Wer mit dem Auto in Serbien unterwegs ist, sollte immer ein paar Dinar zur Hand haben. Denn serbische Autobahnen und Schnellstraßen sind gebührenpflichtig. Bezahlt wird an festen Mautstationen an den Auf- und Abfahrten, bar oder mit Karte. Für längere Aufenthalte gibt es zusätzlich ein elektronisches Mautsystem mit Prepaid-Guthaben. Alle Infos und Tipps zur Maut in Serbien haben wir in diesem Artikel für dich zusammengefasst.
Maut in Serbien: alle Infos auf einen Blick

Alles auf einen Blick
In Serbien zahlst du auf allen Autobahnen und Schnellstraßen Maut, meist direkt an der Mautstation.
Mautpflicht: Alle Autobahnen und Schnellstraßen sind gebührenpflichtig, nur der Abschnitt der E 75 durch das Zentrum von Belgrad ist frei.
Kosten: Für einen normalen Pkw liegen die Gebühren auf den beliebtesten Strecken zwischen 7,50 und 18 Euro, je nach Strecke.
Bezahlen: An festen Mautstationen zahlst du bar oder mit Karte, Euro werden angenommen, das Rückgeld kommt meist in Dinar.
Elektronische Maut: Für längere Aufenthalte lohnt sich ein ETC-Gerät mit Prepaid-Guthaben, damit passierst du die Mautstellen ohne Wartezeit.
Fahrzeugkategorien: Die Höhe der Maut hängt von der Kategorie ab, Mietwagen ohne Anhänger fallen meist in Kategorie 1.
Maut in Serbien
1. Maut in Serbien: die wichtigsten Infos
Alle Autobahnen und Schnellstraßen in Serbien sind mautpflichtig. Die einzige Ausnahme ist der Abschnitt der E 75 das durch das Zentrum von Belgrad verläuft.
Die Höhe der Mautgebühr hängt von der Fahrzeugkategorie und der Strecke ab.
Es gibt feste Mautstationen den Auf- und Abfahrten mautpflichtiger Straßen.
Du kannst die Maut immer bar und mit Karte bezahlen. Außerdem gibt es ein elektronisches Mautsystem, das sich für längere Aufenthalte lohnt.
Autobahnen werden videoüberwacht. Die Kennzeichen der Fahrzeuge werden an den Auf- und Abfahrten registriert. Halte dich unbedingt an Geschwindigkeitsbegrenzungen, denn wer überdurchschnittlich schnell an der Abfahrt ankommt, muss mit einem empfindlichen Bußgeld wegen Überschreitung des Tempolimits rechnen.
2. Mautkosten und Zahlungsmethoden in Serbien
In Serbien findest du ein klassisches Mautsystem vor: An der Autobahn-Einfahrt entnimmst du ein Ticket. Beim Verlassen der Autobahn musst du dieses am Ausgangsschalter vorzeigen und den jeweiligen Betrag zahlen.
Alle Mautstellen akzeptieren Bargeld.
Du kannst die Maut in Serbien in Euro bezahlen, jedoch erhältst du das Rückgeld oft in der Landeswährung (Serbische Dinar, RSD). Wenn du mit größeren Euro-Scheinen zahlst, ist es möglich, dass du wegen des Wechselkurses eine etwas geringere bzw. ungenaue Summe als Rückgeld bekommen. Daher empfiehlt es sich, genügend Kleingeld bereit zu halten.
An allen Mautstationen werden auch die gängisten Kredit- und EC-Karten akzeptiert. Beachte, dass es beim Abfahren von der Autobahn bzw. Schnellstraße unterschiedliche Schalter gibt. Fahre in die Spur, die deine bevorzugte Zahlungsweise annimmt.
Für einen normalen PKW liegen die Mautgebühren auf den beliebtesten Strecken umgerechnet zwischen 7,50 und 18 Euro. Detaillierte Preisangaben zu allen Mautstellen dieser Strecken findest du unter auf der Webseite der Public Enterprise Roads of Serbia.
Fahrzeugkategorien in Serbien
Da die Mautkosten unter anderem von der Fahrzeugkategorie abhängen, ist es wichtig, die Kategorie des eigenen Fahrzeugs zu kennen. Fahrzeuge werden mittels der Höhe, Gesamtgewicht, Anzahl an Achsen und Anhänger in fünf Kategorien unterteilt. Mietwagen ohne Anhänger fallen meist in die Kategorie 1.
Kategorie 1a | Motorräder Dreiradfahrzeuge Quads |
Kategorie 1 | Bis zu 2 Achsen Bis 3,5 t Bis 1,9 m Gesamthöhe |
Kategorie 2 | Fahrzeuge der Kategorie 1 mit Anhänger Bis zu 3 Achsen Bis 3,5 t Gesamthöhe über 1,9 m |
Kategorie 3 | Bis zu 3 Achsen Über 3,5 t Über 1,3 m (an der Vorderachse gemessen) |
Kategorie 4 | 4 oder mehr Achsen Über 3,5 t Über 1,3 m ( an der Vorderachse gemessen) |
3. Elektronische Maut: Electronic Toll Collect
Für längere Aufenthalte in Serbien lohnt es sich, einen Eletronic-Toll-Collect-Gerät (ETC) zu kaufen. Mit diesem Gerät kannst du die Mautstellen ohne Wartezeit passieren. Das Gerät registriert deine zurückgelegten mautpflichtigen Strecken automatisch. Das Gerät funktioniert nach einem Prepaid-System: Du zahlst beim Kauf das Gerät und einen bestimmten Maut-Betrag. Von dem vorbezahlten Betrag wird bei Fahrten auf mautpflichtigen Straßen die entsprechende Summe abgezogen. Ist der Prepaid-Betrag aufgebraucht, kannst du dein Guthaben an den Mautstationen wieder aufladen (ab 2.000 RSD). Wenn du direkt 10.000 RSD oder mehr auflädst, erhältst du einen Preisnachlass von 4 bis 10 % (von der Höhe der Summe abhängig). Beim Erwerb des Gerätes musst du deinen Ausweis bzw. Reisepass und deinen Führerschein vorzeigen. Eine Übersicht über die Verkaufstellen und Preise des ETC gibt folgende Tabelle:
Verkaufstelle | Gesamtpreis | Davon Mautguthaben |
Automobile Association of Serbia | 4000 RSD (ca. 35 €) | 1978 RSD (ca.17 €) |
Euro Petrol stations (Tankstellen) | Paket 1: 3522 RSD (ca. 30 €) Paket 2: 5522 RSD (ca. 47 €) | Paket 1: 1500 RSD (ca. 13 €) Paket 2: 3500 RSD (ca. 30 €) |
EKO SERBIA petrol stations (Tankstellen) | 4022 RSD (ca. 35 €) | 2000 RSD (ca. 17 €) |
Tehno-Coop (Transportunternehmen) | 6300 RSD (ca. 54 €) | 4278 RSD (ca. 36 €) |
Auch wer mit dem Mietwagen in Serbien unterwegs ist, muss sich um die Bezahlung der Maut selbst kümmern. Anders als in vielen anderen Ländern, verfügen Mietwagen hier in der Regel nicht über ETC-Geräte. Du kannst die Maut bar oder per Karte entrichten oder du erwirbst bei Bedarf ein ETC-Gerät an den oben erwähnten Verkaufsstellen. Beim Kauf des ETC musst du deinen Führerschein und Ausweis bzw. Reisepass vorzeigen.
4. Sonstiges zur Maut in Serbien
Die offizielle Währung ist der Serbische Dinar (1 € = 117,50 RSD).
Auf Landstraßen auszuweichen, um Mautkosten zu vermeiden, ist nicht empfehlenswert. Diese sind in Serbien oft in einem schlechten Zustand.
Autoput/Autoputevi bedeutet Autobahn auf Serbisch.

