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Traumhafter Süddeutschland-Roadtrip mit dem Mietwagen

von Julia

Malerische Berge, tiefblaue Seen und aufregende Metropolen: Süddeutschland eignet sich hervorragend für einen Roadtrip mit dem Mietwagen. Das mag nicht zuletzt daran liegen, dass Bayern und Baden-Württemberg mit Ihren Panoramastraßen fast ein Drittel der deutschen Fläche ausmachen. Wir versprechen Ihnen: Von actionreichen Bergpässen bis hin zu romantischen Märchenschlössern ist alles mit dabei. 

Roadtrip Süddeutschland
Reiseroute & Highlights
1. Station: Stuttgart
2. Station: Schwarzwaldhochstraße
3. Station: Bodensee und Deutsche Alpenstraße
4. Station: Schloss Neuschwanstein
5. Station: Zugspitzland, Kloster Ettal und Tegernsee
6. Station: München
7. Station: Augsburg
Budget: Wie viel kostet die Rundreise?
Die beste Reisezeit für Süddeutschland

Süddeutschland-Roadtrip: Reiseroute und Highlights

Unsere fast 1000 Kilometer lange Rundreise durch Süddeutschland führt Sie einmal quer durch die beiden Bundesländer Baden-Württemberg und Bayern. Das klingt ambitioniert, wird aber garantiert unvergesslich! Natürlich müssen Sie sich nicht streng an unsere vorgeschlagene Route halten, sondern können diese auch beliebig abkürzen oder verlängern – Spontanität macht einen Roadtrip schließlich aus!

Ausgangspunkt der Rundreise ist Stuttgart, wo Sie zunächst einen kurzen Aufenthalt einplanen sollten. Mit einem großen Flughafen, einer guten Autobahnverbindung und einem Bahnhof, der von vielen anderen Großstädten angefahren wird, liegt die Hauptstadt Baden-Württembergs optimal erreichbar. Ob Sie Ihren Mietwagen in Stuttgart oder bereits in einer anderen deutschen Stadt abholen möchten, bleibt natürlich Ihnen überlassen. Wir wünschen eine gute Fahrt!

1. Station: Stuttgart

Stuttgart ist vor allem für Auto- und Technikfans ein absolutes Muss. Im Porsche-Museum können Sie in die Geschichte des weltbekannten Sportwagens eintauchen und im Mercedes-Benz-Museum rund 160 Fahrzeuge aller Art bewundern. Wer sich weniger für Automobile begeistert, sollte den Tag in der Wilhelma verbringen. Der zoologisch-botanische Garten gehört mit seinem riesengroßen Aquarium und der beeindruckenden Orchideensammlung zu den meistbesuchten zoologischen Gärten in ganz Deutschland.

Ausklingen lassen kann man den Tag am besten auf dem Schlossplatz und dem angrenzenden Schillerplatz mitten im Stadtkern. Hier treffen mit dem Alten und Neuen Schloss (in dem heute die Landesregierung sitzt) verschiedene Epochen und Stile aufeinander. Übrigens: In den traditionellen Wirtshäusern rund um den Schlossplatz gibt es hervorragende Spätzle, Maultaschen und andere schwäbische Gerichte. 

Schlossplatz in Stuttgart mit Grünfläche

© Manuel Schönfeld – stock.adobe.com

Symbol Parken Parken in Stuttgart
Freie Parkbuchten in der Stuttgarter Innenstadt sind leider absolute Mangelware. Besser steuern Sie direkt eine der vielen Parkhäuser und Tiefgaragen an. Auf der offiziellen Webseite der Stadt Stuttgart können Sie die aktuelle Verkehrslage und freie Plätze überprüfen. Gerade günstig ist das Parken in Stuttgart nicht: Pro angefangene Stunde zahlt man im Durchschnitt 2 Euro. Wem das zu teuer ist, der kann auf einem der Park-and-Ride-Plätze im Stadtgürtel seinen Mietwagen abstellen und von dort mit öffentlichen Verkehrsmitteln weiterfahren.

2. Station: Schwarzwaldhochstraße

Jetzt wird’s spektakulär: Der nächste Abschnitt auf unserem Roadtrip durch Süddeutschland führt uns durch den weltberühmten Schwarzwald, der mit seinen kurvenreichen Straßen und Serpentinen für das richtige Roadtrip-Feeling sorgt. Die älteste und vielleicht schönste Strecke in dieser Region ist die Hochstraße. Die 60 Kilometer lange Panoramastraße wurde 1932 eingeweiht und schlängelt sich von Baden-Baden hinauf bis zur Bühlerhöhe. 

Die kurvenreiche Straße verläuft in einer Höhe zwischen 800 und 1000 Metern und bietet Ihnen herrliche Ausblicke in die imposanten Schwarzwaldtäler und ins Rheintal. An einigen Stellen entlang der Strecke können Sie sogar bis zu den Vogesen sehen! Highlights, wie der fast 1.000 Meter hochgelegene Mummelsee oder das Naturschutzgebiet Wilder See – Hornisgrinde, bieten sich wunderbar für eine Verschnaufspause an.

Blick über das Bühlertal von der Schwarzwaldhochstraße aus

© VRD – stock.adobe.com

Endstation der Schwarzwald-Route ist der malerische Kurort Freudenstadt. Schlendern Sie über den schönen Marktplatz mit seinen fünfzig Wasserfontänen oder gönnen Sie sich in einem der urigen Gasthäuser ein Stück Schwarzwälder Kirschtorte bevor es weiter Richtung Bodensee geht. 

Symbol Parken Parken in Freudenstadt
Freudenstadt bietet Autofahrern knapp 550 oberirdische Parkplätze und Parkhäuser mit Platz für bis zu 640 Stellplätzen. Die Parkgebühren liegen bei durchschnittlich 1 Eurp pro Stunde. Auf manchen Parkplätzen in der Innenstadt dürfen Sie mit einer Parkscheibe kostenlos stehen (allerdings nur für eine Stunde.) Wer es schafft, sollte Freudenstadt an einem Samstag besuchen. An dem Tag parken alle Besucher oberirdisch kostenfrei.

3. Station: Bodensee und Deutsche Alpenstraße

Von Freudenstadt aus sind es mit dem Mietwagen noch einmal knapp 140 Kilometer bis zum Bodensee, einer der wohl schönsten Urlaubsregionen in Deutschland. Mit 536 Quadratkilometern Fläche und den zahlreichen Seebädern ist das auch kein Wunder. Einige davon warten sogar mit feinen Sandstränden auf – Urlaubs-Feeling garantiert! Sie wollen nicht nur faulenzen oder das Wetter spielt schlicht und einfach nicht mit? Kein Problem: Natürlich gibt es neben den Strandbädern auch noch mehr rund um den Bodensee zu entdecken. 

📌 Lesetipp: Die Top-Sehenswürdigkeiten am Bodensee

Genug entspannt? Dann geht’s weiter auf die Panoramastraße, die auf keinem Süddeutschland-Roadtrip fehlen darf. Die Deutsche Alpenstraße startet in Lindau am Bodensee und führt uns in die Allgäuer Berge. Für Fahrvergnügen ohne Ende sorgt die erste Etappe über den spektakulären Jochpass mit seinen 106 Kurven. Gut, dass wir danach erst einmal eine märchenhaft-romantische Verschnaufspause in Hohenschwangau einlegen.

Blick über den Bodensee in Süddeutschland

© TrudiDesign – stock.adobe.com

4. Station: Schloss Neuschwanstein

Man fühlt sich ein bisschen wie in einem Disney-Film, wenn man vor dem pompösen Schloss Neuschwanstein in Südbayern steht. Das liegt, neben dem märchenhaften Bauwerk selbst, auch an der traumhaften Lage. Neuschwanstein steht inmitten von dichten Bäumen und vor einer traumhaften Bergkulisse knapp 950 Meter oberhalb von Hohenschwangau. Passenderweise inspirierte das Schloss Walt Disney für die beiden weltberühmten Zeichentrick-Filme Cinderella und Dornröschen. 

📌 Lesetipp: Diese fünf Disney-Schlösser können Sie wirklich besuchen

Für 13 Euro können Sie die prächtigen Innenräume des Schlosses besichtigen. Es lohnt sich: König Ludwig ll. beauftragte seine Architekten damit, ihm ein Schloss im Stil der mittelalterlichen Ritterburgen zu erreichten. Und er wurde nicht enttäuscht: Ludwigs Thronsaal und der Sängersaal sind überladen mit prächtigen Verzierungen, Gold und Bildern aus Wagneropern und der deutschen Sagenwelt. Tragischerweise lebte der König nur 170 Tage in seinem Märchenschloss – er verstarb im Sommer 1886 auf mysteriöse Weise im Starnberger See. 

Das märchenhafte Schloss Neuschwanstein in Süddeutschland

© JFL Photography – stock.adobe.com

Symbol Parken Anfahrt und Parken
Folgen Sie der A7 bis zum Autobahnende und folgen Sie anschließend der B17 bis nach Hohenschwangau. Es gibt keinen Parkplatz direkt am Schloss. Um zu Neuschwanstein zu gelangen können Sie vom Ticket-Schalter aus den 1,5 Kilometer langen Pfad zu Fuß folgen. Beachten Sie allerdings, dass es steil nach oben geht! Alternativ können Sie einen der Pendelbusse für 2,50 Euro nach oben nehmen. 

5. Station: Zugspitzland, Kloster Ettal und Tegernsee

Wer gedacht hat, dass die Naturkulisse rund um das Schloss Neuschwanstein unschlagbar ist, der wird auf den nächsten paar Kilometern eines Besseren belehrt. Die Deutsche Alpenstraße führt Sie direkt durch das Zugspitzland mit seinem beeindruckenden Panorama. Auf den nächsten Kilometern werden Sie immer wieder das imposante Wettersteinmassiv im Blick haben – was für ein Ausblick! 

Über Serpentinen geht es weiter nach oben in die Ammergauer Alpen. In 870 Metern Höhe thront das über die Ländergrenzen bekannte Benedektinerkloster Ettal mit seiner hauseigenen Brauerei, Destillerie und Käserei. Legen Sie hier unbedingt einen Zwischenhalt ein, um die barocke Basilika aus dem 14. Jahrhundert zu bestaunen. Für eine erfrischende Pause sorgt ein Stop am 70 Kilometer entfernten Tegernsee. In der urgemütlichen Herzöglichen Bräustüberl Tegernsee können Sie einkehren und den Tag mit einem kühlen Bier vom Fass ausklingen lassen. 

Bergsee in den Alpen mit Blick auf Zugspitze

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6. Station: München

Gut ausgeruht verlassen wir die Deutsche Alpenstraße und das malerische Bergpanorama, um unsere bayerische Lieblingsmetropole zu besuchen. München wurde 2017 als lebenswerteste deutsche Großstadt ausgezeichnet. Das wundert uns kaum, da die Heimat des Oktoberfestes jede Menge zu bieten hat. Von der Residenz über den Englischen Garten bis zum Vitualienmarkt ist hier für jeden etwas dabei. Unser Tipp: Der Marienplatz im Herzen von München bietet sich wunderbar als Ausgangspunkt für eine Städtetour an.

📌 Lesetipp: Die Top-Sehenswürdigkeiten in München

Im Sommer schauen wir übrigens gerne den Surfern zu, die sich im südwestlichen Ende des Englischen Gartens der sogenannte Eisbachwelle stellen. Regelmäßig wird hier sogar ein Surf-&-Skate-Festival veranstaltet, auf dem die besten Wassersportler gegeneinander antreten. 

Marienplatz in Bayerns Hauptstadt München

© Noppasinw – stock.adobe.com

Symbol Parken Parken in München
Mit rund 7.400 Stellplätzen in 24 Parkhäusern ist die Stadt München dem Touristenandrang bestens gewachsen. Ganz günstig ist das Parken in Bayerns Hauptstadt aber nicht. Im beliebten Glockenbachviertel zahlt man für einen Tag zum Beispiel stolze 10 Euro. Wer keine Lust auf den Verkehr in der Innenstadt hat oder die hohen Parkgebühren vermeiden möchte, nimmt besser einen der zahlreichen Park-and-Ride-Parkplätze am Stadtrand und fährt mit der U-Bahn zu den Sehenswürdigkeiten.

7.Station: Augsburg

Wer an diese Stadt im Südwesten Bayerns denkt, der muss wahrscheinlich unwillkürlich an die Augsburger Puppenkiste denken. Im wunderschönen Spitalgebäude können Sie den Kindheitshelden Jim Knopf, Räuber Hotzenplotz und Co. einen Besuch abstatten. Zu weiteren Highlights zählen das Rathaus mit seinem prunkvollen Goldenen Saal, der benachbarte Perlachturm und der nicht weniger imposante Mariendom

Für einen Spaziergang eignet sich bestens die Maximilianstraße mit ihren 140 Fuggerhäusern. Die Fuggerei mit ihren typischen Renaissance-Treppengiebeln wurde vor mehr als 500 Jahren für bedürftige Augsburger als Reihenhaussiedlung erbaut. Nach Ihrem Spaziergang sollten Sie im Damenhof einkehren. Im stilvollen Innenhof der beliebten Bar kann man sich einen Café zwischen Rundbögen, Säulen und einem Wasserbecken genehmigen – und fühlt sich dabei fast ein bisschen wie in Spanien oder italien. 

Fuggerei-Häuser in Augsburg in Süddeutschland

© XtravaganT – stock.adobe.com

Symbol Parken Parken in Augsburg
18 Parkhäuser in der Innenstadt und viele öffentliche Parkplätze sorgen für eine stressfreie Stellplatz-Suche in Augsburg. Beachten Sie, dass es in Augsburg verschiedene Parkzonen gibt. In einigen Zonen dürfen nur Anwohner parken – die Plätze sind mit Hinweisschildern entsprechend gekennzeichnet. Praktisch: Über die kostenlose App TraviPay oder per SMS können Sie Ihre Parkgebühren ganz bequem von unterwegs bezahlen. Die Parkgebühren liegen durchschnittlich bei 1,50 Euro pro Stunde.

Unser abenteuerlicher Roadtrip durch Süddeutschland führt uns zurück nach Stuttgart, wo wir unsere Mietwagen zurückgeben. Ein kurzer Blick auf den Kilometerstand verrät uns: Kanpp 1.000 Kilometer haben wir hinter uns gebracht! 

Budget: Wie viel kostet der Roadtrip durch Süddeutschland?

Für den kompletten Roadtrip durch Süddeutschland empfehlen wir Ihnen einen Wagen aus der Kompaktklasse. Damit sind sie sowohl auf Autobahnen als auch auf steilen und kurvigen Bergpässen sicher unterwegs. Gleichzeitig ist ein Kompaktwagen nicht zu groß, um einen guten Parkplatz in den großen Städten zu finden. Ein Mietwagen aus der Kompaktklasse kostet in Süddeutschland durchschnittlich 33 Euro pro Tag.

Für ein Doppelzimmer in einer einfachen Unterkunft zahlen Sie in Süddeutschland zwischen 60 und 90 Euro pro Nacht. In Mittelklassehotels müssen Sie mit 80 bis 160 Euro pro Nacht rechnen. In einem Hotel aus der Luxusklasse nächtigen Sie ab 160 Euro aufwärts. Natürlich unterscheiden sich die Preise je nach Stadtlage voneinander. Ein Zimmer im hippen Münchener Glockenbachviertel wird wesentlich mehr kosten als eine Übernachtung in einem Viertel weiter außerhalb. 

Symbol Hinweis Grenzfahrten
Eben mal mit dem Mietwagen rüber ins schöne Österreich mit seinen tollen Bergseen? Klingt im ersten Moment nach einer hervorragenden Idee, kann aber ganz schön teuer werden. Manche Vermieter erlauben Grenzfahrten nur gegen eine Gebühr oder in manchen Fällen sogar gar nicht. Vor Ihrem Süddeutschland-Roadtrip sollten Sie also unbedingt in die Mietbedingungen schauen!

Die beste Reisezeit für einen Süddeutschland-Roadtrip

Für einen Roadtrip durch Süddeutschland eignet sich bestens die Zeit von Mai bis Oktober, wenn es mild bis sommerlich warm ist. Gerade in den Bergregionen kann das Wetter allerdings auch in den wärmeren Monaten überraschend schnell umschlagen. Ein Schneeschauer in den Alpen ist auch im Sommer nicht völlig unwahrscheinlich. Also: Bevor es losgeht am besten immer einen kurzen Blick in den Wetterbericht werfen! 

Ein guter Tipp zum Schluss: Berücksichtigen Sie die Sommerferien bei Ihrer Planung. Sowohl in Bayern als auch in Baden-Württemberg beginnen die Ferien Ende Juli und enden Mitte der zweiten Septemberwoche. Auch während den Pfingstferien im Mai oder Juni sind die Straßen deutlich verkehrsreicher als sonst. 

Titelbildquelle: #113803791 | Urheber: © SusaZoom – stock.adobe.com

Julia

Ich bin gebürtige Kölnerin (die allerdings weder Kölsch noch Karneval mag), Filmliebhaberin und Reise-Enthusiastin. Wenn ein Roadtrip vorbei ist, möchte ich am liebsten direkt den nächsten planen. In die USA zieht es mich dabei immer wieder – vor allem der amerikanische Südwesten hat es mir angetan. Muss unbedingt mit in den Urlaub: Tonnenweise gute Musik und eine Reisebegleitung, mit der man auch mal schweigen kann.
Julia

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