In Frankreich können Alkohol und Drogen am Steuer mit bis zu 9.000 Euro geahndet werden, in Italien kosten schwere Tempoverstöße bis zu 3.287 Euro. Zum Vergleich: Wer in Deutschland mit einem normalen Pkw mehr als 70 km/h zu schnell fährt, muss mit bis zu 800 Euro Bußgeld rechnen. Für die Analyse haben wir Bußgeldregelungen für 15 beliebte Auto- und Mietwagen-Länder ausgewertet und verglichen, in welchen Ländern Verkehrsverstöße besonders teuer werden können.
Italien, Frankreich und Australien mit hohen Bußgeldern bei Tempoverstößen
Bei Tempoverstößen zeigen sich besonders große Unterschiede zwischen den untersuchten Ländern. Italien liegt in der Analyse am oberen Ende: Wer dort mehr als 60 km/h zu schnell fährt, muss mit Bußgeldern von bis zu 3.287 Euro rechnen. Auch Frankreich ahndet massive Überschreitungen streng, bei mehr als 50 km/h über dem Limit können bis zu 1.500 Euro fällig werden. In Deutschland liegt das maximale Bußgeld für normale Pkw bei 800 Euro, wenn Autofahrer innerorts mehr als 70 km/h zu schnell unterwegs sind.
In Deutschland werden bei normalen Pkw bis 3,5 Tonnen bei mehr als 70 km/h zu viel innerorts bis zu 800 Euro fällig, außerorts bis zu 700 Euro. Deutlich teurer kann es hierzulande allerdings für Fahrzeuge mit gefährlichen Gütern oder Passagierbusse werden. In diesem Fall können bei mehr als 60 km/h zu viel bis zu 950 Euro innerorts und 900 Euro außerorts anfallen.
Auch außerhalb Europas zeigen sich hohe Strafen. In Australien steigt das Bußgeld bei mehr als 45 km/h über dem Limit auf 620 Euro. Bei schweren Fahrzeugen kann derselbe Verstoß sogar 1.424 Euro kosten. Neuseeland staffelt Tempoverstöße ebenfalls genau. Bei bis zu 10 km/h zu viel werden 15 Euro fällig, bei 46 bis 50 km/h zu viel bereits 314 Euro.
Parkverstöße: Spanien liegt am oberen Ende
Auch beim Parken gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Reiseländern. In Frankreich beginnen Parkverstöße bereits ab 15 Euro, in Portugal ab 30 Euro und in Italien ab 40 Euro. In Deutschland kostet ein allgemeiner Halt- und Parkverstoß mindestens 25 Euro. Deutlich teurer wird es, wenn Autofahrer in zweiter Reihe halten oder parken oder einen Schutzstreifen blockieren. In solchen Fällen können bis zu 110 Euro fällig werden.
Spanien liegt bei Parkverstößen am oberen Ende der betrachteten europäischen Länder. Dort können bis zu 200 Euro Bußgeld anfallen. Auch in der Schweiz sind bestimmte Park- und Halteverstöße klar geregelt. Wer beispielsweise die zulässige Parkzeit um bis zu zwei Stunden überschreitet oder die Parkscheibe nicht gut sichtbar anbringt, zahlt 40 Schweizer Franken. Das Halten auf einem Fußgängerstreifen kostet 80 Schweizer Franken.
Alkohol und Drogen am Steuer: Frankreich mit besonders hohen Strafen
Die höchsten möglichen Bußgelder der Analyse finden sich bei Alkohol- und Drogenverstößen. Besonders streng ist Frankreich: Alkohol am Steuer kann mit bis zu 4.500 Euro geahndet werden. Wer mit Drogen am Steuer erwischt wird, muss ebenfalls mit bis zu 4.500 Euro rechnen. Kommen Alkohol und Drogen zusammen, kann das Bußgeld auf bis zu 9.000 Euro steigen.
Auch in anderen Ländern können Verstöße sehr teuer werden. In Italien drohen bei Alkohol am Steuer bis zu 2.000 Euro Bußgeld. In Spanien beginnen die Bußgelder bei Alkohol am Steuer ab 500 Euro, in Portugal ab 250 Euro. In Neuseeland können besonders schwere Alkohol- und Drogenverstöße sogar mit bis zu 998 Euro geahndet werden, etwa wenn unter Einfluss eine andere Person verletzt oder getötet wird.
„Wer im Ausland mit dem Auto oder Mietwagen unterwegs ist, sollte sich vorab nicht nur mit den geltenden Tempolimits vertraut machen, sondern auch Parkregelungen und Promillegrenzen kennen. Unsere Analyse zeigt, dass selbst alltägliche Verkehrsverstöße je nach Reiseland deutlich teurer werden können als erwartet“, sagt Frieder Bechtel, Pressesprecher von billiger-mietwagen.de.



