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Mietwagen und Versicherungen im Preischeck: So stark unterscheiden sich die Kosten je nach Reiseland zu Ostern und im Sommer

Die Mietwagen-Preise für Ostern oder Sommer sind in einigen Reiseländern gegenüber dem Vorjahr um bis zu 41 % gesunken. Für andere Zielländer haben sich die Preise um bis zu 91 % verteuert. Zu diesem Ergebnis kommen wir im Rahmen einer aktuellen Untersuchung, bei der wir die Entwicklung von Frühbucherpreisen für Mietwagen und Versicherungen analysiert haben. Größter Preisrückgang zu Ostern in Kanada, Frankreich am teuersten

Deutlich günstiger als im Vorjahr kommen Reisende in Kanada über Ostern an einen Mietwagen. Dort sinkt der Preis um 41,4 Prozent. Es folgen die USA (-28,4 Prozent) und Griechenland (-26,4 Prozent). Weitere deutliche Rückgänge im zweistelligen Prozentbereich gibt es in Großbritannien (-22,0 Prozent), Irland (-17,0 Prozent) und Island (-10,8 Prozent).

Steigende Preise gibt es in sechs der 14 untersuchten Länder. Auch Deutschland gehört mit einem Zuwachs von 0,3 Prozent knapp dazu. Noch dahinter liegen Neuseeland (+1,8 Prozent), Italien (+2,6 Prozent) und Portugal (+13,3 Prozent). Besonders deutlich fiel der Anstieg in Frankreich (+52,8 Prozent) und Südafrika (+71,7 Prozent) aus. Bei einem Blick auf die absoluten Zahlen ergibt sich ein anderes Bild. Mit einem Preis von 75,12 Euro pro Tag ist Frankreich derzeit das teuerste Land für die Anmietung eines Mietwagens zu Ostern, gefolgt von Südafrika mit 61,55 Euro pro Tag und der Schweiz mit 59,98 Euro pro Tag. Am günstigsten ist ein Mietwagen an Ostern in Griechenland mit durchschnittlich 18,83 Euro pro Tag.

Sommerpreise im Vergleich: Dieses Jahr bis zu 91 Prozent teurer Auch im Sommer gingen die Preise in mehreren Ländern zurück. Normalerweise eher für teurere Preise bekannt, führt die Schweiz hier das Ranking den größten Preisrückgangs mit -40,7 Prozent an. Auf unser Nachbarland folgen Kanada (-33,6 Prozent), Spanien (-16,5 Prozent), die USA (-16,0 Prozent) und Neuseeland (-13,4 Prozent). 

Ebenso liegen wieder sechs Länder über den Preisen von 2025. Dazu gehören Island (+5,0 Prozent), Italien (+14,2 Prozent), Portugal und Irland (jeweils +19,7 Prozent) sowie das Spitzen-Duo Frankreich (+35,5 Prozent) und Südafrika (+91,1 Prozent), was die Steigerungen von Ostern noch einmal deutlich übertrifft.

Bei den absoluten Kosten liegt Island mit großem Abstand vorne. Hier werden im Sommer durchschnittlich 106,39 Euro pro Tag verlangt. Dahinter folgen Frankreich (87,36 Euro), Irland (78,10 Euro) und die Schweiz (72,88 Euro). Deutschland schneidet mit einem durchschnittlichen Tagespreis von 42,60 Euro vergleichsweise günstig ab. Noch niedriger sind die Preise lediglich in Australien mit 41,07 Euro pro Tag, Neuseeland mit 35,35 Euro pro Tag und Spanien mit 32,96 Euro pro Tag.

Osterreisezeit: Versicherungen häufig günstiger, aber mit starken Ausnahmen

Bei Versicherungen zur Erstattung der Selbstbeteiligung sanken die Preise zu Ostern in vielen Ländern deutlich. Angeführt wird die Liste von der Schweiz (minus 48,2 Prozent). Zweistellige Rückgänge gab es in Frankreich, Österreich, Deutschland, Kanada, Italien, Neuseeland und Spanien (zwischen minus 12 und minus 33 Prozent). Weitere Rückgänge zeigten sich in Großbritannien (minus 9,8 Prozent), Island (minus 7,1 Prozent), Griechenland (minus 6,6 Prozent) und Portugal (minus 6,1 Prozent). Preissteigerungen verzeichneten dagegen Südafrika (plus 10,2 Prozent) und Australien (plus 16,1 Prozent). Besonders stark fielen die Anstiege in Irland (plus 108,2 Prozent) und den USA (plus 159,7 Prozent) aus.

Absolut ist die Absicherung der Selbstbeteiligung in Irland mit 12,66 Euro pro Tag am teuersten. Mit deutlichem Abstand folgen Island mit 8,55 Euro pro Tag, Australien mit 6,91 Euro pro Tag, Südafrika mit 5,97 Euro pro Tag und die USA mit 5,55 Euro pro Tag. In Frankreich, Kanada, Deutschland, Neuseeland, Spanien und Großbritannien liegen die Versicherungskosten zu Ostern zwischen 4,10 Euro und 4,73 Euro pro Tag. In Portugal, Italien, Griechenland und Österreich bewegen sich die Preise zwischen 3,36 Euro und 3,89 Euro pro Tag. Am günstigsten ist die Schweiz mit durchschnittlich 1,50 Euro pro Tag.

Versicherungen im Sommer: In vielen Ländern spürbare Preisaufschläge

Auch bei Versicherungen zur Erstattung der Selbstbeteiligung im Sommer zeigen sich große Unterschiede. Sinkende Preise gab es in Kanada (minus 30,4 Prozent), Spanien (minus 13,0 Prozent), Neuseeland (minus 12,6 Prozent), Frankreich (minus 12,1 Prozent) und Irland (minus 10,5 Prozent). Weitere Rückgänge verzeichneten Australien (minus 4,9 Prozent), Österreich (minus 4,8 Prozent) und die USA (minus 1,2 Prozent). Deutlich teurer wurden Versicherungen im Sommer in Großbritannien (plus 3,2 Prozent) und Island (plus 7,3 Prozent). Starke Anstiege zeigten sich in Portugal (plus 20,1 Prozent), Italien (plus 21,1 Prozent) und Griechenland (plus 31,8 Prozent). Besonders stark stiegen die Preise in Südafrika (plus 50,7 Prozent) sowie in Deutschland (plus 72,9 Prozent) und der Schweiz (plus 86,9 Prozent). Hinsichtlich der absoluten Preise zeigen sich ebenfalls deutliche Unterschiede bei Angeboten mit und ohne Erstattung der Selbstbeteiligung. Im Gegensatz zur Osterzeit führt die Schweiz mit 10,54 Euro pro Tag das Ranking der teuersten Versicherungen an, dicht gefolgt von Island mit 10,22 Euro pro Tag. Deutschland folgt mit 6,44 Euro pro Tag mit deutlichem Abstand auf Rang drei. In Großbritannien, Südafrika, Australien, Griechenland, Irland und Frankreich liegen die Versicherungskosten zur Sommerzeit zwischen 5,22 Euro und 5,75 Euro pro Tag. Etwas günstiger ist es in Österreich, Italien, Portugal, Neuseeland und Spanien mit Preisen zwischen 4,47 Euro und 4,98 Euro pro Tag. Am günstigsten sind zur Sommerzeit Kanada mit 3,15 Euro pro Tag und die USA mit 2,80 Euro pro Tag.

Städtevergleich zu Ostern: Deutliche Rückgänge, extreme Ausreißer nach oben

Zu Ostern sinken die Mietwagenpreise in vielen Städten deutlich gegenüber dem Vorjahr. Die stärksten Rückgänge verzeichnen Montreal mit minus 41,4 Prozent und Miami mit minus 40,5 Prozent. Auch Barcelona mit minus 35,6 Prozent sowie Athen mit minus 34,3 Prozent gehören zu den größten Preisrückgängen. Gleichzeitig steigen die Preise in einzelnen Städten stark an. Besonders deutlich fallen die Anstiege in Hamburg mit plus 16,3 Prozent, Berlin mit plus 14,1 Prozent und Köln mit plus 13,9 Prozent aus. Extreme Ausreißer zeigen sich in Funchal mit plus 57,0 Prozent und Kapstadt mit plus 71,7 Prozent.

Sommerpreise in Städten: überwiegend günstiger, einzelne starke Anstiege

Auch in der Sommerreisezeit gehen die Preise in vielen Städten zurück. Besonders stark sinken sie in Alicante mit minus 51,3 Prozent, Zürich (-40,7 Prozent), Barcelona (-36,1 Prozent) sowie in Montreal (-33,6 Prozent) und Miami (-34,8 Prozent). Demgegenüber stehen teils kräftige Preisanstiege. In Dublin steigen die Sommerpreise um plus 19,7 Prozent, in Lissabon um plus 21,0 Prozent und in Cagliari um plus 30,0 Prozent. Besonders stark verteuern sich Mietwagen in Kapstadt mit plus 91,1 Prozent sowie in Pointe-à-Pitre mit plus 41,7 Prozent.

„Die Ergebnisse zeigen deutlich, wie dynamisch sich Frühbucherpreise je nach Reiseland und Reisezeit im Vergleich zum Vorjahr entwickelt haben. Eine Grundregel wird sich nach vielen Jahren auch 2026 nicht ändern: Wer für die Hauptreisezeit kurzfristig bucht, zahlt nahezu immer viel mehr als Frühbucher. Wer sich seinen Mietwagen frühzeitig sichert und dabei eine bewusste Entscheidung über den gewünschten Versicherungsschutz trifft, spart erheblich Kosten und schont so die Urlaubskasse“, sagt Frieder Bechtel.

Über die Untersuchung

Für die Analyse hat die führende Mietwagenplattform billiger-mietwagen.de die Preisentwicklung von Mietwagen sowie Zusatzversicherungen zur Erstattung der Selbstbeteiligung in mehreren beliebten Reiseländern untersucht. Grundlage waren Angebotsdaten aus dem eigenen Buchungssystem. Ausgewertet wurden die durchschnittlichen Frühbucherpreise für zwei zentrale Reisezeiträume: zwei Wochen an Ostern (13.4.-27.4.2025 und 29.3.-12.4.2026) sowie zwei Wochen Mietwagen-Reise in der Sommer-Hochsaison (27.7.-10.8.2025 und 26.7.-9.8.2026). Verglichen wurden jeweils die Preise mit dem entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Analysiert wurden über 290 Millionen Mietwagenangebote.

Titelbildquelle: KI-generiert / Flux

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