Startseite Griechenland Online-ReiseführerBeliebte Ausflüge in Griechenland Was sollte man auf Kreta gesehen haben?

Was sollte man auf Kreta gesehen haben?

von Julia
Malerische Straße auf Kreta mit Blick auf das Meer

Die goldene Regel für Kreta-Urlauber: runter vom Strandhandtuch und rein in den Mietwagen! Denn gerade die etwas abgelegenen Orte machen die größte griechische Insel so besonders. Wo sollte man einen Zwischenstopp einlegen? Und was sollte man auf Kreta gesehen haben? Wir verraten Ihnen, welche Sehenswürdigkeiten Sie nicht verpassen dürfen und geben genaue Infos zur Anfahrt sowie Insider-Tipps zu den örtlichen Parkmöglichkeiten. 

Unsere Tipps: was man auf Kreta gesehen haben sollte
1. Heraklion und Palast von Knossos
2. Lasithi-Hochebene
3. Rosa Strände Elafonissi und Balos Beach
4. Palmenstrand Preveli
5. Mátala
6. Chanias Altstadt
7. Samaria-Schlucht
8. Festung von Rethymno
9. Arkadi Kloster
10. Spinalonga

Auf einen Blick: was man auf Kreta gesehen haben sollte

1. Heraklion und der Palast von Knossos: mythische Highlights

Palast von Knossos in der Nähe von Heraklion auf Kreta

© dziewul – stock.adobe.com

Die bildschöne Hauptstadt Kretas ist für viele Urlauber Startpunkt der Reise und gehört zu einem Besuch unbedingt dazu. Nehmen Sie sich ein wenig Zeit und schlendern Sie am venezianischen Hafen entlang. Neben den hübschen bunten Fischerbooten gibt es dort die imposante mittelalterliche Koules-Festung zu sehen, die bereits seit dem 16. Jahrhundert felsenfest im Hafenbecken steht. Unbedingt auch besuchen: das archäologische Museum, das als bedeutendste Antikensammlung Griechenlands gilt!

📌 Lesetipp: Die 10 wichtigsten Autotipps für Kreta

Eine 14-minütige Autofahrt von Heraklion entfernt wartet die beliebteste Attraktion der Insel auf Fans von Geschichte und Mythen. Wer hier steht, kann sich kaum vorstellen, dass Knossos einst die wichtigste Stadt der Insel war. Herzstück der Stadt und gleichzeitig Regierungsgebäude war der noch heute zum Teil erhaltene Palast. Um die faszinierende Sehenswürdigkeit mit den feuerroten Säulen ranken sich bis heute Legenden um den sagenhaften Minotaurus, der hier in ferner Vergangenheit sein Unwesen getrieben haben soll. 

Symbol Parken Anfahrt und Parken
Holen Sie Ihren Mietwagen in Heraklion ab und nehmen Sie die Leof. Knosou in südliche Richtung. Kleiner Tipp: Fahren Sie erst einmal am Eingang zu den Ruinen vorbei und wählen Sie die öffentlichen Parkplätze ein Stück weiter – die sind nämlich kostenlos. 

2. Lasithi-Hochebene: Gebirgspass mit tollen Zwischenstopps 

Blick von der Lasithi-Hochebene auf Kreta über das Tal bis zum Meer

© Igor Groshev – stock.adobe.com

Die Lasithi-Hochebene im Nordosten von Kreta ist ein befahrbahrer Traum für jeden Mietwagen-Fahrer. Bereits während der Serpentinen-Fahrt nach oben eröffnet sich Ihnen ein spektakulärer Blick auf das grüne, weite Tal. Die kleinen Siedlungen und Dörfchen mit Ihren urigen Tavernen eignen sich bestens für einen gemütlichen Zwischenstopp. 

Zwei Must-Sees auf der Strecke sind der 900 Meter hohe Ambelos-Pass mit den ehemaligen Windmühlen aus der venezianischen Zeit sowie die berühmte Höhle von Psychro. Als angebliche Geburtsstätte von Zeus wohnt dem Ort etwas mythisches, geheimnisvolles inne. Wir müssen zugeben: Etwas mulmig wird einem schon zumute, wenn man sich auf den Weg in die Dunkelheit begibt. Belohnt wird man mit einer faszinierenden Welt aus Stakaliten und Stalagmiten. 

Symbol Parken Anfahrt und Parken
Über die VOAK/E75 und Epar. Od. Neapolis – Chersonisou ist es eine knappe Stunde bis ins Örtchen Piankiano. Von hier an geht es bergauf. Die Pässe sind durchgehend asphaltiert und in einem guten Zustand. In den Siedlungen kann man problemlos (und kostenlos) parken. Die Höhle erreichen Sie auf einem gemütlichen, 15-minütigen Fußweg vom Ort Psychro aus. 

 

3. Elafonissi und Balos Beach: Kretas rosa Strände 

Pinkfarbener Strand Elafontissi auf Kreta, Griechenland

© millaf – stock.adobe.com

Wer braucht schon weißen Karibiksand, wenn es auch ein rosafarben sein kann? Gleich zwei Strände auf Kreta leuchten in sanften Rosatönen gegen das leuchtende Blau des Himmels an: der Elafonissi Beach im äußeren Südwesten der Insel und der etwas verstecktere Balos Beach im Nordosten. Verantwortlich für das Farbspektakel sind winzige Muschelreste. Welcher Strand schöner ist, lässt sich nur schwer sagen. Unser Vorschlag: Einfach zweimal einen Strandtag einlegen!

📌 Lesetipp: Von Kreta bis Mexiko: noch mehr rosafarbene Strände 

Symbol Parken Anfahrt und Parken
Mit dem Mietwagen ab Chania sind es bis zum Elafonissi-Strand etwa 90 Minuten, der Parkplatz liegt direkt hinter dem  Strand und ist kostenlos. Der Weg zum Balos Beach dauert zwar nur 70 Minuten, ist aber etwas beschwerlicher: Die Anfahrt erfolgt über eine holperige Schotterpiste, die restlichen 20 Minuten müssen zu Fuß zurückgelegt werden. Die Parkplatzgebühren sind mit 1 Euro locker zu verkraften. 

4. Preveli Beach: tropisches Flair in Südeuropa

Palmen am Strand von Preveli am Süßwasserfluss auf Kreta

© yrabota – stock.adobe.com

Wer sich nicht für rosafarbene Stränden begeistern lässt, der ist vielleicht am Preveli Beach besser aufgehoben. Dank dem Süßwasserfluss, der von hier aus in das Lybische Meer fließt, liegen Sonnenanbeter hier direkt vor einem üppigen Dattelpalmenwald. In Kombination mit dem weißen Puderzuckersand fühlt man sich glatt ein bisschen wie in den Tropen. Beinahe skurril, aber ebenso romantisch, mutet der große herzförmige Fels an, der mitten im Ozean steht. 

Symbol Parken Anfahrt und Parken
Preveli Beach ist mit dem Mietwagen von Heraklion aus problemlos erreichbar. Folgen Sie der Küstenstraße E75 bis nach Rethymno und fahren Sie von dort aus durch das Landesinnere in den Süden. Die traumhafte Landschaft entschädigt die Fahrtzeit von 1.45 Stunden. Vom Parkplatz aus (Gebühr: 2 €) führt eine Treppe hinunter zum Strand. Keine bange: Die 450 Stufen lohnen sich! 

5. Mátala: skurril-schöne Höhlen im ehemaligen Hippie-Dorf 

Blick über das Dorf Matala auf Kreta

© gevisions – stock.adobe.com

Was sollte man noch auf Kreta gesehen haben? Wir finden: auf jeden Fall das ehemalige Hippie-Dorf Mátala im Süden der Insel. In den 1960er und -70er Jahren konnte man hier heutige Musiklegenden wie Bob Dylan und Joni Mitchell antreffen und die neolithischen Höhlen wurden von Aussteigern aus aller Welt bewohnt. Bis heute üben die Wohnhöhlen aus der Jungsteinzeit noch eine magische Anziehungskraft aus und dürfen gegen eine Gebühr von 3 € besucht werden. 

Symbol Parken Anfahrt und Parken
Von Heraklion aus sind es über die EO Irakliou Faistou knapp 80 Minuten bis nach Mátala. Direkt am Strand von Mátala gibt es einen kostenpflichtigen Parkplatz (2 €), der aber gerade zur Hochsaison überfüllt sein kann. Nutzen Sie lieber einen der kostenlosen Parkplätze im Dorf, die nicht direkt am Strand liegen. 

Übrigens: Wer Mátala im Rahmen einer Mietwagen-Rundreise durch Kreta besucht, sollte unbedingt noch ein Stück weiter gen Osten fahren. Dort erwarten Sie Highlights wie die Ausgrabungsstätte Gortys, eine traumhafte Panorama-Strecke entlang der Küste und mit Ierapetra die südlichste Stadt Europas! 

6. Chanias Altstadt: ein bisschen wie in Venedig

Malerische Gassen in Chanias Altstadt auf Kreta

© aetherial- stock.adobe.com

Die zweitgrößte Stadt Kretas zählt zu den schönsten Städten Europas wird auch gerne als Venedig des Ostens bezeichnet. Wer  durch die malerischen Altstadt-Gassen oder an der Hafenpromenade im venezianischen Baustil entlangschlendert, fühlt sich tatsächlich ein bisschen wie in Italien. Die uralte Handelsstadt fasziniert vor allem wegen ihrer Mischung aus verschiedenen Bauwerken. Das wohl bekannteste: der ägyptische Leuchtturm am Hafen, der nicht nur als Top-Sehenswürdigkeit, sonder auch als Wahrzeichen der Stadt gilt. 

Symbol Parken Anfahrt und Parken
Von Heraklion aus sind es über die Küstenstraße E75 etwa 2 Stunden Fahrzeit bis nach Chania. Wer besonders zentral parken möchte, findet mit etwas Glück einen kostenlosen Parkplatz direkt am Hafen. Alternativ bietet sich das sichere und zentrale Parkhaus Apollon (Adresse: Grigoriou E, Chania 731 00) an. Gegen eine Gebühr von ca. 1,50 €/Std. parkt das zuverlässige Personal Ihren Mietwagen, den Sie jederzeit wieder abholen können. Zum Stadtzentrum sind es zu Fuß knapp 5 Minuten. 

7. Samaria-Schlucht: durch den Grand Cranyon von Kreta

Blick in die beeindruckende Samaria-Schlucht auf Kreta

© bzzup – stock.adobe.com

Die Samaria-Schlucht in der Nähe von Chania ist ein Ort, der Besuchern aus aller Welt regelmäßig den Atem raubt. Mit einer Länge von 17 Kilometern gehört Sie zu den längsten Schluchten Europas und bahnt sich aus fast 1.200 Metern Höhe ihren Weg bis ans Lybische Meer. An der engsten Stelle in der Schlucht, der sogenannten eisernen Pforte, sind die steilen Felswände gerade einmal 3 bis 4 Meter voneinander entfernt. Die Wanderung endet in Agia Roumeli, wo Sie sich mit einem Sprung ins kühle Nass und einem herzhaften Tavernen-Essen belohnen dürfen. 

Der Wanderweg durch die Samaria-Schlucht hindurch garantiert unvergessliche Panorama-Ausblicke, ist aber mit knapp 15 Kilometern auch nichts für Ungeübte. Zwei leichtere, aber dennoch sehr beeindruckende Alternativen zu der Samaria-Schlucht ist die etwas kleinere, aber leichter zu begehende Aradena-Schlucht ( ca. 6 Stunden Gehzeit) im Westen oder die Imbos-Schlucht ( 2 – 3 Stunden Gehzeit) etwas weiter östlich. 

Symbol Parken Anfahrt und Parken
Der Eingang zur Samaria-Schlucht (mit Parkplatz) ist knapp eine Stunde von Chania entfernt. Nach der Wanderung können Sie von Agia Roumeli aus die Fähre  zurück ins Inland nehmen (Kosten für die Fährfahrt nach Sougia: 11 €). Von hier aus geht es mit dem Bus (5 €) zurück zum Parkplatz, wo Sie Ihren Mietwagen wieder abholen können. 

8. Fortezza von Rethymno: alte Mauern hoch über der Stadt

Moschee in der Festung von Rethymno auf Kreta

© Andrei Nekrassov – stock.adobe.com

Hoch über der traumhaften Altstadt von Rethymno, der drittgrößten Stadt Kretas, thronen die Überreste einer imposante Festung. Die ehrfurchgebietenen Mauern wurden in den 1570er Jahren angesichts der drohenden Invasion durch die Osmanen errichtet.

Heute macht es einen ungeheuren Spaß das Gelände zu erkunden: neben der originalgetreu restaurierten Moschee gibt es hier unter anderem auch ein modernes Amphitheater zu entdecken, das heute noch für Aufführungen genutzt wird. Eine schöne Zugabe ist der traumhafte Ausblick, der sich Ihnen von hier oben bietet. Unten angekommen, sollten Sie sich unbedingt auch noch den venezianischen Hafen anschauen und durch die malerischen Gassen der Altstadt schlendern. 

Symbol Parken Anfahrt und Parken
Ein bisschen länger als eine Stunde dauert es mit dem Mietwagen von Heraklion bis nach Rethymno. Auf der Hafenstraße rund um die Festung gibt es kostenfreie Parkbuchten. 

9. Arkadi Kloster: das Nationalheiligtum der Kreter

Blick auf das Arkadi Kloster auf Kreta

© Cezary Wojtkowski – stock.adobe.com

Im Hinterland der Stadt Rethymon versteckt sich mit dem Arkadi Kloster die vielleicht wichtigste Sehenswürdigkeit in ganz Kreta. Die Einschusslöcher in den uralten Mauern zeugen noch heute von dem Unabhängigkeitskampf der Kreter gegen das Osmanische Reich.

Besonders geschichtsträchtig ist der sogenannte Pulverraum: Im November 1866 wählte der Mönch Konstantinos Giaboudakis gemeinsam mit den übrigen Widerstandskämpfern den Freitod, indem er auf ein Pulverfass schoss. An diesen dramatischen Höhepunkt des Widerstandes wird noch heute durch ein Denkmal und eine riesengroße Zeichnung gedacht. 

Symbol Parken Anfahrt und Parken
Folgen Sie ab Rethymno zunächst der Küstenstraße in östliche Richtung und biegen Sie in Sfakaki ins Inland ab. Eine gemütliche Landstraße schlängelt sich gemächlich bis zum Kloster, unterwegs sind Sie knapp 30 Minuten. Direkt vor dem Kloster können Sie Ihren Mietwagen kostenlos parken.  

10. Spinalonga: paradiesischer Ort mit trauriger Geschichte

Blick über die Halbinsel und ehemalige Leprakolonie Spinalonga auf Kreta

© milangonda – stock.adobe.com

Obwohl sich Spinalonga nicht auf dem Festland von Kreta befindet, sollte man diesen Ort auf seiner Reise gesehen haben. Wenn man auf der kleinen Insel in der Mirabello-Bucht steht und den geradezu paradiesischen Ausblick genießt, kann man sich kaum vorstellen, dass man sich auf einer ehemaligen Leprakolonie befindet. Lediglich zwei Wohnblöcke zeugen noch von dieser Zeit und wirken ein bisschen wie Fremdkörper zwischen den restlichen türkischen und venezianischen Ruinen. Definitiv eine Kreta-Sehenswürdigkeit, die man nicht so schnell vergisst.

Symbol Parken Anfahrt und Parken
Knapp 75 Minuten sind es über die E75 ab Heraklion nach Plaka, wo die Fähre zur Halbinsel ablegt. Ein paar Gehminuten von der Bucht entfernt gibt es zahlreiche kostenlose Parknmöglichkeiten. Die kurze Bootsfahrt kostet 8 Euro (hin und zurück), Tickets können Sie vor Ort kaufen.  

Titelbildquelle: #238458831 | Urheber: © gevisions – stock.adobe.com

Julia

Ich bin gebürtige Kölnerin (die allerdings weder Kölsch noch Karneval mag), Filmliebhaberin und Reise-Enthusiastin. Wenn ein Roadtrip vorbei ist, möchte ich am liebsten direkt den nächsten planen. In die USA zieht es mich dabei immer wieder – vor allem der amerikanische Südwesten hat es mir angetan. Muss unbedingt mit in den Urlaub: Tonnenweise gute Musik und eine Reisebegleitung, mit der man auch mal schweigen kann.
Julia

Letzte Artikel von Julia (Alle anzeigen)

Das könnte Ihnen auch gefallen

Schreiben Sie uns