde, naturbelassene Kieselstrand bietet keinerlei touristische Infrastruktur, dafür aber weiße Klippen, türkisfarbenes Wasser und absolute Ruhe.
Parkplätze findest du unterhalb des Campingplatzes Belvedere, Schilder weisen den Weg runter zum Strand. Zu Fuß geht es über Serpentinen in rund 20 Minuten bergab. Ein etwas herausfordernder Abstieg, aber es lohnt sich!
4. Panorama-Route durch das Savinja-Tal
Unter unseren Slowenien-Reisetipps ist dieser hier ein absolutes Muss, wenn man mit dem Auto unterwegs ist: die Fahrt über die Solčava-Panoramastraße im Oberen Savinja-Tal nahe Österreich. Die Panorama-Route ist 37 Kilometer lang und führt durch das grüne Logar-Tal. Immer im Blick: die majestätischen Berggipfel der Steiner Alpen und Karawanken. Solčava-Panoramastraße in Slowenien: Reisetipps
Die Ortschaft Solčava ist Start und Zielpunkt der Rundreise. Das jahrhundertealte Alpendorf gibt einen interessanten Einblick in die sich selbst versorgenden Bauernhöfe, die hier in der Region noch angesiedelt sind.
Der 90 Meter hohe Rinka-Wasserfall ist gut versteckt und dennoch etwas ganz besonderes: Er ist einer der höchsten freifallenden Wasserfälle in ganz Slowenien. Vom Parkplatz aus bist du etwa zwölf Minuten zu Fuß unterwegs. Der Weg zum Wasserfall ist nicht asphaltiert und etwas steil, aber mit gutem Schuhwerk leicht zu bewältigen.
Entlang der Route sind immer wieder Aussichtspunkte ausgeschildert, an denen du mit dem Auto halten kannst. Besonders schön ist der weite Blick von Punkt Nummer 7 auf das Logar-Tal. Aber auch der Blick auf die Kirche des Heiligen Geistes und die umliegenden Berge ist einen Zwischenstopp wert.
Die Panorama-Route kann sowohl mit dem Auto als auch mit den Fahrrad oder dem Motorrad befahren werden. Die Straße ist relativ eng und, aber in der Regel nicht zu stark befahren.
5. Planšarsko-See: ein echter Geheimtipp in Slowenien
Der Bleder See und der Bohinji-See im Triglav-Nationalpark sind schon lange keine Geheimtipps in Slowenien mehr. Aber es gibt unter den Seen in Slowenien auch noch Reisetipps, die nicht so bekannt sind. Der unscheinbare Planšarsko-See im Nordosten des Landes ist war nicht so groß wie seine berühmten Pendants, aber unglaublich schön und nicht so überlaufen. Mit Blick auf die umliegenden Berggipfel kannst du hier im Sommer zum Beispiel Kanus oder Stand-up-Paddle-Boards ausleihen. Für das leibliche Wohlergehen sorgt die einzige Gaststätte, die direkt am See liegt. Das hilfsbereite Personal tischt hier lokale slowenische Spezialitäten auf.
Von der Hauptstadt Ljubljana aus erreichst du den See mit dem Auto in etwa einer Stunde. Die schnellste Route führt über die E 61 bis zur Ausfahrt Kranj-vzhod. Anschließend geht es über die Bundesstraße 210 weiter bis in den Nordosten. Direkt am See gibt es viele Parkmöglichkeiten.
6. Slowenien-Reisetipps für den Triglav Nationalpark
Der Triglav-Nationalpark gehört zwar nicht zu den absoluten Geheimtipps in Slowenien, ist aber einfach das perfekte Ziel, wenn du mit dem Auto unterwegs bist. Es gibt kaum eine bessere Möglichkeit, um den Park flexibel zu erkunden. Eine besonders schöne Route durch den Park führt über den Vršičpass mit seinen 50 Serpentinen und engen Kurven. Mit stolzen 1.611 Metern Höhe handelt es sich hierbei um den höchsten Gebirgspass in Slowenien, also nichts für ungeübte Autofahrer. Zur Belohnung gibt es zahlreiche fantastische Ausblicke auf die Julischen Alpen. Wieder unten im Tal angekommen, kann man im kleinen Örtchen Trenta in einem der Restaurants verschnaufen. Danach kannst du zum Beispiel mit dem Auto immer weiter am smaragdgrünen Soča-Fluss entlangfahren. Besonders schön ist der Streckenabschnitt nach Kobarid. Unser Tipp: Per Napoleonsbrücke den Fluss überqueren und vom Parkplatz (Ladra 1, 5222 Kobarid) aus zum Kozjak-Wasserfall wandern, der sich zwischen hohen Felswänden befindet. Vom Parkplatz sind es rund 30 Minuten Fußweg bis zum Wasserfall.
In den Sommermonaten ist die Strecke ohne Probleme passierbar, allerdings gab es schon Jahre, in denen der Pass bis in den Mai hinein aufgrund von Schneefällen gesperrt war. Informiere dich deswegen vorab über die Verkehrssituation vor Ort.
Häufige Fragen zum Roadtrip durch Slowenien
Darfst du mit dem Auto in Pirans weitgehend autofreie Altstadt fahren?
Ja, aber nur 15 Minuten: So lange darfst du gratis in den historischen Kern, um Gepäck und Mitfahrende abzusetzen. Danach kostet dort jede angefangene Stunde 6 Euro von März bis Oktober und 4 Euro von November bis Februar (Stand 2026). Länger stellst du den Wagen in der Garage Fornače ab, für rund 3,20 Euro je angefangene Stunde und 32 Euro pro Tag. Der Elektrominibus von dort zum Tartini-Platz kostet 1 Euro.
Was kostet das Parken am Savica-Wasserfall über dem Bohinjer See?
7 Euro für bis zu drei Stunden und 15 Euro für den ganzen Tag zahlst du auf dem Parkplatz P9 am Savica-Wasserfall (Stand 2026). Die Schranke nimmt ausschließlich Karte, Bargeld funktioniert dort nicht. Der Eintritt zum Wasserfall kommt mit 4 Euro ab 16 Jahren extra dazu, am ersten Sonntag im Monat ist er frei. Alternativ fährt bis Ende August täglich ein Linienbus von Bohinjska Bistrica herauf.
Zahlst du eine Einfahrtsgebühr, wenn du ins Logar-Tal fährst?
Ja, mit dem Pkw kostet die Einfahrt in den Landschaftspark Logarska dolina 10 Euro, mit einem Van 20 Euro und mit dem Motorrad 7 Euro (Stand 2026). Kassiert wird von April bis Oktober, im Juli und August täglich von 7 bis 18 Uhr. Übernachtest du mehrere Tage in der Gemeinde Solčava, fällt die Gebühr nur einmal für den gesamten Aufenthalt an. Wer zu Fuß oder mit dem Rad kommt, zahlt gar nichts.
Was regelt der Mietvertrag, wenn du mit einem in Slowenien gemieteten Auto ins Ausland weiterfährst?
9,80 Euro pro Tag: So viel berechnet Sixt in Slowenien laut seiner veröffentlichten Mietinformation für Auslandsfahrten, gedeckelt bei 49 Euro je Anmietung (Stand 2026). Erlaubt sind nur die dort gelisteten Länder, und für einen Teil davon braucht deine Fahrzeuggruppe zusätzlich eine schriftliche Genehmigung. Fehlt diese Freigabe, verlieren nach denselben Bedingungen alle Schutzpakete ihre Gültigkeit, und die Pannenhilfe greift ohnehin nur innerhalb Sloweniens.
Kommst du mit einem gemieteten Camper auf die Mangart-Straße im Triglav-Nationalpark?
Nein, Wohnmobile und Campervans sind auf der Mangartstraße nicht zugelassen, für die Auffahrt brauchst du also einen Pkw. Am Schlagbaum werden rund 10 Euro Umweltgebühr fällig (Stand 2026). Sind die Stellplätze oben belegt, öffnet die Schranke nicht mehr, eine Anzeigetafel am Straßenbeginn meldet die freien Plätze in Echtzeit. Befahrbar ist die 12 Kilometer lange Strecke aktuell bis Kilometer 9.


