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Maut in Belgien

von Julia

Letztes Update: 19. August 2019

Anders als im Nachbarland Frankreich gibt es in Belgien keine generelle Mautpflicht, obwohl bereits seit einiger Zeit im Raum steht ein Mautsystem einzuführen. Im Moment müssen Autofahrer aber nur für einen Tunnel eine Gebühr zahlen, ansonsten können Sie die schönen Straßen des Landes unbesorgt genießen. 

Inhaltsverzeichnis: Maut in Belgien
1. Für wen gilt die Maut in Belgien?
2. Erfassung der LKW-Maut in Belgien
3. Liefkenshoek-Tunnel
4. Sonstiges

1. Für wen gilt die Maut in Belgien?

  • Die Mautpflicht gilt nur für Fahrzeuge des Güterkraftverkehrs über 3,5 Tonnen und für Mini-Sattelzugmaschinen aus der Kategorie N1/BC
  • PKWs, Wohnmobile und Busse sind Kraftfahrzeuge zur Personenbeförderung und müssen demnach auf öffentlichen Straßen in Belgien keine Maut entrichten
  • Außerdem von der Maut in Belgien befreit sind Behördenfahrzeuge (z.B. Polizei und Feuerwehr), landwirtschaftliche Fahrzeuge (z.B. Traktoren), fahrende Arbeitsgeräte (z.B. Planierraupen) und Oldtimer mit einem O-Kennzeichen
Symbol Hinweis Hinweis für Wohnmobile
Während für ein Wohnmobil über 3,5 Tonnen in Belgien von der Maut befreit ist, fallen für ein Wohnmobil mit Anhänger, das über 3,5 Tonnen wiegt, Mautgebühren an. Der Grund: Das Wohnmobil wird in diesem Fall als Lastenfahrzeug angesehen, das Güter transportieren kann. Dasselbe gilt eventuell auch für schwere Pick-Ups mit Anhänger, die Grenzen verschwimmen hier. Im Zweifel können Sie sich an den Kundenservice des Mautbetreibers Satellic wenden.

2. Erfassung der LKW-Maut in Belgien

Die LKW-Maut in Belgien richtet sich nicht mehr länger nach dem Eurovignettensystem. Stattdessen werden die Gebühren in Belgien über ein elektronisches Mautgerät (On-Board-Unit, kurz OBU) erfasst, das LKW-Fahrer online buchen und anschließend im Fahrzeug installieren müssen. Die Mautgebühren werden in Belgien also ausschließlich digital berechnet und nicht an einer Mautstelle. Ausführliche Informationen gibt es auf den Internetseiten von viapass.be

Die Höhe der Mautgebühren setzt sich aus dem Gesamtgewicht, der Euro-Emissionsnorm und der Straßenart zusammen, abgerechnet wird die Maut in Belgien nach Kilometern. Die aktuellen Tarife für die Regionen Flandern, Brüssel und Wallonien können Sie hier einsehen. 

3. Liefkenshoek-Tunnel in Belgien: Mautpflicht auch für PKW-Fahrer

Zwar fällt auf öffentlichen Straßen in Belgien keine Maut für PKW- und Wohnmobil-Fahrer an, der fast 1.400 Meter lange Liefkenshoektunnel bei Antwerpen bildet allerdings eine Ausnahme. Hier wird in Belgien auch eine Maut für PKW und Wohnmobile erhoben. Die Mautgebühren richten sich nach der Fahrzeuggröße und Zahlungsmethode

Bargeld Kreditkarte Elektronische Bezahlung
Fahrzeuge bis 3 m Höhe 6 € 4,95 € 3,56 €
Fahrzeuge über 3 m Höhe (6 – 22 Uhr) 19 € 17,60 € 14,16 €
Fahrzeuge über 3 m Höhe (22 – 6 Uhr) 6 € 4,95 € 3,56 €
  • Die Tarife für die Maut in Belgiens Tunneln sind von der Zahlungsmethode abhängig. Möglich sind Bar- und Kreditkartenzahlung (günstiger).
  • Günstigere Tarife sind durch die Verwendung eines Transponders möglich.

4. Sonstiges zur Maut in Belgien

  • Die lokale Währung ist der Euro.
  • Ob in Zukunft eine PKW-Maut in Belgien eingeführt wird, ist noch unsicher. Wir informieren Sie gegebenenfalls an dieser Stelle über Änderungen.

Roadtrip durch Belgien geplant? In unserem Belgien-Online-Reiseführer finden Sie Infos über die Verkehrsregeln, günstiges Parken und coole Ausflugsziele in unserem Nachbarland. 

Titelbildquelle: #70569397 | Urheber: © marinv – Fotolia.com; #81071162 | Urheber: © kamasigns – Fotolia.com;
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Julia

Ich bin gebürtige Kölnerin (die allerdings weder Kölsch noch Karneval mag), Filmliebhaberin und Reise-Enthusiastin. Wenn ein Roadtrip vorbei ist, möchte ich am liebsten direkt den nächsten planen. In die USA zieht es mich dabei immer wieder – vor allem der amerikanische Südwesten hat es mir angetan. Muss unbedingt mit in den Urlaub: Tonnenweise gute Musik und eine Reisebegleitung, mit der man auch mal schweigen kann.
Julia

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2 Kommentare

Gerald Faulhaber 24. August 2019 - 21:37

Liebe Julia, dein Hobby solltest Du überdenken. Ich die meinigen übrigens auch. Es produziert CO2 und macht die Welt kaputt.
…wie übrigens meinen Wald auch. Es ist traurig mit ansehen zu müssen wie die Bäume sterben die ich als Junge mit meinem Großvater zusammen gepflanzt habe. Ich bin mittlerweile 58 Jahre alt.

Antworten
Julia 26. August 2019 - 9:37

Lieber Gerhard Faulhaber,

vielen Dank für Ihren Kommentar! Natürlich produzieren Autos – und somit auch Mietwagen – wie viele andere Verkehrsmittel und Produkte CO2. Daher darf jeder für sich selbst entscheiden, wie er seinen Urlaub verbringt und seinen ökologischen Fußabdruck gestaltet. Es ist auf jeden Fall nachvollziehbar und lobenswert, dass Sie auf Reisen mit dem Auto verzichten möchten, um Ihren Wald zu schützen.

Viele Grüße
Julia

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